Beiträge von JanMen

    Hallo!


    Ich würde den Vorschlag machen, dass hier mal explizit die Optionen genannt und deren Merkmale verglichen werden. Über Tendenzen oder Tipps zu sprechen bringt nur dann etwas, wenn man argumentiert. Die scharfe Trennlinie sagt mir z. B. gar nichts als Merkmal für eine der beiden möglichen Arten (Polyporus badius vs. Polyporus melanopus). Im Übrigen sind das für mich Bilderbuch-Badiusse, aber ich lasse mich gerne vom Zweifel überzeugen. :)


    LG, Jan-Arne

    Hallo Grüni,


    da gibt es eigentlich nicht viel zu ergänzen. Das sind die drei besten Grundlagen-Werke mit den gängigsten Arten. :) Dann gibt es noch "Grundkurs Pilzbestimmung" von Rita Lüder, in dem nicht nur Arten vorgestellt, sondern auch allgemeinere Sachen zur Pilzbestimmung anschaulich erklärt werden.


    LG, Jan-Arne

    Hallo SpecialGuest,


    der leichte Rosahauch der Lamellen und die Optik an sich sowie der Wuchs auf Holzhäckseln sprechen für den Rehbraunen Dachpilz. Überprüfen kannst du den Tipp, wenn du schaust, ob die Lamellen frei angewachsen sind, d. h. ein Graben zwischen dem Ende der Lamellen und dem Stiel ist und es keinerlei Berührung gibt. Auch wäre der erdige, leicht rettichartige Geruch ein gutes Zeichen. Obwohl nicht giftig, eignet sich der Rehbraune Dachpilz nicht als Speisepilz. Essensfreigaben bekommst du hier ja ohnehin nicht, also wären auch Zubereitungstipps zu vom Forum benannten Arten unangemessen. Ich hoffe, das kannst du verstehen. Hier ist's ja ohnehin egal. ;)


    LG, Jan-Arne

    Hallo zusammen,


    nach Teil 1 geht's nun weiter mit Impressionen unseres Eifelurlaubs:


    31)


    Endlich (!) mal ein Schleimpilz im Thread und zwar Enteridium lycoperdon (Stäublings-Schleimpilz). :) Ich dachte bei der Farbe erst, ich hätte vielleicht etwas Besonderes vor mir, aber die Mikro-Merkmale behaupteten Gegenteiliges.



    32)


    Ein Dreierpack (+ Hypoxylon fuscum) gab ein Ast her, wohl Hasel. Neben der Eutypella alnifraga aus Teil 1 gab es noch Rosellinia corticium, die man an dem Basalfilz und den großen Sporen mit langer Keimspalte erkennen kann.



    33)


    Daneben gab es dann an besagtem Totholz-Ast noch Glyphium elatum (Keilförmiger Kernpilz), über den ich mich sehr gefreut hab, hatte doch Ralf mir vor zwei oder drei Jahren diese Art erstmals gezeigt. Die hat sich eingeprägt und es fühlte sich wie ein Wiedersehen an. ;)



    34)


    Auf einer anderen Tour, bei der wir ein Kalkgebiet - einer Karte von Rainer folgend - auf eigene Faust aufsuchen wollten, gab es dann zwar keine Kalkarten, aber dafür die Scheibenlorchel (Discina perlata) an einem Holzstapel sehr ausgeprägt wachsend. Und: Zum ersten Mal konnte ich reife Sporen finden.



    35)


    Die Schuppen-Hundsflechte (Peltigera praetextata) mit ihren kleinen Zähnchen ist den meisten ja durch die außergewöhnliche Optik schon bekannt. Wir konnten sie auf der Tour an einigen Stümpfen finden.



