Beiträge von JanMen

    Hallo Thorben,


    ein wertvoller Hinweis - danke dafür! Im Artikel wird die (vermeintliche) Varietät durch schmaleren Wuchs und septierte Sporen abgegrenzt. Nun finde ich leider auch Calocera-viscosa-Sporen mit Septen im Internet und habe beim eigenen Mikroskopieren keinerlei Septen wahrgenommen, es kann also gut sein, dass das kein konstantes Merkmal ist. Ich werde zumindest nicht drum herumkommen, noch einmal reinzuschielen. Aber nach dem Wochenende. Übrigens: Nach dem Index Fungorum, das ja gefühlt mit der Anerkennung von Varietäten sehr sparsam umgeht, ist diese Varietät nicht anerkannt.


    LG, Jan-Arne

    Hallo,


    es hat etwas gedauert, sorry!






    Das passt doch auch für Calocera viscosa aus, oder? So stelle ich mir nach Zeichnungen Dacrymycetaceae-Basidien vor. Falls ja, ist für mich tatsächlich die Erklärung, dass es sich um pigmentlose Exemplare handelt und beim Klebrigen Hörnling die einzelnen Stränge tatsächlich einzelne Fruchtkörper sind, sodass die Farben Weiß und Gelb eben gemixt waren.


    LG, Jan-Arne

    Hallo liebes Forum,


    Ein weiterer Monatswettbewerb startet:


    Für alle Interessierten: Bis zum 19. Oktober um 23:59 Uhr habt ihr Zeit, euer Foto einzuschicken!


    Bitte Folgendes vor der Teilnahme lesen!


    -->  Regeln und Ablauf zur Teilnahme am Pilzfotowettbewerb
    ___________________________


    Hier  seht ihr, welche Preise man gewinnen kann. Darunter befinden sich Gutscheine von Traumflieger.de und Pilzzuchtsets von Pilzmännchen!
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    Allen Teilnehmern viel Glück und eine ruhige Hand,


    Das Forenteam von pilzforum.eu

    Hallo zusammen,


    leider gibt es aktuell zu wenige Stimmen und aus Gründen der Fairness muss ich euch bitten, noch einige Tage abzuwarten, sodass weitere Jury-Mitglieder ihre Stimme abgeben können. Sorry und danke!


    LG, Jan-Arne

    Hallo Jörg,


    schöner Fund. :thumbup: Wie schon bei der Ausstellung gesagt, halte ich die Art nicht für sooo selten, nur begegnet sie einem selten auf Exkursionen. Das liegt einfach daran, dass Pappeln selten im Wald stehen, sondern eher in Menschennähe und man dort seltener gezielt nach Pilzen sucht. Stadtchampignons z. B. haben wir ja auch nie auf Fundlisten. Nichtsdestotrotz kein alltäglicher Anblick und deshalb dennoch eine feine Sache. :)


    LG, Jan-Arne

    Hallo Ralf,


    das hatte mich ja zunächst auch irritiert, vor allem weil Breitenbach/Kränzlin die Art ebenfalls dunkelbraun bis schwarz beschreiben. Aber nicht nur 123Pilze (Jaja, ich weiß), sondern auch im AscoFrance-Forum fand ich ein dokumentiertes violettes Exemplar, von C. Lechat bestimmt, übrigens mit viel längeren Sporenstacheln. Dann hab ich z. B. noch in Ascomycete Fungi of North America: A Mushroom Reference Guide eine Dokumentation gefunden, die ebenfalls von "dark brown to black" spricht und violettliche Fruchtkörper abbildet. In Nicolas von Voorens Pezizales-Werk fehlt die Art leider. Die beiden Plicaria-Arten, die dort gezeigt werden, sind ebenfalls dunkelviolett gefärbt. Vermutlich hast du recht und ein Abnicken durch AscoFrance wäre der richtige Weg. Aber ich traue dem Forum hier ja auch einiges zu und vielleicht kennt ja doch jemand die Art violettlich. Nobi vielleicht? Ich warte also erst einmal noch etwas.


