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letzter Beitrag von Thomas am

Hausfäule- und Bauhauspilze

  • Hallo, Thomas!


    Ah, ok. Das wäre in der Tat eine interessante Frage, und auch ein Punkt, wo in mykologischer Literatur wenig drauf eingegangen wird.

    Im Gegensatz zu manchen anderen Pilzarten, die in Gebäuden vorkommen, dürfte Bjerkandera immerhin eine gewisse Feuchtigkeitsversorgung des Substrates selbst benötigen (kann nicht wie zB Serpula himantioides Flüssigkeit über Rhizomorphen meterweit durch Wände transportieren). Insofern dürfte die Intensität der Fäule schon abhängig sein von der Feuchtigkeitsversorgung des Mycels, was aber letztlich bei allen Pilzen wieder so ist...
    In "freier Wildbahn" habe ich den bisher nicht an einem Fundort über längere Zeit beobachtet, um nachzuvollziehen, wie schnell sich ein Substrat zersetzt. Allerdings: Er scheint eher frisches, nicht allzu stark zersetztes Holz zu mögen - aber das kann in Gebäuden eben auch wieder anders aussehen als im Wald draußen.



    LG, Pablo.

  • Hallo Thomas,


    wenn man recherchiert ergibt sich ein klares Bild. B. adusta verursacht Weißfäule. Im Innenbereich tritt der Pilz als Schadverursacher sehr selten auf, da er auf permanenten Feuchtigkeitskontakt angewiesen ist. Er ist an Bauholz eher mal ein Schädling im Außenbereich. Eine entsprechende Vermeidung des Erdkontaktes dürfte hier für Abhilfe sorgen. Er verursacht eine schwache bis normalschnelle Fäule und kann leicht durch Trockenmaßnahmen ruhig gestellt werden. Strangbildende Weißfäuleerreger an Bauholz im Innenbereich sind sehr selten. B. adusta bildet keine Stränge zur Wasserversorgung aus entfernteren Bereichen.


    Die Gefahr für lebende Bäume müsste man mal extra recherchieren.


    Beste Grüße

    Stefan

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