So wie den normalen Fliegenpilz: den Pilz längs durchschneiden. Unter der Huthaut ist eine leuchtend gelbe Linie zu sehen, das haben auch schon die ganz jungen.
Die Velumflöckchen auf Hut und Stielknolle sind wesentlich gelblicher als beim normalen Fliegenpilz und nicht ganz so spitzschuppig.
Beiträge von Oehrling
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Echt jetzt? Es gibt doch ein paar rötende Risspilze. Aber o. K., danke für den Hinweis!
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Zuerst die gefühlt einzigen Pilze vom Blutsee. Immerhin habe ich ermitteln können, weshalb es trotz guter Witterungsbedingungen kaum Pilze gibt: Bild 1 zeigt die Braune Wegschnecke in Aktion an Baby-Exemplaren des Spindeligen Rüblings, Bild 2 das traurige Resultat ihres Wirkens: das war mal ein stolzer Sommersteinpilz.[hr]
An der Frankenwarte war schon etwas mehr los, es gab einige Risspilze, dazu noch Stinkmorcheleier und einen Netzstieligen HR, der hier ja schon oft gezeigt wurde.
Bild 3: Kegeliger Risspilz (Inocybe rimosa), mit leichtem Spermageruch - übrigens ein sehr giftiger Pilz!!
Bild 4: Inocybe rimosa var. neglecta, ohne Gelbtöne (das Bild ist gelbstichig), dafür mit leichten Rosabrauntönen, geruchlos. Mikroskopisch genau das Gleiche wie die Vorigen
Bild 5: Inocybe godeyi (deutschen Namen kenne ich nicht), mit an diesem Einzelexemplar nicht gut erkennbarer Stielknolle, aber unterm Mikro mit mandelförmigen Sporen und metuloiden Pleurozystiden (welche der Ziegelrote Risspilz nicht hat)[hr]
Und dann noch der Würzburger Waldfriedhof:
leider sehr wenig, und wenn schon, dann nur abgefressenes Zeug.
Bild 6: das dürfte Boletus legaliae (Falscher Satansröhrling?) sein
Bild 7: sieht nach Boletus impolitus (Fahler Röhrling) aus, das war noch das am besten erhaltene Stück -
Ääääähhhh, und wo genau ist das?

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Könnte es sich dabei nicht auch um Anhängsel-Röhrlinge (Boletus appendiculatus) handeln?Theoretisch ja, dann müsste der obere Stielteil gelb genetzt sein. Das Foto ist halt nicht so der Bringer, wie ja schon oben geschrieben wurde.
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Lara
Im Schwarzwald wirst du gute Chancen haben, ihn zu finden.
Viel Erfolg! -
ist dies ein Egerling, evtl. ein großer Wald-Egerling?Geruch: meine Lieblingsdisziplin
ok, aber nicht so nach champignon wie ich es bisher kenne, Oberseite des Hutes riecht angenehmer als Lamellen. Nicht unbedingt unangenehm, aber auch nicht so pilzig.....ach ich weiß nicht. Jedenfalls nicht richtig Champignonmäßig.Hallo Xebolon,
der Große Wald-Egerling (Agaricus langei) ist ein Röter, dies hier ist aber klar erkennbar ein Gilber. Also kann es nicht der Große Wald-Egerling sein. Dass es bei der Geruchserfassung schwierig wurde, kann am Fundstück liegen, das schon etwas ältlich daherkommt und dessen normalerweise feiner Marzipangeruch schon von unfeinerem Geruch aus den Lamellen übertönt wird. -
Ich sage zu der Helvella ephippium, muss aber zugeben, dass ich kein guter Lorchelkenner bin.
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Beorn
Wenn du zur Sommerszeit (Juli, August) bei günstigem Pilzwetter in den Thüringer Wald, den Harz, das Erzgebirge, das Fichtelgebirge oder den nördlichen Bayerischen Wald fährst, wirst du ihm sicher begegnen. Er wächst im sauren Bergnadelwald, an den Stellen, an denen bei uns die roten Fliegenpilze stehen. -
Hier sind ein paar der Schwarzblauenden Röhrlinge: gleiche Stelle wie heute, aber viel schönere Exemplare aus dem letzten Jahr.
