Und ich habe wieder was dazugelernt: nämlich das mit der bräunenden Stielbasis bei R. integra. Danke für deinen Hinweis, Stefan!
Beiträge von Oehrling
-
-
O. K., im Bon steht "im Alter ockerbraun oder leicht grauend", B+K habe ich nicht.
Der Michael/Hennig/Kreisel nennt die Stielfarbe dagegen "meist reinweiß, selten mit rosa Stellen". Im Sarnari und im Einhellinger steht ebenfalls nichts von Bräunen. Die Autoren scheinen sich da nicht ganz einig zu sein.Könntest du vielleicht ein Foto einer von dir gefundenen bräunenden R. integra einstellen, damit ich mir ein Bild machen kann?
-
Halbverfaultes Zeug? Auf dem aktuellen Foto sind vorwiegend junge, knackige Pilze in bester Sammelqualität zu sehen. Das mit den alten Flatschern ist doch schon teilweise Jahre her, da hat sich sicher ein gewisser Lerneffekt eingestellt.
-
Meine Pilzbücher geben das mit der bräunenden Stielbasis bei Russula integra nicht her. Wo steht das geschrieben?
-
Alles anzeigen
Latein hab ich nicht gelernt, aber gerade beim Gassi gehen einen Schwammerl gefunden, dessen Name überhaupt nicht passt--Lactarius picinus -- / Pechschwarzer Milchling
der einzige annähernde "Sparringspartner" vom Mohrenkopfmilchling,
noch dazu an selben Standorten.OK, ich weiss nicht wie pechschwarz aussieht, aber der Pilz ist dunkelbraun, somit viel heller als der schwarzbraune Mohrenkopf
Es gibt nicht nur einen "Sparringspartner", wie du ihn nennst (vielleicht in deiner Literatur?), sondern noch ein paar mehr: Lactarius fuliginosus, Lactarius romagnesii, Lactarius pterosporus...
Wenn der Pilz wirklich nur dunkelbraun und nicht schwarz und damit deutlich heller war als ein Mohrenkopf, war es vermutlich Lactarius romagnesii und nicht Lactarius picinus.
-
Sorry, das Ornament sieht man nicht gut, da das Foto unscharf ist. Es kommt darauf an, ob die schwarzen Auswüchse (Warzen, Stacheln) voneinander isoliert sind (R. integra), oder es viele Verbindungslinien zwischen den einzelnen Auswüchsen gibt (R. paludosa). Aufgrund der Grobheit des Ornamentes neige ich allerdings zu R. integra.
-
Es gibt in Anfragen Fotos, die so gut gemacht sind, dass man gar keine Beschreibung in Worten braucht, um dem abgebildeten Pilz einen Namen geben zu können. Das ist der Idealfall.
Problematisch wird es, wenn der Anfrager
- offenkundig nicht wirklich an Pilzen interessiert ist, auf einer Wanderung aber dann doch mal einen sieht, und ihn einfach so mit einem Handy von oben knipst - erhält er dann über das Forum einen Namen zu dem Pilz, kann man sicher sein, dass der zwei Wochen später längst wieder vergessen ist
- zu Hause schon mit sabberndem Mund vor selbstgefundenen Pilzen hockt, aber auf Deutsch gesagt nicht den Arsch in der Hose hat, sie auf eigene Verantwortung zu essen
- nicht nur von Pilzen keine Ahnung hat, sondern auch nicht vom Fotografieren, d. h. nicht in der Lage bzw. willens ist, ein scharfgestelltes, richtig belichtetes Foto zu knipsen
- sich mit der Kenntnis möglichst vieler Pilzarten brüsten will (Typ "Artenjäger"), sich die dazu notwendige eigene mühsame Bestimmungsarbeit aber nicht antun möchte, und deshalb im Wald jedes noch so unbedeutende kleine braune, graue oder weiße Pilzchen fotografiert und dann erwartet, dass er im Forum umgehend den Namen auf dem Silbertablett serviert bekommt - nicht ahnend, dass bei seinem nächsten Fund eines ähnlich aussehenden Pilzes die Fehlbestimmung fast zwangsläufig erfolgen wirdDie Frage ist, ob in diesen Fällen sich die Anfrager überhaupt die Mühe machen würden, eine wie auch immer aussehende Fundbeschreibung abzuliefern.
Trotz allem sollte jedem überlassen bleiben, wie er seine Anfrage stellt. Man ist ja wie gesagt nicht verpflichtet, darauf zu reagieren. Und man kann immer sagen: aufgrund der vorliegenden Angaben ist keine Benennung möglich. Wird dann noch zusätzlich ein Hinweis darauf gegeben, aus welchen Gründen die Anfrage unzureichend war (z. B. schlecht gemachtes Foto, nur Hutoberfläche gezeigt...), sollte das selbstverständlich nicht als arrogantes Verhalten ausgelegt werden.
