Beiträge von JanMen

    Hallo H.,


    ich versuche mal mein Glück:


    1) Kann gut sein, auch wenn er recht schmächtig wirkt. Roch er denn würzig?
    2) Dürfte hinkommen, auch ohne Anritzen und Unterseite.
    3) Fuchsiger Rötelritterling (Lepista flaccida)
    4) Ein Lamellenpilz, der sich nach oben gebogen hat.
    5) Ihhh, ich finde den Geruch nicht angenehm pilzig, sondern abstoßend parfürmiert. Aber bei der Art habe ich schon jede Form der Geruchsbeschreibung gehört. Viele mögen den Geruch. Das ist die Nebelkappe (Clitocybe nebularis).
    6) und vermutlich der mögliche Verwechslungspartner mit dem Buckel in der Hutmitte: Mönchskopf (Infundibulicybe geotropa).
    7) Da erkenne ich zu wenig. Den Bildern nach sieht das aus wie eine Mischung aus Milchlingen und Ritterlingen mit dunklem Sporenpulver. Ich bin gespannt, ob dazu jemandem was einfällt.


    LG, Jan-Arne

    Hallo Marlis und willkommen im Forum!


    Deine Suche war erfolgreich - so sieht Chaga aus. Die vermeintliche Seltenheit rührt wohl daher, dass insgesamt die meisten Pilzler eher im Süden aktiv sind und gen Süden Birken nun mal seltener werden. Bei uns findet man die Art in jedem größeren Birkenbestand und davon haben wir im Ruhrgebiet nicht wenig. Die bräunliche Maserung im Inneren der Kruste ist übrigens das eindeutige Bestimmungsmerkmal der Art.


    LG, Jan-Arne

    Hallo zusammen,


    meiner Interpretation wäre das ein klassischer Fall von Henningsomyces candidus. Ich richte mich da im Wesentlichen nach der Trennung der Funga Nordica.
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    Punkt 1: Die Größe. Henningsomyces puber soll sehr lang und dabei schmal wachsen und würde deshalb makroskopisch schon nicht so gut passen. Funga Nordica lässt einen ähnlichen Schluss zu mit den beschriebenen Größen "1 mm long and 0,3 mm in diam." für Henningsomyces candidus und "1-3 mm long, c. 0,1 mm in diam.".


    --> Natürlich kann man nicht sicher sagen, ob die Fruchtkörper nicht noch weiter wachsen. Ich habe auch schon Fruchtkörper gefunden, die lang wie breit waren, weil sie sich noch im Wachstum befanden.



    Punkt 2: Die Farbe. Henningsomyces candidus wird (da lügt der lateinische Name!) als "whitish or pale yellow brown" beschrieben bzw. "whitish to cream", während Henningsomyces puber "white" bzw. "pure white except at the white or pale yellow apex" sein soll.
     
    --> Makroskopisch beurteile ich die gezeigten Fruchtkörper als weiß bis cremefarben, allerdings ist die gelbliche Farbe nicht an der Spitze (sofern ich "apex" richtig interpretiere), sondern von der Basis ausgehend zu erkennen.



    Punkt 3: Die Außenseite. Henningsomyces candidus wird als "Outside smooth or finely granulose", Henningsomyces puber als "outside entirely or for most part pubescens white" beschrieben.


    --> Gut, das lässt sich kaum als hard fact anführen, aber H. puber würde ich zottiger erwarten.



    Punkt 4: Die Haare an der Mündung (mikroskopisch). Henningsomyces candidus: "hairs round margin [...] resembling a tree with stiff, upright, short branches" und Henningsomyces puber: "hairs around the margin [...] with soft, flexible ramifications pointoing in all directions".


    --> bei Hans' H. puber-Fund (übrigens viel längere Fruchtkörper im Verhältnis zum Durchmesser - siehe Punkt 1) sehe ich das, was als flexible Verzweigung in alle Richtungen beschrieben wird. Bei Mario hingegen sehe ich die Baumstruktur, sehr gerade und steif wirkende Äste, alles viel strukturierter.
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    Das alles ist natürlich nur meine Interpretation des Schlüssels der Funga Nordica. Die Arten lassen sich scheinbar wirklich nur schwierig trennen.


    LG, Jan-Arne

    Hallo Stefan,


    das sieht schon mal interessant aus! Ich bin gespannt auf mehr. :)


    Die Psathyrella (mittlerweile übrigens Parasola) conopilus hast du noch nie bewusst wahrgenommen? Zumindest hier steht sie zeitweise an jeder Ecke und ist an manchen Waldwegen der häufigste Pilz. :D


    LG, Jan-Arne

    Hallo Gerald,


    am besten wäre, wenn du die Bilder (per "Bild in den Beitrag einfügen") nach oben ziehst und nummerierst. Ich gehe mal der aktuellen Reihenfolge nach.


    1) kann einiges sein.
    2) ist ein Täubling (Russula spec.)
    3) ist sehr wahrscheinlich ein Pantherpilz (Amanita pantherina)
    4) ist der Spitzschuppige Stachelschirmling (Lepiota aspera)


    Die Bilder sind wirklich schön, allerdings wäre ein kurzer Knipser der Unterseite für Bestimmungszwecke hilfreich. Die müssen dann ja auch nur im Forum landen und musst sie nicht in dein Album einsortieren. :)


    LG, Jan-Arne

    Hallo Hans!


    Ein Kahler Krempling war es nicht zufällig, oder? Der Hutrand sieht zumindest nicht danach aus. Ansonsten wäre ich direkt bei Hypomyces chrysospermus oder microspermus gelandet.


