Beiträge von JanMen

    Hallo zusammen!


    Dieses Wochenende gibt es eine Pilzausstellung im Ruhrgebiet, genauer am Sonntag um das Haus der Natur in Herne. Näheres findet ihr hier. Der Arbeitskreis Pilzkunde Ruhr präsentiert zahlreiche Pilze aus der näheren Umgebung und diverse Ansprechpartner stehen rund um die Uhr zur Verfügung.


    Und dann gibt es noch eine Ausstellung in der Naturschule Grund in Remscheid. Dazu gibt's nen kleinen Flyer mit den wichtigsten Daten. Auch hier werden Pilze aus der Umgebung präsentiert und - bei Bedarf - erklärt, dazu werden Korbkontrollen und zwischendurch kurze Führungen ins benachbarte Naturschutzgebiet angeboten.



    Eintritt ist jeweils frei. Vielleicht sieht man ja die/den eine(n) oder andere(n)! :)


    LG, Jan-Arne

    Hallo nach Hamburg!


    Da habe ich den Thread glatt übersehen und meine Tipps zu den Unbestimmten schon bei YouTube gelassen. Ein Glück, dass sie in hoher Prozentzahl mit Mausmanns Hinweisen übereinstimmen. :)


    Tolle Videos! :thumbup:


    LG, Jan-Arne

    Hallo Marco,


    alles richtig analysiert und bestimmt! :thumbup:


    Ein kleiner Hinweis am Rande: Die ältere Marone ist wohl noch essbar, ich hätte sie aufgrund ihrer anfänglichen "Matschigkeit" allerdings bereits lieber im Wald gelassen. Das musst du natürlich nach Gefühl selbst entscheiden. :)


    LG, Jan-Arne


    der letzte, gezeigt Pilz sieht für mich aus wie ein Rötelritterling. Der Lilane. Bist Du Dir mit dem Geruch sicher? Denn meist reicht er auffällig nach Parfüm. Gerade wenn man ihn anschneidet.


    Hallo Heidi,


    der sieht dem Rötelritterling zugegebenermaßen gar nicht unähnlich. Was Schleierlinge aber generell von Lepista nuda (in diesem Fall ist der lateinische Name leichter als "Violetter Rötelritterling") unterscheidet, sind die Schleierreste am Stiel, die man hier gut erkennt. So klumpfüßig wäre Lepista nuda meines Wissens auch nie.


    LG, Jan-Arne

    Hallo Moritz,


    zur 2: Für den Brätling hat der meiner Meinung nach die falschen Farben. Wie hat er denn gerochen? Für mich kann das optisch der (bei uns sehr häufige) Süßliche Buchen-Milchling (Lactarius subdulcis) sein.


    zur 3: Dachpilz passt (freie Lamellen mit Rosatönen, keine Scheide an der Stielbasis). "modrig, säuerlich" passt gut zum erdigen bis rettichartigen Geruch vom Rehbraunen Dachpilz (Pluteus cervinus), dem häufigsten Vertreter der Gattung und deinem Tipp. Der wächst aber lieber an Laubholz. Eher an Nadelholz gäbe es dann noch einen nur mikroskopisch abtrennbaren Vertreter, der aber anders riechen sollte.


    zur 4: Lila Lacki passt auch. Der ist optisch schon irgendwie eindeutig. Recht schmal gewachsen, die recht weit auseinanderstehenden Lamellen sehr gekerbt. Violett in allen Bereichen. Eventuell könnte man ihn entfernt mit Schleierlingen verwechseln, die aber immer Schleierreste zwischen den (engerstehenden) Lamellen bzw. am Stiel aufweisen würden. Ausgeblasste Exemplare (und die blassen schnell aus) kann man dann theoretisch noch mit anderen Arten verwechseln, allen voran natürlich anderen Lacktrichterlingsarten mit ähnlichem Habitus.


    Zur 1 und 5 sage ich aufgrund von fehlenden Funderfahrungen lieber nichts, zumal beli mit der Einschätzung, dass es beim Stacheling ohne Mikro und genauere Infos (Schnittbild, Geruch) wohl schwierig wird, recht hat.


