Hallo Björn, bedeutet das "Tamsweg 2013" in deinem Disclaimer, dass du auf die Mykologentagung nach Tamsweg kommst? Wenn ja, sehen wir uns dort.
Beiträge von Oehrling
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Halozigen ?!
Nee, die sind wenn schon hallelujazinogen. Vielleicht aber auch nicht. -
... und eines ebenfalls vermutlich extrem seltenen und rätselhaften Röhrlings, der in der Vergangenheit aber nicht einmal von Röhrlingsspezialisten bestimmt werden konnte.Gibt es hierzu einen Link, dass ich mir den mal anschauen kann?
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Noch ein Bestimmungstipp (nach Lüder, Grundkurs der Pilzbestimmung, 2. Aufl., S 117):
Wenn man herausfinden will, ob ein Pilz eine Dermocybe und nicht eine Leprocybe oder ein Telamonium ist, muss man ein weißes Taschentuch mit reinem Alkohol/Spiritus tränken und dann die Schnittfläche des längs durchgeschnittenen Pilzes eine Zeitlang draufdrücken. Dann sollte sich bei einer Dermocybe ein Farbabdruck (orange bis rot) auf dem Taschentuch zeigen. Die Farbstoffe der Dermocyben sind tw. alkohollöslich, die der anderen Kandidaten nicht. -
Andre
Welche Indizien sprechen denn für einen Mairitterling, wenn du ihn, wie du schreibst, als solchen identifiziert hast, aber der Geruch nicht da ist? Rein optisch ist er meiner Meinung nach nicht ganz abwegig. -
Hey, ihr Abkürzungsspezialisten!
Ihr wisst dann bestimmt auch, was LBM, LGM und LWM heißt, und wer als erstes diese Abkürzungen verwendet hat. -
Auch von mir herzlichen Glückwunsch zu dieser Bucherscheinung und dem Werk besten Erfolg!
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Noch mehr Täublinge, die meiner Meinung nach mit etwas Übung leicht makroskopisch ansprechbar sind, fast immer gleich aussehen und relativ häufig vorkommen:
Dickblättriger Schwärztäubling (R. nigricans)
Dichtblättriger Schwärztäubling (R. densifolia)
Weißtäubling (R. delica/R. chloroides)
Weißblättriger Ockertäubling (R. ochrocea)
Gallentäubling (R. fellea)
Pfirsichtäubling (R. violeipes)
Wieseltäubling (R. mustelina)
Dottertäubling (R. lutea/chamaeleontina/risigallina)
Goldtäubling (R. aurata)
Kirschroter Speitäubling (R. emetica)
Weißblättriger Zinnobertäubling (R. lepida)
Sonnentäubling (R. solaris)Und noch ein paar Arten mit extremem Verarschungspotenzial (häufig vorkommend, aber ganz unterschiedlich aussehend):
Brauner Ledertäubling (R. integra)
Weißstieliger Ledertäubling (R. romellii)
Hainbuchentäubling (R. carpini)
Fleischroter Speisetäubling (R. vesca)
Grüner Speisetäubling (R. heterophylla)
Tauben-Täubling (R. grisea)
Wechselfarbiger Speitäubling (R. fragilis)
Frauentäubling (R. cyanoxantha) -
Ich würde einen Flämmling (Gymnopilus) vermuten.
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Ich frage mich nun, ob man bei Röhrenpilzen bei der Bestimmung so vorgehen kann, dass man sicherstellt, dass es keine der giftigen Arten ist und dann davon ausgeht, dass der Pilz essbar ist.Hiervon würde ich abraten. Es ist richtig, dass du als Speisepilzsammler zunächst die Giftpilze kennenlernen solltest, die potenziell deinen Pilzkorb bevölkern könnten. Sammelst du nur Röhrlinge, sind es nur ganz wenige. Sammelst du nur Röhrlinge mit weißen oder gelben Röhren, musst du gar keinen kennenlernen und lediglich auf einen bitteren Geschmack im Pilzgericht achten. Sammelst du auch Lamellenpilze, dann werden es ganz schnell viele.
