Melampsoridium carpini

Es gibt 3 Antworten in diesem Thema, welches 1.082 mal aufgerufen wurde. Der letzte Beitrag () ist von Werner Edelmann.

  • Servus beinand',


    ich stell Euch einen Rost an Hainbuche vor, den ich heut im Rahmen einer MAMU-Exkursion des VfP München entdeckte.

    Die Recherche im Klenke/Scholler ergab, dass der wohl recht selten ist. Auch in der DGfM-Datenbank ist neben einer handvoll Funde, die schon Hundert Jahre her sind, nur ein rezenter Fund von 2017 verzeichnet.

    Der Rost ist recht auffällig und der Befall fast systemisch.




    An der Blattoberseite sind recht kleine gelbe Flecken, die fast das ganze Blatt gelblich färben.



    An der Unterseite dann sehr kleine stäubende Sori.



    Lt. Klenke / Scholler soll der Rost einen Wechselwirt haben, der aber nicht sicher bekannt ist.


    An liabn Gruaß,

    Werner

  • Hallo Werner,


    danke für das Vorstellen :)

    Ich wusste gar nicht, dass an Blättern von Hainbuche ein Rost wachsen kann.

    Bei der nächsten Tour werde ich danach Ausschau halten.


    VG : Thorben

  • Hallo Werner,


    das ist ein schöner Fund! Der fehlt mir leider noch. In der Z. Mykol 84 (1) wird der Pilz auch vorgestellt. Neben zahlreichen schweizer Funden wird dort ein Fund aus Weilheim-Schongau in Bayern und einer aus Alsfeld in Hessen erwähnt.


    Björn

    Besten Dank Björn,

    hab ich natürlich gleich nachgelesen.

    Interesssant ist, dass der Wechselwirt die Lärche ist. Die beiden haben in freier Natur natürlich echte Probleme sich zu finden. Da die Lärchen oberhalb der Fichtenregion angesiedelt sind und die Hainbuche normalerweise nicht über 1000m aufsteigt, tun sie sich etwas schwer. Auf der anderen Seite hat sich der Rost scheinbar, obwohl die Lärche seit Jahrzehnten im Flachland angepflanzt wird, immer noch nicht nennenswert ausbreiten können.

    An liabn Gruaß,

    Werner