-
Du meintest sicher Agaricus.
-
Ich weiß auch nicht, was in dem Wikipedia-Artikel unter Anischampignon verstanden wird bzw. was du unter Anischampignon verstehst. Schließlich gibt es bestimmt 20 Arten, die man allesamt als Anischampignon bezeichnen könnte, da sie irgendwie anis-/marzipan-/bittermandelartig riechen und Champignons sind. Einige dieser Arten wachsen sicherlich nicht im Wald, aber z. B. Agaricus silvicola/essettei wächst grundsätzlich im Wald.
Wie schon geschrieben wurde, man darf Wikipedia nicht mit einer echten Enzyklopädie verwechseln, da können auch irgendwelche Amateure Quatsch verzapfen.
-
Hi !Gibt es noch andere Möglichkeiten ausser dem rehbraunen Dachpilz ?
Ciao
MarkusKlar, es gibt bestimmt 25 bis 30 Dachpilzarten in Deutschland. Der Rehbraune ist allerdings der häufigste, und er kann total unterschiedlich aussehen. Wenn man beweisen will, dass ein Dachpilz, der einen braunen Hut und einen weißgrauen Stiel hat, nicht der Rehbraune Dachpilz ist, geht das im allgemeinen nur mikroskopisch.
-
[quote='Xebolon','https://www.newboard.pilzforum.eu/board/index.php?thread/&postID=179524#post179524']
> An die Kiefer kann ich nicht wirklich glauben oder sie ist sooooo klein.Sie darf auch ruhig etwas weiter weg stehen. Bei großen Kiefern sind 15 bis 20 Meter kein Problem, selbst kleinere können 10 Meter entfernt stehen. Aber eine Suillus-Art, die mit Laubbäumen Mykorrhiza bildet, gibt es laut Literatur definitiv nicht.
> Der Boden müsste am Fundort übrigens kalkhaltig sein.
Auch in eigentlich sauren Wäldern kann man Suillus collinitus am Wegrand finden. Warum? Nun, wenn der Weg aus Kalkschotter besteht, reicht das voll aus. Letzte Woche habe ich S. c. genau so gefunden: am Rande eines geschotterten Weges durch einen stocksauren Fichtenwald mit reichlich Moos und Heidelbeeren.
> Der Genuss des Butterpilzes ist ja nicht mehr empfohlen aufgrund von starken allergischen Reaktionen!?
Hier handelt es sich nicht um den verpönten Butterpilz (Suillus luteus), sondern um den Ringlosen Butterpilz (Suillus collinitus). Dass man bei Schmierröhrlingen vor der Verwertung die schleimige Huthaut abzieht, ist meiner Meinung nach ohnehin Pflicht.
Freundliche Grüße
Oehrling -
Meiner Meinung nach kommen zwei in Frage:
Agaricus sylvaticus (Kleiner Waldchampignon)
Agaricus langei (Großer Waldchampignon)Beide kommen in vielen Pilzbüchern vor, jetzt liegt es an dir, sie richtig zu bestimmen.
-
Alles anzeigen
Junge Fichtensteinpilze und MohrenkopfmilchlingeVom Vortag war noch Knoblauch-Pepperoni-Chiabatta vorhanden:
ALSO:
Brot in Scheiben schneiden und toasteno.g. Pilze fein hacken ( 2-3 mm )
Marinade herstellen:
Knoblauchzehe gepresst , gutes Olivenöl , Balsamico, Zitronensaft, Pfeffer und Salz, falls vorhanden: 3 Tropfen Trüffelöl, gut verrühren
Mit den gehackten,rohen, ( ich weiss: man soll das nicht machen aber wer kann so einer Versuchung wiederstehen ??)
Pilzen verrühren und etwa 10 min ziehen lassen.Äh, bist du sicher, dass man zusammen mit einem solchen Würz- und Aroma-Feuerwerk noch etwas von den rohen Pilzchen geschmeckt hat? Ich hätte gedacht, dass auf rohe Steinis und Mohrenköpfe höchstens etwas Salz, Zitrone und ein wenig geschmacksneutrales Öl gehört (ich esse sie immer pur, d. h. ich beiße gleich im Wald rein), aber nichts sonst, insbesondere nicht der kleinste Hauch Trüffelöl oder Knoblauch, da sonst der zarte Pilzgeschmack völlig erschlagen wird.
-
Wieso, das kann doch stimmen mit dem einen Korb. Hatte er halt noch eine Wäschewanne dabei. Haben ja viele, die in den Schwarzwald zum Pilzesammeln gehen.