    LG, Jan-Arne


    LG, Jan-Arne

    Hallo zusammen,


    ich denke auch, dass der Anfragende den Hinweis mit der Netiquette nun verstanden hat. Wenn ihr euch über Smileys austauschen wollt, könnt ihr gerne einen entsprechenden Thread im Offtopic-Bereich eröffnen.


    Der Thread ist hiermit geschlossen.


    LG, Jan-Arne

    Hallo Norbert,


    an den hatte ich auch gedacht. Mäßig amyloid ist doch irgendwie auch amyloid, oder?
    Ich zitiere mal aus Fungi of Northern Europa (Bd. 5). The Genus Tricholoma. Vielleicht hilft es ja:


    "DISCUSSION: Mycena zephirus is rather easily identified. The pale cap with brown spots is a good character, and so is the silvery, white-floccose, fragile stem. Young specimens often lack brown spots but are usually still easy to identify. They can be determined on account of the large size, dark brown cap, large number of gills, white-floccose, very fragile stem, smooth hyphae of the pileipellis, smooth cheilocystidia with one or few coarse excrescences, and fairly large, elongated spores."


    Auf Deutsch (frei übersetzt):


    "DISKUSSION: Mycena zephirus (Rostfleckiger Helmling) ist ziemlich leicht zu bestimmen. Der fahle Hut mit braunen Flecken ist charakteristisch, ebenso der silbrige, weißflockige, zerbrechliche Stiel. Junge Exemplare weisen häufig keine braunen Flecken auf, aber sind dennoch meistens leicht zu identifizieren. Man kann sie an der Größe, dem dunkelbraunen Hut, der großen Anzahl an Lamellen, dem weißflockigen, sehr zerbrechlichen Stiel, glatten Hyphen in der Hutdeckschicht, glatten Cheilozystiden mit einem oder wenigen groben Auswüchsen und recht großen, verlängerten Sporen erkennen."


    Damit kannst du eventuell noch einmal abgleichen. Auf den ersten Blick dürfte das passen. :)


    LG, Jan-Arne

    Hallo!


    Ich noch einmal:


    Geschlüsselt habe ich nach Fungi Europaei (Band 10). Demnach habe ich zuerst geschaut, ob die Sporen amyloid sind. Das scheint der Fall zu sein, sofern ich mir die Blaufärbung nicht einbilde:



    Da ich Albatrellus cristatus ausschließen konnte (Optik, Sporengröße), habe ich dann nach Schnallen geschaut und eben diese eine Schnalle gefunden. "With clamps or without clamps" hört sich so an, als würde eine Schnalle bereits ausreichen bzw. das Gegenteil ausschließen. Dann lande ich bei A. confluens.


    Welchen Teil der Fruchtkörper meint der Schlüssel denn genau mit "context" -> "context almost concolour, becoming reddish on drying" / "context cream"?


    LG, Jan-Arne

    Hier nun die Bilder des aktuellen Monatswettbewerbs!


    (für die volle Qualität bitte, falls möglich, die einzelnen Bilder anklicken)


    Bild 1



    Bild 2



    Bild 3



    Bild 4



    Bild 5



    Bild 6



    Bild 7



    Bild 8



    Bild 9



    Bild 10




    Bild 12



    Bild 13



    Die Jury zieht sich bis zum 03. Oktober zur Beratung zurück!

    Hallo Romana & Frank,


    ich bin hier auch beim Kastanienbraunen Stielporling. Die dunklere Hutmitte und die schwarze Stielbasis sowie Größe und Farbe des Huts sprechen dafür. Wohlriechend (im Sinne von "lecker pilzig") sind meiner Meinung nach alle Stielporling im jungen Stadium.


    LG, Jan-Arne

    Hallo Frank,


    wenn du ihn liegen lässt und er beim Eintrocknen gelblich verfärbt, ist es Hygrophorus discoxanthus (Gelbverfärbender Schneckling). Mehr kann ich aufgrund fehlender Gattungserfahrung nicht beitragen.


    LG, Jan-Arne


    Edit: Genau, wenn er nicht färbt, ist der Elfenbein-Schneckling ein heißer Kandidat. :)

    Hallo Frank,


    Inocybe (Risspilz) stimmt, ohne Mikro wird's aber schwierig. Kannst du in der Hutmitte sowas wie weiße Schüppchen erkennen? Inocybe maculata (der Gefleckte Risspilz) ähnelt dem gezeigten Pilz nämlich.