    LG, Jan-Arne

    Hallo!


    Genau. Da bekomme ich elektronische Post von dir an die oben verlinkte Adresse, am 20. eines Monats erscheint dein Bild mit der "Konkurrenz" dann im Forum und wird bis zum Monatsende von der Jury bewertet. :)


    LG, Jan-Arne

    Hallo Uwe,


    wo genau bist du denn unterwegs? Und wer ist der PSVler deines Vertrauens? Ich frage, weil ich auch aus dem Ruhrpott komme und die allermeisten Pilzleute der Gegend zu kennen glaube. :) Antwort gerne auch per PN.


    LG, Jan-Arne

    Hallo zusammen,


    Tricholoma lascivum, Tricholoma album und Tricholoma stiparophyllum habe ich alle schon im Ruhrgebiet gesehen, wirklich häufig sind sie hier aber alle nicht. In der Anfrage war allerdings von dem Lästigen Ritterling die Rede, das wäre dann Tricholoma inamoenum. Den habe ich hier noch nicht gefunden.


    LG, Jan-Arne

    Hallo beli,


    1 und vielleicht auch 2 könnten eventuell in Richtung Callistosporium (Scheinrüblinge/Goldrüblinge) gehen. Nummer 3 kann alles Mögliche sein, da möchte ich mich lieber nicht aus dem Fenster lehnen. :)


    LG, Jan-Arne

    Hallo zusammen,


    das hier durchaus was Besseres und es sei jedem verziehen, wenn er den Pilz nicht auf Anhieb erkennt, denn in Deutschland wurde der wohl erst ein paar Male gefunden. Auf Bornholm scheint der aber geläufiger zu sein, wie der Fund von einem guten Pilzfreund vor wenigen Wochen (nur daher kenne ich die Art) und dein Thread in Kombination zeigen. Der Pilz hört auf den Namen Aureoboletus projectellus, eigentlich eine nordamerikanische Art, die in den 2000ern erstmals in Litauen, später in Skandinavien und letztlich auch in Deutschland und vereinzelt auch in weiteren Nachbarländern nachgewiesen wurde. Schöner Fund! Ob er essbar ist, kann ich dir allerdings nicht mit Gewissheit sagen, aber da es hier ja ohnehin keine Verzehrfreigaben gibt... :)


    LG, Jan-Arne

    Hallo Matthias,


    Thomas hat recht. Das sind keine Steinpilze. Maronen färben sich nicht immer und haben jung auch sehr helle Röhrenenden. Aber: Ein Stielnetz (vor allem an der Stielspitze) wirst du hier vergeblich suchen. Auch die dunkle Farbe und die feinfilzige statt speckige Optik des Huts passen nicht zum Steinpilz.


    LG, Jan-Arne

    Hallo Matthias,


    obwohl die Bilder aufgrund des Aufnahmelichts fast völlig unbrauchbar sind, lässt deine Beschreibung (Die Färbung hast du gut beobachtet und beschrieben!) den Schluss zu, dass es sich um den Pfefferröhrling (Chalciporus piperatus) handelt.


    LG, Jan-Arne

    Hallo zusammen!


    Danke für den Hinweis, Ralf. Ich erinnere mich dunkel. 8|


    Danke auch für deine Meinung, Pablo. Und ich wünschte, ich hätte weitere Fotos gemacht, denn diese sind wirklich verfälschend. Ich hab noch Exemplare mitgenommen, um sie bei zwei Stammtischen zu präsentieren. Nach zwei, drei Tagen sahen sie genau so aus. Sofern die Pilze auf dem Bild nicht falsch bestimmt wurden, bleibe ich dabei. Karl, der die Art aus dem Depot kennt, hat sie übrigens ohne jeglichen Kontext (Begleitbäume usw.) auch so genannt, nachdem ich ihn, fertig mikroskopiert, zur Sicherheit noch einmal gefragt hatte.


    LG, Jan-Arne

    Hallo Thorben,


    so ein schöner Fund und ich hatte die Ehre, live dabei zu sein! Dein Auge für die Besonderheiten ist wirklich beeindruckend. :thumbup:
    Und die Dokumentation ist natürlich auch allererste Sahne. :)


    LG, Jan-Arne

    Hallo Luzie,


    hier wirst du beim Semmelstoppelpilz fündig, der keine Lamellen und keine Poren, sondern Stacheln zur Verbreitung seiner Sporen nutzt.


    LG, Jan-Arne

    Hallo Bernd,


    ich sehe zumindest auf dem Bild keine grünen Lamellen. Das sieht mir eher nach Rauchblättrigen Schwefelköpfen aus. Wenn du dir bei der Gattung sicher bist, hilft ein Geschmackstest: mild = rauchblättrig / bitter = ziegelrot oder grünblättrig.


    Der zweite Pilz ist ein Hallimasch. Beim reinen Nadelwald und keinerlei gelblichen Tönen darf man den als Armillaria ostoyae, Gemeiner oder Dunkler Hallimasch, ansprechen.


    LG, Jan-Arne

    Hallo!


    Danke für die netten Worte!


    Danke auch für die kritische Nachfrage, Peter, aber das passt schon. Fichte schrieb ich extra hinzu, weil es eben abweichend von der Norm war. Die Farbe wirkt kräftiger, weil es an dem Tag ordentlich geregnet hat und man erst im getrockneteren Zustand die feinschuppige Oberfläche wahrnehmen konnte. Wir haben auch mikroskopiert und die anderen annähernd passenden Kandidaten fielen wegen der Sporengröße raus.


    LG, Jan-Arne