Beiträge von Nosozia

    Hallo Werner,


    danke für die Kommentare. Ja bei dem 4. Schneckling kann es auch H. speciosus sein. Da ich beide nicht kenne, ist es schwer anhand der Bilder dies zu unterscheiden.

    L trivialisist eine gute Idee. An diesem Tag waren wir wirklich in einem Hochmoor unterwegs. Das könnte passen.

    Der Kokosmilchling stand noch direkt im Ort am Wegrand. Da waren wahrscheinlich auich noch Birken.

    Ja, bei der letzten Nr 2 ist mir auch nichts eingefallen. Ich habe nur vergessen mal nachzuprüfen, ob es vielleicht ein Milchling sein könnte.


    Gruß Nosozia

    Also eigentlich waren wir zum Wandern im Kaunertal (Tirol), aber schon beim ersten Betreten des Waldes sprangen uns die Pilze regelrecht an.

    Und so kam es, dass wir nach den ersten 200Hm bereits ~2 kg Pilze eingesammelt hatten. Ich konnte einfach nicht an den Pfifferlingen und Steinpilzen vorbeigehen. Nun ja, dann mussten wir die Beute halt die restlichen 600Hm hoch und alle 800Hm wieder runter tragen - ist ja nur "Trainingsgewicht" (Muskelkater vorprogrammiert ).

    Und aus der 3 Stunden Tour wurden dann locker 6 Stunden - überall gab es Pilze zu fotografieren. Endlich mal wieder Pilze finden - und nicht nur vergeblich suchen. Dabei haben wir uns kaum vom Weg wegbewegt :gfreuen:.

    Hier ein paar Bilder der Funde. Bestimmungsversuche rein makroskopisch - da ja Wanderunrlaub und keinerlei Pilzlitaratur etc vorhanden war.

    Die Funde waren im Bereich von 1400 - 2100m Höhe. Meist bei Fichten/Kiefern Wald, weiter oben dann Lärchen. Dazwischen Viehweiden und einzelne Birken, häufig mit Alpenrosen und Heidelbeeren.


    Es gab erstaunlich viele Ritterlinge. Ich tippe mal auf 1. Gelbblättrigen (T.fulvum)


    und 2. Zottgen (T. vaccinum),


    3. Seifenritterling (mit markantem Geruch)


    4. ???.


    Dann gab es Saftlinge und Schnecklinge:

    2 vielleicht Kirschroter Saftling; 4 = Lärchen-Schneckling; 5 vielleicht Goldzahnschneckling?, 6 = Wohlriechender Schneckling (Marzipangeruch); 7 = Hygrophorus camarophyllus # Rußbrauner Schneckling; 8 vielleicht Natternstieliger Schneckling


    Dann ging es weiter mit Milchlingen:

    1 = ???; 2 = Grubiger Milchling; 3 = vielleicht Pechschwarzer Milchling (Lactarius picinus); 4 = Kokosflocken Milchling (Lactarius glyciosmus); 5 = Maggipilz; 6 = Mohrenkopfmilchling; 7 = Lärchenmilchling


    Dann gab es noch haufenweise Schafporlinge, das Fleisch färbte sich schön gelb beim kochen (KOH hatte ich natürlich nicht dabei). Ein Exemplar jedoch verfärbte sich nicht. Könnte vielleicht der Semmelporling sein?


    Dann gab es noch viele Porphyrbrauner Wulstling:


    und viele mehr:

    1: Becherling; 2: ???; 3: Rostroter Lärchenröhrling; 4: Glockenschüppling

    5: Rötlicher Gallerttrichter; 6: Hohlfußröhrling; 7: event Üppiger Träuschling



    und, und, und ........


    Eine Auswahl von Cortinarien folgt :gschock:


    Gruß Nosozia

    Hallo Zusammen,


    ich probiere es mal wieder mit einem Risspilz.

    Gefunden im Fichtenwald auf knapp 700mH.




    Hut: 2,5 cm, faserig, trocken, dunkelbraun

    Stiel: 5,5 x 0,4 - 0,8 cm, längsfaserig

    Lamellen: schmal abgewachsen, teilweise mit Zahn; Schneiden: weißlich

    Fleisch: dünn, weißlich-hellbeige

    Geruch: Spermatisch



    Sporen: 8.5 × 6.3 µm ; Qe = 1.4; aber die Dinger auszumessen ist fast wie Lotto spielen.



    Zystiden: spindelförmig mit Kristallschopf, dickwandig; 60.3 × 25 µm


    Momentan scheint mir hier Inocybe pseudoasterospora am Besten zu passen.

    Könnte das stimmen?


    Gruß Nosozia

    Hallo Stefan,


    ja, da hast du recht. Der Pilz ist recht stabil und eine Riefung habe ich auch nicht gesehen. Aber mir fällt nichts anderes ein.


    Gruß Nosozia

    Hallo Zusammen,


    ich habe hier einen Täubling, den ich momentan als Sonnen Täubling benamsen würde, obwohl mir die Farbe etwas merkwürdig erscheint.

    Aber SPP, Sporen und Chemie würden stimmen. Geschmack nach kurzer Zeit scharf. Geruch unspezifisch.