    36)


    Die Verfärbung dieser Pflanze hatte nichts mit einem Pilz zutun. Das für Kalkgebiete typische Wald-Bingelkraut (Mercurialis perennis) setzt beim Trocknen einen Farbstoff frei, der die Pflanze derartig färbt. Im Hintergrund übrigens der Schuppenwurz des letzten Teils. Wir hatten die Stelle noch einmal aufgesucht, weil wir ohnehin in der Gegend waren. Dieses Mal sahen wir scheinbar genauer hin. Der richtige Tipp kam übrigens von Jule, die ich kontaktierte und fragte, was ich da vor mir hab. Danke!



    37)


    Der hier in letzter Zeit oft diskutierte Birnengitterrost (Gymnosporangium sabinae) konnte in der Wacholderheide, die wir wenig später anfuhren, natürlich auch nicht fehlen. Wacholder-Spaltlippen übrigens auch nicht, falls die Turbo-Kartierer unter euch die Art noch nicht kennen sollten.



    38)


    An Nadelholz gab es dann noch einen bisher unbestimmten Kernpilz, für den dieser auffällige Dorn und eine filzige Basis typisch sind. Der Fund war an Nadelholz. Unter dem Mikroskop fand ich nur die gezeigten Sporen, die ich aber eher für Fremdsporen halten würde. Jemand zufällig eine Idee? :)



    _____


    CUT (eigentlich nur einer von vielen, aber der für die "Story" wichtigste)


    39)


    Am letzten Tag vor meiner verfrühten Abreise gab es noch einmal eine gemeinsame Tour mit Rainer, der meine Mutter und mich in ein Totholzgebiet bei Gerolstein führte. Dort konnte ich endlich mal ungehemmt Stöckchendrehen. Beeindruckend war nicht nur die Anzahl der Schleimpilzarten, sondern vor allem die Anzahl der einzelnen Funde. Rund alle 30 cm war eine Ansammlung von Metatrichia vesparium zu finden und das auf bestimmt 15 x 15 Metern Totholzfläche. Natürlich gab es auch die recht häufigen Kelche Hemitrichia calyculata, von der Nachbarart (Hemitrichia clavata) gut mikroskopisch durch das engmaschine Capillitium zu trennen.



    40)

    Hier das zuvor erwähnte Wespennetz (Metatrichia vesparium) - omnipräsent!



    41)


    An dieser Art, die ich aufgrund der Skulpturlosigkeit leider nur bescheiden ablichten konnte, hatte ich länger zu knabbern. Arcyria war klar, aber keine Art passte so richtig. Der Tipp kam dann von Ulla (Danke!): Arcyria minuta. Die Art ist jung rötlich und blasst später zu dieser leichtoliv-mattgelben Farbe aus. Den soll man mal erschlüsseln...



    42)


    Die meiner Erfahrung nach häufigste Trichia-Art durfte natürlich auch nicht fehlen: Trichia varia. Die makroskopisch durchaus variable Art, die hier größtenteils nur leere Becher zurückließ, lässt sich mikroskopisch problemlos durch die 1 bis 2 (statt mehr) Spiralleisten am Capillitium erkennen und gezielt von den anderen möglichen Arten unterscheiden.



    43)


    Ein schöner Nebeneffekt beim Stöckchendrehen. Häufiger mal kommen Vier-, Sechs- oder Achtbeiner zum Vorschein. Hier ein Bergmolch.



    44)


    Viele Monate lang hatte ich die Art immer nur gesehen, konnte sie aber nicht zuordnen. Irgendwann vor rund einem Jahr kam dann der entscheidende Tipp (über Facebook war's, glaube ich). Auch das hier dürfte eine eher blasse Variante von Haplotrichum aureum sein.



    45)


    Noch ein Unbestimmter, sofern es denn überhaupt ein Pilz ist. Diese Waben ohne Deckel (der aber wohl, wie unter der Stereolupe bei einem Fruchtkörper erkennbar, jung vorhanden war) zeigten mikroskopisch keinerlei pilzige Strukturen, auch keine Sporen. Vielleicht hat ja jemand eine Idee: Kernpilz, Produkt von Insekten, alles offen.



