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letzter Beitrag von Nosozia am

Gelsenkirchener Phytoparasiten 10.04.2020

  • Hallo zusammen,


    die Phytofunde vom Karsamstag hatte ich ja schon vorgestellt, aber es gab ja auch noch den Karfreitag, an dem ich eine kleine Runde durch Schloß Berge in Gelsenkirchen gedreht habe. Viel gab es nicht, dafür aber ganz eindrucksvoll den Birnengitterrost, Gymnosporangium sabinae. Oder wie wir im Ruhrgebiet sagen: Dem Sabine ihr sein Gitterrost.

    So sah er beim Fund aus:

    Nach ein paar Stunden in einer feuchte Dose, entfaltete sich dann die ganze Pracht:

    Mikroskopisch zeigen sich schön gelb-orange Teliosporen mit langen hyalinen Stielen:


    Außerdem gab es auch noch eine Melampsora euphorbiae-dulcis ex Euphorbia lathyris


    Björn

  • Hallo Björn,


    ist ja erstaunlich. Habe gestern deinen Bericht gelesen und was finde ich heute?

    Das hier:



    Sollte auch etwas aus der Gitterrostecke sein, oder?

    Ohne den Bericht wäre ich glatt vorbeigelaufen - weil es mir gar nichts gesagt hätte.



    Gruß

    Nosozia

  • Hallo Björn,


    gute Frage wegen dem Wirt. Ich habe keine Ahnung. Ich hätte es eher für eine Zypresse gehalten. Daher ist der schuppenblättrige Wacholder wohl eher richtig.

    Ja, ich habe was mitgenommen. Bin gespannt wie es im Mikroskop aussieht. Deine Bilder jedenfalls machen mich neugierig.


    Gruß Nosozia

  • Hi,


    Nosozia bei deinem Gitterrost ist G. clavariiforme aus meiner Sicht raus, denn dazu sind die Telien bei dir zu breit sackförmig. Wird wohl auf G. sabinae hinauslaufen...


    l.g.

    Stefan

    Risspilz: hui; Rissklettern: bisher pfui; ab nun: na ja mal sehen...


    Derzeit so pilzgeschädigt, das geht auf keine Huthaut. :D


    Meine Antworten hier stellen nur Bestimmungsvorschläge dar. Verzehrsfreigaben gibts nur vom PSV vor Ort.

  • Danke Stefan,


    für Rostpilze habe ich keinerlei Literatur. Aber ich werde es mir auf jeden Fall mal im Mikroskop anschauen. Werde auch mal G. sabinae vormerken.


    Gruß Nosozia

  • So, jetzt habe ich es geschaft, mal das Mikroskop zu nutzen.

    Das Unterschiedliche Aussehen der Sporen, sind das unterschiedliche Reifegrade?




    Gruß Nosozia

  • Hallo zusammen,


    das unterschiedliche Aussehen sind die beiden verschiedenen Morphotypen, die es bei G. sabinae und G. confusum gibt. Hast du mal Sporengrößen gemessen?


    Björn

    Sind die beiden Arten überhaupt mit den Sporengrößen zu unterscheiden? Laut Klenke/Scholler nicht.


    l.g.

    Stefan

    Risspilz: hui; Rissklettern: bisher pfui; ab nun: na ja mal sehen...


    Derzeit so pilzgeschädigt, das geht auf keine Huthaut. :D


    Meine Antworten hier stellen nur Bestimmungsvorschläge dar. Verzehrsfreigaben gibts nur vom PSV vor Ort.

  • Hallo Stefan,


    dann hast du einen anderen Klenke/Scholler als ich ;-) Für G. sabinae wird 40-50 x 18-30 µm angegeben, für G. confusum 35-45 x 20-26 µm. Gäumann gibt ähnliche Zahlen. Aber einfach ist das wohl nicht, Jule sagt zu meinem Fund oben nichts, bis sie sich den Beleg in Ruhe angeschaut hat.


    Björn

  • Hi,


    ja gut, aber der Unterschied ist marginal, zumal das Merkmal auch nicht unterstrichen ist. Am einfachsten wird es sein, die entsprechenden Birnbäume, bzw. Weißdorne oder Quitten der Umgebung nach dem Befall abzusuchen. Bei meinem "Heim"binrnengitterrost sind die Birnbäume der Umgebung dann später im Jahr immer befallen, so dass ich sicher von G. sabinae ausgehe. Zum Glück ist der Befall an Birne auffällig. So kannst du das auch noch in 10m Entfernung gut sehen.


    l.g.

    Stefan

    Risspilz: hui; Rissklettern: bisher pfui; ab nun: na ja mal sehen...


    Derzeit so pilzgeschädigt, das geht auf keine Huthaut. :D


    Meine Antworten hier stellen nur Bestimmungsvorschläge dar. Verzehrsfreigaben gibts nur vom PSV vor Ort.

  • Hm - schwierig.

    Ich habe mal jetzt die großen Sporen gemessen - also die mit 2 großen Blasen ohne Inhalt.

    Da bekomme ich bei 400 facher Vergrößerung:

    44.2 × 27.2 µm ; Qe = 1.6; N = 13

    (41.5) 41.8 - 47.9 (48.2) × (23.4) 24.3 - 29.7 (29.9) µm; Q = (1.4) 1.5 - 1.8 (1.9)


    Bei 1000 fach:

    43.1 × 26.3 µm ; Qe = 1.6; N = 8

    (39.5) 41.6 - 44.1 (45.9) × (24) 25.7 - 26.9 (27.8) µm; Q = (1.5) 1.6 - 1.7


    Alles in Melzer


    Gruß Nosozia

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