Beiträge von Nosozia

    Hallo Stefan,


    ja, da hast du recht. Der Pilz ist recht stabil und eine Riefung habe ich auch nicht gesehen. Aber mir fällt nichts anderes ein.


    Gruß Nosozia

    Hallo Zusammen,


    ich habe hier einen Täubling, den ich momentan als Sonnen Täubling benamsen würde, obwohl mir die Farbe etwas merkwürdig erscheint.

    Aber SPP, Sporen und Chemie würden stimmen. Geschmack nach kurzer Zeit scharf. Geruch unspezifisch.


    SPP: IIa/b

    Sporen: isoliert warzig, eiformig, mit Apikulus; 8.6 × 6.5 µm ; Qe = 1.3; N = 30

    (7.9) 8.1 - 9 (9.4) × (5.9) 6.2 - 6.8 (7.4) µm; Q = (1.2) 1.3 - 1.4 (1.5)


    FeSO4: schwach bräunlich nach langer Zeit - also eigentlich negativ

    Guajak: +/++ im Stiel (blaugrün) - schwächer in den Lamellen

    Phenol: rotbraun im Stiel - kaum Verfärbung in Lamellen

    KOH 20%: negativ


    Guajak und Phenol


    HDS in SFV


    Was sagt ihr dazu?


    Gruß Nosozia

    Hallo Jürgen,


    ja das passt ganz gut. Je nach Literatur gibt es noch Deconica inquilina var crobulus (oder D. crobulus).

    Dafür würden die kleineren Sporen und die längeren Cheilos ((24.8) 27.6 - 35 (40.4) × (4.5) 4.9 - 5.8 (6.2) µm) sprechen.

    Allerdings ist da kein Holz drunter.


    Gruß Nosozia

    Hallo zusammen,


    diese Pilz kommt jedes Jahr wieder in unserem Rasen. Ich denke es ist ein Kahlkopf. Aber weiter komme ich hier auch nicht.

    Hut: 0,8 cm; trocken, speckig glänzend wenn feucht, beige matt wenn trocken, stumpf gebuckelt

    Hutrand: ganz schwach gerieft

    Stiel: 2,5 x 0,1 cm, längsfaserig, zur Basis hin dunkler werdend

    Lamellen: breit angewachsen, je 3 Zwischenlamellen

    Schneiden: flockig

    Geruch: unbedeutend

    Der Hut war nicht klebrig und ich konnte auch keine klebig/gelatinöse Schicht abziehen.





    Bei den Sporen bin ich dann schon am zweifeln - sind die dich oder nur fast dichwandig? Rhombisch oder nicht rhombisch?

    Gemessen in Wasser: 6.9 × 4.5 µm ; Qe = 1.5; N = 30

    (6.3) 6.5 - 7.2 (7.7) × (4.2) 4.3 - 4.77 (4.8) µm; Q = (1.4) 1.43 - 1.6


    Basidien sind 4 sporig und die Cheilos utriform mit langem dünnen Hals.




    Stimmt die Gattung Deconica?

    Wenn ja, was könnte es sein?


    Gruß Nosozia

    Hallo Zusammen,


    dieser Faserling wiedersetzt sich mal wieder jedem Schlüsselversuch.

    Gefunden im Laubstreu bzw auf vergrabenem Holzrest.

    Hut: 2,5 - 4 cm; trocken, glatt; Hutrand: mit Velum behangen

    Stiel: 4 - 5 x 0,2 - 0,3 cm; längsfaserig, mit Myzelfäden

    Lamellen: angewachsen

    Schneiden: weißlich - NICHT rot unterlegt



    Sporen in Wasser: 13.8 × 7.3 µm ; Qe = 1.9; N = 30

    (12.6) 13 - 14.3 (15.1) × (7) 7.1 - 7.5 (7.7) µm; Q = (1.7) 1.8 - 2 (2.1)


    Basidien 4 sporig und flaschenförmige Cheilos. Pleuros habe ich keine gesehen.




    Die Sporen sind recht groß, dass schränk die Auswahl schon ein. Aber viel weiter komme ich nicht.

    Hat jemand eine Idee?


    Gruß Nosozia

    Hmmm,


    also egal wie ich diesen Pilz drehe und wende, ich sehe keine verzweigten Cheilos. Ein eher "knochig" aussehendes Element war dabei.

