Kaum wird's warm, kommen die Pilze aus dem Boden!

Es gibt 4 Antworten in diesem Thema, welches 343 mal aufgerufen wurde. Der letzte Beitrag () ist von Maronisto.

  • Wir haben hier in der Südpfalz seit ein paar Tagen sehr schönes Wetter und ich war gleich mal mit der Kamera unterwegs. Über den Jahreswechsel habe ich mein Equipment etwas umgestellt, bzw. erweitert und nun damit die ersten Fotos geschossen.


    #1 Diese Glimmertintlinge habe ich am 4. März entdeckt und war erstaunt, daß die schon so früh dran waren:



    Fundort: Mischwald, alter Baumstumpf (vermutlich Buche), helle Stelle aber im nordseitigen Schatten gewachsen.


    #2 Diese Anemonenbecherlinge hatte ich gestern im Auwald inmitten von Buschwindröschen am Rhein entdeckt:



    Der Maßstab ist hier etwa 1:1, Durchmesser ca. 0,5 - 1 cm. Beim Anpusten hatten sie die Sporen abgegeben.


    #3 Ok, der Prächtige Schichtpilz oder Braunsamtige Schichtpilz (Stereum insignitum) ist ein Ganzjahrespilz und kann mit Stereum subtomentosum verwechselt werden, aber mit Hilfe von Forumsmitglied Luca konnte ich das Taxon mikroskopisch verifizieren:



    Fundort Buchentotholz, aufgenommen am 15. Februar.


    Es lohnt sich also, auch im Winter mit der Kamera im Wald herumzustreunen. Man findet sehr schöne Motive!

    Euch ein sonniges Wochenende!
    Achim

  • Hallo Syntaxs,

    der Anemonenbecherling hat einen Doppelgänger, der bei Scharbockskraut wächst. Den solltest du auch auf dem Schirm haben. Nr. 3 könnte auch einfach das gemeine Stereum hirsutum sein, aber wenn der mikroskopische Nachweis erbracht wurde, wird dein Vorschlag schon stimmen.

    Toll, was du schon so alles findest.

    FG

    Oehrling

    PSVs dürfen weder über I-Net noch übers Telefon Pilze zum Essen freigeben - da musst du schon mit deinem Pilz zum lokalen PSV!

  • Ja, der wuchert hier regelrecht in jeder Ecke bei dem hohen Buchenbestand, den wir haben. Stereum hirsutum ist m. W. n. eher auf Erlentotholz zu finden und ich meine den auch schon gesehen zu haben. Sorry, Verwechslung, ich meinte Stereum subtomentosum mit der Erle als Wirt. Ich will heute noch mal raus und mich in einer anderen Ecke umschauen, wo es viele Erlen hat.

  • Die Glimmertintlinge sind im M.Moser eine ganze taxonomischen Sektion von Coprinus. Ich bin makroskopisch aber auch noch oft unsicher, obwohl Weiden- oder Haustintlinge manchmal leicht zu unterscheiden sind. Von den anderen Tintlingsgruppen ganz zu schweigen. Sogar Specht- (riecht wirklich stinkig) und Schopftintling sind formenreich und taxonomisch nicht i m m e r so eindeutig. ;)