Plätzchen zum Fest

Es gibt 7 Antworten in diesem Thema, welches 500 mal aufgerufen wurde. Der letzte Beitrag () ist von thorben96.

  • Hallo zusammen,

    zu 1) Vermutlich sind diese Plätzchenformen Moose oder Flechten. Ich habe zwar ein Buch über Moose und Flechten, aber nur mit makroskopischen Fotos. Ich weiß, das gehört nicht in dieses Forum, aber mich würde doch interessieren, was das ist. Vielleicht kennt ein Mikroskopiker ja diese Formen isoliert von Phragmites aus Wasser. Oder kann mir jemand einen Hinweis auf ein M&F-Forum geben.


    Wenn nicht, dann sind die Plätzchen/Blumen-Fotos ein Wunsch an alle für ein Frohes Fest und einen Guten Rutsch ins 2026. <3


    zu 2) Diese Formen sind auf Holzstücken im Wasser gewachsen. Mit Google-Bildersuche kam ich auf Ilyonectria. Aber ….


    HG, Tonio


    1)


    2)

  • Hallo Tonio,

    zu 1) Vermutlich sind diese Plätzchenformen Moose oder Flechten.

    Da muss ich jetzt mal ganz klar widersprechen.
    Moose bilden niemals Hyphen aus und schon gar nicht braune-schwarze Formen ohne irgendwelche Chloroplasten.

    Wie sollen diese Gebilde, denn Photosynthese betreiben ?

    Flechten fallen auch weg, da Flechten eine Symbiose mit Pilzen und Algen oder Cyanobakterien eingehen.
    Daher müsstest du bei der Perfekten Form, Asci mit Sporen sehen und Algen oder Cyanobakterien sehen.
    Ja es gibt auch anamorphe Formen, wie zum Beispiel die Stenocybe, diese sind aber Synnemata.

    Außerdem sind bilden sowohl die Moose als auch Flechten in der Regel größere Gebilde.


    Du hast Glück, dass ich gerade in alter Literatur und über weiteren Umwegen, einen Namen für deine Gebilde gefunden habe.

    Man nennt diese Gebilde an den Hyphen Hyphopodia.

    Eine Bestimmung des Pilzes ist nicht möglich.


    VG : Thorben

  • Hallo Tonio,

    Da gibt es wohl außer Lobatopedis noch andere Gattungen mit solchen Basalzellen?

    Wie kommst du denn jetzt auf Lobatopedis ?
    Gib doch einfach mal auf Google Hyphopodia ein, dann kriegst du jede Menge Gattungsbeispiele die Hyphopodia bilden.

    So zum Beispiel auch die Gattung Gaeumannomyces, aber auch andere Gattungen kann man dort finden und sicherlich gibt es noch viel mehr Gattungen, die nicht so einfach zu finden sind.


    VG : Thorben

  • Hallo Thorben und Ingo,

    Lobatopedis deshalb, weil bei Seifert et al. (the geneera of Hypho.) bei dieser Gattung und bei Clasterosporium eine Hyphopodia skizziert ist.

    Nein, ein makroskopisches Foto habe ich nicht. Ich fischte einige Schilfstängel-Bruchstücke aus einem Badeweiher und klebte diese nach dem Trocknen nur auf Verdacht mit "Tesa glasklar" ab. Selbst unter dem Lupenmikroskop war kein Schimmelpilz zu sehen. Zum Glück lag ein Baumstamm im Wasser, somit war ich mit der Probenahme nicht auf den Ufersaum beschränkt.

    VG, Tonio

  • Hallo,

    ich denke, dass es sich bei den Hyphopodien um die Gattung Clasterosporium (C. caricinum) handelt. Bei Ellis (Microfungi of land plants, Abb. 1989, Text S. 535) ist diese Art beschrieben. Es wird auf nasses Gelände verwiesen und die passenden Konidien fand ich in den Proben auch. Ebenfalls bei Seifert et. al. (Abb. 241A) sind Hyphopodien bei dieser Art skizziert. Bem meinem zweiten Foto hier kann man sogar schemenhaft die Hyphopodien erkennen.

    VG, Tonio

  • Hallo Tonio,

    ich denke, dass es sich bei den Hyphopodien um die Gattung Clasterosporium (C. caricinum) handelt.

    möglich wäre es.


    Bei Ellis (Microfungi of land plants, Abb. 1989, Text S. 535) ist diese Art beschrieben. Es wird auf nasses Gelände verwiesen und die passenden Konidien fand ich in den Proben auch.

    Ich finde es von dir sehr mutig einen Pilz als passend zu bezeichnen ohne ihn zu vergleichen.

    Du hast doch eine Beschreibung genannt, dann lies diese doch auch durch und vergleiche sie mit deinem Fund.

    Wenn in der Beschreibung steht, dass die Konidien 7-12 septiert sind, deine Konidien aber 5-7 septiert sind, dann würde mich das schon nachdenklich machen.

    Spätestens bei der Größenangabe der Konidien von 70-360 x 11-20 Mikrometer sollte klar sein, dass zumindest die Art nicht passen kann und man auch spätestens dann die Gattung überdenken sollte.

    Das heißt du musst die Konidien messen, sonst kannst du auch nichts vergleichen.

    Genauso solltest du die Konidienträger nicht ignorieren, die im übrigen auch Teil einer Beschreibung sind und sogar in Ellis&Ellis und Seifert et. al. zu sehen sind.

    Oder kannst du mit Sicherheit sagen, dass das ungeschlechtliche Sporen sind ? Auch geschlechtliche Sporen können so aussehen, wie zum Beispiel Phaeosphaeria und nein, dass ist keine Bestimmung, denn auch für Teleomorphen braucht man Merkmale (unter anderem Asci, Basidien......).

    Ebenfalls bei Seifert et. al. (Abb. 241A) sind Hyphopodien bei dieser Art skizziert. Bem meinem zweiten Foto hier kann man sogar schemenhaft die Hyphopodien erkennen.

    Ja, da werden Hyphopodien gezeigt, die deinen Bildern im Anfangsbeitrag ähneln.

    Nein man kann auf deinen zweiten Foto in Beitrag 7. keine Hyphopodien erkennen.


    VG : Thorben

  • Beitrag von TonioS ()

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