Austernseitling?

Es gibt 8 Antworten in diesem Thema, welches 3.237 mal aufgerufen wurde. Der letzte Beitrag () ist von HexeDee.

  • Hallo ihr Lieben. Heute sende ich euch mal wieder ein nettes Foto. Nur bin ich mir ein wenig unsicher gewesen, ob es sich um einen Austernseitling handelt. Standort: Rasen, eventuell alter Obstbaum unter der Erde. Farbe des Hutes passt, Lamellen und Fleisch auch. Aber die Form erinnert eher an einen Kräuterseitling. Fakt ist: Ich habe ihn gegessen, schmeckte nach Austernseitling ... einfach mega!



    Der liebe Stefan und ich haben uns schon den Kopf zerbrochen. Mal schauen, was ihr dazu sagt.

  • Hallo Hexlein,
    Die rotbraune Verfärbung der Lamellen (teilweise) stört mich schon durchaus.
    Wenn natürlich ein flacher Lackporling darunter wuchs , wärs erklärbar.
    Trotzdem muss ich euren Mut bewundern , ich esse Pilze erst , wenn die Analyse 100% sicher ist.
    Gruß Norbert

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    Pilzchips = 100 -5 APR 2015 +12 APR 2016 = 107 -7 Für APR 2017 = 100 + 5 APR 2018 =105 +5 APR 2019 =110+6 APR 2020=116+5+4 APR2021=125

    -15 für APR 2022 = 110

    Pilzbestimmung im Netz ist keine Essfreigabe

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  • Ist das jetzt eine Verballhornung?


    Motto:


    Hallo Forenmitglieder, ich habe da was gefunden was das sein könnte, bin mir aber nicht sicher ob es das ist - geschmeckt hat es trotzdem <X


    Ja neee, ist klaaaaaaaaaaaaaar 8|

  • Hallo Norbert, ich glaube das war nur ein ungünstiger Lichteinfall ... Foto mit Handy ohne Blitz. Ich dachte eigentlich ihr seit euch genau so sicher, wie wir, dass es eine Auster ist. Nur die Wuchsform ist nicht ganz typisch. Kann natürlich daran liegen, dass sie der Erde entsprangen. Und das in einem extrem dicken Knäuel. Alle weiteren Bestimungen durch Buch und Internet haben immer wieder den Austernseitling ergeben. Und Geruchs- bzw. Geschmackstests gehören doch dazu. Ich habe eine Brut dazu angesetzt und werde mal schauen, wie die lustigen Teilchen bei mir Dahei wachsen ... falls es klappt. Ich habe im Netz ein Bild gefunden von Austern, da sehen sie genauso aus.

  • Hallo zusammen,


    da wird sicher nichts anderes als Pleurotus ostreatus rauskommen.


    Die Frage ist, worauf die Rotverfärbung beruht. Allein am Lichteinfall kann das nicht liegen, das passt keineswegs.


    Eine Aufnahme am Fundort wäre auch noch hilfreich gewesen.


    LG, Markus

  • Hallo Hexe,


    an der Bestimmung wird sich ohnehin nichts ändern, das ist Pleurotus ostreatus in Bestform.


    Aufzuklären wäre jetzt nur noch, worauf die Rotverfärbung der letzten Aufnahmen zurückzuführen ist.


    Ansonsten klare Sache.


    LG,
    Markus

    • Offizieller Beitrag

    Morgen!


    Ob die rötliche Färbung der Lamellen nicht auch ein Belichtungsartefekt sein könnte?
    Bei solchen besonders dunklen Ausprägungen ("var. columbinus") hatte ich aber selbst schon ab und an das Gefühl, daß die Lamellen irgendwie gefärbt sind, teils auch mit einem ganz leichten, rötlichen Hauch, normalerweise aber eher grau bis graublau. Dazu kommt ja auch der Punkt, daß das Sporenpulver von Pleurotus ostreatus meistens violettweiß, gelegentlich mit sehr deutlichem Violettstich, ist. Da hätte man dann auch eine mögliche Quelle für rötliche Farbtöne.


    Wegen der Verzehrbarkeit und so: Wenn ich das richtig vestanden habe, ging's ja nicht darum, ob das nun ein Seitling oder ein Grüner Knollenblätterpilz ist, sondern darum welcher Seitling. Und weil ja alle Seitlinge der Gattung Pleurotus essbar sind, sehe ich jetzt nicht, daß da was falsch gelaufen ist. Wenn man sich sicher ist, einen Seitling (Pleurotus) in der Hand zu haben, und der auch noch frisch und ansonsten völlig ok ist (gut, das beides beurteilt man natürlich eigenverantwortlich), dann kann man den doch essen und darf dennoch später nochmal nachhaken, welche Art der Gattung das nun genau war.


    Ist doch bei Champis, Täublingen und Semmelstoppelpilzen auch nicht anders, daß man sehr oft gar nicht weiß, welche Art genau man gerade verzehrt.
    Da muss man dann halt einfach die Gattung kennen, und wissen, in welcher Sektion die Arten stecken, von denen man besser die Finger lässt.



    LG; Pablo.

  • Hallo Pablo, danke für deine unterstützenden Worte. Dazu möchte ich mich vielleich erst mal kurz rechtfertigen ... ich war mir ganz sicher, dass ich ein besonderes Exemplar des Austernseitlings verspeist habe ... denn ich habe ihn sofort erkannt und trotzalledem noch über verscheidene Internetseiten und mit Büchern bestimmt und von meinen Pilzfreunden bestätigen lassen. Als dann aber der Finder des Pilzes behauptete, dass es sich um einen Kräterseitling handelt, kam ich ins stutzen... das war aber nachdem ich ihn genossen habe. Also landete sein Foto hier im Forum und ich wollte gern weitere Meinungen hören. Letzten Endes hab ich nichts gegessen, über das ich mir vorher keine Gedanken gemacht habe. Die Zweifel kamen ja schließlich nach dem Verzehr, hihi. Egal, meine Vermutung wurde also doch bestätigt. Ich habe mir auch Gedanken gemacht über den Rotton ... also aller Wahrscheinlichkeit nach, lag es an einer Lichtreflektion. Diese kam von einem kleinen Windrad meiner Tochter, das bestand aus roter Glanzfolie und sie hatte es da liegen gelassen, wo ich das Foto gemacht habe. Da mein Handy - Akku ziemlich rum war, machte ich das Unterbaulicht vom Küchenschrank an und das kam von oben links, dort lag auch das Windrad. Ich hoffe jetzt habe ich alle Unklarheiten beseitigen können. Liebe Grüße an alle Pilzianer und Kräterhexchen