Birkenporling Selbsterfahrung

Es gibt 5 Antworten in diesem Thema, welches 117 mal aufgerufen wurde. Der letzte Beitrag () ist von Weisheit.

  • Habe diesen Winter erstmals Birkenporlinge ausprobiert. Bei Erkältungen, Grippe und Magen-Darm-Problemen. An mit selbst und an der halben Verwandtschaft.


    Und was soll ich sagen: ein derart potentes Medikament haben weder ich noch die Probanten aus der Verwandtschaft schonmal erlebt, also nicht für diese Krankheiten. Ich meine natürlich die Krankheit, nicht die Symptome. Selbstverständlich hilft Novalgin schneller gegen die Schmerzen, oder Paracetamol gegen Fieber. Aber eben nicht gegen die Krankheit - und das kriegt der Birkenporling offenbar hin.


    Weder ich noch die freiwilligen Versuchskaninchen glaubten wirklich dran. Aber es lässt sich wiederholen: Halsschmerzen beginnen, die Nase läuft, oder auch Übelkeit etc. - Birkenporling aufgebrüht, und am nächsten Tag gehts ohne Symptome zur Arbeit.


    Beweisen kann ich damit gar nichts, es könnten alles auch ganz kuriose Zufälle sein. Aber wenn mich jemand fragt, was ich denke, was am ehesten bei Erkältungen und Grippe hilft …


    Ich hatte sie getrocknet und dann im Mixer zu Flocken gehäkselt. Davon koche ich ca. 2 Esslöffel in einem Liter Wasser kurz auf, und siede das dann bei niedriger Temperatur 20 Minuten weiter, lasse es dann nochmal eine Stunde ruhen. Der Sud muss saumäßig Bitter sein. Hat mich und meine Familie durch den Winter gebracht, jedenfalls scheint es so …

  • Hallo Pilzfreund,

    Versuch macht klug und gegen ein Probieren ist nichts einzuwenden. Und ja, das Gebräu ist furchtbar bitter. Es ist bekannt,dass der Birke Porling wertvolle Stoffe enthält und wenn es dir gut geht, dann war es vielleicht der Pilz. Ich gehöre nicht zu den absoluten Befürworten der "Heilpilze", denn heilen können sie nicht, aber eine gesundheitliche Wirkung wird in guter Literatur beschrieben.

    Viele Grüße
    Veronika Weisheit - Pilzberaterin Landkreis Rostock
    Auch Pilzberater können irren, erst recht in einem Forum, deshalb gibt es keine Freigabe von mir, Pilze zu verzehren, auch, wenn diese essbar sind.

  • , denn heilen können sie nicht, aber eine gesundheitliche Wirkung wird in guter Literatur beschrieben.

    Nun, das altmodische Wort "heilen" bedeutet nichts anderes als eine "gesundheitliche Wirkung" haben. Bei den allermeisten angeblichen "Heilpilzen" glaube ich auch nicht, dass sie heilen/gesundheitsfördernd wirken, bei Birkenporling und Schmetterlingstramete glaube ich es aber doch. Einig sind wir uns also sicher darin, das beides vorerst Glaubenssätze bleiben müssen ;)

  • Ich meine mit guter Literatur, Uwe und alle Diskutierenden z.B. das Buch von Leley "Wer Pilze isst, lebt länger" und ich meine auch Guthmann "Heilende Pilze", wobei der Titel mir nicht gefällt. Aber Guthmann betont einen Grundsatz - Weder die sogenannte Schulmedizin darf an erster Stelle stehen noch die alternative Medizin und hier speziell die Gesundung durch Pilze. Beide "Heilmethoden" sollten sich gemeinsam um den Menschen als Ganzheit bemühen, um Erfolge zu erreichen. Produkte aus Pilzen, wie Extrakte u.a. sind und bleiben z.Z. nur Nahrungsergänzungsmittel und sind keine Arznei. Wenn ich in beiden Büchern lese, was bestimmtes Pilze alles in unseren Körpern positiv beeinflussen können, dann kommen nicht nur mir erhebliche Zweifel. Ich denke aber auch, nur weitere Forschungen führen zu einem Ziel, entweder gegen oder für "Pilze mit Heilkraft".

    Viele Grüße
    Veronika Weisheit - Pilzberaterin Landkreis Rostock
    Auch Pilzberater können irren, erst recht in einem Forum, deshalb gibt es keine Freigabe von mir, Pilze zu verzehren, auch, wenn diese essbar sind.