Statt Kreuzottersichtung Raufuß-Funde

Es gibt 4 Antworten in diesem Thema, welches 663 mal aufgerufen wurde. Der letzte Beitrag () ist von Hannes2.

  • Nachdem die Morgensonne etwas gestiegen war begab ich mich zu einem Kreuzotterhabitat, um mal nach den Aktivitäten zu sehen. Im Gegensatz zum Heimatort war es im Westerzgebirge kühler und dies hatte dort in der Nacht zum Tau-Ausfall geführt. Deshalb erschien es ungeplant lohnenswert, nach Pilzen zu suchen, obwohl schon 2 Wochen kein Regen fiel. Vor Ort waren reichlich Espen und Birken. In einem Espengehölz waren in der Nacht frische Espen-Rotkappen gewachsen, die neben einem überalterten Steinpilz standen (Foto1). An einer Waldrandstelle mit Espen, aber ca. 30cm auf Ackerboden mit einer Weidelgras-Rotkleekultur fand ich erneut Raufüße, die ich für Lecc. duriusculum halte (Fotos 2-4). Drei Wochen zuvor hatte ich an der gleichen Stelle den Verdacht auf diese Art, denn das einzige verkrüppelte Exemplar grünte an der Stielbasis. Schließlich standen noch paar dürftige, 1-2 Tage ältere Birkenpilze herum. Habe mal die 3 Artfunde nebeneinander fotografiert (Foto 5, Birkenpilz linkes Ex.).

  • Hallo Kauz,


    nicht schlecht, Herr Specht äh Kauz. Mit dem Farbverlauf und der überstehenden Huthaut sieht man deutlich warum Pappelraufüße zu den Rotkappen gezählt werden.


    VG Jörg

  • Hallo,

    Ich finde die Raufüße einfach immer wieder schick. Aber die Espenrotkappen sind doch echt verwirrend. Gerade die zweite von rechts im letzten Bild hat doch sehr dunkle Stielschuppen. Bei meinen Espenrotkappen dunkeln die Stielschuppen auch immer nach, aber irgendwie nicht so gleichmäßig, kommt bei denen im ersten Bild vielleicht auch L. aurantiacum in Frage?

    Viele Grüße

  • Ich kenne die Espenrotkappe von der Stielschuppenfärbung als ziemlich variabel. An dem Espen-Standort hatte ich vor 2 Wochen schon mal einen Schub von FK und die feinen Schüppchen hatten dort eine braune, bisweilen fast ins Schwarze reichende Farbe, aber waren weniger deckend als beim Birkenpilz oder den Pappelraufüßen. Ein junges Exemplar hatte ich an der Stielbasis angeschnitten; dieses lief in kurzer Zeit tief dunkelblau an.

  • Hallo Kauz,


    wobei es bei den Rotkappen noch L. populinum geben soll. Bei komisch aussehenden Espen-Rotkappen sollte man die auch nicht aus den Augen verlieren.


    VG Jörg