    LG, Jan-Arne

    Hallo zusammen,


    es geht doch nichts über Pausen auf Pilzexkursionen. Zum einen kann man die Pilze einpflanzen und fotografieren, die man - schon lange weit von der eigentlichen Gruppe zurückgefallen - nur eben in den Korb gelegt hat. Zum anderen hat man die Chance, mal etwas genauer nachzusehen. Wenn der Pausenort dann noch über eine kleine Brandstelle verfügt, kommt sowas bei heraus:


    Plicaria carbonaria (Fuckel) Fuckel 1870











    (Pacman-Sporen, nach kurzer Zeit unter dem Mikroskop)


    Die Art ist auch in Pilze der Schweiz Band 1 dokumentiert, allerdings "dunkelbraun[e] bis schwärzlich[e]" Art, was sich durch die Internetrecherche schnell widerlegte. Es gibt noch weitere Plicaria-Arten, von denen die vielleicht häufigste glatte Sporen hat und Plicaria trachycarpa als weitere Option abgestutzte Stacheln. Allerdings widersprechen sich da die Schlüssel und Dokumentationen, auf die ich zurückgreifen kann, teilweise. Über eine Bestätigung der Bestimmung würde ich mich also freuen. Falls es Widerspruch gibt, lasst natürlich auch diesen gerne hören. :)


    In solch guten Pilzjahren ist es zur Hauptzeit nicht leicht, sich die Zeit für die kleineren Pilze zu nehmen. Auch mir gelingt es aktuell selten. In diesem Fall wurde ich allerdings direkt belohnt.


    LG, Jan-Arne

    Hallo Jörg,


    zum einen schrieb sie: "Geruch: pilzig, Anis", unterscheidet also nicht zwischen beiden Gerüchen, sondern sieht beide Beschreibungen sich gegenseitig ergänzt. Zum anderen sind Pilzgerüche bekanntermaßen eine Wissenschaft für sich. Gib 10 Leuten einen Pilz und du erhältst 9 unterschiedliche Beschreibungen. Auch bei Fortgeschrittenen gibt es das Phänomen immer wieder. Gerade eine Aniskomponente kann man sehr leicht "dazuriechen", da spreche ich aus eigener Erfahrung.


    Fakt ist, dass die Bilder keine Anistramete zeigen.


    LG, Jan-Arne

    Hallo!


    Jein, Chris. Man kann ja nie sicher ausschließen, dass Kompost im Wald gelandet ist. Die Leute laden ja überall ihren Müll ab. Da kann man froh sein, wenn es "nur" Kompost ist. Hier verlässt man sich lieber auf die Optik in Form der deutlich gerandeten Knolle des Giftschirmlings (C. brunneum). So richtig im Wald sollte man eigentlich nur Chlorophyllum olivieri finden, den man in typischer Optik (Olivtöne am Hut, keine deutlichen Kontrast zwischen Huthaut und Hutschuppen) eigentlich gut erkennen kann.


    Den gezeigten Pilz halte ich für zu jung für die Bestimmung, vor allem ohne die Knolle. Es dürfte schon ein menschennäherer Fundort gewesen sein und sich um Chlorophyllum rachodes oder Chlorophyllum brunneum handeln, wobei ich zu ersterer Art tendiere.


    LG, Jan-Arne

    Hallo!


    Ihr seht da was, was ich nicht sehe. Ich sehe einen Stielporling (das Schwarze ist meiner Meinung nach der Stiel) und genauer: Löwengelber Stielporling (Polyporus leptocephalus). Nach Anis riecht der nicht, aber jung angenehm pilzig (oh je, diese Beschreibung), eben wie alle Stielporlinge.


    Die Anistramete ist nur nicht optisch ziemlich anders (i. d. R. seitlich wachsend, oben feinfilzig), sondern wächst auch meines Wissens nur an Weide und Pappel. Das hier sieht aus wie ein Buchenstumpf.


    LG, Jan-Arne

    Hallo Rainer,


    den kannst du so abhaken. Das beste Unterscheidungsmerkmal zum teilweise ähnlichen Stinkenden Stäubling (den ich übrigens geruchlich gar nicht sooo anders wahrnehme als die anderen Lycoperdon-Arten) ist ein Netz, das - wie beim Flaschenstäubling - nach dem Entfernen der Stacheln zurückbleibt. Das kann man bei deinen Pilzen nicht erkennen.


    LG, Jan-Arne

    Hi!



