Beiträge von Oehrling

    Hallo Rainer,

    dein Korkstacheling gehört in die Sektion der Weinroten; H. auratile ist in der Sektion der Orangefarbigen.

    Es ist sehr viel Wasser auf dem Hut, daher lässt sich die stark zerklüftete Hutoberfläche nur erahnen. Es könnte Hydnellum scrobiculatum sein. Die Hutoberfläche des gleichfarbigen Hydnellum concrescens wäre glatter, nicht so zerklüftet. Checken sollte man auch immer den Geschmack, denn das scharfe Hydnellum peckii kann im Regen stehend auch so aussehen, wenn die roten Guttationstropfen weggewaschen sind.

    FG

    Oehrling

    Der Buchenschleimer ist interessant. Er scheint möglicherweise potente Gifte gegen andere Pilze (Hautpilze) zu entwickeln. Ich kenne jemanden der damit experimentieren wollte. Ich hab’s nicht weiter verfolgt.

    Ich habe ein Problem mit trockener Haut auf den Händen und reibe diese daher gerne mit dem Schleim von Oudemansiella ein. Das wirkt wie Hautcreme, die Hände sind danach geschmeidig. Das kann ich empfehlen. Und wenn das jetzt auch noch Heilwirkung hat...

    FG

    Oehrling

    Hallo zusammen,

    der Wohlriechende Gürtelfuß ist überhaupt nicht wohlriechend. Keinen blassen, wie der zu seinem deutschen Namen kam. Vielleicht ist er als Exsikkat wohlriechend, das habe ich noch nicht ausprobiert.

    FG

    Oehrling

    Genau: jeder hat es mit der Bestimmung seiner angefragten Pilze sprichwörtlich in der Hand, wie genau diese ausfällt. Oft ist es auch so, dass dadurch der Autofocus der Kamera falsch arbeitet und die Fotos unschärfer und qualitätsmäßig schlechter sind als sie sein müssten. Dabei kann es doch eigentlich nicht so schwer sein, den Pilz vor dem Knipsen irgendwo abzulegen.

    FG

    Oehrling

    ich würde die Pilze für Pfifferlinge halten und was sagt die App ??

    Ich weiß zwar nicht, wer die beiden Bilder gemacht hat, aber die sind so mies, da kann einfach nichts Besseres herauskommen, auch nicht durch einen Menschen. Garbage in, garbage out.

    Außerdem dürften das eher Falsche Pfifferlinge als Pfifferlinge sein.

    FG

    Oehrling

    Hallo Claudia,

    es gab auch heute keinerlei Komplikationen mit Oudemansiella mucida. Daher bleibt es bei meiner Wertung: 5 von 10 für den Geschmack; das Putzen und Herrichten war sehr leicht, eine Verwechslung mit unbekömmlichen oder giftigen Arten ist wohl kaum möglich.

    FG

    Oehrling

    Hallo Kai,

    die Gefahr, Abzockern oder Nicht- bzw. Schlechtwissern aufzusitzen, ist dann gering, wenn es sich bei den Veranstaltern um ortsgebundene Vereine handelt. Bei uns gibt es in vielen Städten Vereine, die sich "Verein der Pilzfreunde... e. V." oder ähnlich nennen. Solche Vereine haben in der Regel keine kommerziellen Absichten, und die von ihnen beauftragten Exkursionsleiter sind meistens gut ausgebildete Leute mit PSV-Lizenz. Z. B. bei uns, den Pilzfreunden Öhringen e.V. ist bei den Exkursionen mindestens ein DGfM-geprüfter PSV dabei, man zahlt 7 Euro für einen halben Tag und bekommt dafür Fahrt ins Pilzgebiet per Fahrgemeinschaft, 2 Stunden Sammeln, 1 Stunde Fundbesprechung und Fundkorbkontrolle. So oder so ähnlich sollte das Preis-Leistungsverhältnis sein.

    Für dich bleibt jetzt erstmal nur, kein weiteres Angebot des von dir angegebenen Veranstalters zu nutzen und dich stattdessen nach seriösen Anbietern in Südhessen umzuschauen, es gibt z. B. einen Pilzverein Sulzbach/Taunus, und einen im Odenwald (genaue Namen habe ich gerade nicht parat).

    FG

    Oehrling

    Ich schaue gerade mal in meine Tabelle mit den Chemoreaktionen für T. sulfurescens, Momentchen...