    Und soviele junge, eng stehende Basidien - ist auch unwahrscheinlich. Zumindest sind die Basidien, die ich gefunden habe viel kleiner.

    Irgendwie sehen die Zystiden aus, als wären die Wände verdickt.


    Die Bilder ungequetscht in Kongorot.


    400 fach


    1000 fach





    Basidie in Vergleich



    Im Vergleich dazu hat mein Fund von Gestern deutlich verzweigte bzw unregelmäßige Cheilos.




    Gruß Nosozia

    Hallo Karl,


    danke für den Tip, werde ich mal probieren. Eigentlich sollte das Bild bereits von der Lamellenschneide sein. Aber ich bin etwas zu ungeduldig und quetsche immer gleich.

    Mal sehen, ob ich noch was Besseres aus dem Exsikkat rausbekomme.

    Ja, ich habe mir für dieses Jahr vorgenommen alle Waldfreunde mal zu mikroskopieren. Bin mal gespannt.

    Habe gestern gerade wieder einen gefunden.


    Gruß Nosozia

    Hallo Matthias,


    das sieht ziemlich gut aus. Zumindest die Cheilos passen sehr gut.

    In Funga Nordica sind die Sporen allerdings schmäler angegeben. Daher hatte ich das verworfen. Im Internet habe ich aber auch breitere Angaben (6,5-12,5 x 3,7-7 µm) gefunden.

    Das würde dann auch wieder passen.

    Mal sehen, was ich noch so rausbekomme. Aber für micht macht P senex Sinn.


    Gruß Nosozia

    Danke Werner,


    ja die Mikroskopie scheint wirklich ernüchternd zu sein.

    Mal sehen, wieviele Waldfreunde es dieses Jahr gibt. Ich werde sie mal mikroskopieren um zu sehen, ob ich irgendwelche Unterschiede feststellen kann.

    Ja, mein Dund erinnerte mich auch eher an G. aquosus, auch wegen der Jahreszeit.


    Gruß Nosozia

    Mein zweiter Fund vom Wochenende ist wohl ein Waldfreind Rübling.



    Ich habe probiert mich durch diverse Bücher und Online Artikel zu lesen, aber wirklich geholfen hat es nicht.

    Wenn ich mir die Zeichnungen der Zystiden im Artikel (PDF) Taxonomy and phylogeny of European Gymnopus subsection Levipedes (Basidiomycota, Omphalotaceae) anschaue, dann sind alle Cheilos mehr oder weniger verzweigt.

    Meine Cheilos sind aber zu 90 % einfach nur keulig. Das passt irgendwie nicht.

    Hat jemand Erfahrungen damit? Sind die Cheilos wirklich aussagekräftig?




    Wenn ich über Funga Nordica gehe kommen ich bei Gymnopus dryophilus raus.

    In den meisten Büchers steht aber , dass dieser einen eher gerieften Rand hat, im Gegensatz zu Gymnopus aquosus.

    Ist da was dran?

    Leider habe ich die Stielbasis nicht entnommen, diese soll bei aquosus auch verdickt sein.


    Die Sporenmaße scheinen nicht besonders aussagekräftig zu sein.

    Wie kann man die Arten sonst noch auseinander halten?


    Gruß Nosozia

    Hallo Zusammen ,


    letztes Wochenende haben wir diesen Faserling gefunden, der sich momentan allen Schlüsseln zur Wehr setzt.

    Vorallen die recht breiten Sporen wollen nicht wirklich passen.


    Hut bis 2 cm; mit Velum

    Fundort: Erdboden am Waldrand

    Wachtum: gesellig bis büschelig

    SPP: dunkelbraum


    Sporen: glatt, mit Apikulus und zentralem Keinporus. Eher regelmäßig oval/eiförmig - eventuell aber auch seitlich eingedellt?

    Sporenabwurf gemessen in H2O: 8.8 × 5.9 µm ; Qe = 1.5; N = 30

    (8.2) 8.4 - 9.3 (10.1) × (5.1) 5.4 - 6.4 (6.5) µm; Q = (1.3) 1.4 - 1.6 (1.7)

    Basidien: 4 sporig


    Pleurozystiden schlang spindelig (lageniform-fusiform)



    Cheilozystiden eher utriform-dickbauchig oder auch keulig/blasig




    Hat jemand eine Idee?


    Gruß Nosozia