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letzter Beitrag von JanMen am

Schleimpilzführer

  • Hallo zusammen,



    wen es interessiert: Ich habe im Herbst aus meinen Aufsammlungen der letzten Jahre einen kleinen Führer über Schleimpilze zusammengestellt, den ich bei Exkursionen benutze. Er enthält 90 gängige Arten mit Bildern und Beschreibung (makroskopisch und mikroskopisch).


    Nähere Beschreibung unter: http://www.mgp-kirkel.de/index.php/taschenbuch-myxomyceten


    LG M. Geib
    [hr]


    Beispielseite: http://www.schleimpilze.com/seiten5.jpg


  • Hallo!


    Interessant und schön gelayoutet sieht das Buch aus. Bei dem Preis kann man auch nicht meckern. Mein Interesse ist geweckt! :)


    LG, Jan-Arne

                                                                               
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  • Eine Frage hätte ich.
    Du schreibst bei der Buchbeschreibung von einem regionalen Bezug.
    Wo wäre denn diese Region ?


    Auf jeden Fall war dieser Führer eine gute Idee! :alright:


    Hallo,
    ich wohne im östlichen Saarland, wo ich auch die Exkursionen durchführe. Der Führer enthält nur meine eigenen Aufsammlungen und Fotos aus dieser Gegend. Daher erhebt das Taschenbuch keinen Amnspruch auf Vollständigkeit aller bei uns vorkommenden Arten, sonder beinhaltet die 90 Arten, die ich hier bislang gefunden habe.
    Viele Grüße, Marion

  • Ich habe das Buch vor ein paar Wochen gekauft und im anderen Pilzforum (DGfM) besprochen:
    http://forum.dgfm-ev.de/thread…myxomyceten-neu-okt-2016/


    Obwohl es anscheinend nicht gern gesehen wird, Beiträge mehrfach zu posten, hier meine Besprechung:


    Das Buch von Marion Geib, das bereits in 2. Auflage erscheint, wendet sich ausdrücklich an Einsteiger. Es ist hervorgegangen aus Merkblättern für Teilnehmer an Exkursionen u. ä. Daher geht es "lediglich" darum, Basiswissen zu vermitteln. Das Buch versteht sich nicht als Konkurrenz zu den bekannten Standardwerken.


    Außerdem behandelt die Autorin lediglich jene Arten, welche sie in der Nähe ihres Wohnorts im Saarland tatsächlich angetroffen hat. Daher fehlt z. B. eine so bekannte Art wie Physarum polycephalum. Das ist bedauerlich, weil diese Art im Internet immer wieder als typisch angeführt wird.


    Die zahlreichen Farbfotos zeigen die Schönheit der Myxomyceten. Beim Durchblättern des Buches möchte man am liebsten gleich losziehen, um selber nach Myxomyceten Ausschau zu halten.


    Fazit: Die Autorin formuliert einen relativ bescheidenen Anspruch. Diesem wird das Buch ohne weiteres gerecht.


    Das Buch ist zwar systematisch angelegt, aber keine systematische Darstellung des Themas. Dazu müsste der einleitende Teil, welcher die allgemeinen Grundlagen darstellt, deutlich ausgebaut werden.


    Positiv hervorzuheben ist die Wirkung, welche von dem Buch ausgeht: Werbung im besten Sinne für das Thema Myxomyceten.


    Und der erschwingliche Preis von 24,95 € macht das Buch zur ersten Wahl für Anfänger wie mich.


  • ...
    Und der erschwingliche Preis von 24,95 € macht das Buch zur ersten Wahl für Anfänger wie mich.


    Laut dem oben gesetzten link liegt der Preis jetzt tiefer - "Preis 19,50 Euro zzgl. 2 Euro Versand".


    Als Hilfe für den Anfänger ist ein solches Buch doch eine feine Sache.
    Vermutlich werde ich nie oder zumindest nicht in absehbarer Zeit darüber hinaus kommen. Und das wird wohl den meisten so gehen.
    Vermutlich hole ich mir das mal.

