Beiträge von Oehrling

    Hallo Schrumz,

    P. s. mag es etwas nitrophil, also z. B. alte, einige Zeit nicht mehr genutzte Kuhweiden. Dem Pilz macht es auch nichts aus, wenn eine Wiese langgrasig bzw. verfilzt ist. Saftlinge dagegen mögen nur kurzgrasige Wiesen bzw. Rasen mit sehr geringem NH-Gehalt, also maximal Schafsweiden oder Mähwiesen, die konsequent abgerechelt werden.

    FG

    Oehrling.

    Klar ist es irgendwo unser aller Wunschtraum: einen schönen Pilz zu finden, ihn einfach nur zu fotografieren und dann sagt mir irgendwer toute-de-suite den richtigen Namen dazu. Ich muss keine Zeit für so etwas wie Bestimmung verschwenden und kann schon am nächsten Tag wieder in den Wald, den nächsten schönen Pilz finden.

    Aber es ist halt noch lange Zeit ein Wunschtraum. Zumal sich mit PilzApps keine Geldberge machen lassen, das hemmt die App-Entwicklungs-Motivation doch sehr, so dass noch sehr lange die Pilz-App-Entwicklung eine Sache von Amateuren und Halbwissenden bleiben wird.

    FG

    Oehrling

    Hallo zusammen,

    wo auf Foto 3 ein Stielnetz zu sehen sein soll, erschließt sich mir nicht. Das Foto ist doch an dieser Stelle total unscharf. Und dass bei jedem Röhrling die Röhrenschicht ein wenig am Stiel herabläuft, macht mMn noch kein Stielnetz.

    FG

    Oehrling

    Das korrekte, methodisch richtige Bestimmen von Pilzen ist so dermaßen schwierig, dass manche Leute zwanzig oder mehr Jahre und unzählige Seminare gebraucht haben, bis sie es hinbekamen. Ungefähr so lange wird es auch noch dauern, bis eine KI das hinbekommt. Ganz lange werden wir uns mit Wahrscheinlichkeiten von 80 bis 90 % zufrieden geben müssen. Auf diese Weise "bestimmte" Pilze darf man natürlich niemals essen. Sagen die App-Gebrauchsanleitungen ja selber auch.

    FG

    Oehrling

    Hallo Karle,

    am besten gehst du damit zum Pilzberater, der sagt dir alle Notwendige, was du zum Hallimasch wissen musst. Es lohnt sich, richtig zubereitet ist der Hallimasch sehr lecker.

    FG

    Oehrling

    Hallo zusammen,

    eines sollte man nicht ganz außer Acht lassen: Pilze bestimmen mit einem Pilzbuch macht sehr viel Spaß. Pilze mit einer App bestimmen macht nullkommanull Spaß. Man macht ein meist mieses Foto mit dem Pilz in der Pratze, nutzt die App und bekommt eine Wahrscheinlichkeitsliste angezeigt. Nullkommanull Spaß und intellektuell unterirdisch.

    So etwas wie Bestimmungsmethodik lässt sich auf diese Weise sowieso nicht lernen, und einen verständigen Überblick über die Pilze erlangt man auch nach Jahren nicht. Man bleibt auf ewig abhängig von wahlweise Apps oder anderen Leuten.

    FG

    Oehrling.

    Hallo Rainer,

    die vermeintliche Cortinarie sieht mir eher nach Hebeloma aus. Diese Gattung bildet ebenfalls oft einen Haarschleier aus.

    Die vermeintliche Tricholoma würde ich eher bei den Risspilzen verorten. Den Geruch (mehlartig vs. spermatisch-säuerlich) hattest du hier nicht zufällig geprüft?

    Dagegen liegst du mit Clavulinopsis wahrscheinlich richtig. Aber vom Unbekannten müsste man die Unterseite sehen, vor allem wüsste man gern, ob ein Ring am Stiel ist oder nicht.

    FG

    Oehrling

    Hallo mik,

    bei Cortinarien Einzelexemplare bestimmen zu wollen, ist fast immer aussichtslos. Du brauchst immer Kollektionen bestehend aus jüngeren und älteren. So sieht man hier nicht, welche Farbe die Lamellen im Jungzustand hatten. Da das Exemplar anscheinend ausgetrocknet ist, weiß man auch nicht, was genau schleimig und was trocken war.

    FG

    Oehrling

    Hallo Soleria,

    um die Frische von Birkenpilzen zu testen, empfiehlt sich der Daumendrucktest. Du drückst mit dem Daumen auf den äußeren Bereich der Hutoberfläche. Bleibt dort eine Delle zurück, taugt der Pilz nicht mehr zum Essen.

