Beiträge von JanMen

    Hallo zusammen!


    Abstimmung - Jurywettbewerb (April 2017)


    Wie ihr zur Jury werden könnt?


    Schreibt mir einfach eine PN (Nachricht) an meinen Account mit Bewertungen aller 7 Bilder nach den im nächsten Absatz erläuterten Kriterien. Eure Wertung geht dann in die Gesamtwertung des jeweiligen Bildes ein und so ergibt sich eine Rangliste. Ihr bleibt dabei anonym. Die Jury selbst darf in dieser Runde nicht abstimmen!


    Es gibt 2 Kriterien, nach denen jeweils 1-5 Punkte verteilt werden können: Kreativität und Qualität. Dadurch ergibt sich eine Gesamtpunktzahl von 2 bis 10 (Bitte nur volle Zahlen!). Wichtig ist: Lasst euch Zeit bei der Bewertung und schaut euch die Bilder bitte genau an.


    Orientiert euch dabei an folgendem Muster:


    Bild 1 = X + Y = Z
    Bild 2 = (und so weiter)


    Da die Bilder bei der Anzeige im Thread leicht an Qualität verlieren, bitte ich euch, die Bilder (sofern möglich) anzuklicken. Dadurch öffnen sich ein neuer Tab, in dem die Bilder ihre eigentliche Qualität zeigen!


    Ende der Abstimmung: 30.04.2017 um 23.59 Uhr


    ___________________________________


    Bild 1



    Bild 2



    Bild 3



    Bild 4



    Bild 5



    Bild 6



    Bild 7



    Ich hoffe auf eine rege Teilnahme! Viel Spaß beim Bewerten!


    Und falls Fragen bleiben, stellt sie ruhig. :)

    Hallo zusammen!


    Wie sehr ich mich über die vielen lieben, teils humorvollen, teils informativen Worte freue! :) Schön, dass der Thread gut ankommt. Ich hätte gedacht, dass gerade die ersten Bilder, die gerne übersehenes "Kernpilzzeug" zeigen und nicht gestochen scharf sind, abschrecken, wollte aber der Chronologie treu bleiben. Der zweite Teil folgt in einigen Tagen, denke ich.


    LG, Jan-Arne

    Hallo ihr Lieben!


    Schön, dass es weitergeht. Leider muss ich dieses mal absagen. Zu dem Termin haben wir unser Arbeitskreis-Exkursionswochenende im Sauerland. Wie gerne würde ich die Schweriner Pilzwelt erkunden, die nach allem, was Andreas erzählt hat, so viel Spannendes zu bieten haben muss. Und wegen der Leute wäre ich natürlich genauso gerne dabei. Euch auf jeden Fall jetzt schon einmal viel Spaß und ich finde es super, dass sich Andreas als Gastgeber angeboten hat. :)


    Liebe Grüße
    Jan-Arne

    Hallo zusammen,


    nun war ich eine Woche lang ohne Pause unterwegs und habe Pilze, Tiere und Blumen aufgetrieben oder auftreiben lassen. Nun kann ich endlich wieder zur Ruhe kommen, lassen Revue passieren lassen und möchte euch in zwei Teilen ein paar Bilder zeigen.


    Los ging es beim Schlauchpilz-Kurs am Heiligen Meer (Münsterland, nicht Eifel) unter der Kursleitung von Dr. Heinrich Terlutter und Klaus Siepe. Ein leider nur sehr kurzer Kurs, bei dem man aber dennoch einige interessante Sachen lernen durfte und gleichzeitig nette Leute kennenlernen durfte - absolut empfehlenswert! Ein paar von mir bisher nicht beachtete oder nicht gefundene Arten waren auch dabei:


    1)


    Nitschkia grevillei - Was in eingetrockneter Form aussieht, wie ein Becher, ist tatsächlich ein Kernpilz, dessen Gattung schon gut makroskopisch zu erkennen ist.



    2)


    Chaetosphaerella phaeostroma - Die Art ist wohl gar nicht so selten. An dem Filz als Basis kann man sie gut auf Totholz ausmachen und mit der Lupe dann die sehr kleinen Kügelchen erkennen.



