Beiträge von Oehrling

    Hallo Schupfnudel,

    kommt drauf an auf was man achtet. Hier war der braun überhauchte Stiel das verräterische Merkmal, nicht die Hutfarbe. Wenn ein Täubling einen braun überhauchten Stiel hat, riecht er entweder nach Fisch und ist ein Heringstäubling, oder er riecht nicht nach Fisch und dann ist er der Lederstiel- oder der Honigtäubling.

    FG

    Oehrling

    Hallo Schrumz,

    diese ganzen farbenprächtigen Phlegmacien mögen es alle kalkig, und die Schwäbische Alb bietet diesen Kalkuntergrund. Die Frankenalb ist genau so gut, auch in Unterfranken oder im Alpenvorland gibt es solche Kalkböden.

    FG

    Oehrling

    Nein, ich hatte gefragt, weil ich die Cortinarien auf der Schwäbischen Alb alljährlich einmal besuche und das am liebsten zu einen Zeitpunkt, wo sie auch wirklich herumstehen. So wie sich das anhört, scheint das gerade der Fall zu sein.

    FG

    Oehrling

    Hallo Malone,

    rechts neben der Rotkappe meine ich ein Espenblatt zu sehen, also war vielleicht doch irgendwo eine vor Ort. Die grell orangefarbigen Pfifferlinge hören auf den Namen Cantharellus friesii, und den Panther kaufe ich dir erst ab, wenn du die Oberseite der (Rest-)Manschette zeigst, da meine ich den Grauen Wulstling zu erkennen.

    Wirklich schöne Funde!

    FG

    Oehrling

    Aber sehr gut unter Fichte. Als ich bei Cortinarien noch so gar keinen Plan hatte, sammelte ich den Semmelgelben Schleimkopf und den Blaublättrigen Schleimfuß munter durcheinander, tat beides in die Pfanne und wunderte mich über den kreuzliederlichen Geschmack der Mischung.

    Mal noch eine andere Frage: du warst ja auf der Schwäbischen Alb sammeln. Sind dir da noch andere im Wald herumstehende Cortinarien aufgefallen?

    FG

    Oehrling

    Hallo Thorben,

    bitte betrachte das mögliche Endresultat noch einmal mit etwas Distanz. Weil sich hier niemand in der Lage sieht, dem Jonathan Mack ein paar Hormomyces-Proben zu schicken, und dann auch noch versucht, zu erklären, warum es nicht klappt, willst du hier nichts mehr schreiben. Also mit dieser Logik komme ich nicht ganz mit. An dir und deinen Beiträgen gab es ja auch keine Kritik.

    FG und schreibe doch bitte weiter

    Oehrling

    Hallo zusammen,

    vielleicht ist es auch einfach so, dass Leute, die sich mit so etwas wie Hormomyces beschäftigen, nicht in Foren wie diesen rumtreiben, sondern in mehr wissenschaftlich orientierten. Also sollte es der Anfrager vielleicht anderswo probieren, wenn er mehr Erfolg haben will.

    Es ist nun mal so, dass wenn du zuviel über etwas weißt, dass du dann bald sozusagen der einzige bist, der darüber was weiß, und ab dann bist du Einzelkämpfer.

    FG

    Oehrling

    Na ja, bestimmen kann man das nicht wirklich nennen, da der Namensfindung keine Bestimmungsarbeit vorausging. Es ist nur so, dass manche Kollegen solche Pilze früher schon oft genug und immer wieder bestimmt haben und nun bei Ansicht von Fotos bestimmte konkrete Assoziationen haben. Daher sagt ja auch keiner der Auskenner: das ist der und der Pilz, sondern "ich halte den für...", "vermutlich..." oder "vergleiche mal mit...". Der Anfrager sollte das nicht in dieser Weise fehlinterpretieren als "das ist der und der Pilz", sondern es ist lediglich eine Anregung, jetzt selbst Bestimmungsarbeit zu treiben - wenn er wirklich am Pilz interessiert ist.

    :P das wäre ja auch noch schöner - selber Pilze auszurupfen, um dann andere Leute mit der Bestimmungsarbeit zu beauftragen...

    FG

    Oehrling

    Hallo zusammen,

    es kommt immer darauf an, bis wohin man mit seiner Bestimmung kommen will. Cognacmeister wollte ja nur wissen, ob bei seinen gefundenen Pilzen ein Schleierling dabei ist, und das kann man ohne zu mikroskopieren schon sagen. Auch Täublinge und Milchlinge lassen sich als solche makroskopisch erkennen. Ob Cognacmeister auch an den Artnamen interessiert ist, weiß man ja nicht.

    FG

    Oehrling

    Das Innere der Pileozystiden besteht nicht aus Feststoffen (du nennst das "Sandkörner"), sondern aus einer gelartigen Masse. Diese füllt bei manchen Arten die ganze Zystide aus, bei anderen Arten nur unvollständig, und es gibt auch Arten, bei denen kaum Gelmasse in den Pileozystiden ist. Das ist ein wichtiges Bestimmungsmerkmal. Diese Gelmasse lässt sich mit Sulfovanillin anfärben und wird dann blaugrau bis blauschwarz.

