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letzter Beitrag von gena am

Mykorrhiza-Impfung

  • Moin miteinander,


    da meine Thuja-Hecke braune Flecken hat, habe ich nach Lösungen gesucht, ob und was man dagegen tun kann.

    Das Hauptproblem der braunen Flecken ist wohl Wassermangel.

    Auf der koniferen-berlinPunktde habe ich gefunden, dass eine Impfung möglich ist.

    ____Interneseite_______________________________________

    3) Mykorrhiza-Impfung bei älteren Pflanzen - Hecken:

    Wir lösen Mykorrhiza in Pulverform zu einer Konsistenz auf, die eine Injektion ermöglicht.


    - Wir können eine Spritze oder eine Pistole verwenden, die auf jeder Baustelle verwendet wird, um beispielsweise Silikon oder Acryl herauszupressen.

    - Dann mit einem langen Stock drei Löcher um die Wurzeln ausführen, bis zu einer Tiefe von ca. 40-50 cm.

    - Wir spritzen Mykorrhiza in die so hergestellten Löcher.


    Pilze der Gattung:

    - Birkenröhrlinge und Birke.

    - Steinpilz und Kiefer, gewöhnliche Buche, Eiche oder Hainbuche.

    - Edel-Reizker und Fichte oder Kiefer.

    - Butterpilz und Waldkiefer.


    Bei älteren Anpflanzungen, die ohne Torfanbau gemacht wurden, sind Mykorrhizapilze die "Erlösung".

    Es bleibt also nichts anderes, als sie in unseren Garten einzuimpfen.

    Noch einmal, keine Sorge diese Pilze "kommen" nicht an die Oberfläche, weil die keinen Hut tragen -:).


    NICHT VERGESSEN!
    Für Thujen sind ausschließlich ENDO-MYKORRHIZA Impfungen geeignet!

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    Weiß jemand, ob so etwas funktioniert, sinnvoll, möglich ist?




  • Hallo Peter,


    sinnnvoll ist es - auf jeden Fall - finanziell für den Verkäufer der Mykorrhiza-Pakete. ;)


    Ob sich da Erfolge einstellen bei einem schon kränkelnden Gehölz? Wenn ich Pilz wäre, würde ich mir einen gesunden Symbiosepartner suchen.


    Erfahrungsberichte gibt es z. B. hier: Baumzeitung_02_2017_Mykorrhiza.pdf


    Ich würde mal frech behaupten, wenn du Pilzabfälle einfach unter die Hecke streust, stellt sich der gleiche "Erfolg" ein.


    Freundliche Grüße

    Peter

  • Ahoi!


    Ui... Ich sollte ja eigentlich gar nichts mehr schreiben zu solchen Angeboten.
    Aber weil's ja einie direkte Frage ist: Erstmal müsste man herausfinden, welche heimischen Pilze überhaupt mit Thuja Mykorrhiza bilden können. Ich fürchte nämlich, auch da dürfte das Angebot schon gerin sein. Zudem ist die Sache auch wesentlich komplizierter als nur "Baum + Pilz = Mykorrhiza". Der Pilz braucht neben einem passenden Baumpartner auch noch weitere Faktoren, um zu einer funktionierenden Verbindung in der Lage zu sein. Klimatische Verhältnisse müssen passen, der Boden muss der richtige sein (Mineralzusammensetzung), die Bodenfeuchtigkeit, die Bodenökologie (v.A. Bakterien und andere PIlze im Boden), sonst wird das nichts.
    Der Punkt ist: Wenn deine Thuja schon einige Zeit dort wachsen, dann müssten die Wurzeln theoretisch auch schon von mykorrhizapilzen belegt sein. Auch wenn die vorhande Mykorrhiza nicht recht funktioniert (was durchaus sein kann), wird es nahezu unmöglich sein, diese aufzulösen und dafür neue Mykorrhiza gezielt zu installieren.


    Also: Am besten die den Gedankengang von Peter befolgen: Pilzputzreste unter der Hecke verteilen. Immer und immer wieder. irgendwann ist was dabei, was vielleicht funktioniert. Es wird definitiv besser funktionieren, als das zitierte Angebot (bei Lektüre des Textes graust es mich). Endo - Mykorrhiza dürfte allerdings in der Tat schwer aufzutreiben sein. Da gibt es kaum Arten, die überhaupt irgendwelche sichtbaren Fruchtkörper bilden.
    Sebacina gehört glaube ich dazu, müsste ich jetzt aber auch erstmal nachgucken.



    LG; Pablo.

  • Moin Pablo,

    Ui... Ich sollte ja eigentlich gar nichts mehr schreiben zu solchen Angeboten.

    ich danke Dir, dass Du trotzdem geschrieben hast.

    Alle, mit denen man spricht, sagen: Der einzige Weg die Hecke zu retten ist Thuja raus und was Neues pflanzen.

    Man scheut sich vor der Arbeit und hofft, dass doch ein Wunder passiert.

    Ich bin bei meiner Suche eben auf diese Seite gestoßen. Da mein Biologie-Unterricht anderthalb Generationen her ist, ich mich erst seit Kurzem mit Pilzen beschäftige und ich hier in einem tollen Forum gelandet bin, habe ich halt mal gefragt.

    Durch Deine Antwort habe ich jetzt schon wieder Zusammenhänge erfahren, auf die ich wahrscheinlich selbst nie gekommen wäre.

    Also versuche ich mit Kompost und regelmäßiger Wässerung den grünen Teil der Hecke schön zu halten.

    Danke!