  • Das waren auch meine Erwägungen.


    Das dreibändige Standardwerk war mir einfach zu teuer für den Anfang.


    In englischer Sprache gibt es zwar mehrere relativ preisgünstige Bücher. Aber die meisten decken anscheinend lediglich die Arten einer bestimmten Region in den USA oder sonstwo ab.


    Anders evtl. das Buch Myxomycetes: Handbook of Slime Molds (Taschenbuch) von Steven L. Stephenson usw.:
    https://www.amazon.de/gp/aw/d/…QL70&keywords=myxomycetes

  • Zu Physarum polycephalum - die Art ist zwar aus dem Internet wohlbekannt und in vielen Laboren der Welt "heimisch", aber bei uns hier in Deutschland offenbar nicht vorkommend - auch bei Neubert et al. als Art beschrieben, die im dort beschriebenen Gebiet nicht nachgewiesen ist (1995). Wildfunde sind mir in unserer Region nicht bekannt.


    Vielleicht in einer nächsten Auflage - wenn es dazu kommt....
    Schönen Abend - Marion Geib


  • Zu Physarum polycephalum - die Art ist zwar aus dem Internet wohlbekannt und in vielen Laboren der Welt "heimisch", aber bei uns hier in Deutschland offenbar nicht vorkommend - auch bei Neubert et al. als Art beschrieben, die im dort beschriebenen Gebiet nicht nachgewiesen ist (1995). Wildfunde sind mir in unserer Region nicht bekannt.


    Danke für die Info.


    Vielleicht findet sich irgendwann ein Schleimpilz-Freund, der Physarum polycephalum in Deutschland auswildert und das hier postet ;)


    Gruß
    Thomas


  • Dann mal nebenbei die Frage, kann man P.p. nur mikroskopisch o.ä. bestimmen oder gibt es auch andere Wege um ihm auf die Spur zu kommen?
    Ich hatte einige Funde die optisch passend aussehen würden aber da ich astronomisch weit davon entfernt bin Myxos bestimmen zu können gibt es bestenfalls noch Bilder dazu.
    Wenn ich also bei neuerlichen Funden den Verdacht bekomme diese Art vor mir zu haben, kann ich dem irgendwie nachspüren, am besten vor Ort ???
    Wenn der doch in Deutschland als Mangelware gilt dann lohnt es sicherlich mal intensiver zu gucken.
    Ich kann ja nicht jeden Schleimifund einsacken und Ulla damit behelligen.


    Sorry, für den kleinen Mißbrauch dieses Threads. :shy:

  • Hallo Thomas,
    wieso fehlt Dir Physarum polycephalum? Wie Marion schrieb, ist die Art aus Deutschland aus dem freiland noch nicht bekannt. Dem kann ich nur zustimmen.
    Wenn man sich wirklich mit Schleimpilzen beschäftigen möchte, kommt man nicht drum herum sich entsprechende Literatur zu beschaffen.
    Da sind die drei deutschsprachigen Bücher von Neubert et al. schon die richtige Wahl. Inzwischen gibt es von den Franzosen um Marianne Meyer, Jean Bozonnet und Michel Poulain auch ein hervorragendes 2-bändiges Werk. Das hat aber auch seinen Preis. Von dem "preisgünstigen" Werk von S.Stephenson/H.Stempen möchte ich aber abraten, denn darin sind leider nur relativ wenige Arten enthalten, in Deutschland sind viel mehr nachgewiesen. Das würde sicher zu falschen Nachweisen führen.


    Mausmann schrieb:
    Dann mal nebenbei die Frage, kann man P.p. nur mikroskopisch o.ä. bestimmen oder gibt es auch andere Wege um ihm auf die Spur zu kommen?