Mehr kann ich leider nicht bieten. Ich sehe keinen Sinn darin, Bilder von zerfressenen Pilzruinen zu posten. Kommende Woche gibt's mehr Fotos, da bin ich sicher. Z. B. will ich morgen mal in der Würzburger Gegend vorbeischauen. -
Hallo an alle,
auf unserer heutigen Pilzvereins-Exkursion im westlichen Hohenlohekreis gab es endlich ein paar wenige Sommersteinpilze und Pfifferlinge. Die Ersteren waren allerdings ziemlich von Schnecken und Maden zerfressen und teilweise noch sehr klein. Man musste immer dort, wo sich vier bis fünf Rote Wegschnecken tummelten, das Laub ein wenig zur Seite schieben und wurde fündig. An einer anderen Stelle, kaum fünf Kilometer entfernt, waren die Sommersteinpilze leider schon überständig.Weitere gefundene Arten:
Stinkmorchel-Eier (siehe Bild unten; kühlen sehr gut die vom Suchen überanstrengten Augen, ähnlich wie Gurkenscheiben)
Tintenfischpilz-Eier
Ziegenlippe
Fleischroter Speisetäubling
Frauentäubling
Schwarzblauender Röhrling
(alles zerfressen und kaum zeigenswert)Insgesamt junges, frisch herauskommendes Zeugs, das viel Hoffnung für die kommende Woche macht.
Allzeit gute Funde, und immer den Durchblick behalten!
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Nr. 3.1 halte ich schon für einen Narzissengelben Wulstling. Der Stielring bei dieser Art ist ziemlich flüchtig und kann mal bei etwas ruppigem Aufnehmen zerreißen oder abreißen. Ein Scheidenstreifling, der auf dem Hut so dermaßen gelb ist, welcher sollte das denn sein?
Wenn Nr. 3.2 wirklich ein Perlpilz sein sollte, dann doch einer mit gerieftem Hutrand. Auf dem ersten Bild zu 3.2 ist halbrechts am Hutrand eine Riefung zu sehen, und das ist sicher kein Flockenbesatz.
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Nein, ich glaube, Mature schmeißt ungekennzeichnete Zitate und seine eigenen Anmerkungen durcheinander, dadurch wird das ganze unverständlich.
Was ein bisschen bizarr ist, dass auf einen über 5 Jahre alten Beitrag mit "Hallo Norbert" geantwortet wird. Aber warum nicht, vielleicht lebt er ja noch.

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Bei welchem Perlpilzbild siehst du eine Hutrandriefung?Ich hatte gedacht, bei Perlpilzbild 3. Aber das ist, wenn ich genauer hinsehe, wohl eher Flockenbesatz. Also gut, kein geriefter Perlpilzhut.
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Da kann ich auch nur zu gratulieren!
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Vielleicht bei der Lamellenfarbe: da wird angeboten: "bräunlich" bzw. "grau/schwarz". Beim Ziegelroten Risspilz ist m. E. die Lamellenfarbe graubräunlich, also was tun? Ich habe "grau/schwarz" eingegeben, wahrscheinlich ist "bräunlich" hinterlegt. Da könnte der Hase im Pfeffer liegen.
Aber noch eine ganz andere Sache. Die diesem Programm zugrundeliegende Pilzbestimmungs-Philosophie ist m. E. ein wenig zweifelhaft, nämlich dass man gewissermaßen "in einem Zug" vom gefundenen Exemplar auf die Art kommt. Jeder erfahrene Pilzbestimmer wird bestätigen, dass man bei einem Fund (sofern er nicht eine der ca. 50 ultraleicht und unmittelbar bestimmbaren Arten wie Steinpilz, Pfifferling, Parasol, Krause Glucke usw. darstellt) immer zunächst mal auf die Gattung kommen muss, danach bei zahlenmäßig großen Gattungen auf die Untergattung/Sektion, und sich erst dann innerhalb der richtigen Sektion zur Art hangelt. Es dürfte eigentlich nicht passieren, dass nach Eingabe aller Bestimmungsmerkmale das Programm Pilze aus mehreren Gattungen auswirft.
Daher würde ich als Verbesserungsvorschlag anbringen, dass das Programm mehrstufig angelegt wird. In Schritt 1 sollte man auf die Gattung kommen, in Schritt 2 dann innerhalb der Gattung auf die Untergattung, in Schritt 3 dann innerhalb der Untergattung auf die Art, d. h. man müsste diverse Verzweigungen einführen, um von der Eindimensionalität wegzukommen.
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Jetzt muss es aber doch mal klappen.
Also gut, 3. Versuch:
Ziegelroter Risspilz, stämmiges, voll entwickeltes Exemplar mit einem eher kurzen Stiel, Hut (8 cm) und Stiel (5 cm) bereits schön ziegelrot angelaufen, absolut typisch aussehend mit dem radialrissigen Hut, gewachsen auf einem Friedhofsrasen unter einer Solitärbuche (ist das jetzt Waldboden oder Freiland? nun gut, Freiland!)Ergebnis: wie immer nichts.