    3)


    Schilf-Spaltlippe (Lophodermium arundinaceum) - Spaltlippen gibt es ja auf verschiedensten Substraten. Blattstielen, Nadeln, aber eben auch auf alten Halmen von Schilf.



    4)


    Das Heilige Meer (übrigens mit gerade mal rund 320 x 130 Metern der größte natürliche Binnensee Nordrhein-Westfalens) bietet verschiedensten Insekten und Amphibien einen wunderbaren Lebensraum.



    _____


    CUT


    Um die Mittagszeit war der Kurs am Heiligen Meer zuende und ich fahr mit Pilzfreund Michael (hier: Strubbelkopfröhrling) zurück nach hause, um schnell meine Sachen zu packen und meiner Familie in die Eifel zu folgen. Nach meiner Ankunft, musste ich erst einmal raus und sammelte mir einiges ein.


    5)


    Phragmotrichum chailletii - die Art ist in jedem Fichtenbestand auf Fichtenzapfen zu finden. Was makroskopisch sehr unscheinbar ist, wird unter dem Mikroskop zum absoluten Hingucker. Bisher undokumentiert, habe ich mir im Wald einfach mal einen Zapfen mitgenommen.



    6)


    Und auch Köttel schaute ich mir an. Hier Wildschwein-Losung. Diese skurrilen Gestalten sahen schon aus, wie ich mir den ein oder anderen Dungpilz vorstellen würde, die ja gerne Fruchtkörper mit engstehenden Asci/Sporen bilden. Nach erfolglosem Mikroskopieren und einem darauffolgenden "Leider kein Pilz" von Nobi, muss es sich hier wohl um ein Insekteneiergelege handeln. Spannend!



    7)


    Nectriopsis violacea - Diese Art parasitiert vor allem Gelbe Lohblüten und wird sehr gerne übersehen. Der Grund: Fuligo septica wächst gerne auf Baumstümpfen. Vögel lassen genau dort gerne ihr Stoffwechselendprodukt liegen. Wenn Vögel Beeren zu sich nehmen, ist das benannte Produkt gerne violettlich. Es lohnt sich aber durchaus, mal genauer hinzusehen.



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    NEXT CUT


    8)


    Am nächsten Tag waren meine Mutter und ich mit Rainer (Wald) und Karl (Wehr) verabredet. Rainer kennt die Eifel wie seine Westentasche und ich wollte mich unbedingt davon überzeugen, dass die genialen Bilder, die er so häufig bei Facebook zeigt, nicht doch nur Attrappen zeigen. In der Eifel ist nämlich Kalk zu finden, was für NRW eine absolute Besonderheit ist. Gesagt getan. Wir verbrachten einen tollen Tag bei schönem Wetter und interessanten Funden in der Eifel. Danke noch einmal an dieser Stelle. Zwei meiner pilzlichen Bildungslücken gehörten mit dem Morchel-Becher und der Spitz-Morchel nun endlich der Vergangenheit an.


    Speisemorchel (Morchella esculenta) - In der Eifel hatte es auch seit 3 oder 4 Wochen nicht geregnet. Dementsprechend war die Hoffnung zunächst gar nicht so groß. Netterweise waren an dieser für Rainer und Karl neuen Fundstelle der Speisemorchel Schläuche gelegt worden, die nicht nur den jungen Bäumen, sondern auch der Feuchtigkeit der Speisemorcheln und einiger Morchelbecherlinge dienten.



    9)


    Name wird ergänzt. Skurril anmutend war dieser Rostpilz, den wir auf einer Wiese voller Küchenschellen bei der Suche nach einer Orchidee, die dort wachsen sollte, fanden. Auf gut Glück zeigten wir die Bilder Jule, die sofort eine Idee hatte. Es könnte sich um was Besonderes handeln, weshalb ich am Tag meiner Abreise noch einige der Fruchtkörper einsammelte und bald getrocknet an Jule schicke. Das Ganze wird dann natürlich noch aufgelöst. :)



    10)


    Nicht nur, aber auch in den Kalkgebieten sind Weinbergschnecken allgegenwärtig.