    46)


    Bei der gezielten Suche nach Schleimpilzen ist diese Art gar nicht so selten: Polycephalomyces tomentosus. Das sind die kleinen weißen Stiele mit Kugel, die auf verschiedenen Schleimpilzarten wachsen, hier auf Metatrichia floriformis.



    47)


    Ein Gattungsnachbar von der zuvor gezeigten Trichia varia ist Trichia persimilis, die man nicht nur an den mehr als 2 Spiralleisten voneinander abgrenzen kann, sondern auch durch die grobnetzige Struktur auf den Sporen.



    48)


    Metatrichia floriformis gab es wenig später auch ohne Befall.



    49)


    An derselben Stelle war dann noch Arcyria (cf.) denudata zu sehen, bei der sich das Capillitium - wohl aus Protest - neben Stiel und Kelch gesetzt hat.



    50)


    Und ein letzter Schleimer, der hier flächendeckend einen Baumstumpf bewuchs: Trichia botrytis.



    51)



    Man darf bei der Suche natürlich nie den Blick nach links und rechts bzw. auf die Oberseite der Hölzer verlieren. Dieses im Detail wunderschöne Moos war dort zu sehen.



    52)


    Danach fuhren wir dann einige Stellen an, an denen Orchideen zu finden waren / zu finden sein sollten / grundsätzlich zu erwarten sind. Diese Biene bewegte sich nicht und diente damit als dankbares Fotoobjekt. Als ich wenig später nachschaute, ob sie vielleicht gar nicht mehr lebte, flog sie entrüstet davon. ;)



    53)


    In den Kalkbereichen überall zu sehen: Die ganzkörperbehaare Küchenschelle/Kuhschelle (Pulsatilla vulgaris).




    54)


    Und abschließend kein Pilz, sondern eine Orchidee: Orchis mascula - Männliches Knabenkraut. An der Stelle nochmals einen lieben Dank an Rainer fürs Zeigen der Stellen, Begleiten und dieses Mal auch für den Fahrservice. :thumbup:



    Ich hoffe, dass auch die zweite Tour gefallen hat, obwohl Morcheln fehlten und die Pilze wesentlich kleiner und damit auch z. T. unfotografierbarer wurden. ;) Ich übe immer noch mit meiner Kamera und habe das Ziel, irgendwann das Bestmögliche rauszuholen, aber das braucht bekanntlich Erfahrung und Geduld.


    Ich danke erneut fürs Mitgehen und nochmals für die netten Worte zum 1. Teil.


    Liebe Grüße
    Jan-Arne

    Hallo Hukos,


    für mich sieht das sehr nach Goldmistpilzen (Bolbitius vitellinus) aus, die durchaus auch in die gegenwärtige Zeit passen dürften. Ich bin gespannt, wie dein Tipp aussieht. :)


    LG, Jan-Arne

    Hallo Emil,


    auch ich bin beeindruckt. Eine interessante Idee, die sicherlich nicht nur einen durchaus nutzbaren Schlüssel hervorgebracht hat (dass es über die Details Diskussionen geben kann und darf, ist klar), sondern vermutlich auch dir selbst als Möglichkeit diente, dir die Gruppen detaillierter anzueignen. In beiden Fällen: ein Erfolg! :thumbup:


    LG, Jan-Arne

    Hier nun die Bilder des aktuellen Monatswettbewerbs!



    (für die volle Qualität bitte, falls möglich, die einzelnen Bilder anklicken)


    Bild 1



    Bild 2



    Bild 3



    Bild 4



    Bild 5



    Bild 6



    Bild 7



    Bild 8



    Bild 9



    Bild 10



    Bild 11



    Bild 12



    Bild 13




    Die Jury zieht sich bis zum 01. Mai zur Bewertung zurück!

    Hallo Dippold,


    von der Zeit und der Optik her passt das schon gut zu Cortinarius vernus (Rosastieliger Wasserkopf). Das lateinische "vernum" steht ja für Frühling und bezieht sich auf die Wuchszeit dieser Art. Müsste man vermutlich mikroskopisch absichern.


