Hallo, Besucher der Thread wurde 501 aufgerufen und enthält 8 Antworten

letzter Beitrag von Beorn am

Mit Problemfälle schlage ich mich auch ständig herum ;-)

  • Ja so ist es nun mal, der eine oder andere Fund mach mich irre und manch einer sogar mehrmals.


    So ich fange erst mal an mit einen Atheloider Pilz gefunden an der Unterseite einen Eichenstamm. Mein Erster Gedanke war hier Athelia bombacina nach und nach kam der Gedanke aber weg. Zum Pilz.



    Frage nummer 1 wäre jetzt zu wissen ob diese gelblichen Stränge zum Pilz gehören oder nicht (Rhizomorphen?)


    Sicher ist das der Pilz an den Ränder sehr filzig ist.


    Der Belag ist sehr dünn und lässt sich sehr gut vom Substrat ablösen, Die Hyphen sind ohne grobe Ablagerungen lediglich an manchen Stellen gab es kleine Punkten die man als Kristalle interpretieren könnte (weiter unten mehr).


    Hier ein paar Mikrobilder.

    Die Basalhyphen messen 4 µ und sind nicht wirklich viel größer als die im Subhymenium.


    Hier kann man so in etwa der Aufbau des Hymenium sehen. Schnallen sind überall vorhanden, die Basidien sind viersporig und messen so in durchschnitt um die 15µ, es gibt aber auch einige die definitiv länger sind bis 20µ



    Hier ein paar Messungen


    Hier erinnert der Aufbau an eine Athelia


    Sporen


    In diesen 2 Bilder kann man an den Hyphen die Punkte sehen die ich meinte, ob es Kristalle sind wage ich nicht zu beurteilen.



    Ich würde den Fund als Leptosporomyces mutabilis abspeichern, was mich stört sind die kleine Basalhyphen die laut Csl. und CoNE grösser sein sollten. Ich würde gerne eine Abschätzung eurer Seite haben meine Liebe Cortis Freunde.

    Gruß Mario
    Ein Gruß aus den Bergischen Land


    Pilzchips 40 / 13 PC fürs APR.


    Bei Geschmackprobe bitte nicht runter schlucken.

  • Hallo Pablo,


    in Grunde genommen sehen sich die Pilze Makroskopisch und mikroskopisch wirklich ähnlich. Am ende meines Beitrag schreibe ich auch das ich den Pilz für L. mutabilis halte nur die Größe der Basalhyphen hat mich gestört. Wie groß waren die in deinen Fund?

    Gruß Mario
    Ein Gruß aus den Bergischen Land


    Pilzchips 40 / 13 PC fürs APR.


    Bei Geschmackprobe bitte nicht runter schlucken.

  • Hallo, MArio!


    Hoppla, deinen letzten Satz hatte ich tatsächlich überlesen. :gomg:

    Die Basalhyphen dürften bei dem von mir vorgestellten Fund auch nicht breiter als 4-5µm gewesen sein, wobei jetzt die Hyphen im unteren Subikulum und nicht im mittleren und nicht in den Rhizomorphen gemeint wären. Ich hatte das Merkmal allerdings auch nicht so stark gewichtet, glaube ich, sondern mich eher nach der Merkmalskombi aus ockergelben Rhizomorphen, Sporenanatomie, Basidien, Schnallen und null Zystiden orientiert, da blieb letztlich halt nix anderes sinnvolles mehr übrig, vor allem weil bei Athelia eben keine solchen Rhizomorphen vorkommen dürften.



    LG; Pablo.

  • Tag auch,


    ich möchte jetzt mal das nächste Problemfall zur Diskussion bringen, und zwar geht es um ein Resinicium bicolor (zu mindestens denke ich das es einer ist) der vergessen hat Asterozystidia zu produzieren. Bis her dachte ich eigentlich das dieser Pilz ein 2 Sekunden rein schauen Pilz ist, das heißt kurz unter am Mikro, Halo und Astro sehen und das war's, nun bin ich wieder um ein besseres belehrt worden.


    nun zum Pilz.

    Der Fund ist von 16.02.2019 aus der Ohligser Heide, an einen Stück, am Boden liegenden, Kiefernholz.


    Makroskopisch ist Resinicium bicolor ein sehr wandelbarer Pilz, ich finde es durchaus schwierig ihn Makroskopisch an zu sprechen, er kann von leicht hidnoid bis zu lange Zähnchen alles Bilden.


    Ein Blick darein und eigentlich war die Sache für mich gegessen als ich die hier sah.




    Meine Suche nach den Sternen bleibte aber leider erfolglos, da habe ich natürlich angefangen zu grübeln. Die Sporen passen zu R. bicolor.


    Dann Sind die 2 andere Resinicium Arten schon mal raus. Irgendwie finde ich in dieser Kollektion sehr viele köpfige Elemente, da frage ich mich ob es immer der Fall ist, habe ich nie wirklich drauf geachtet bis jetzt.


    Jedenfalls finde ich nichts passendes außer R. bicolor, ich habe auch einige Zystiden gesucht die möglicherweise Asterozystiden werden wollten, also lange, dünne spitzendende Zystiden und ein paar konnte ich auch finden.


    Mein Fazit wäre möglicher weise ist der Pilz noch zu Jung und deswegen noch keine Kristalle gebildet hat, ich meine auch das die meisten Halozystiden auch noch keine Kappe haben. Wäre das möglich?

    Gruß Mario
    Ein Gruß aus den Bergischen Land


    Pilzchips 40 / 13 PC fürs APR.


    Bei Geschmackprobe bitte nicht runter schlucken.

  • Servus Mario,


    solche Kollektionen kenne ich auch. Anhand der Sporenmaße fallen die beiden anderen ja weg, wie du richtig schreibst. Ich bin relativ sicher, dass du Asterocystiden finden wirst, wenn du den Ast im Wald liegen gelassen hast und später (also z.B. jetzt) nochmal eine Probe nimmst.


    Liebe Grüße,

    Christoph

  • Servus!


    Das hatte ich übrigens auch schon ab und an, daß bei jungen fruchtkörpern von R. bicolor die Asterozystiden stellenweise recht spärlich vorhanden waren.

    Wenn, dann übrigens meistens im Subikulum zu finden, bzw. an der Basis der Zähnchen in der Trama.

    Hatte ich sogar mal in einer Collage eigens markiert, weil mich das wohl auch schon irritiert hatte:




    LG, Pablo.

  • Hallo Christoph und Pablo,


    danke für eure Antworten ich überlege gerade ob ich den Fund auch ins Portrait rein machen soll., mal sehen viell. mache ich das.

    Gruß Mario
    Ein Gruß aus den Bergischen Land


    Pilzchips 40 / 13 PC fürs APR.


    Bei Geschmackprobe bitte nicht runter schlucken.

    • Gäste Informationen
    Hallo, gefällt Dir das Thema und willst auch Du etwas dazu schreiben, dann melde dich bitte an.
    Hast Du noch kein Benutzerkonto, dann bitte registriere dich, nach der Freischaltung kannst Du das Forum uneingeschränkt nutzen.