Hallo zusammen,
mich hat es schon mehrfach bei meiner Lieblingstotentrompetenstelle hingelegt und jedes mal habe ich mich gefragt "was ist denn das für ein Boden?!", da es da neben fancy Testmethoden auch ganz pragmatische Verfahren gibt, dachte ich, ich teste das heute mal und schaue ob ich diese Frage beantworten kann.
Hauptquelle für alles folgende ist: Bodenartendreieck plus Erklärung Schlüssel auf Seite 39!
Falls hier jemand ist der sich damit beschäftigt (oder möchte) bin ich sehr offen für Kommentare/Korrektur/Tipps oder einfach mitmachen.
Ich bin kein Profi sondern einfach nur sehr neugierig. ![]()
Ort des Geschehens, eine umgefallene Esche. Aus der Wand des Lochs habe ich mir deutlich unterhalb vom organischen Horizont eine Probe entnommen. (dabei darauf geachtet nichts vom Oberboden in meiner Probe zu haben)
1. "Walnussgroße Bodenprobe formen und anschließend zu einer dünnen Walze von etwa halber Bleistiftstärke ausrollen"
Die Kugel formen war super easy, daraus dann eine Walze formen war aufgrund der Menge etwas problematisch, ich hatte ja keinen Tisch o.ä im Wald. Ich habe es dann einfach in kleinere Portionen aufgeteilt dann ging es super in der Hand.
Unterfragen:
"nicht oder wenig gut aursollbar, meist zerbröckelt die Walze bevor halbe Belistiftstärke erreicht ist" => nein
"leicht ausrollbar, Bodenwalze intakt oder nur schwach rissig" => Ich bin weiter zu 4. gegangen im Schlüssel.
4. "Boden zwischen Daumen und Zeigefinger reiben, ggf. etwas befeuchten, auf Körnigkeit und Bindigkeit prüfen"
Unterfragen:
"etwas schmierig-klebrig, gut form und ausrollbar" => hier gehe ich mit.
"dünner als auf halbe Bleistiftstärke ausrollbar, glänzende Reibeflächen=> nein
Im Wald dachte ich das vorherige Bild wär schon dünner als halbe Bleistieftstärke. Zu Hause dann gemerkt das Bleistifte dünner sind als ich sie in Erinnerung hatte.
Die Bodenprobe war steinhart über Nacht geworden, man sollte sie wohl luftdicht verpacken oder zumindest nicht auf der Fußbodenheizung lagern. Ich gehe weiter bei 7. weil abgebildet die dünnste Rolle ist die ich bei mehreren Versuchen geschafft habe.
7. "Boden zwischen Daumen und Zeigefinger reiben und drücken, Körnigkeit und Formbarkeit beurteilen"
Ich habe das einfach zwischen den Fingern so platt gerieben. Es glänzt nicht so wirklich, wenn dann nur matt.
Unterfragen:
"meist leicht ausrollbar, deutlich sandig, sehr klebrige Feinsubstanz" =>null Sand spürbar
"beim Ausrollen etwas rissig je nach Bodenfeuchte, Boden mehlig-samtig und etwas klebrig, matte bis schwach glänzende Reibeflächen" => hier gehe ich mit.
(die restlichen Nebenfragen von 7. beinhalten alle Sand)
Unterfragen zur Unterfrage: ![]()
"Kein Sand erkennbar" vs. "wenig Sand erkennbar":
Ich entscheide mich für kein Sand erkennbar.
Ergebnis: Ut4 stark toniger Schluff.
Was ich noch allgemein nachgelesen habe:
Bodenart: beschreibt die Korngrößenzusammensetzung eines einzelnen Horizonts (Sand, Schluff, Ton; Mischungen = Lehm).
Bodentyp: Einordnung des gesamten Bodenprofils (hier habe ich den Verdacht auf einen Gley).
Erdige Grüße ![]()