Gehst du streng nach dem Ausschlussverfahren vor, besteht die theoretische Möglichkeit, dass doch ein Giftpilz in deinem Korb landet - nämlich einer, der in den gebräuchlichen Pilzbüchern nicht vorkommt. Oder einer, dessen Giftigkeit erst in den letzten Jahren bekannt geworden ist und der in deinem Pilzbuch als essbar verzeichnet ist.
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Um es nochmal für alle zu sagen, die hinter jeder jubelfreien Antwort eine latente Aggressivität wittern:
Nichts wird hier geschrieben, um einen Anderen niederzumachen oder um ihm dessen etwaige Unzulänglichkeit vor Augen zu führen, sondern um ihn voranzubringen. Dass das mit permanenter Kuschelei und Liebdrückerei nicht geht, sollte klar sein. Sonst sollten wir das Pilzforum besser in Kuschelforum umbenennen und einige unserer Ansprüche aufgeben.peri
Schon klar, dass mit den Anfragen nicht alles perfekt sein kann. Ich brauche als Beantworter der Anfrage allerdings eine Begründung, warum ich keine eindeutige Diagnose stellen kann. Sonst denkt der Anfrager vielleicht noch: weshalb bestimmt mir der Säckel jetzt den Pilz nicht exakt, mit der Anfrage war doch alles in Ordnung. Wie man sieht, steckt der Beantworter in einer Zwickmühle. -
Und merk dir auch das "Bergsteigersöckchen" am Stielfuß, das auf einem deiner Fotos sehr schön zu sehen ist, als Bestimmungsmerkmal für den Narzissengelben Wulstling.
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Mir würde langen, wenn er ein paar Angaben zur Größe (Hutbreite, Stieldicke) und zum Geruch (leicht frisch süßlich oder aber aufdringlich-penetrant nach billigem Parfüm) machen würde.
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Mario hat's doch schon vorher gewusst, wenn ich mich nicht irre...

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Warum kann Pilz 2 nicht der Rötende Rißpilz, Inocybe erubescens sein?Klar kann er das auch sein, hat ja auch niemand das Gegenteil behauptet. Über den Geruch wissen wir nichts, also raten wir. Wie wärs mit einer kleinen Wette - 5 Chips?
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Hab ichs dir nicht gesagt? Bei Milchlingen geht rein makroskopisch schon was!
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Das bräunliche Innere ist die korrekte Verfärbung des Fleisches an der Luft und gehört zum gesunden Pilz dazu. Hainbuchenröhrlinge sind gut geschmort/gebraten essbar. Man sollte aber die meistens holzigen Stiele nicht verwenden und die Hüte auch nur, solange sie fest sind. Und ein toller Aromaknaller sind sie auch nicht gerade, vielleicht als Mischpilz zu gebrauchen.
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also bei Pilz 1 sehe ich auch ein Täubling aber welche Hut farbe ist die richtige, die auf Bild 1b Grün oder 1c Rot/Rosa? Oder viell. 1d Braun? Naja.Wahrscheinlich alle. Russula carpini hat alle diese Hutfarben im Angebot. Das war mit ein Grund für mich, diese Art zu raten.
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Hallo peri,
ich versuche mich im Raten, denn da du zu den fotografierten Pilzen nichts weiter sagst, sind die konkreten Anhaltspunkte doch "etwas spärlich".
