ich würde mich hier fragen, was die Prüfer mit der Frage bezwecken wollen und welche Antworten sie im Sinn hatte.
Genau das. Ich glaube nicht, dass die Prüfer hier nur wissen wollten, wie der Speisewert des Grünlings einzuschätzen ist, sondern wie der künftige Pilz-"Berater" das dem Laien überzeugend verkauft. Der Hintergrund aus der alltäglichen Beratungspraxis ist nämlich der, dass der Grünling von so gut wie allen Pilzsammlern ohne jegliche akute Symptomatik verzehrt wird, seit alters her verbreitet für Speisezwecke gesammelt wird und im 20. Jahrhundert sogar offiziell auf Märkten verkauft wurde, was den neueren Forschungsergebnissen zum Grünling (Giftpilz mit Totenkopf-Symbol!) scheinbar eklatant widerspricht. Weshalb Pilzsammler, die sich beraten lassen, nur schwer davon zu überzeugen sind, auf den Grünling (geschmacklich sehr lecker!) zu verzichten.
Meine 3 Taktiken in der Beratung wären:
1.) schlechtes Gewissen erzeugen: Sie wissen ja schon, dass der Grünling, den sie da kiloweise im Korb haben, unter Naturschutz steht?
2.) Angst machen: Sie wissen ja schon, dass in Frankreich und Polen schon Leute am Grünling gestorben sind, der ihnen wohl auch sehr gut geschmeckt hatte?
3.) auf bevorstehende große Mühen hinweisen: was, die wollen sie alle alle putzen? Na dann nehmen Sie sich mal ein paar Stunden Zeit, so sandig wie die sind...
FG
Oehrling