    LG, Jan-Arne

    Hallo Kerstin!


    1, 3, 4 und 5 stimmen meiner Meinung nach.


    Bei 2 sehen die Pilze irgendwie zu schmächtig, zu hellbräunlich und zu wenig büschelig aus. Hast du ein weiteres Bild der Unterseite? Intuitiv würde ich eher Ritterlinge vermuten.


    6 ist einer dieser undefinierten Allerwelts-Milchlinge (aus meiner Perspektive). Hier könnte man sich makroskopisch höchstens über den Geschmack der Milch und den Geruch nähern.


    7 sieht für mich schon wie ein Buckel-Täubling aus. Die Farbe des Sporenpulvers kann man eigentlich nur glaubwürdig bewerten, wenn man es bündelt. Dann wäre der Ton eventuell etwas dunkler und passender.


    12 könnte ein Fleischroter Speisetäubling (Russula vesca) sein, da er Zähnchen zeigt.


    Ansonsten halte ich mich bei Täublingen vornehm zurück. ==18


    LG, Jan-Arne


    Edit:


    6: Echt gar kein Geruch nach Kokosflocken?


    Ahhh, den vergesse ich immer wieder. :thumbup:


    LG, Jan-Arne
    [hr]


    4 Natternstielige Schneckling passt nicht , ein andere ist .


    Hallo beli,


    wollen wir um 5 Pilzchips wetten? Also falls Kerstin ein weiteres Bild nachreichen kann, das das Rätsel auflösen kann?


    LG, Jan-Arne

    Hallo Thomas!


    Genau - "hätte", weil die Stielbasis leider fehlt. Violette Töne im unteren Stielbereich kann ich auch erahnen, aber ich kann nicht sagen, ob das Filz oder die Farbe des Stiels selbst ist. In diesem Fall glaube ich dann aber mal Pablos Monitor und meinem Gefühl und sage, dass er es ist. ;)


    LG, Jan-Arne

    Hallo zusammen!


    Die Pholiota- und die Inocybe-Vermutung haben sich bestätigt. Den Jungfern-Schirmling konnte ich mangels Sporen leider nicht vernünftig absichern, auch wenn ich mir mittlerweile optisch und durch das Verfärbungsmuster sowie den Standort recht sicher bin.


    Zu den Albatrelli:


    Die Grünlichen müssen, sofern nicht doch eine andere Gattung, Albatrellus cristatus sein. Die Sporengröße ist in der Gattung einmalig. Schnallen fehlten.



    Die vermeintlichen Semmelporlinge dürften tatsächlich welche sein, sofern das hier als Schnalle durchgeht und nicht nur eine verdreht gewachsene Hyphe ist. Ich habe tatsächlich lange danach suchen müssen. Die Sporen sind etwas zu klein für Albatrellus citrinus. Ein Röten konnte ich nicht feststellen. Ich lasse gerade einen Teil trocknen, um zu prüfen, ob er dann rötet. Eine Frage dazu: Gilbt Albatrellus confluens so fleckig bei Berührung?






    Danke schon mal für weitere Meinungen! :)


    LG, Jan-Arne

    Hallo silbergrau!


    Das wichtigste Bestimmungsmerkmal für die Art, die ich vermute, wurde leider bereits entfernt. Violetter Basalfilz hätte für Laccaria bicolor, den Zweifarbigen Lacktrichterling, gesprochen, eine recht stabile Art in dieser Gattung.


    LG, Jan-Arne

    Hallo noch einmal,



    Zu den spröden Lamellen: Jein... ist auf jeden Fall kein typisches Merkmal, aber jeder Pilz kann mal aufgrund von Trockenheit oder Alter aus der Reihe tanzen... Bei Täublingen finde ich das knackige, nicht fasernde Brechen des Stiels ein zusätzliches einfaches Merkmal zu den splitternden Lamellen.


