Hallo Setero,
echt mutig von dir, hier einen geschmackstest zu machen, aber auch aufschlussreich. Weiterhin müsste man prüfen: Geruch, huthautstruktur (grobschuppig, feinschuppig, striat, filzig...), stielrinde (schuppig, glatt), eventuelle Verfärbungen am Stiel, Farbe der rhizomorphen. Wenn du guajak hast, könntest du was davon auf die stielspitze schmieren. Mikroskopieren bringt bei ritterlingen meistens nichts.
Wenn man dann bestimmt, hängt es extrem vom bestimmungsbuch und dem dahinterstehenden artkonzept ab, welchen Namen man dem pilz nun gibt. So soll der vorgeschlagene Tricholoma pardinum ein nadelwaldpilz sein, und der "Tigger" aus dem laubwald Tricholoma filamentosum heißen. Durch manche Literatur geistert auch noch Tricholoma bresadolianum, mit bitter-scharfem Geschmack und schuppiger Hut- und Stieloberfläche. Tricholoma sciodes (im laubwald) und Tricholoma virgatum (im nadelwald) haben eine striate hutoberfläche und glatten Stiel.
FG
Oehrling