    11)


    Wenig später waren an einem Bach zwischen Bärlauch noch einige Bilderbuch-Spitzmorcheln (Morchella elata), wobei einige Fruchtkörper auch eingetrocknet bzw. im Wachstum unterbrochen waren, was die gegenwärtige Trockenheit anschaulich zeigte. Hier ausnahmsweise mal zwei Bilder



    12)




    13)


    Hypomyces rosellus - Die auffällige Pinkfärbung, die dieser Phellinus spec. beim Stöckchendrehen aufwies, zeigte punktuell auch Fruchtkörper des Porlingsbesiedlers.



    14)


    Hasel-Kleiebecherling (Encoelia furfuracea) - Überall Hasel in der Eifel. Da wird doch wohl auch... Ah jetzt ja. Ein typischer Frühjahrspilz, den man wohl nur so selten sieht, weil man falsch sucht. Auf den horizontalen Blick muss man sich gezielt konzentrieren, weil die Becher ja nur sehr selten in Bodennähe wachsen. Insgesamt fanden wir die Art in den 5 Tagen letztlich an 3 oder 4 Stellen.




    15)


    Morchelbecherling (Disciotis venosa) - Zweite Bildungslücke. Bei uns kann man diese Becherlinge nicht finden. In der Eifel auf Kalk schon öfter mal. Hier ein sehr schönes Exemplar.



    16)


    Überall Bäche oder kleine Flüsse. Da sieht man auch mal den ein oder anderen Frosch.



    17)


    Maulbeerkugelpilz (Bertia moriformis) - Wieder ein Kernpilz, der im Detail gar nicht so schlecht aussieht. Hier wuchs er - anders als mir sonst bekannt - auf Nadelholz (Picea).



    18)


    Schuppenwurz (Lathraea squamaria) - Am Ende der Tour gab es noch einmal ein Highlight zu bewundern, nämlich diese eher seltene Pflanze, deren Standort Rainer ebenfalls bereits kannte.



    19)


    Auf dem Rückweg zur Ferienwohnung "sammelten" wir noch - nach einem weiteren wertvollen Tipp - diese Süntel-Buche ein. Ganz alleine auf einem Hügelgrab stehend, machte sie optisch schon einiges her.



    _____


    Wieder ein CUT und der Besuch einiger Bachtäler in den folgenden Tagen:


    20)


    Stockschwämmchen (Kuehneromyces mutabilis) - Welche der ersten "richtigen" Pilze, wenn auch schon eingetrocknet und in der Form wirklich nur anhand der Unterseite zu identifizieren.



    21)


    Zuerst entdeckte meine Mutter das Lebermoos, dann die Eidechse, die gerade vom heruntertropfenden Wasser trank. Hier war übrigens keine Mniaecia zu finden.



    22)


    Die Touristen-Attraktion des Eifeler Frühjahrs sind wohl die Narzissenwiesen.



    23)


    Nicht weniger Attraktion sind aber natürlich die kleinen Tierchen, die sich beim Stöckchendrehen zeigen, wie diese dicke Raupe.



    24)


    Wir waren unmittelbar in der Nähe der Belgischen Grenze. Dementsprechend würde ich das für Bunker aus dem Zweiten Weltkrieg halten. Hier mit osterlichem Weihnachtsbaum on top. :)



    25)


    Am folgenden Tag fuhren wir hinüber in fremdes Land (Nein, nicht Belgien, sondern Rheinland-Pfalz) und fanden am Meerfelder Maar eine wenig pilzversprechende, aber dennoch sehr idyllische Gegend vor.



    26)


    ... und auch Sunny genoss Wetter und Wasser...



    27)


    als plötzlich... Wieder ein Erstfund. Strike! Inmitten eines alten ausgehöhlten Pappelstumpfs etwa 50 cm unter dem Boden und etwa 1 m unter dem äußeren Rand des Stumpfes entdeckte ich Pilze. Das Daumendrücken lohnte sich, weil nicht meine zweite Option der Von-Oben-Bestimmung, der Löwengelbe Stielporling, sondern tatsächlich der Orangeseitling (Phyllotopsis nidulans) sich darin verbarg. In NRW ist die Art wohl durchaus recht selten.