    LG, Jan-Arne

    Hallo zusammen!


    Abstimmung - Jurywettbewerb (April 2017)


    Wie ihr zur Jury werden könnt?


    Schreibt mir einfach eine PN (Nachricht) an meinen Account mit Bewertungen aller 7 Bilder nach den im nächsten Absatz erläuterten Kriterien. Eure Wertung geht dann in die Gesamtwertung des jeweiligen Bildes ein und so ergibt sich eine Rangliste. Ihr bleibt dabei anonym. Die Jury selbst darf in dieser Runde nicht abstimmen!


    Es gibt 2 Kriterien, nach denen jeweils 1-5 Punkte verteilt werden können: Kreativität und Qualität. Dadurch ergibt sich eine Gesamtpunktzahl von 2 bis 10 (Bitte nur volle Zahlen!). Wichtig ist: Lasst euch Zeit bei der Bewertung und schaut euch die Bilder bitte genau an.


    Orientiert euch dabei an folgendem Muster:


    Bild 1 = X + Y = Z
    Bild 2 = (und so weiter)


    Da die Bilder bei der Anzeige im Thread leicht an Qualität verlieren, bitte ich euch, die Bilder (sofern möglich) anzuklicken. Dadurch öffnen sich ein neuer Tab, in dem die Bilder ihre eigentliche Qualität zeigen!


    Ende der Abstimmung: 30.04.2017 um 23.59 Uhr


    ___________________________________


    Bild 1



    Bild 2



    Bild 3



    Bild 4



    Bild 5



    Bild 6



    Bild 7



    Ich hoffe auf eine rege Teilnahme! Viel Spaß beim Bewerten!


    Und falls Fragen bleiben, stellt sie ruhig. :)

    Hallo zusammen!


    Wie sehr ich mich über die vielen lieben, teils humorvollen, teils informativen Worte freue! :) Schön, dass der Thread gut ankommt. Ich hätte gedacht, dass gerade die ersten Bilder, die gerne übersehenes "Kernpilzzeug" zeigen und nicht gestochen scharf sind, abschrecken, wollte aber der Chronologie treu bleiben. Der zweite Teil folgt in einigen Tagen, denke ich.


    LG, Jan-Arne

    Hallo ihr Lieben!


    Schön, dass es weitergeht. Leider muss ich dieses mal absagen. Zu dem Termin haben wir unser Arbeitskreis-Exkursionswochenende im Sauerland. Wie gerne würde ich die Schweriner Pilzwelt erkunden, die nach allem, was Andreas erzählt hat, so viel Spannendes zu bieten haben muss. Und wegen der Leute wäre ich natürlich genauso gerne dabei. Euch auf jeden Fall jetzt schon einmal viel Spaß und ich finde es super, dass sich Andreas als Gastgeber angeboten hat. :)


    Liebe Grüße
    Jan-Arne

    Hallo zusammen,


    nun war ich eine Woche lang ohne Pause unterwegs und habe Pilze, Tiere und Blumen aufgetrieben oder auftreiben lassen. Nun kann ich endlich wieder zur Ruhe kommen, lassen Revue passieren lassen und möchte euch in zwei Teilen ein paar Bilder zeigen.


    Los ging es beim Schlauchpilz-Kurs am Heiligen Meer (Münsterland, nicht Eifel) unter der Kursleitung von Dr. Heinrich Terlutter und Klaus Siepe. Ein leider nur sehr kurzer Kurs, bei dem man aber dennoch einige interessante Sachen lernen durfte und gleichzeitig nette Leute kennenlernen durfte - absolut empfehlenswert! Ein paar von mir bisher nicht beachtete oder nicht gefundene Arten waren auch dabei:


    1)


    Nitschkia grevillei - Was in eingetrockneter Form aussieht, wie ein Becher, ist tatsächlich ein Kernpilz, dessen Gattung schon gut makroskopisch zu erkennen ist.