    SPP: IIa/b

    Sporen: isoliert warzig, eiformig, mit Apikulus; 8.6 × 6.5 µm ; Qe = 1.3; N = 30

    (7.9) 8.1 - 9 (9.4) × (5.9) 6.2 - 6.8 (7.4) µm; Q = (1.2) 1.3 - 1.4 (1.5)


    FeSO4: schwach bräunlich nach langer Zeit - also eigentlich negativ

    Guajak: +/++ im Stiel (blaugrün) - schwächer in den Lamellen

    Phenol: rotbraun im Stiel - kaum Verfärbung in Lamellen

    KOH 20%: negativ


    Guajak und Phenol


    HDS in SFV


    Was sagt ihr dazu?


    Gruß Nosozia

    Hallo Jürgen,


    ja das passt ganz gut. Je nach Literatur gibt es noch Deconica inquilina var crobulus (oder D. crobulus).

    Dafür würden die kleineren Sporen und die längeren Cheilos ((24.8) 27.6 - 35 (40.4) × (4.5) 4.9 - 5.8 (6.2) µm) sprechen.

    Allerdings ist da kein Holz drunter.


    Gruß Nosozia

    Hallo zusammen,


    diese Pilz kommt jedes Jahr wieder in unserem Rasen. Ich denke es ist ein Kahlkopf. Aber weiter komme ich hier auch nicht.

    Hut: 0,8 cm; trocken, speckig glänzend wenn feucht, beige matt wenn trocken, stumpf gebuckelt

    Hutrand: ganz schwach gerieft

    Stiel: 2,5 x 0,1 cm, längsfaserig, zur Basis hin dunkler werdend

    Lamellen: breit angewachsen, je 3 Zwischenlamellen

    Schneiden: flockig

    Geruch: unbedeutend

    Der Hut war nicht klebrig und ich konnte auch keine klebig/gelatinöse Schicht abziehen.





    Bei den Sporen bin ich dann schon am zweifeln - sind die dich oder nur fast dichwandig? Rhombisch oder nicht rhombisch?

    Gemessen in Wasser: 6.9 × 4.5 µm ; Qe = 1.5; N = 30

    (6.3) 6.5 - 7.2 (7.7) × (4.2) 4.3 - 4.77 (4.8) µm; Q = (1.4) 1.43 - 1.6


    Basidien sind 4 sporig und die Cheilos utriform mit langem dünnen Hals.




    Stimmt die Gattung Deconica?

    Wenn ja, was könnte es sein?


    Gruß Nosozia

    Hallo Zusammen,


    dieser Faserling wiedersetzt sich mal wieder jedem Schlüsselversuch.

    Gefunden im Laubstreu bzw auf vergrabenem Holzrest.

    Hut: 2,5 - 4 cm; trocken, glatt; Hutrand: mit Velum behangen

    Stiel: 4 - 5 x 0,2 - 0,3 cm; längsfaserig, mit Myzelfäden

    Lamellen: angewachsen

    Schneiden: weißlich - NICHT rot unterlegt



    Sporen in Wasser: 13.8 × 7.3 µm ; Qe = 1.9; N = 30

    (12.6) 13 - 14.3 (15.1) × (7) 7.1 - 7.5 (7.7) µm; Q = (1.7) 1.8 - 2 (2.1)


    Basidien 4 sporig und flaschenförmige Cheilos. Pleuros habe ich keine gesehen.




    Die Sporen sind recht groß, dass schränk die Auswahl schon ein. Aber viel weiter komme ich nicht.

    Hat jemand eine Idee?


    Gruß Nosozia

    Hmmm,


    also egal wie ich diesen Pilz drehe und wende, ich sehe keine verzweigten Cheilos. Ein eher "knochig" aussehendes Element war dabei.

    Und soviele junge, eng stehende Basidien - ist auch unwahrscheinlich. Zumindest sind die Basidien, die ich gefunden habe viel kleiner.

    Irgendwie sehen die Zystiden aus, als wären die Wände verdickt.


    Die Bilder ungequetscht in Kongorot.


    400 fach


    1000 fach





    Basidie in Vergleich



    Im Vergleich dazu hat mein Fund von Gestern deutlich verzweigte bzw unregelmäßige Cheilos.




    Gruß Nosozia

    Hallo Karl,


    danke für den Tip, werde ich mal probieren. Eigentlich sollte das Bild bereits von der Lamellenschneide sein. Aber ich bin etwas zu ungeduldig und quetsche immer gleich.

    Mal sehen, ob ich noch was Besseres aus dem Exsikkat rausbekomme.

    Ja, ich habe mir für dieses Jahr vorgenommen alle Waldfreunde mal zu mikroskopieren. Bin mal gespannt.

    Habe gestern gerade wieder einen gefunden.


    Gruß Nosozia

    Hallo Matthias,


    das sieht ziemlich gut aus. Zumindest die Cheilos passen sehr gut.

    In Funga Nordica sind die Sporen allerdings schmäler angegeben. Daher hatte ich das verworfen. Im Internet habe ich aber auch breitere Angaben (6,5-12,5 x 3,7-7 µm) gefunden.

    Das würde dann auch wieder passen.

    Mal sehen, was ich noch so rausbekomme. Aber für micht macht P senex Sinn.


    Gruß Nosozia

    Danke Werner,


    ja die Mikroskopie scheint wirklich ernüchternd zu sein.

    Mal sehen, wieviele Waldfreunde es dieses Jahr gibt. Ich werde sie mal mikroskopieren um zu sehen, ob ich irgendwelche Unterschiede feststellen kann.

    Ja, mein Dund erinnerte mich auch eher an G. aquosus, auch wegen der Jahreszeit.


    Gruß Nosozia