    28)


    Nach kurzer Mittagspause weiter Stöckchendrehen... Hier gab es unter anderem Hypoxylon petriniae zu sehen, eine Art, die mit rötlichen Flecken und schwarzem Rand recht typisch daherkommt.



    29)


    Sehr flächig und mit einer extrem ungewöhnlichen Farbe, die auf den Fotos leider nur bedingt herüberkommt, zeigte sich ein fädiger Pilz, den ich normalerweise (als typischen Pablo-Pilz) im Wald lassen würde. Aufgrund der Farbe hat das Blättern in den Pilzen der Schweiz aber einen guten Tipp gegeben, der am Ende zu Byssocorticium atrovirens führte.



    30)


    Eutypella alnifraga - Und am Ende kamen noch Finger aus schwarzen Punkten. Skurrile Optik wieder einmal, irgendwo im Forum hatte ich sowas schon mal gesehen. Mithilfe von Bildvergleichen kam ich schnell auf die richtige Gattung, mit der ich ich bisher noch keinen Kontakt hatte (E. quaternata zählt in dem Fall nicht). Schön auch, dass es nicht die wohl häufigste Art war, die kleinere Sporen hätte. E. alnifraga wird häufig zu Eutypella cerviculata gezählt. Danke an der Stelle an Klaus Siepe für die Bestätigung und Diskussion über die Taxonomie. :)



    Das war es fürs Erste von mir. Ich hoffe, ich konnte einen vernünftigen Mittelweg finden zwischen Nerdpilzen und normalen. Im nächsten Teil, für den es noch einige Bestimmungen und Zeit braucht, wird es dann auch ein paar Schleimpilze und einen Molch geben. :)


    -> Hier <- geht's zu Teil 2. :)


    Liebe Grüße und danke fürs Mitgehen!
    Jan-Arne

    Hallo abeja,


    hier sieht man wieder den tollen Blick fürs Detail, den ich bei deinen Bildern immer aufs Neue erkennen und bewundern kann. :)


    Die Antrodia bei 4 wäre auf jeden Fall schon komisch gewachsen. Hast du da ein Bild der reinen Unterseite?
    Die 5 halte ich für eine Gallertträne. So "aufgepumpt" sind Orbilias i. d. R. nicht.
    Bist du dir bei der Buche als Nummer 6 sicher? So jung ist's natürlich schwierig zu sagen. Intuitiv würde ich hier eher an Tremella foliacea denken.


    Danke für den schönen Beitrag! :)


    LG, Jan-Arne

    Hi!


    Ich lese auch fleißig mit - so ist das nicht. Den Kernpilzen widme ich gerade besondere Aufmerksamkeit, weil das bisher eine Lücke war, die nun doch mal gestopft werden muss - nicht zuletzt zum Zweck einer vernünftigen Kartierung. Insofern bin ich für solche Porträts immer dankbar und lese gerne mit. Manchmal auch stillschweigend. :)


    LG, Jan-Arne

    Hallo Claudia,


    eigentlich dürfte ich ja erst morgen auf so eine Anfrage antworten, denn dann müsstest du den Aprilscherz spätestens auflösen. Denn es kann natürlich auch ein Scherz sein, dass es kein Scherz ist... 8|


    Durch den Wuchs, das Loch in der Mitte und den trockenen Standort, den auch hier vorkommende Arten der Gattung i. d. R. bevorzugen, würde ich einen Stielbovist (Tulostoma) vorschlagen und diesen Link möglicherweise für hilfreich zur Artfindung halten.


    LG, Jan-Arne

    Die Jury hat entschieden... es gibt einen Doppel-Sieg!



    1. Platz (punktgleich)


    Bild 1 - dieter.heune (Monatssieger) mit Orangeseitling (Phyllotopsis nidulans)




    1. Platz (punktgleich)



    Bild 5 - beatephmc (Monatssiegerin) mit Buchen-Schleimrübling (Oudemansiella mucida)





    3. Platz


    Bild 6 - Doris und Helmut mit Kelchbecherling (Sarcoscypha spec.)