    2)


    Chaetosphaerella phaeostroma - Die Art ist wohl gar nicht so selten. An dem Filz als Basis kann man sie gut auf Totholz ausmachen und mit der Lupe dann die sehr kleinen Kügelchen erkennen.



    3)


    Schilf-Spaltlippe (Lophodermium arundinaceum) - Spaltlippen gibt es ja auf verschiedensten Substraten. Blattstielen, Nadeln, aber eben auch auf alten Halmen von Schilf.



    4)


    Das Heilige Meer (übrigens mit gerade mal rund 320 x 130 Metern der größte natürliche Binnensee Nordrhein-Westfalens) bietet verschiedensten Insekten und Amphibien einen wunderbaren Lebensraum.



    _____


    CUT


    Um die Mittagszeit war der Kurs am Heiligen Meer zuende und ich fahr mit Pilzfreund Michael (hier: Strubbelkopfröhrling) zurück nach hause, um schnell meine Sachen zu packen und meiner Familie in die Eifel zu folgen. Nach meiner Ankunft, musste ich erst einmal raus und sammelte mir einiges ein.


    5)


    Phragmotrichum chailletii - die Art ist in jedem Fichtenbestand auf Fichtenzapfen zu finden. Was makroskopisch sehr unscheinbar ist, wird unter dem Mikroskop zum absoluten Hingucker. Bisher undokumentiert, habe ich mir im Wald einfach mal einen Zapfen mitgenommen.



    6)


    Und auch Köttel schaute ich mir an. Hier Wildschwein-Losung. Diese skurrilen Gestalten sahen schon aus, wie ich mir den ein oder anderen Dungpilz vorstellen würde, die ja gerne Fruchtkörper mit engstehenden Asci/Sporen bilden. Nach erfolglosem Mikroskopieren und einem darauffolgenden "Leider kein Pilz" von Nobi, muss es sich hier wohl um ein Insekteneiergelege handeln. Spannend!



    7)


    Nectriopsis violacea - Diese Art parasitiert vor allem Gelbe Lohblüten und wird sehr gerne übersehen. Der Grund: Fuligo septica wächst gerne auf Baumstümpfen. Vögel lassen genau dort gerne ihr Stoffwechselendprodukt liegen. Wenn Vögel Beeren zu sich nehmen, ist das benannte Produkt gerne violettlich. Es lohnt sich aber durchaus, mal genauer hinzusehen.



    _____


    NEXT CUT


    8)


    Am nächsten Tag waren meine Mutter und ich mit Rainer (Wald) und Karl (Wehr) verabredet. Rainer kennt die Eifel wie seine Westentasche und ich wollte mich unbedingt davon überzeugen, dass die genialen Bilder, die er so häufig bei Facebook zeigt, nicht doch nur Attrappen zeigen. In der Eifel ist nämlich Kalk zu finden, was für NRW eine absolute Besonderheit ist. Gesagt getan. Wir verbrachten einen tollen Tag bei schönem Wetter und interessanten Funden in der Eifel. Danke noch einmal an dieser Stelle. Zwei meiner pilzlichen Bildungslücken gehörten mit dem Morchel-Becher und der Spitz-Morchel nun endlich der Vergangenheit an.


    Speisemorchel (Morchella esculenta) - In der Eifel hatte es auch seit 3 oder 4 Wochen nicht geregnet. Dementsprechend war die Hoffnung zunächst gar nicht so groß. Netterweise waren an dieser für Rainer und Karl neuen Fundstelle der Speisemorchel Schläuche gelegt worden, die nicht nur den jungen Bäumen, sondern auch der Feuchtigkeit der Speisemorcheln und einiger Morchelbecherlinge dienten.