-
In Frage kommt auch der Braune Ledertäubling (Russula integra), der manchmal gar nicht braun, sondern schön dunkelrot ist. Schade, dass man nicht das Sporenornament erkennen kann. Hast du Melzers Reagenz (oder zur Not Lugolsche Lösung)? Damit lässt sich das Ornament gut sichtbar machen. Man gibt einfach Sporenpulver in Melzers und schaut es sich mit dem 100er Objektiv (Ölimmersion) an.
-
ich würde wie gesagt hier auf Champignons tippen, aber mein Geruchssinn täuscht mich immer. Anlecken wollte ich vor der kleinen nicht, da die das sonst nachmachen könnte...Nicht nur deine Kleine sollte das lassen, auch du selber. Um Champignons von Amaniten zu unterscheiden, ist die Geschmacksprobe eine völlig ungeeignete Vorgehensweise und obendrein gefährlich. Die hochgiftigen Amaniten, mit denen man Champignons verwechseln könnte, schmecken ebenfalls mild und angenehm. Und schon kleine heruntergeschluckte Stückchen eines Knolli können Organschäden verursachen.
Geschmacksprobe ist meines Erachtens o. K. bei:
- Galli vs. Steini
- Speitäubling vs. Apfeltäubling, Heimtückischer Täubling vs. Brauner Ledertäubling vs. Fleischroter Speisetäubling (bzw. andere Täublinge)
- bitterer vs. milder Semmelstoppelpilz
- Semmelporling vs. Schafporling
- Fichtenreizker vs. Kiefernreizker, Pechschwarzer Milchling vs. Mohrenkopfmilchling (bzw. andere Milchlinge)... aber sonst bei ziemlich nix!
-
Hinter Pseudotsuga menziesii verbirgt sich die Douglastanne bzw. Douglasie.
-
Großes Kompliment, da wart ihr wohl an zwei wirklich guten Stellen! Auf den Pappel-Raufuß warte ich auch noch.
-
Hast du denn überhaupt noch Wunschfunde offen?Na klar, z. B. den Ölbaumtrichterling. Oder vielleicht die Frühjahrslorchel? Und selbstverständlich den Kaiserling, die Schleiereule, den Blauen Tannenrindenpilz, die Blaunuss, den Gelben Korkstacheling, den...
Wohnen tue ich in Baden-Württemberg, in Öhringen. Aber ich fahre gern ein paar Kilometer, wenn es was tolles zu sehen gibt.
-
Das ist jedenfalls kein Parasol und auch kein Safranschirmling.
-
Seid ihr sicher, dass eure Glucke auch wirklich eine ist, und nicht etwa eine Koralle (Ramaria)? Unter den Ramarias gibt es einige unbekömmliche, um nicht zu sagen schwach giftige, z. B. Ramaria pallida, die sogenannte Bauchweh-Koralle.
Der Ball sieht aus wie so ein billiger Kinderspielball aus Kunststoff.
-
Boletus rubrosanguineus
Aber mit Sicherheit kann ich's nicht sagen, da ich keine der drei Arten jemals gefunden habe.Überleg dir's nochmal mit der kommenden Woche. Da, wo ich hinfahren will, kommt er vor.[hr]
in den letzten 30 Jahren hab ich genau 2 gefunden, die waren überständig.Kommst du nicht aus Oberfranken? Im Veldensteiner Forst bei Pegnitz oder einem anderen Nadelwald der Fränkischen Schweiz ist er total häufig. Der Boden sollte halt ein bisschen kalkhaltig sein.
-
Da der Pilz offenbar im Gebirgsnadelwald auf 1000 m NN gewachsen ist, tippe ich auf Boletus rubrosanguineus. Die anderen ins Spiel gebrachten Arten sind wärme- und kalkliebende Laubwaldpilze.
-
Hallo Tim,
du erkennst einen Steinpilz ziemlich leicht an der braunen Hutfarbe, der weißlichen Röhrenschicht und dem hellgraubraunen, dicken, absolut trockenen Stiel, der eine unregelmäßig rillige oder netzige Oberfläche hat. Das Fleisch ist weiß und wird nie blau. Sammle am besten junge mittelgroße Exemplare, die sehen am typischsten aus, und schneide sie längs durch, um zu kontrollieren, ob Maden drin sind. Befreie die Pilze schon im Wald vom anhaftenden Dreck, dann hast du später viel weniger Putzaufwand.
Steinpilze und Pfifferlinge wachsen jetzt viel, sofern der Wald feucht ist. Von anderen Pilzen lass besser erst mal die Finger. -
Kommst halt mit, wenn ich dich einlade. Kannst auch gern mal bei mir übernachten. Der alte Oehrling weiß schon, wo die Sachen stehen.
