Maipilze/Mairitterlinge?

Es gibt 7 Antworten in diesem Thema, welches 530 mal aufgerufen wurde. Der letzte Beitrag () ist von Sabiieeenchen.

  • Hallo ihr Lieben :) !


    Heute habe ich draußen beim Spazieren direkt am Feldrand einen spannenden Fund gemacht. Ich glaube, dass ich einige Mairitterlinge / Maipilze gefunden habe, kann das sein? Ich bin etwas überrascht, da der Mairitterling eher kalkreichen Boden bevorzugt und ich laut Bodenkarte eher in einem sauren Gebiet wohne. Der Pilz kam in mehreren Hexenringen auf und war sehr festfleischig und roch auch wie beschrieben mehlartig/gurkenartig, leider auch sehr wurmstichig. Ich würde sicherheitshalber noch einen Sporenpulverabdruck machen. Was meint ihr?


    Liebe Grüße Sabine :saint:


  • Hallo Sabine

    Der sieht aus wie ein Maipilz und scheint so zu riechen. Ich würde ihn auch so nennen. Wenn du sagst, er wächst am Feldrand, dann ist wohl der Wegrand nicht weit entfernt... Ist es ein Kiesweg? Hat es da Kalksteinkies? Das würde dein Erklärungsproblem dann lösen:-)

    LG Andreas

  • Liebe Sabine

    Auch die typisch üppigen Madengänge im Schnittbild sprechen sehr für Mairitterlinge..

    Beste Grüsse

    Corinne

    Hinweis: Mit meinen Beiträgen und Kommentaren kann ich keine Tipps/Empfehlungen zum Verzehr abgeben. Zur Pilzbestimmung für Speisezwecke den Pilzsachverständigen vor Ort konsultieren. Vielen Dank.

  • Jo, kiesige bzw. geschotterte Wege, oder auch ausgewaschene Kalkdüngerrückstände der angrenzenden Landwirtschaft. Hab hier auch einen langen Feldweg, welcher eher saure Felder durchschneidet. Da stehen sie manchmal in den Böschungen.


    VG

  • Hallo Sabine,


    ich schließe mich meinen Vorrednern an.


    Einen Sporenabdruck kannst Du trotzdem machen, ist spannend.


    Wenn der Feldweg in der Nähe mit basischem Material geschottert ist, erklärt das auch das Vorkommen dort.


    Viele Grüße,

    Steffen

  • Deutlich im basischen Bereich muss der Boden für Maipilze übrigens nach meiner Beobachtung nicht sein.


    In meiner Region lassen sich Maipilze hauptsächlich in Fichtenwäldern finden und weniger auf Wiesen, an Wegesrändern und unter Büschen. Wenngleich es hier viele basische Fichtenwälder hat (gut kenntlich am Waldmeister der dort wächst oder am Fehlen von Maronenröhrlingen im Herbst), gibt es doch auch einige eher neutrale bis leicht saure Fichtenwälder, in denen sich ebenfalls Maipilze finden lassen.


    Das größte mir bekannte Myzel der Art befindet sich tatsächlich in einem Fichtenwald ohne jegliche Kalkanzeiger, in dem sich im Herbst auch massenhaft Maronenröhrlinge (sogar an derselben Stelle) finden lassen.


    Der Maipilz scheint also doch relativ flexibel zu sein. Stark saure Böden mag er aber definitiv nicht. Nebenan im Mertinger Forst ist mir z.B. noch nie ein Fund geglückt. Dort sind die Böden deutlich sauer und es ist fast flächendeckend Blaubeer-Bewuchs vorhanden.


    LG Christopher