    9)


    Name wird ergänzt. Skurril anmutend war dieser Rostpilz, den wir auf einer Wiese voller Küchenschellen bei der Suche nach einer Orchidee, die dort wachsen sollte, fanden. Auf gut Glück zeigten wir die Bilder Jule, die sofort eine Idee hatte. Es könnte sich um was Besonderes handeln, weshalb ich am Tag meiner Abreise noch einige der Fruchtkörper einsammelte und bald getrocknet an Jule schicke. Das Ganze wird dann natürlich noch aufgelöst. :)



    10)


    Nicht nur, aber auch in den Kalkgebieten sind Weinbergschnecken allgegenwärtig.



    11)


    Wenig später waren an einem Bach zwischen Bärlauch noch einige Bilderbuch-Spitzmorcheln (Morchella elata), wobei einige Fruchtkörper auch eingetrocknet bzw. im Wachstum unterbrochen waren, was die gegenwärtige Trockenheit anschaulich zeigte. Hier ausnahmsweise mal zwei Bilder



    12)




    13)


    Hypomyces rosellus - Die auffällige Pinkfärbung, die dieser Phellinus spec. beim Stöckchendrehen aufwies, zeigte punktuell auch Fruchtkörper des Porlingsbesiedlers.



    14)


    Hasel-Kleiebecherling (Encoelia furfuracea) - Überall Hasel in der Eifel. Da wird doch wohl auch... Ah jetzt ja. Ein typischer Frühjahrspilz, den man wohl nur so selten sieht, weil man falsch sucht. Auf den horizontalen Blick muss man sich gezielt konzentrieren, weil die Becher ja nur sehr selten in Bodennähe wachsen. Insgesamt fanden wir die Art in den 5 Tagen letztlich an 3 oder 4 Stellen.




    15)


    Morchelbecherling (Disciotis venosa) - Zweite Bildungslücke. Bei uns kann man diese Becherlinge nicht finden. In der Eifel auf Kalk schon öfter mal. Hier ein sehr schönes Exemplar.



    16)


    Überall Bäche oder kleine Flüsse. Da sieht man auch mal den ein oder anderen Frosch.



    17)


    Maulbeerkugelpilz (Bertia moriformis) - Wieder ein Kernpilz, der im Detail gar nicht so schlecht aussieht. Hier wuchs er - anders als mir sonst bekannt - auf Nadelholz (Picea).



    18)


    Schuppenwurz (Lathraea squamaria) - Am Ende der Tour gab es noch einmal ein Highlight zu bewundern, nämlich diese eher seltene Pflanze, deren Standort Rainer ebenfalls bereits kannte.



    19)


    Auf dem Rückweg zur Ferienwohnung "sammelten" wir noch - nach einem weiteren wertvollen Tipp - diese Süntel-Buche ein. Ganz alleine auf einem Hügelgrab stehend, machte sie optisch schon einiges her.



    _____


    Wieder ein CUT und der Besuch einiger Bachtäler in den folgenden Tagen:


    20)


    Stockschwämmchen (Kuehneromyces mutabilis) - Welche der ersten "richtigen" Pilze, wenn auch schon eingetrocknet und in der Form wirklich nur anhand der Unterseite zu identifizieren.



    21)


    Zuerst entdeckte meine Mutter das Lebermoos, dann die Eidechse, die gerade vom heruntertropfenden Wasser trank. Hier war übrigens keine Mniaecia zu finden.



    22)


    Die Touristen-Attraktion des Eifeler Frühjahrs sind wohl die Narzissenwiesen.



    23)


    Nicht weniger Attraktion sind aber natürlich die kleinen Tierchen, die sich beim Stöckchendrehen zeigen, wie diese dicke Raupe.



    24)


    Wir waren unmittelbar in der Nähe der Belgischen Grenze. Dementsprechend würde ich das für Bunker aus dem Zweiten Weltkrieg halten. Hier mit osterlichem Weihnachtsbaum on top. :)



    25)


    Am folgenden Tag fuhren wir hinüber in fremdes Land (Nein, nicht Belgien, sondern Rheinland-Pfalz) und fanden am Meerfelder Maar eine wenig pilzversprechende, aber dennoch sehr idyllische Gegend vor.



