Beiträge von Oehrling

    Hallo cybermoses,


    der Artvorschlag, den du hier schon bekommen hast, scheint mir sehr gut und passend zu sein. Jetzt nimm am besten eines von den vorhandenen Jungexemplaren und vergleiche dies mithilfe eines der gängigen Pilzbücher. Jung sollte jedenfalls ein bärtig-zottiger Hutrand vorhanden sein, austretende Milch sollte unveränderlich weiß und scharf im Geschmack sein.


    FG

    Oehrling

    Hallo cognacmeister,


    R. delica müsste den delica-Geruch haben, also den charakteristischen Geruch nach Fischbüchse. Das hier kann aber auch etwas stark Ausgeblasstes sein, z. B. kann Russula exalbicans (Begleitbaum Birke) so aussehen, oder sogar R. sanguinaria (Begleitbaum Kiefer).


    FG

    Oehrling

    Hallo Schrumz,

    meine spontanen Ideen:

    Bei Nr. 6 könntest du bei C. corrosus anfangen zu suchen, der hätte diese Farben, wäre überall KOH-negativ, und käme im Schwäbischen Wald definitiv vor..

    Nr. 7 ist ausweislich des gelben KOH-Flecks ein Variicolores, und die sind meistens bläulich oder violettlich gefärbt. Der hier ist aber gelbhütig, und von denen gibt es nicht so viele. C. elegantior wird im Fleisch mit KOH meines Wissens rosarot statt chromgelb.

    Gute Idee, Nr. 8 bei den Glaucopoden zu suchen. Die KOH-Reaktion auf dem Hut würde ich als negativ einschätzen, jetzt sollte man noch testen, ob KOH auch im Fleisch negativ ist.

    FG

    Oehrling

    Des Weiteren meine ich zu sehen:

    6 - vermutlich Tricholoma sciodes

    7 - in der Tat einen Kratzenden Kammporling (Albatrellus cristatus)

    11 - einen Cortinarius, die Sporenfarbe verrät ihn

    12 - bei Frauentäubling gehe ich mit

    13 - vergleiche mit Lactarius subdulcis


    FG

    Oehrling

    Hallo cognacmeister,

    über Nacht liegenlassen und am nächsten Tag daran riechen. Vielleicht riecht es dann nach Suppenwürfel, dann wären wir bei Bankera violascens/cinerea.

    FG

    Oehrling

    Hallo cognacmeister,

    mMn der "normale" Graue Lärchenröhrling (Suillus viscidus). S. bresadolae hat ziemlich leuchtend gelbes Velum. Blauen können sie alle, sowohl viscidus als auch bresadolae, selbst grevillei, der Goldröhrling, kann selten blauen. Nur tridentinus, den habe ich noch nie blauen gesehen.

    FG

    Oehrling

    Nein, mit 4c ist eine Griseinae raus aus der Verlosung. Mit mildem Geschmack, gelbem Sporenpulver und kompaktem bis großem Habitus bist du dann durchaus bei den Ledertäublingen, bei dem mir ein blauviolett gefärbter spontan nicht einfällt, zumal unter Linde gewachsen. Soll heißen, bei dem müsste das Täublingsbestimmungsprogramm ran. Russula romellii ist eigentlich und standardmäßig weinrot bis beerenrot und nicht blauviolett, aber diese Art hat sehr variable Hutfarben. Vor Jahren fand ich selbst auch mal einen R. romellii in Frauentäublingsfarben, da hatte ich lange rumrätseln müssen, nachdem gelbes Sporenpulver herausgekommen war.

    FG

    Oehrling

    Hallo zusammen,

    ich glaube nicht mal, dass sie gammelig sind. Sie sehen halt so vermatscht aus, wenn man sie im Regen sammelt. Maronen sind das schon. Das Blauverhalten kann durch die übergroße Nässe durchaus mal beeinträchtigt sein, entspricht aber der Norm.

    Man sollte schauen, dass man solche Matschexemplare schnell verwertet, schon bis morgen könnten sie zu schimmeln anfangen, und spätestens dann taugen sie nichts mehr. Extrem matschige Röhren würde ich ablösen und nicht mitkochen, sonst schlonzt im Kochtopf alles zu einem unappetitlichen Brei zusammen.

    FG

    Oehrling

    Hallo Schupfi,

    augenscheinlich eine Griseinae. Der Farbe nach kommt der Papageientäubling (R. ionochlora) in Betracht, es könnte aber auch R. columbicolor sein, sofern man an dessen eigenständige Existenz glaubt.

    FG

    Oehrling

    Dachpilze sind mir sympathisch, keine Ahnung wieso. :)



    Haha, das müsste zuehli lesen, der ist Dachpilzversteher, da hast du Möglichkeit zum Austausch.


    Eine bemerkenswert gut gemachte Anfrage, bei der mich die Finger diesmal nicht wirklich irritiert haben, und eine gute, zielführende Bestimmungsarbeit!

    FG und weiterhin viel Bestimmungsspaß

    Oehrling

    Übrigens: falls du vorhaben solltest, sie zu essen, solltest du wissen, dass Rotkappen 15 Minuten Mindestgarzeit haben. Wird das nicht beachtet, gibt es ordentlich Magenweh. Die Folgen des Essens gehen übrigens voll auf dein eigenes Risiko, ich schließe da jede Haftung aus.

    FG

    Oehrling

    Hallo zusammen,


    die im Alter gelbgrünliche Verfärbung der Röhrenschicht ist auf die ausgefallenen Sporen des Steinpilzes zurückzuführen, ist also sozusagen die übliche Alterserscheinung. Daran kann man auch erkennen, wie alt der Fruchtkörper ist und ob er noch für den Verzehr geeignet ist. Ich sage den Leuten immer: weiß ist toll, gelb geht noch so, bei gelbgrün ist der Pilz zu alt.


    Statt Fichtensteinpilz kann man auch "Gewöhnlicher Steinpilz" ("Gemeiner Steinpilz", "Erntesteinpilz"?) sagen, das hat genauso viel Aussagekraft. :P


    Thaseus hatte geschrieben, er sei verwundert, dass seine Pilze keine verdickte Stielbasis hätten. Aber die eine Stielbasis, die nicht abgeschnippelt wurde, ist doch verdickt?!



    Hallo Thaseus,


    nun ja, du hast die European Boletes schon bestellt. Aber bei deinem Wissensstand hätte es auch ein Pilzbuch eine Nummer kleiner getan. Das European Boletes richtet sich an Fortgeschrittene und sehr weit Fortgeschrittene, nicht an Personen, die so was wie den Steinpilz nicht wirklich kennen. Diese werden durch den Informations-Overkill eher verwirrt.


    FG

    Oehrling

    Hallo,

    ich sage auch: Rotkappen. Welche Rotkappe genau, kommt auf den Baumpartner an. Hattest du sie im Laub- oder im Nadelwald gefunden?

    FG

    Oehrling