    FG

    Oehrling

    Hallo Jann,

    Amanita porphyria ist mMn korrekt. Allerdings deuten die Fotos darauf hin, dass das unter Kiefer war statt unter Fichte: Kiefernnadeln, Kiefernzweige, Kiefernzapfen dominieren den Bodenbelag.

    FG

    Oehrling

    Hallo,

    stimmt es, dass der Pilz von unten gänzlich fahlgelb ist, oder ist das ein Farbstich im Foto?

    Von den sonstigen Eigenschaften und vom Habitat her könnte das Russula nitida sein. Aber der hat halt keinen fahlgelben, sondern einen weißen Stiel. Russula versicolor kann einen fahlgelben Stiel haben, aber der wäre im Geschmack nicht mild. Und Russula puellaris hätte zwar auch einen fahlgelben Stiel, aber nicht eine so einheitlich rote Hutfarbe. Russula gracillima kann von oben so aussehen, hätte aber einen rosa Stiel. Also irgendwie fügen sich die einzelnen Merkmale nicht zu einer klaren Art zusammen.

    FG

    Oehrling

    Hallo Frank,

    suche mal unter Weißvioletter Dickfuß (C. alboviolaceus). Ich kann mir schier nicht vorstellen, dass der im Keller/Winkler nicht drin sein soll, der ist sogar in einigen 300-Arten-Büchern drin.

    FG

    Oehrling

    Hallo Jan,

    bei Milchlingen ist der Geschmackstest nicht gar so wichtig wie bei Täublingen. Dafür musst du dann die anderen Bestimmungsmerkmale genauer erheben und besser würdigen, hier z. B. die wasserfleckige Zonierung des Hutes. Folgender Bauerntrick: hast du von oben gedacht, das sei ein Reizker, aber dann kam weiße Milch heraus, und es stand auch noch eine Lärche dabei? Dann ist ohne Geschmacksprobe die Wahrscheinlichkeit für L. porninsis 95%. Die übrigen 5 % gehen auf den scharf-bitteren, aber fast gleich aussehenden L. bresadolianus.

    FG

    Oehrling

    Leider scheitere ich bei den Täublingen immer wieder daran, dass ich nicht mikroskopiere (bin eigentlich eher Ornithologe und Entomologe - man möge es mir verzeihen :gzwinkern:)...

    Trotzdem leide ich unter dem Syndrom, bei jedem gefundenen Täubling (und die findet man ja oft) unbedingt wissen zu wollen, welche Art es ist.

    Hallo Jann,

    zu verzeihen gibt es da wirklich nichts, schließlich ist das eine Sache, die du mit dir allein ausmachen musst, und es geht rein um deinen persönlichen Erkenntnisgewinn. Es ist nur ungefähr so, als wenn du sagst: ich will mich zwar waschen, aber ich will mich nicht nass machen. Oder: ich will mich zwar vegetarisch ernähren, aber ich will nicht auf mein Schnitzel verzichten.

    Dann noch etwas zu deiner Art die Sporenpulverfarbe zu erheben. Dies entspricht nicht der Täublingsbestimmungsnorm. Nach dieser müsstest du das Sporenpulver mit einer Rasierklinge zusammenschieben und das Häufchen plattdrücken und dies dann mit der Farbtafel vergleichen. Es ist sehr wahrscheinlich, dass dann eine andere Farbstufe herauskommt als die, die du ermittelt hast.

    FG

    Oehrling

    Hallo Jan,

    Bondarzewia mesenterica wäre ein Pilz des Gebirgsnadelwaldes, das Vorkommen in dem von dir angegebenen Wald wäre also sehr ungewöhnlich. Du schriebst zwar, dass die Poren auf Druck nicht schwärzten, aber auf Foto 3 sieht man, dass sie es wohl doch taten. Auf Foto 1 sieht man dann auch noch schwärzende Hutränder. Daher ist es wohl ein Riesenporling (Meripilus). Eine Geschmacksprobe hätte hier auch weitergeholfen, denn Bondarzewia schmeckt deutlich scharf, Meripilus dagegen mild-pilzig.

    FG

    Oehrling

    Hallo liebe Forscher,

    vielleicht ist es ja auch so, dass es mehrere Maronen gibt, eine stark blauende und eine schwach blauende.

    Bei den Filzröhrlingen hatte es ja auch gedauert, bis man da die Arten u. a. anhand ihres Blauverhaltens sauber auseinander hatte.

    FG

    Oehrling