3x An Kiefernnadel - Hilfe erwünscht

Es gibt 2 Antworten in diesem Thema, welches 369 mal aufgerufen wurde. Der letzte Beitrag () ist von boccaccio.

  • Servus,

    Auf geschwärzten Nadeln einer 2-nadligen Kiefer fielen mir zuerst kleine orange Kissen auf, die an eine Nectria-Anamorphe erinnerte.

    Auf den Zweiten Blick stellten sich diese dann als Aecien heraus.

    Wenn es keine Einwände gibt würde ich das als Coleosporium tussilaginis bezeichnen

    Nr 1

    pilzforum.eu/attachment/587473/


    Natürlich schaute ich mir auch den dunkelbraunen Belag an - aber aus dem werde ich nicht schlau.

    Es gab stachelartige Verbindungen und braune Konidiosporen die ein wenig an Taeniolella erinnern.

    Wenn jemand eine Idee hat - immer raus damit


    Konidienlager x 400


    x1000


    Nr 3

    war wiederum einfacher:

    Cyclaneusma minus ebenfalls auf bzw. unter den Konidienlager

    Sporen in Chlorazolschwarz

    Ascus mit Sporen


    Grüße

    Felli

  • GriasDi Bernd,

    nach meinem Wissensstand sind die Wechselroste auf Kiefer anhand der Aecien nicht auseinander zu halten. Die Aecien gehören zur Gattung Coleosporium, die zu einer ganzen Reihe von Wirten wechselt und dort die Uredien und Telien ausbildet, wie z.B. der Glockenblume-Campanula. Da z.B. häufig an C. persicifolia, oder der von Dir erwähnte Huflattich-Tussilago farfara. Aber auch z.B. zu Pestwurz, Alpendost, Klappertopf, Augentrost, Wachtelweizen.

    Deshalb fasst man die Aecien ohne Kenntnis des Wechselwirtes als Peridermum oblongisporum Agg. zusammen.

    Ich finde beachtlich, dass ich die Coleosporiumarten an den genannten Wechselwirten regelmäßig, auch häufig, finde, die Aecien an der Kiefer aber erst einmal nachweisen konnte.

    An liabn Gruaß

    Werner

  • Hallo Werner,


    bei mir war es auch so, daß die die Coleosporium-Arten auf ihren Telienwirten sehr oft gefunden habe, während ich auf Kiefer lange danach suchen mußte. Wenn man aber erstmal weiß, daß man im zeitigen Frühjahr die Kiefernnadeln absuchen muß (was in der Praxis ja nur bei jungen Exemplaren möglich ist), dann ist der Rost eigentlich auch auf Pinus gar nicht so selten zu finden.


    Björn