    Ich hatte einige Funde die optisch passend aussehen würden aber da ich astronomisch weit davon entfernt bin Myxos bestimmen zu können gibt es bestenfalls noch Bilder dazu.
    Wenn ich also bei neuerlichen Funden den Verdacht bekomme diese Art vor mir zu haben, kann ich dem irgendwie nachspüren, am besten vor Ort ???
    Wenn der doch in Deutschland als Mangelware gilt dann lohnt es sicherlich mal intensiver zu gucken.
    Ich kann ja nicht jeden Schleimifund einsacken und Ulla damit behelligen.


    Lieber Mausmann,
    Du kannst mich gern mit Deinen Funden behelligen,
    P.polycephalum wurde wie oben schon gesagt in Deutschland noch nicht im Freiland nachgewiesen. Ob es Versuche mit der Art in Labors gibt ist mir nicht bekannt.
    Die Art ist gestielt und trägt nicht nur ein einzelnes Köpfchen sondern mehrere büschelig wachsende. Die Art ist dadurch gut kenntlich, allerdings ist die Wahrscheinlichkeit, dass Du die Art findest eher unwahrscheinlich oder Du hast unverschämtes Glück.
    Aber man weiß ja nie. Also wenn Du was hast zur Bestimmung, kannst Du es mir jederzeit schicken.
    LG Ulla


  • Hallo Thomas,
    wieso fehlt Dir Physarum polycephalum? Wie Marion schrieb, ist die Art aus Deutschland aus dem freiland noch nicht bekannt. Dem kann ich nur zustimmen.
    Wenn man sich wirklich mit Schleimpilzen beschäftigen möchte, kommt man nicht drum herum sich entsprechende Literatur zu beschaffen.


    Hallo Ulla,


    dass Physarum polycephalum in Deutschland bislang noch nicht nachgewiesen worden ist, habe ich erst durch diesen Thread erfahren.


    Mein Vorschlag, Physarum polycephalum in Deutschland freizusetzen, ist natürlich nicht ernst gemeint. Deshalb habe ich auch ein Emoticon dazugesetzt.


    Wenn sich meine Beschäftigung mit Myxomyceten verfestigen sollte, werde ich bestimmt auch weitere Literatur anschaffen.


    Aber zunächst geht es mir darum, die ersten Myxomyceten in freier Wildbahn zu finden. Über diesbezügliche Ratschläge würde ich mich freuen.


    Gruß aus Hameln
    Thomas

  • Hallo zusammen!


    Ich möchte auch noch eben lobende Worte hier lassen. Heute hatte ich endlich Zeit, mir das Buch genauer anzusehen und finde es klasse. Die fantastischen Fotos und die zugespitzten Beschreibungen zeigen, wie viel Arbeit und Liebe in dem Buch stecken. Es ist wichtig und fair, dass die Autorin an mehreren Stellen realistisch die Grenzen der eigenen Schleimpilz-Bestimmung aufzeigt und damit klar macht, dass man sich auf die Bestimmungen zum Teil nur mit Einschränkungen verlassen kann. Was man hier für kleines Geld bekommt, ist ein sehr schön bebildertes Buch mit den häufigsten Schleimpilzarten, das sowohl interessierten Laien als auch Fortgeschrittenen einen guten Einstieg und viele schöne Impressionen, aber auch Bestimmungshilfen liefert. Gleichzeitig wird die Möglichkeit gegeben, sich zu überlegen, ob man sich mit dem Thema weiter beschäftigen und sich dazu die etwas teureren Standardwerke zur Bestimmung von Myxomyceten anschaffen möchte.


    Ich würde mich freuen, hier ruhig öfter mal was von dir zu hören, Marion, und natürlich auch sehr gerne was zu sehen. Die tollen Bilder (der Kalender hängt in meinem Zimmer) können hier sicherlich so einige Zuschauer und Mitleser erfreuen. :)


    LG, Jan-Arne

                                                                               
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