Nr. 1: könnte der Hainbuchentäubling (Russula carpini) sein, wäre mild oder höchstens etwas prickelig auf der Zunge, hätte gelbes Sporenpulver und würde bei Hainbuche (z. B. in einem Garten mit Hainbuchenhecke?) wachsen
Nr. 2: könnte der Birnen-Risspilz (Inocybe fraudans) sein, mit aufdringlich süßlich-parfümiertem Geruch, nicht spermatisch
Tipp: Risspilze, die bestimmt werden sollen, müssen ausgegraben werden, damit man die Stielbasis sieht
Nr. 3: alter Perlpilz
Nr. 4: kann es sein, dass die Röhrenmündungen gelb und nicht rot waren? dann ist es kein Hexenröhrling, sondern ein Schwarzblauender Röhrling (Boletus pulverulentus)
Nr. 5: ein Wulstling, leider mit sauber abgeschnippelter Stielbasis, d. h. mit sauber abgeschnippeltem Hauptbestimmungskriterium
Nr. 6: wohl ein Perlpilz, mit viel weinrot in den madigen Stellen -
Hallo Beorn,
ein kleiner Tipp von mir: Trinos Hinweis auf die gut sichtbaren rosa Schecken auf dem Hut ist der entscheidende. Der Hut ist, wie man auf dem Foto sieht, nicht wollig-filzig, sondern glatt-glänzend. Und bedenke auch, dass das ein Riesen-Oschi sein muss mit einem Stieldurchmesser von mindestens 3 bis 4 cm. So groß werden nicht viele Milchlinge. Der Baumpartner am Fundort müsste Weide oder Pappel gewesen sein. -
In den Kommentaren ist zu lesen, dass die Pilze aus British Columbia, also aus dem östlichen Kanada stammen. Einige User spekulieren, dass es Agaricus augustus sei und bitten, zum Essen eingeladen zu werden. Der Pilz scheint dort also auch vorzukommen und als Speisepilz bekannt zu sein.
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Wenn es in dem Komplex A. rubescens/excelsa/spissa/pantherina lauter eindeutige Unterscheidungsmerkmale gäbe, würde sich ja niemals jemand mit Pantherpilzen vergiften.
Meines Erachtens gibt es zwei absolut zuverlässige und zwei einigermaßen zuverlässige Unterscheidungsmerkmale zwischen Perl- und Pantherpilz. Der Perlpilz ist irgendwo an irgendeiner Stelle rosa, der Pantherpilz nie. Das Sporenpulver des Pantherpilzes ist inamyloid, das des Perlpilzes amyloid, d. h. träufelt man Melzersches Reagens auf das ausgefallene Sporenpulver, wird es beim Perlpilz blauschwarz und bleibt beim Pantherpilz hell. Melzersches Reagens gibt's in Tanjas Mykoshop für ein paar Euro, so etwas sollte jeder Pilzbestimmer haben.
Die Manschette ist beim Perlpilz grundsätzlich gerieft, beim Pantherpilz grundsätzlich nicht. Am Fuß hat der Pantherpilz grundsätzlich einen gut sichtbaren weißen Velumgürtel ("Bergsteigersöckchen"), der Perlpilz nur ein paar Schüppchen/Flocken, die grundsätzlich graurosa sind. Wobei grundsätzlich heißt: es kann Ausnahmen geben.
Nachdem ich schon so viele Perlpilz-Hutränder und Graue-Wulstlings-Hutränder mit Riefung und Pantherpilz-Hutränder ohne Riefung gesehen habe, ist das in meinen Augen kein gutes Bestimmungskriterium, ebenso die Farbe und Anordnung der Velumflocken auf dem Hut oder die Hutfarbe selber (Pantherpilz reines Braun mit Gelb-/Goldstich, Perlpilz eher fleischfarbenes Braun).
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Ich sag es nicht gern, aber in meinen Augen ist das ein überständiger, angetrockneter Schwefelporling, der die normalerweise vorhandenen freudigen Gelbtöne verloren hat. Und um mich zu überzeugen, dass das was anderes ist, müsstest du dich jetzt eben ans Mikro setzen. :shy:
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außen ist rosa, aber wenn ich den Stiel aufschneide ist innen weiß.Es heißt ja auch nicht, dass der Stiel rein rosa sein muss. Irgendwo am Stiel oder im Fleisch (so wie hier direkt unter der Huthaut) muss ein bisschen rosa sein, wenn man sicher gehen will. Es ist auch nicht auszuschließen, dass ein Perlpilz reinweiß ist (Albino-Form). So etwas isst man dann freilich nicht.
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Auf meinem Monitor kommt alles rosa rüber, vor allem die Stielknolle, wie sich's gehört.
