Beiträge von Oehrling

    war übersät mit gelben Saftlingen, mutmaßlich stumpfe.


    Hallo Alis,


    der Name Stumpfer Saftling kommt vom stumpfen Hutbuckel. Da dieser hier aber konisch ist, würde ich eher auf Hygrocybe persistens tippen. Natürlich kann das nur eine erste Idee sein.


    FG

    Oehrling

    Hallo Thomas,

    einen Calochroi einfach so "abheften" kannst du eher nicht, ehe du ihn durchbestimmt hast. Ich finde diesen Formenkreis bei den Phlegmacien mit am schwierigsten.

    So müsstest du erstmal in der Literatur über die KOH-Reaktion von calochrous nachlesen (so wie ich das auch müsste). Das hier auf der Huthaut ist jedenfalls KOH-negativ.

    Andy hat ja schon angemerkt, dass es nicht sicher ist, ob es tatsächlich ein Calochroi oder vielleicht ein Glaucopode ist. Oder noch was anderes. Cortinarius kennt die Sporenformen, -ornamente und -maße und kann vielleicht eine Einordnung vornehmen.

    FG

    Oehrling

    Hallo zusammen,


    ich kenne die Bezeichnung Zitronenröhrling für Steinpilze mit gelbem Hut - was freilich nullkommanull mit dem hier angefragten Pilz zu tun hat. Dieser Pilz könnte theoretisch auch ein Rostroter Lärchenröhrling sein - man sieht einfach zu wenig vom Pilz. Was gab es denn vor Ort für Baumpartner- Lärche oder Douglasie?


    Noch ein dezenter Hinweis: Küchenbrett, Messer und Pratze im Bild deuten auf Verzehrsabsicht. Das hält zu Recht viele ab, hier zu antworten, da man nicht weiß, was du aus der Antwort machst.


    FG

    Oehrling

    Das passiert manchmal bei angetrockneten Exemplaren. Auch muss man oft ein paar Minuten zuwarten, bis das Blauen sichtbar ist. Auf dem dritten Foto fängt das Blauen gerade an. Man hätte dem Pilz einfach noch ein bisschen Zeit geben sollen.

    FG

    Oehrling

    Trotzdem kann man jemandem, der solch gute Anfragen stellt, erst einmal unterstellen, dass er den Grünen Anis-Trichterling im Feld erkennt, so schwer ist der ja nun wirklich nicht zu erkennen. Ich selber hatte ihn beispielsweise rein anhand aus der Beschreibung im Buch erkannt, ohne dass ich durch einen Pilzberater das Jawort dazu bekommen hatte. Damals war ich so rum 11 oder 12 Jahre alt und wusste gar nicht, dass es Pilzberater gibt. Und selbstverständlich wäre ich niemals auf die Idee gekommen, man könnte ihn mit einem Grünen Knolli verwechseln, die beiden Pilze sind sich so unähnlich wie sonst was.


    Aber wer gern seine Prinzipien reitet, reagiert manchmal, nun, unangemessen belehrend, obwohl das oft gar nicht sein müsste, da der Anfrager das alles schon mal gehört hat oder es schlichtweg weiß. Der andere User hat, das muss man sagen, keinerlei Haftung für Körperschäden durch Pilzgenuss, wenn er einfach nichts dazu schreibt. Also Krissi lass dir die Freude nicht vermiesen, aber schreib vielleicht auch nicht unbedingt was von Verzehrsabsicht oder Verzehren im Zusammenhang mit der Anfrage, oder drapiere die angefragten Pilze adrett vorgeputzt auf dem Küchentisch, das ist für manche ein rotes Tuch. Hättest du in der Anfrage dir den Satz gespart mit dem Anbraten und Essen, wäre hier überhaupt nichts passiert.


    FG

    Oehrling

    Wichtig ist, die Oudemansiella-Hüte in heißem Öl oder Fett zu braten, das macht dem Schleim den Garaus. Oudemansiella-Hüte sind fast immer sauber, so dass kein Putzaufwand entstehen sollte. Analoges gilt für Xerula radicata, der wird genau so zubereitet. Ist pilzkulinarisch halt mal was anderes als die ewige Mischpilzpfanne.

    FG

    Oehrling

    Tja, von manchen Sachen, die man so macht, erzählt man den anderen besser nichts. Dann spart man sich die Schimpfe. :P

    Aber Spass beiseite, ihr habt einfach Glück gehabt und seid dadurch richtig gelegen. Für ein Problem wie eures gibt es die Pilzberatung.

    FG

    Oehrling

    Hallo cybermoses,


    der Artvorschlag, den du hier schon bekommen hast, scheint mir sehr gut und passend zu sein. Jetzt nimm am besten eines von den vorhandenen Jungexemplaren und vergleiche dies mithilfe eines der gängigen Pilzbücher. Jung sollte jedenfalls ein bärtig-zottiger Hutrand vorhanden sein, austretende Milch sollte unveränderlich weiß und scharf im Geschmack sein.


    FG

    Oehrling

    Hallo cognacmeister,


    R. delica müsste den delica-Geruch haben, also den charakteristischen Geruch nach Fischbüchse. Das hier kann aber auch etwas stark Ausgeblasstes sein, z. B. kann Russula exalbicans (Begleitbaum Birke) so aussehen, oder sogar R. sanguinaria (Begleitbaum Kiefer).


    FG

    Oehrling

    Hallo Schrumz,

    meine spontanen Ideen:

    Bei Nr. 6 könntest du bei C. corrosus anfangen zu suchen, der hätte diese Farben, wäre überall KOH-negativ, und käme im Schwäbischen Wald definitiv vor..

    Nr. 7 ist ausweislich des gelben KOH-Flecks ein Variicolores, und die sind meistens bläulich oder violettlich gefärbt. Der hier ist aber gelbhütig, und von denen gibt es nicht so viele. C. elegantior wird im Fleisch mit KOH meines Wissens rosarot statt chromgelb.

    Gute Idee, Nr. 8 bei den Glaucopoden zu suchen. Die KOH-Reaktion auf dem Hut würde ich als negativ einschätzen, jetzt sollte man noch testen, ob KOH auch im Fleisch negativ ist.

    FG

    Oehrling

    Des Weiteren meine ich zu sehen:

    6 - vermutlich Tricholoma sciodes

    7 - in der Tat einen Kratzenden Kammporling (Albatrellus cristatus)

    11 - einen Cortinarius, die Sporenfarbe verrät ihn

    12 - bei Frauentäubling gehe ich mit

    13 - vergleiche mit Lactarius subdulcis


    FG

    Oehrling

    Hallo cognacmeister,

    über Nacht liegenlassen und am nächsten Tag daran riechen. Vielleicht riecht es dann nach Suppenwürfel, dann wären wir bei Bankera violascens/cinerea.

    FG

    Oehrling

    Hallo cognacmeister,

    mMn der "normale" Graue Lärchenröhrling (Suillus viscidus). S. bresadolae hat ziemlich leuchtend gelbes Velum. Blauen können sie alle, sowohl viscidus als auch bresadolae, selbst grevillei, der Goldröhrling, kann selten blauen. Nur tridentinus, den habe ich noch nie blauen gesehen.

    FG

    Oehrling