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Pilze verwerten im Winter
#1
Hallo Zusammen,

seit einigen Tagen haben wir im hohen Norden Frost.
Auch in den Wäldern ist es morgen weiß, die Pilze tragen eine kleine Eiskappe.
Da stellt sich mir die Frage ob man die "Winderpilze" wenn Sie Frost abbekommen haben noch essbar sind?
Mich interessieren folgende Arten: Frostschneckling, Judasohren, lila Rötelritterlinge, Austernseitlinge und Samtfußrüblinge.
Vielleicht gibt es zwischen den Arten Unterschiede.
Bis jetzt habe ich bei Frost keine Pilze mitgenommen, gestern habe ich knackige Lepista Nuda gefunden, mit leichter Eiskappe und habe sie nicht mitgenommen, frage mich aber ob man die nicht doch verwerten kann.

Danke für eure Hilfe und schönes Wochenende. Gnolm7 (die Gnolme find ich besonders super gelungen)
Liebe Grüße
Sebastian

--- kenne die giftigen und ungenießbaren Pilze, den Rest kannst du essen  Wink  ---


Kieler Pilzfreunde
Pilze und Pilzbegeisterte  kennen lernen
Jeder ist willkommen, bei Interesse PN an mich
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#2
Hallo Sebastian,

die von dir genannten Pilze können Frost vertragen und brauchen auch niedrige Temperaturen um fruktuzieren zu können. Das sind Austernseitlinge und Samtfußrüblinge. Die kannst du auch im gefrorenen Zustand sammeln. Das Judasohr genauso. Der Violette Rötelritterling ist frostempfindlicher. Der ist gefroren nicht so  beständig wie die anderen. Beim Frostschneckling weiß ich es nicht, aber ich denke, er hat nicht umsonst seinen Namen.
Viele Grüße
Veronika Weisheit - Pilzberaterin Landkreis Rostock
Auch Pilzberater können irren, erst recht in einem Forum, deshalb gibt es keine Freigabe von mir, Pilze zu verzehren, auch, wenn diese essbar sind.
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#3
Hallo Veronika,

danke für deine schnelle Antwort.
Du schreibst das der lepista frostempfindlicher ist, was meinst du damit genau?
Sollte man den nur bei plus Graden sammeln?
Liebe Grüße
Sebastian

--- kenne die giftigen und ungenießbaren Pilze, den Rest kannst du essen  Wink  ---


Kieler Pilzfreunde
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#4
Hallo Sebastian,

ich habe die Erfahrung gemacht, dass gefrorene Lepistarten in der Wohnung nicht mehr zu gebrauchen sind. Es kommt natürlich auch darauf an, wie tief sie gefroren sind, soweit man überhaupt noch diesen Piz im Winter findet. Ein ausgesprochener Winterpilz ist er nicht.
Viele Grüße
Veronika Weisheit - Pilzberaterin Landkreis Rostock
Auch Pilzberater können irren, erst recht in einem Forum, deshalb gibt es keine Freigabe von mir, Pilze zu verzehren, auch, wenn diese essbar sind.
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#5
Veronika hat völlig Recht bezüglich der Lepista.

Allerdings ist bei allen Pilzen Vorsicht geboten. Frost zerstört die Zellstruktur des Gewebes, bei stärkeren Frösten auch bei Austernpilzen und Samtfußrüblingen. Taut es dann, fängt die Zersetzung an.
Das Problem ist, dass man oft nicht weiß, wie häufig die Pilze schon gefroren und wieder aufgetaut sind. Typische Verfallserscheinungen lassen sich dann nicht von leichten Frostschäden unterscheiden.
Daher sollte man gefrorene Pilze nur dann nehmen, wenn man sicher ist dass sie den ersten Frost abbekommen haben.
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#6
(12-11-2016, 15:41)Rada schrieb:  Veronika hat völlig Recht bezüglich der Lepista.

Allerdings ist bei allen Pilzen Vorsicht geboten. Frost zerstört die Zellstruktur des Gewebes, bei stärkeren Frösten auch bei Austernpilzen und Samtfußrüblingen. Taut es dann, fängt die Zersetzung an.
Das Problem ist, dass man oft nicht weiß, wie häufig die Pilze schon gefroren und wieder aufgetaut sind. Typische Verfallserscheinungen lassen sich dann nicht von leichten Frostschäden unterscheiden.
Daher sollte man gefrorene Pilze nur dann nehmen, wenn man sicher ist dass sie den ersten Frost abbekommen haben.

Hi,

vollkommen richtig. Ich bin da bezüglich Frostschnecklingen auch vorsichtig. Die würde ich auch nie trotz Frost sammeln; trotz des Namens...

l.g.
Stefan
Risspilz hui; Rissklettern pfui.

Derzeit so pilzgeschädigt, das geht auf keine Huthaut. Big Grin

Meine Antworten hier stellen nur Bestimmungsvorschläge dar. Verzehrsfreigaben gibts nur vom PSV vor Ort.

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#7
(12-11-2016, 15:46)Climbingfreak schrieb:  
(12-11-2016, 15:41)Rada schrieb:  Veronika hat völlig Recht bezüglich der Lepista.

Allerdings ist bei allen Pilzen Vorsicht geboten. Frost zerstört die Zellstruktur des Gewebes, bei stärkeren Frösten auch bei Austernpilzen und Samtfußrüblingen. Taut es dann, fängt die Zersetzung an.
Das Problem ist, dass man oft nicht weiß, wie häufig die Pilze schon gefroren und wieder aufgetaut sind. Typische Verfallserscheinungen lassen sich dann nicht von leichten Frostschäden unterscheiden.
Daher sollte man gefrorene Pilze nur dann nehmen, wenn man sicher ist dass sie den ersten Frost abbekommen haben.

Hi,

vollkommen richtig. Ich bin da bezüglich Frostschnecklingen auch vorsichtig. Die würde ich auch nie trotz Frost sammeln; trotz des Namens...

l.g.
Stefan

Hallo
Dem oben Geschriebenem kann ich nur zustimmen. Frostschnecklinge tragen ihren deutschen Namen zu Unrecht. Die Frostschnecklinge brauchen nur kühle Nächte um Fruchtkörper zu bilden. Die Brauchen aber keinen Frost. Richtigen Frost können die nicht unbeschadet überstehen.
Der absolute Winterpilz ist für mich das Judasohr, danach kommt der Samtfußrübling, danach der Austernseitling. Alle anderen sind dann keine wirklichen Winterpilze mehr, auch wenn sie mal ein Minusgrad überleben.
Viele Grüße
Antworten


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