    Genau! Dazu hätten Täublinge i. d. R. nicht so viele Zwischenlamellen und Arten mit einem so dunkelgrauen Stiel fallen mir gerade auch nicht ein. Je mehr Täublinge du in der Hand hattest, desto leichter erkennst du sie am Habitus, weil sie sich - Weiß- und Schwärztäublinge mal ausgenommen - doch optisch in eine Schublade stecken lassen. Eine ziemlich große, chaotische und schlecht beleuchtete Schublade allerdings, bei der sich einzelne Namen häufig nicht finden lassen. ;)


    LG, Jan-Arne

    Hallo Moritz,


    das klingt nach einer sehr organisierten Vorgehensweise, was die Aneignung von Pilzwissen angeht. :thumbup: Und wie man sieht zeigt sie Früchte: Auch ich sehe recht sicher einen Weichritterling (Melanoleuca), wobei die Unterscheidungen der einzelnen Arten (nicht zuletzt aufgrund der vorhandenen bzw. fehlenden Literatur) hier schwierig ist.


    Ich freue mich schon, mehr von dir zu hören!


    LG, Jan-Arne

    Hallo zusammen!


    @ Heidi: Du musst nicht noch einmal extra in den Wald, um nachzusehen. Ich schaue mal, wie ich mich dem Problem anderweitig nähern kann. Chemie z. B. könnte da helfen.


    Hallo Jan-Arne,
    Was ist das denn für ein Pilz bei Nummer 7 und kann man den essen? ;)
    Björn


    Hallo Björn!
    Das ist der Puschelschwänzige Eichhörnling, und vom Verzehr wird dringend abgeraten, sie sind wehrhaft und sollen tranig schmecken.


    :giggle:


    LG, Jan-Arne

    Hallo!


    Danke allen für die netten Kommentare. :)


    Leider nicht alles Schwarzwald, Pablo. Von dort waren nur die ersten 4 Bilder, weil es leider kaum was Interessantes zu entdecken gab. Und ich war mit dem Zug unterwegs und hatte leider nur die zwei Tage, sonst hätte ich tatsächlich über einen Zwischenstopp nachgedacht oder zumindest einen "Bescheid" an die Ortsansässigen Oehrling oder Markus gegeben. :)


    Bei den Albatrellussen muss ich also noch einmal genauer ran. Mal sehen, ob ich da was reißen kann. Bisher kenne ich die Art nur von einem Fund eines jungen Kammporlings vor zwei Jahren. Eigentlich sind die ja eher nicht so flachlandaffin.


    Die Zweifel am Geastrum sind sicherlich berechtigt. Mir gefiel die Bestimmung auch nur bedingt. Wieder eine Gattung, mit der ich mich bisher nicht so richtig auseinandergesetzt habe, zumal es hier eigentlich fast nur Geastrum triplex gibt. Immerhin war ein Kleiner Nest-Erdstern bei der Schwarzwald-Tour dabei. Den kann ich immerhin. :D


    Björn und ich hatten uns auch mal an einer Ramaria versucht. Keine Chance, spätestens wenn es an die detaillierte Bewertung der Farben geht. Ich schau mal, ob ich mein Glück noch probiere oder es gleich sein lasse. Wobei: Immerhin gab es einen wertvollen Hinweis zweier Pilzsammlerinnen, die das Exemplar in unserem Korb sahen: "Weiß nicht, was das ist, aber Bekannte essen das immer." ;)


    LG, Jan-Arne


    I. corydalina passt optisch perfekt. Hat er denn entsprechend gerochen? Also so wie I. fraudans nur schwächer; so süßlich nach halb vergammelten Obst mit einer stark stechenden Komponente. :evil: Wenn ja, dann ist der das auch. Ein leichtes Röten, bzw. Bräunen darf bei der Art sein. Eine der wenigen Arten, die sich sofort im Feld bestimmen lassen btw. ;)


    Hi Stefan,


    das dachte ich mir. Weil er optisch auffiel, hab ich ihn auch nur eingepackt. Gerochen hat er für mich spontan nach Katzenklo, die anderen Mitgeher nannten den Geruch "penetrant süßlich, aber nicht völlig unangenehm". Zuhause habe ich dann noch mal gerochen und man konnte "überreife Birne" durchaus dort reinriechen. Dann dürfte das passen. :)


    LG, Jan-Arne