Hallo!
Ist es sinnvoll die Fruchtlörper zu entfernen, oder rege ich damit den Pilz noch eher an zu wachsen?
Das ist dem Pilz im Holz wurscht. Ob man den Apfel nun pflückt oder nicht, ist dem Apfelbaum ja auch egal. ![]()
LG, Jan-Arne
Hallo!
Ist es sinnvoll die Fruchtlörper zu entfernen, oder rege ich damit den Pilz noch eher an zu wachsen?
Das ist dem Pilz im Holz wurscht. Ob man den Apfel nun pflückt oder nicht, ist dem Apfelbaum ja auch egal. ![]()
LG, Jan-Arne
Hallo,
Nummer 1 halte ich für einen Zunderschwamm.
Nummer 2 ist nicht mehr so ganz frisch, könnte aber ein Wässriger Mürbling (Psathyrella piluliformis) gewesen sein.
LG, Jan-Arne
Hi,
im Zweifel mal nachfühlen:
Extrem holzig-korkig = Feuerschwamm.
Bei Druck etwas nachgebend, eben weicher = Weichporling.![]()
LG, Jan-Arne
Hi!
Den meisten Pilzkundlern wird's dabei gehen wie mir: Pilz wird im Vorbeilaufen als Galerina taxiert, passt nicht ins Beuteschema (weil keine krustenförmigen Beläge an Totholz bildend), wird nicht weiter beachtet.
Is' klar!
Ja klar, little brown mushrooms sind alle unterkartiert, aber ein blauer Fuß würde zumindest mich zu einer Auseinandersetzung mit dem gefundenen Pilz zwingen. Das sind diese besonderen Merkmale, die einen reizen, sich auch mal auf unbekanntem Terrain zu bewegen. Na gut, den blauen Fuß muss man im Feld halt erst einmal entdecken. Für häufig halte ich die Art allerdings trotzdem nicht.ü
@ Maria: Ein klassischer Winterpilz dürfte das in jedem Fall nicht sein, sodass ich schon tippen würde, dass Frost und/oder stärkerer Schnee sein Ende bedeuten.
LG, Jan-Arne
Hallo Pablo,
das wäre natürlich dann direkt ein toller Fund. Rote-Liste-Status: R und gerade mal 7 Datensätze bei Pilze-Deutschland. Makroskopisch könnte schon das passen.
LG, Jan-Arne
Hallo!
Danke für den neuesten Stand. Ich sprach ja von Flammulina populicola. Kein Nachweis ist natürlich die einfachste Erklärung. Dann mal los, lasst es uns ändern.
Flammulina rossica ist ja mit zwei Datensätzen aus Bayern vertreten. Beide 1981 und beide am äußersten südöstlichen Rand.
LG, Jan-Arne
Hallo Maria,
alles Samtfüße. ![]()
LG, Jan-Arne
Hi!
Schade, dass der blaue Fuß so völlig ignoriert wurde. Egal, ich hab selbst gesucht und ein Bild gefunden, das mich zufriedenstellt, was Galerinchen mit blauer Basis angeht. ![]()
LG, Jan-Arne
Ja, wobei mein Gefühl ist, dass Flammulina elastica häufiger als Flammulina velutipes ist (was auch Gernot Friebes bestätigt). Allerdings sind nicht alle Einzelfruchtkörper sauber bestimmbar, da die Sporen manchmal etwas kurz sind (bei Fl. elastica) - das heißt, hier geht es teils nur genetisch oder per Kreuzungstests, aber typische Kollektionen sind zuordbar.
Danke für die weiteren Ausführungen. Die Information mit Flammulina elastica beruhigt mich ebenfalls, denn ich hatte selbst schon mehrfach das Problem, dass meine Sporengrößen genau in der Mitte lagen. Dazu muss ich halt zugeben, dass ich bisher nur Flammulina-Arten an Weide genauer angesehen hab.