    Die weiteren Platzierungen:


    4. Platz  - Bild 9 (Irisle) mit Anemonenbecherling  (Dumontinia tuberosa)




    5. Platz (punktgleich) - Bild 13 (abeja) mit Harziger Sägeblättling  (Neolentinus adhaerens)




    5. Platz (punktgleich) - Bild 12 (lupus) mit Kelchbecherling (Sarcoscypha spec.)




    7. Platz - Bild 4 (beli 1) mit Schleiereule  (Cortinarius praestans)




    8. Platz - Bild 2 (joe83) mit Zunderschwamm (Fomes fomentarius)




    9. Platz - Bild 3 (potzermoggl) mit Seitling (Pleurotus spec.)




    10. Platz - Bild 8 (Clavulina) mit Gelbblättriger Holznabeling (Chrysomphalina chrysophylla)




    11. Platz - Bild 10 (Herbert Ampferer) mit ?




    12. Platz (punktgleich) - Bild 7 (Texten) mit ?




    12. Platz (punktgleich) - Bild 11 (11Roland) mit Herber Zwergknäueling (Panellus stipticus)  




    Allen Siegern einen herzlichen Glückwunsch!


    Mit den Monatssiegern setze ich mich wegen des Preises in Verbindung!


    Eure Vorschläge zu den nicht oder möglicherweise falsch bestimmten Arten auf den Fotos könnt ihr mir - wie immer - gerne hier lassen. :)


    Freundliche Grüße


    Jan-Arne


    Hallo liebes Forum,


    Ein weiterer Monatswettbewerb startet:


    Für alle Interessierten: Bis zum 19. April um 23:59 Uhr habt ihr Zeit, euer Foto einzuschicken!


    Bitte Folgendes vor der Teilnahme lesen!


    -->  Regeln und Ablauf zur Teilnahme am Pilzfotowettbewerb


    Achtung! Auf Anregung eines Teilnehmers wurden aufgrund der angepassten technischen Möglichkeiten die Regeln geändert. Von nun an dürfen die Bilder bis 1200 x 900 Pixel und bis 800 kb groß sein! Wir hoffen, dass ihr die möglicherweise etwas längere Ladezeit zugunsten der höheren Qualität und Detailgenauigkeit gerne in Kauf nehmt.
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    Hier  seht ihr, welche Preise man gewinnen kann. Darunter befinden sich Gutscheine von Traumflieger.de und Pilzzuchtsets von Pilzmännchen!
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    Allen Teilnehmern viel Glück und eine ruhige Hand,


    Das Forenteam von pilzforum.eu

    Hallo ihr Lieben!


    Danke fürs Schauen und Staunen - "geile Teile" trifft's schon irgendwie. :)


    Und man könnte die Pilze wirklich für einen Fake halten, zumindest wenn ich sie einen Tag später gepostet hätte. :D


    Die Fruchtkörper waren etwa bis zu 2,5 mm groß.


    LG, Jan-Arne

    Hallöchen!


    Wenn jemand den Ausdruck "feuerrot" verwendet, frage ich mich immer, was gemeint ist.
    Feuer ist für mich nicht rot. Feuer ist gelb, Feuer ist stellenweise blau und Feuer ist orange.
    Aber nicht orangenorange, sondern eben feuerorange.


    Nur selten begegnet einem ein richtig knackiges Feuerorange, denn weder werden viele Gegenstände in der Farbe produziert. Verständlich - ein richtiges Feuerorange tut ja auch mächtig in den Augen weh.
    Und auch in der Pilzwelt findet man nur selten diese Farbe. Aleuria oder Cheilymenia gehen am ehesten in den Bereich. Noch passender ist der Begriff allerdings bei diesem Kollegen, den ich gestern an einer alten Roteichen-Eichel finden durfte:


    Goldgelbes Spinnwebbecherchen (Arachnopeziza aurelia)



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    Noch lange nicht feuerorange, aber mit guten Chancen, es bald zu werden



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    Diese kleine Feuerbecher hat sich tatsächlich ganz alleine ins Substrat getraut



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    Erst in der Sonne zeigt sich, dass auch die "Spinnweben" feuerorange gefärbt sind




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    Welche Farben dieser Pilz unter dem Mikroskop zeigt, muss ich wohl nicht beschreiben. Leider waren die untersuchten Fruchtkörper noch nicht reif.