    26)


    ... und auch Sunny genoss Wetter und Wasser...



    27)


    als plötzlich... Wieder ein Erstfund. Strike! Inmitten eines alten ausgehöhlten Pappelstumpfs etwa 50 cm unter dem Boden und etwa 1 m unter dem äußeren Rand des Stumpfes entdeckte ich Pilze. Das Daumendrücken lohnte sich, weil nicht meine zweite Option der Von-Oben-Bestimmung, der Löwengelbe Stielporling, sondern tatsächlich der Orangeseitling (Phyllotopsis nidulans) sich darin verbarg. In NRW ist die Art wohl durchaus recht selten.



    28)


    Nach kurzer Mittagspause weiter Stöckchendrehen... Hier gab es unter anderem Hypoxylon petriniae zu sehen, eine Art, die mit rötlichen Flecken und schwarzem Rand recht typisch daherkommt.



    29)


    Sehr flächig und mit einer extrem ungewöhnlichen Farbe, die auf den Fotos leider nur bedingt herüberkommt, zeigte sich ein fädiger Pilz, den ich normalerweise (als typischen Pablo-Pilz) im Wald lassen würde. Aufgrund der Farbe hat das Blättern in den Pilzen der Schweiz aber einen guten Tipp gegeben, der am Ende zu Byssocorticium atrovirens führte.



    30)


    Eutypella alnifraga - Und am Ende kamen noch Finger aus schwarzen Punkten. Skurrile Optik wieder einmal, irgendwo im Forum hatte ich sowas schon mal gesehen. Mithilfe von Bildvergleichen kam ich schnell auf die richtige Gattung, mit der ich ich bisher noch keinen Kontakt hatte (E. quaternata zählt in dem Fall nicht). Schön auch, dass es nicht die wohl häufigste Art war, die kleinere Sporen hätte. E. alnifraga wird häufig zu Eutypella cerviculata gezählt. Danke an der Stelle an Klaus Siepe für die Bestätigung und Diskussion über die Taxonomie. :)



    Das war es fürs Erste von mir. Ich hoffe, ich konnte einen vernünftigen Mittelweg finden zwischen Nerdpilzen und normalen. Im nächsten Teil, für den es noch einige Bestimmungen und Zeit braucht, wird es dann auch ein paar Schleimpilze und einen Molch geben. :)


    -> Hier <- geht's zu Teil 2. :)


    Liebe Grüße und danke fürs Mitgehen!
    Jan-Arne

    Hallo abeja,


    hier sieht man wieder den tollen Blick fürs Detail, den ich bei deinen Bildern immer aufs Neue erkennen und bewundern kann. :)


    Die Antrodia bei 4 wäre auf jeden Fall schon komisch gewachsen. Hast du da ein Bild der reinen Unterseite?
    Die 5 halte ich für eine Gallertträne. So "aufgepumpt" sind Orbilias i. d. R. nicht.
    Bist du dir bei der Buche als Nummer 6 sicher? So jung ist's natürlich schwierig zu sagen. Intuitiv würde ich hier eher an Tremella foliacea denken.


    Danke für den schönen Beitrag! :)


    LG, Jan-Arne

    Hi!


    Ich lese auch fleißig mit - so ist das nicht. Den Kernpilzen widme ich gerade besondere Aufmerksamkeit, weil das bisher eine Lücke war, die nun doch mal gestopft werden muss - nicht zuletzt zum Zweck einer vernünftigen Kartierung. Insofern bin ich für solche Porträts immer dankbar und lese gerne mit. Manchmal auch stillschweigend. :)


    LG, Jan-Arne

    Hallo Claudia,


    eigentlich dürfte ich ja erst morgen auf so eine Anfrage antworten, denn dann müsstest du den Aprilscherz spätestens auflösen. Denn es kann natürlich auch ein Scherz sein, dass es kein Scherz ist... 8|


    Durch den Wuchs, das Loch in der Mitte und den trockenen Standort, den auch hier vorkommende Arten der Gattung i. d. R. bevorzugen, würde ich einen Stielbovist (Tulostoma) vorschlagen und diesen Link möglicherweise für hilfreich zur Artfindung halten.