    Dein erstes der drei Fotos in Beitrag Nr. 8 zeigt eindeutig ein Knäuel aus Haaren und Pileozystiden. Da es ein Knäuel ist, ist es schwer interpretierbar. Es lassen sich mit viel gutem Willen Haare mit zugespitzten Enden erahnen. Du müsstest im Präparat gezielt nach den wenigen Stellen suchen, wo beides (Haare und PZY) nebeneinander sichtbar ist, nur solche Stellen taugen für die Bestimmung etwas. Die beiden anderen Fotos sind absolut nicht interpretierbar, im Bild schwimmen Bruchstücke und Abschnitte munter durcheinander.

    FG

    Oehrling

    Hallo Cognacmeister,

    Nr. 1 ist ein Täubling, der so aussieht, als gehöre er in die Speitäublingssektion, Nr. 2 ist wahrscheinlich der Wollige Milchling (Lactarius vellereus), und Pilz Nr. 3, ja das ist in der Tat ein Schleierling.

    So ein bisschen strukturiertes Deutsch ist immer gut, will man gleich richtig verstanden werden.

    FG

    Oehrling

    Hallo Ingo und Jana,

    an der Algarve gibt es schon ordentlich Pilze. Halt nicht um diese Jahreszeit (höchstens in bewässerten Hotelanlagen, so als Geheimtipp). Die Hauptpilzzeit dürfte von November bis Dezember gehen, bei feuchtkühler Witterung könnte schon Ende Oktober was kommen. Eure Pilze kommen dann, wenn es hierzulande schon nichts Gescheites mehr gibt, und werden dann immer für großes Halloh im Forum sorgen.

    FG

    Oehrling

    Das Sporenpulver wird direkt vom Hut auf den Objektträger oder eine andere glatte, zweckmäßigerweise weiße Fläche ausfallen gelassen. Nach dem Ausfallen wird das Pulver mit einer Rasierklinge o. ä. zu einem Häufchen zusammengeschoben. Man wundert sich manchmal, wieviel Sporenpulver man auf diese Weise erhält. Auch wenn der Abwurf schwach ist, kommt so genug Pulver zusammen, dass man die Farbe beurteilen kann.

    FG

    Oehrling

    Hallo Oliver,


    ich würde hier den Hainbuchentäubling (Russula carpini) vermuten und mich mithilfe geeigneter Literatur nochmals mit dessen Merkmalen vertraut machen. Dass R. carpini auffallend gilbt oder schwärzt, habe ich z. B. noch nie gehört.


    Beim Mikroskopieren sind die Betrachtung der Huthaut in Kongorot sowie die Betrachtung der Sporengröße und des Sporenornament in Melzers Reagenz das Maßgebliche.

    Von der Huthaut muss man mit einer Pinzette ein möglichst dünnes, optimalerweise leicht transparentes Stück abziehen, an dem kein Hutfleisch mehr klebt (diese ballon-/blasenförmigen Zellen sind Hutfleisch!), dieses von beiden Seiten in Kongorot einfärben und - ganz wichtig! - mit der Oberseite nach oben auf dem Objektträger platzieren. Dann gibt man einen Tropfen Leitungswasser darauf und legt das Deckgläschen drauf.

    Die dünneren, schmaleren Hyphen sind die Haare, da kommt es vor allem auf die Haarenden an, die bei R. versatilis verjüngt, bei R. carpini dagegen regelrecht zugespitzt und nicht bloß verjüngt sein sollten. Beide Arten dagegen haben mehrfach bis vielfach septierte Dermatozystiden (das sind die größeren, dickeren, etwas stärker grauen Huthautelemente), das taugt also nicht gut als Unterscheidungmerkmal. Haarenden und Dermatozystiden sieht man meist besonders gut am Rand des Huthautstückes. Wenn man will, kann man diesen Bereich vergrößern, indem man das Huthautstück mit 2 Präpariernadeln in mehrere Teile zerreißt.

    Die Sporen von R. versatilis sind relativ feinwarzig, die von R. carpini dagegen grobwarzig ornamentiert. Man gibt einen Tropfen Melzers auf einen Objektträger, nimmt sich vom Sporenabwurf etwas weg und verrührt dies mit der Präpariernadel mit dem Melzers, danach gibt man das Deckgläschen drauf. Am Mikroskop muss man volle Lichtstärke geben, also die Blende komplett öffnen. Das Ornament wird unter dem 100er-Ölimmersionsobjektiv untersucht, indem man an der Feinschärfenregelung hin- und herdreht.


    Makroskopisch ist die Unterscheidung etwas leichter: das Sporenpulver von R. versatilis ist ockergelb, das von R. carpini dagegen dottergelb, also mehr orangegelb. R. versatilis gilbt im Alter ziemlich stark, R. carpini dagegen nicht bzw. kaum auffallend.


    Die bei deiner Kollektion auftretenden Hutfarben spiegeln sehr gut die Bandbreite von R. carpini wieder, d. h. das kann trotz stark unterschiedlicher Hutfarben alles die gleiche Art sein.


    FG

    Oehrling

    Hallo Rumi,

    dass es der Grünblättrige und nicht der Rauchblättrige Schwefelkopf ist, merkt man spätestens nach zwei Sekunden, so scheußlich bitter ist der Grünblättrige. Man muss also nicht wirklich darauf herumkauen. Hat der Pilz braune und keine grauen Lamellen, lässt man das mit der Kostprobe besser. Wenn es um Verwertung und Verzehren geht, sollte man bei allen Pilzen dieser Art (büschelig auf Holz wachsend) die Finger weg lassen, wenn man sich nur halb oder gar nicht auskennt, bzw. einen Pilzberater konsultieren.

    FG

    Oehrling