    Ich danke fürs Mitgehen!


    Liebe Grüße
    Jan-Arne

    Hallo!


    Stimmt. Den Fehler hab ich schon immer früher in den Matheklausuren gemacht. Die Aufgabenstellung nicht genau genug gelesen...


    Genau kann ich's auch nicht sagen, würde aber auch eher Fraßspuren vermuten. Plasmodien fressen ja schon immer mal wieder Pilze auf. Badhamia utricularis z. B. futtert besonders gerne z. B. Schichtpilze oder Phlebias. Bei anderen Arten habe ich es bisher nicht unbedingt wahrgenommen. Die zunächst überwucherte Pilzstruktur sollten dann im Nachgang, denke ich, eher eingegangen und vertrocknet aussehen als - wie hier - stellenweise verschwunden.


    Ein weiterer Punkt ist, dass es so aussieht, als wäre die Struktur direkt bei bzw. sogar unter der Metatrichia intakt. Da dort aber das Plasmodium auf jeden Fall war, wäre die Struktur, sofern der Schleimer sich wirklich von der Ceriporia ernährt hätte, dort auch verschwunden.


    LG, Jan-Arne

    Hallo joe,


    statt eines "Kann sein" oder "Kann nicht sein" kriegst du von mir ein "aller Wahrscheinlichkeit nach", denn aller Wahrscheinlichkeit nach handelt es sich um Metatrichia vesparium mit den typischen rötlichen "Wabenöffnungen", die nach dem Verschwinden des Capillitiums übrig bleiben. :)


    LG Jan-Arne

    Hi Chris!


    Genau. Das ist dieser gemeine Pseudo-Myxo, den ich immer noch suche und dann korrekt zu erkennen hoffe. Du bist da garantiert nicht der erste, den die Erscheinung und die runden Sporen in Kombinationen aufs Glatteis geführt haben. Ein toller Fund ist das dennoch! :thumbup:


    LG, Jan-Arne

    Hi!


    Lieben Dank fürs Mitgehen auch an Torsten und abeja. :)


    Der Hyphomycet ist leider keine Stilbella, dafür sind die Sporen (8-14 x 2,5-4 µm) leider zu lang. Ich werde in Ruhe noch einmal blättern, fürchte aber, dass der namenlos bleibt.


    Hier noch was Verrücktes aus der Ecke der Mikropilze. Die wuchsen an der Trichia persimilis, aber auch auf dem Holz ohne Kontakt zum Schleimpilz. Pilzstrukturen kann ich innerhalb der kleinen Stacheln nicht erkennen. Dass darunter eine gemeinsame Basis war, die dann wiederum die Pilzstrukturen aufwies, konnte ich auch nicht bemerken.






    LG, Jan-Arne

    Hallo zusammen!


    Vielen Dank für die lieben Worte! :sun:


    Und guck an: Der Jörg hat sich ins Pilzforum verirrt - sehr schön und danke fürs fleißige Ergänzen. Hat Beate vielleicht auch noch Bilder für uns? :)


    @ Pablo: Ich habe die Becher bisher nicht gemessen, aber die sind höchstens 0,5 mm groß. Demnach kann es bei der Vergrößerung gut sein, dass man die Zellen sieht, wobei ich mich mit der Moos-Anatomie leider absolut gar nicht auskenne. Für das Erkennen des (richtigen) Lebermooses selbst hatte ich - wie gesagt - Jörg im Team. :thumbup: Die Stilbella ist ein guter Tipp. Dem werde ich morgen mal nachgehen. :)


    LG, Jan-Arne

    Hallo Karl,


    auch hier noch einmal vollsten Beineid für die Prachtbecher. Diese Farbkombination ist wirklich einmalig! Und auch die weiteren Bilder zeigen interessante Arten und gleichermaßen deinen Blick fürs Detail. Gerade Moos-Details sind auch immer wieder faszinierend. :thumbup:


    LG, Jan-Arne