    Lässt sich also zusammenfassen, dass Hutschuppen (zum Untergrund wenig abgesetzt), Knolle (nicht scharf gerandet), Ring(?) und Standort hier die wesentlichen Unterscheidungsmerkmale sind?


    Da würde ich nicht widersprechen. Vor allem Standort und Optik (Olivton und Kontrast von Hutschuppen zu Hutfarbe) trennen C. olivieri von den Gattungsnachbarn.


    LG, Jan-Arne

    Hallo zusammen,


    der wuchs im selben Wald mit 1000 anderen Klebrigen Hörnlingen. Ganz typisch im Nadelwald auf einem moosbedeckten Stubben. Ich hab mikroskopiert, eindeutig Calocera-viscosa-Sporen. Es bleibt mysteriös.


    LG, Jan-Arne

    Hallo zusammen,


    heute entdeckten wir im Wald diesen Klebrigen Hörnling (Calocera viscosa), bei dem einzelne Stränge weißlich waren. Hat jemand sowas schon einmal gesehen? Was mag das sein? Im Internet konnte ich nichts finden. Was mich irritiert: Wenn es ein pigmentloser Fruchtkörper wäre, müssten doch alle Stränge weiß sein oder ist bei dieser Art doch ein Strang ein Fruchtkörper? An der Basis sind alle Äste zumindest irgendwie aneinandergeklebt, was aber nichts heißen muss.



    LG, Jan-Arne

    Hallo beli,


    Fungi of the Northern Europe - Band 4 führt in der Sektion Plinthogali (Trockene Hüte und rosa anlaufende Milch) 8 Arten, wobei im Schlüssel direkt Lactarius acris mit feuchtem Hut und Milch, die auch ohne Fleischkontakt färbt, abgegrenzt wird. Dann gibt es noch Lactarius lignyotus und Lactarius picinus, die beide sehr dunkle Hüte und Stiele haben. Lactarius azonites wächst bei Eichen und ist eher rauchfarben, also heller und gräulicher. Lactarius pterosporus hätte wohl ebenfalls hellere Farben und engerstehende Lamellen. Lactarius romagnesii und Lactarius ruginosus (die beiden Korallenmilchlinge) haben im Alter gekerbte oder gerippte Hutränder und alt ist dein Pilz definitiv. Damit lande ich auch bei Wolfgangs Tipp: Lactarius fuliginosus - Rußfarbener Milchling. :)


    LG, Jan-Arne

    Hallo!


    Danke für den Link bzw. Tipp! :)


    Kurz mein Senf... It starts with: "Den Pilz, den er nicht kennt, gibt es nicht." Autsch. Der Klassiker in Fernsehbeiträgen. Dann entsorgt er einen Birkenreizker, der so spontan gar nicht nach Birkenreizker aussehen will. Schwierig zu erkennen zugegebenermaßen. Glauben wir ihm mal. Anschließend geht's um die vergiftete Frau. War war es denn nun, das die Vergiftung hervorgerufen hat? Wenn von der Leber die Rede ist, wohl ein Grüner Knolli? Das wäre doch die Chance gewesen, auf die Gefahr der Art und ihre Verwechslungsmöglichkeiten hinzuweisen. Auf dem Fotos sieht man auf den ersten Blick nichts (durchgegart) Giftiges.


    Dann noch ein Rückfrage zur Pilzberatung: Stäublinge führen zur Erblindung?


    Die Gesamtaussage in Form der Warnung vor Apps ist natürlich gut und richtig, denn es geht nichts über geführte Pilzwanderungen bzw. Pilzberatungen. Und fast täglich liest man aktuell etwas von Pilzvergiftungen. Das ist eben der Nachteil der guten Pilzjahre.


    LG, Jan-Arne


    Hallo Alina,
    bei Pilz Nr. 3 wäre ich mir nicht sicher, ob das überhaupt ein Risspilz ist oder nicht ebenfalls ein Cortinarius.
    FG
    Oehrling


    Hallo zusammen,


    ich denke bei der 3 auch eher an einen Gürtelfuß (Telamonia), also einen Schleierling.
    Könnte der 1. Pilze eventuell der Weißviolette Dickfuß (Cortinarius alboviolaceus) sein?


    LG, Jan-Arne