    ... Guajakreaktion für ein Tricholoma relativ stark, Umfärbung (getestet am Stielapex) nach 10 bis 15 Sekunden (zum Vergleich: T. lascivum keine Umfärbung innerhalb der ersten drei Minuten)

    Zum Geruch hatte ich notiert: leichter Anklang an T. lascivum, aber wesentlich schwächer

    FG

    Oehrling

    Hallo zusammen,

    heute kam bei mir mal der Buchen-Schleimrübling (Oudemansiella mucida) in die Pfanne, nachdem ich an einem Buchenstamm stattliche Exemplare von ca. 12 cm Hutdurchmesser finden konnte (aber sonst im Wald nichts Essbares ;) ).

    Vorbereitung: unkompliziert; Stiel abgeschnitten, den Hut unter fließendem Wasser abgewaschen und mit Küchenpapier den Schleim abgewischt, anschließend beiderseits mehliert (durch die schleimig-schmierige Hutoberfläche haftet das Mehl sehr gut)

    Zubereitung: Öl stark erhitzt, die mehlierten Hüte in die Pfanne gelegt und nach Parasolart beiderseits je 5 Min. gebraten, danach erst gesalzen

    Ergebnis: nicht ganz so gut wie der Parasol oder der Grubige Wurzelrübling, insbesondere weniger aromastark, aber durchaus genießbar, sollte mit Pfeffer- oder Knoblauchpulver etwas aufgepimpt oder zu Joghurtsauce serviert werden

    abschließendes Fazit: noch nicht möglich, da ich jetzt vier Hüte intus habe, vor dem Gerät sitze und hoffe, dass es keine Komplikationen gibt. Falls die nicht noch kommen, würde ich sagen: kann man durchaus essen, wenn man so wie derzeit nichts Besseres findet (5 von 10).

    FG

    Oehrling

    Hallo Frank,

    das starke Gilben am Stiel könnte ein Indiz für Tricholoma sulfurescens sein, allerdings kenne ich den Pilz nur aus dem Kalkbuchenwald (Cortinarien- und Korallen-Laubwald im südlichen Thüringen), außerdem riecht T. sulfurescens weit weniger stark als seine stinkenden Kumpels. Es bleibt also Restunsicherheit. Gab es denn noch drumherum stehende Exemplare, und wie sahen die aus?

    FG

    Oehrling

    Nein, warum? Tricholoma inocybeoides, den auch ich hier zu sehen glaube, gehört doch zu den Erdritterlingen. Er ist halt wenig bekannt und nur in wenigen Pilzbüchern beschrieben. Aber der Fundort unter Birke passt sehr gut.

    FG

    Oehrling

    Hallo Kupfergraben,

    es gibt unterschiedliche Parasolarten mit unterschiedlicher Durchschnittsgröße. Was dieses Jahr auch sehr oft vorkommt: aufgrund der großen Trockenheit kümmerliche Exemplare des Parasols mit lediglich 8 bis 10 cm. Hutdurchmesser. Bei dieser Größe wird es dann gefährlich, denn giftige Doppelgänger können auch diese Größe haben. Bei Pilzen, die 20 cm + x Hutdurchmesser und 25 cm Stiellänge haben, sind Verwechslungen dagegen so gut wie ausgeschlossen. Jedenfalls immer auf die Kombination nichtrötendes Fleisch, Stielnatterung und verschiebbarer Ring achten! Genauso wichtig: auf die Frische achten! Die Lamellen sollten reinweiß sein und nicht etwa weißlichgrau oder bräunlich.

    FG

    Oehrling

    Hallo sigisagi,

    das Hauptunterscheidungsmerkmal bei Schwefelköpfen ist der Geschmack :evil: : ganz mild mit starkem pilzigem Aroma: Rauchblättriger; herb-bitterlich: Ziegelroter; zum sofortigem Ausspucken scheußlich bitter: Grünblättriger

    Hast du erkennt, dass es ein Schwefelkopf ist (Lamellen müssen grünlichgrau oder violettgrau sein, auf keinen Fall braun, gelb oder weiß!!), darfst du eine Geschmacksprobe (etwas kauen, danach restlos ausspucken!) machen.

    Dein letzter Fund ist höchstwahrscheinlich Cortinarius varius (Semmelgelber Schleimkopf) - wie immer ohne Essfreigabe.

    FG

    Oehrling

    Na dann Gratulation allen pilzsuchenden Hessen, bei uns in Nordwürttemberg (Hohenloher Ebene) ist immer noch wenig los. Es hat aber in den letzten Tagen gut geregnet, und bei der heutigen Waldrunde haben ich festgestellt, dass es zwar immer noch kaum essbare Pilze gibt, dass aber zumindest der Waldboden gut feucht ist. Vielleicht kommt dann nächste Woche endlich doch noch was.

    FG

    Oehrling