Solltest du aber beispielsweise mal eine ganze Gruppe von Samtfußrüblingen finden, die scheinbar am Boden rund um eine Pappel wachsen, dann unbedingt fotografieren und mitnehmen - könnte Fl. populicola sein.
Pilze-Deutschland führt die Art nicht. Fehlt sie in dieser Datenbank bisher aus Mangel an Funden oder ist sie irgendwie synonymisiert, taucht jedoch bei den Synonymen nicht auf?
LG, Jan-Arne
Alles anzeigen
Ah stimmt, danke. Ich hatte das "häufig mit Salix assoziiert" falsch im Kopf. Es wäre natürlich mal interessant zu wissen, wie oft die Art wirklich auf anderen Substraten vorkommt. Aufgrund der jahrelangen völligen Vergessenheit dieser Art gibt es dazu ja leider kaum Daten.
Servus Jan-Arne,
ich habe in der Mycologia Bavarica einen Weltschlüssel für die Gattung Flammulina pubiziert. Im BMG-Forum findest du daraus entnommen einen aktuellen Schlüssel für die heimischen Arten (es gibt auch noch Flammulina rossica und Flammulina populicola, die auch makroskopisch nicht oder kaum erkennbar sind): http://forum.pilze-bayern.de/i…95.msg23578.html#msg23578
Ich habe Flammulina elastica (fm. longispora) schon an diversen Laubhölzern gefunden, so auch an Buche, Ahorn etc. Flammulina velutipes nimmt auch quasi alles.
Hallo Christoph,
auf diesen Schlüssel bezog ich mich. Meinem Empfinden nach war er der Auslöser, Flammulina elastica seinerzeit wieder in die Diskussion zu bringen und die heimischen Hobbymykologen zu erinnern, dass nicht jeder Samtfuß velutipes heißt. Danke für die Information zu deinen Erfahrungen mit dem Substrat von F. elastica. In Zukunft werde ich also noch genauer hinsehen müssen. ![]()
LG, Jan-Arne
Hallo,
was sagt ihr denn zu den Blautönen in der Basis? Klar, eine Mycena ist das trotzdem nicht, aber kann man die Gattung Psilocybe z. B. ausschließen (auch wenn mir spontan keine Art mit solcher Optik einfällt)? Und wenn ja: Kann es dennoch ein Indiz für die genaue Art sein? Fragen über Fragen. ![]()
LG, Jan-Arne
F. elastica ist (wie auch F. velutipes) gerne an Weide, aber nicht darauf beschränkt.
Ah stimmt, danke. Ich hatte das "häufig mit Salix assoziiert" falsch im Kopf. Es wäre natürlich mal interessant zu wissen, wie oft die Art wirklich auf anderen Substraten vorkommt. Aufgrund der jahrelangen völligen Vergessenheit dieser Art gibt es dazu ja leider kaum Daten.
LG, Jan-Arne
Zu 3: Flammulina ja, aber die nur mikroskopisch unterscheidbare F. elastica kann es auch sein (man könnte es "Flammulina velutipes s. l." nennen).
Hi,
Flammulina elastica geht doch eigentlich nur an Salix, oder?
LG, Jan-Arne
Ahoi!
Ich mache aus der 3 einen Samtfußrübling (Flammulina velutipes). Irgendjemand muss sich jetzt noch um die 2 "kümmern". ![]()
LG, Jan-Arne
Ich fürchte nur allgemein, dass der eine oder andere Fund als Tremella mesenterica untergeht, weshalb ich gerne auf solche Doppelgänger hinweise, insbesondere in Foren - man findet oft nur, was man kennt.![]()
Wahre Worte! ![]()
Hallo Pablo,
jetzt wollte ich schauen, ob derselbe Hinweis bzgl. der orangeroten Farbe bei jungen Fruchtkörpern auch bei T. aurantia steht. Leider ist die Art in den GPBWs gar nicht aufgeführt oder ich schaue falsch.