    LG, Jan-Arne

    Die Jury hat entschieden... es gibt einen Doppel-Sieg!



    1. Platz (punktgleich)


    Bild 1 - dieter.heune (Monatssieger) mit Orangeseitling (Phyllotopsis nidulans)




    1. Platz (punktgleich)



    Bild 5 - beatephmc (Monatssiegerin) mit Buchen-Schleimrübling (Oudemansiella mucida)





    3. Platz


    Bild 6 - Doris und Helmut mit Kelchbecherling (Sarcoscypha spec.)







    Die weiteren Platzierungen:


    4. Platz  - Bild 9 (Irisle) mit Anemonenbecherling  (Dumontinia tuberosa)




    5. Platz (punktgleich) - Bild 13 (abeja) mit Harziger Sägeblättling  (Neolentinus adhaerens)




    5. Platz (punktgleich) - Bild 12 (lupus) mit Kelchbecherling (Sarcoscypha spec.)




    7. Platz - Bild 4 (beli 1) mit Schleiereule  (Cortinarius praestans)




    8. Platz - Bild 2 (joe83) mit Zunderschwamm (Fomes fomentarius)




    9. Platz - Bild 3 (potzermoggl) mit Seitling (Pleurotus spec.)




    10. Platz - Bild 8 (Clavulina) mit Gelbblättriger Holznabeling (Chrysomphalina chrysophylla)




    11. Platz - Bild 10 (Herbert Ampferer) mit ?




    12. Platz (punktgleich) - Bild 7 (Texten) mit ?




    12. Platz (punktgleich) - Bild 11 (11Roland) mit Herber Zwergknäueling (Panellus stipticus)  




    Allen Siegern einen herzlichen Glückwunsch!


    Mit den Monatssiegern setze ich mich wegen des Preises in Verbindung!


    Eure Vorschläge zu den nicht oder möglicherweise falsch bestimmten Arten auf den Fotos könnt ihr mir - wie immer - gerne hier lassen. :)


    Freundliche Grüße


    Jan-Arne


    Hallo liebes Forum,


    Ein weiterer Monatswettbewerb startet:


    Für alle Interessierten: Bis zum 19. April um 23:59 Uhr habt ihr Zeit, euer Foto einzuschicken!


    Bitte Folgendes vor der Teilnahme lesen!


    -->  Regeln und Ablauf zur Teilnahme am Pilzfotowettbewerb


    Achtung! Auf Anregung eines Teilnehmers wurden aufgrund der angepassten technischen Möglichkeiten die Regeln geändert. Von nun an dürfen die Bilder bis 1200 x 900 Pixel und bis 800 kb groß sein! Wir hoffen, dass ihr die möglicherweise etwas längere Ladezeit zugunsten der höheren Qualität und Detailgenauigkeit gerne in Kauf nehmt.
    ___________________________


    Hier  seht ihr, welche Preise man gewinnen kann. Darunter befinden sich Gutscheine von Traumflieger.de und Pilzzuchtsets von Pilzmännchen!
    ___________________________


    Allen Teilnehmern viel Glück und eine ruhige Hand,


    Das Forenteam von pilzforum.eu

    Hallo ihr Lieben!


    Danke fürs Schauen und Staunen - "geile Teile" trifft's schon irgendwie. :)


    Und man könnte die Pilze wirklich für einen Fake halten, zumindest wenn ich sie einen Tag später gepostet hätte. :D


    Die Fruchtkörper waren etwa bis zu 2,5 mm groß.


    LG, Jan-Arne