Hmmm, die Zweifel werden größer. Kann ein Anfänger mit diesem Tool überhaupt schlimme Giftpilze bestimmen? Irgendwie scheinen die der Software zugrundeliegenden Merkmale nicht auf Pilze zu passen, die in der Wirklichkeit vorkommen.Damit wir uns richtig verstehen, Menedemos: deine Idee finde ich klasse, Pilzbestimmung auf diese Art revolutionieren zu wollen. Nur: warum wohl ist dann so etwas nicht schon längst erfunden worden?
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2. Härtetest:
Ein junger Fliegenpilz, bei dem die Hutoberfläche noch geschlossen mit Schuppen bedeckt ist, und der in diesem Stadium von einem unaufmerksamen Sammler mit einem Flaschenbovist verwechselt werden könnte; in diesem Stadium bricht das Fleisch des Fliegenpilzes auch gerne mal wie ein Apfel, und die Hutoberfläche ist auch eher gelb als rot. Gewachsen ist der Fliegenpilz auf einer Waldwiese, ca. 1 m vom Waldrand entfernt, so wie es Fliegenpilze öfters mal tun.Wieder alle sichtbaren Merkmale eingegeben (Wuchsort: Freiland), wieder kein Ergebnis. Mein Verdacht wird größer, dass dieses Programm nur typisch aussehende Pilze bestimmen kann. Jetzt aber das Problem: wie erkennt der unbedarfte Sammler, ob das Exemplar, das er vor sich hat, typisch aussieht oder nicht? Wüsste er es, kennt er den Pilz so gut, dass er ihn auch ohne das Programm bestimmen kann. Weiß er es nicht, bekommt er über das Programm keine Bestimmungsresultate.
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Ein erster Härtetest:
ein voll ausgewachsener Grüner Knollenblätterpilz, Hut in der Mitte olivgrün, am Rand ausgeblasst, Hutdurchmesser 12 cm, hochgeschlagener Hutrand, olivbräunliche Stielnatterung.Alle Merkmale des Knolli eingegeben, kein Ergebnis. Wahrscheinlich kommt das Programm nicht damit zurecht, dass ich bei Hutform "Hutmitte vertieft" eingegeben habe, vielleicht passt ihr auch nicht das Merkmal "Hutmitte dunkler", oder "Hutoberfläche radial strukturiert", oder etwas anderes.
Ich werde den Test demnächst mit einigen anderen Giftpilzen wiederholen. Dennoch fürchte ich jetzt schon, dass man mit dem Programm nur solche Pilze wird bestimmen können, die absolut typisch (sozusagen lehrbuchmäßig) aussehen.
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So weit ich sehe, stimmt alles. Das ist ein großes Lob wert! Hier sieht man erfreulicherweise einen Grauen Wulstling mit gerieftem Hutrand und geriefter Manschette, auch bei einem der Perlpilze sieht man feine Hutrandriefen. Dies bestätigt meine Aussage, dass man Hutrandriefung als Bestimmungsmerkmal knicken kann.
Die ärgerliche Tatsache, dass Täublinge nicht aussporen, erlebe ich auch immer wieder mal. In solchen Fällen wird die Bestimmung sauschwierig. -
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Ich tendiere zum Gebänderten Hainbuchen-Milchling (Lactarius circellatus). Oder kann das Scharfen Hasel-Milchling (Lactarius pyrogalus) sein?Die wären aber beide richtig scharf im Geschmack, nicht bitter. Das Gesamtporträt hört sich eher nach Lactarius quietus an, welcher freilich bei Eiche wächst.
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Gibt es Verwechslungsmöglichkeiten?
Es ist mir klar, dass es keine Verzehrfreigabe geben kann.Ja, es gibt mehr oder weniger Verwechslungsmöglichkeiten, je nachdem ob man Merkmale mehr oder weniger gut zu beachten in der Lage ist. Auf Wiesen/Rasen wachsen z. B. kleine weiße Trichterlinge oder Schirmlinge, die aber alle helle Lamellen und helles Sporenpulver haben.
Ob du die jetzt isst, ist allein deine Entscheidung. Man weiß ja auch nicht, ob zwischen den Candolls noch andere Pilzarten stehen. Mein Tipp wäre, mit so etwas zu einem Pilzberater zu gehen und sich die Pilze freigeben zu lassen. -
Ouuuuh, da wäre ich mir nicht sicher. Wenn mein Monitor farbecht eingestellt ist, sehe ich da schon ziemlich viel Blau an einigen der Stielbasen. Freilich kann das Blau auch aus dem Fotoshop stammen.
