Hallo zusammen,
am 04.05. dieses Jahres fand ich auf Eichenrinde und der darunterliegenden Holzschicht einen weißlichen corticioiden Pilz:
Die Sporen sind ellipsoid mit deutlichem Apiculus und scheinen viele kleine Öltröpfchen zu besitzen:
Sporenmaße: 9,4 ± 0,6 µm × 4,6 ± 0,3 µm, Q̄ = 2,1 ± 0,1
Reichweite: 8,6–10,6 µm × 4,2–4,9 µm, Q = 1,9–2,3
n = 12
Die Basidien sind viersporig und besitzen (zumindest jung) eine Basalschnalle:
Das Hyphensystem ist monomitisch, die Hyphen tragen Schnallen:
Im Hymenium befinden sich zudem Hyphidien:
Zusätzlich findet man auch Zystiden. Diese scheinen aber dem Subhymenium zu entspringen und ragen nur selten über das Hymenium hinaus:
Sie messen 70–100 µm, haben teils etwas dickere Zellwände und sind teils halsig:
Das, was mich aber nun seit Tagen umtreibt, ist das folgende Phänomen: Die Sporen scheinen sich nicht nur auf den Sterigmen der Basidien zu befinden! Aus merkwürdigen, hyphidienähnlichen Gebilden scheinen auch Sporen zu entstehen, die so aussehen wie die normalen Sporen:
Weiß jemand, um welches Phänomen es sich handelt, wo das in der Literatur beschrieben wird, und ggf. sogar, um welche Art es sich handelt?
Herzliche Grüße,
Vitus