Zur Dacrymyces: Das war auch genau mein Gedankengang. Die Art soll sehr selten auf Laubholz vorkommen, davon möchte ich aber jetzt mal nicht ausgehen, zumal ich im Kopf habe, dass ich diesen Wuchs schon häufiger gesehen hab. Ich glaube nach wie vor an junge T. mesentericas, ohne es belegen zu können. Vielleicht ein Punkt, auf den man in Zukunft genauer achten kann. ![]()
@ Lars: Eventuell reicht es zu schauen, wie er sich entwickelt. Sofern er nicht gefrostet war/ist, müsste er meiner Theorie nach jetzt schon etwas heller gelb sein. Es sei denn natürlich, dass der Frost (dein Fruchtkörper war doch gefroren, oder?) das Wachstum nicht irgendwie beeinflusst hat.
LG, Jan-Arne
Hi!
Übrigens hatte ich auch im "Konidien - Stadium" noch keine wirklich so derbe orangene Tremella mesenterica. Kann natürlich sein, daß mir das bisher einfach nur nicht aufgefallen ist, aber gerade dein erster Fruchtkörper hat schon auch was Dacrymyces - mäßiges in Wuchsform und Farbe, Jan-Arne.
Gut möglich! Das sind alles makroskopische Bestimmungen, die mittlerweile schon fast 5 Jahre her sind, meine ersten Gehversuche praktisch. Die Literatur betont die orangene Farbe junger Fruchtkörper mehrfach und zumindest der zweite Pilz passt auch von der Form her ganz gut. Welche Gallertträne schwebt dir denn als Option vor?
LG, Jan-Arne
Hallo Leute,
könntet ihr bitte diesen Beitrag im entsprechenden Unterforum verschieben?
Klaro! ![]()
Hallo Christoph!
Klar, den muss man immer noch dazu nennen. Im Wald schaue ich auch immer auf die Begleitpilze und nenne ihn nur sicher T. mesenterica, wenn ich Reste eines Zystidenrindenpilzes am Ast sehe. Glücklicherweise haben die ja in etwa die gleiche Erscheinungszeit, sodass es häufig klappt, beide gleichzeitig zu sehen, wobei das ja faktisch auch kein richtiger Beweis ist. Hast du T. aurantia denn schon gefunden? Etwa häufiger?
LG, Jan-Arne
Hi Beli,
den Hinweis auf die Entstehung der orangenen Färbung hatte ich bereits aus den Großpilzen Baden-Württembergs zitiert ![]()
Edit: Interessant noch der Hinweis bei GPBWs:
"Die jungen Basidiocarpien bilden zunächst nahe er Oberfläche rundliche, 3-5 cm große Konidien, deren gefärbter Inhalt die orangegelbe Färbung bedingt; erst später werden dann viersporige Basidien angelegt."
Das wusste ich auch noch nicht.
LG, Jan-Arne
Sind solche sachen nicht thorbens (thorben96)baustelle?
Immer wieder faszinierend was hier so alles gezeigt wird, danke charlotte.
Lg joe
Jep!
Mal schauen, wann er den Thread entdeckt und ob er vielleicht eine Idee dazu hat. Spannend ist es auf jeden Fall.
LG, Jan-Arne
Hallo Beli,
laut Literatur kann Tremiscus helvelloides sogar an oberirdischem Holz wachsen [GPBW: "über stark kalk- bzw. basenhaltigem Untergrund sogar auf oberirdisch liegendem, schwach morschem Holz von Nadel- und Laubbäumen (Fichte, Tanne, Buche)"]. Trotzdem passen für mich Farbe (fleischrot und nicht orange) und Form nicht.
Hier noch zwei Bilder jüngerer Tremella-mesenterica-Exemplare. Beide nicht schön, aber das Wesentliche ist zu sehen: die Farbe.
(Beide noch recht jung. Beim Anfragepilz sieht man auch, dass er sich wohl erst vor kurzer Zeit durch die Rinde gedrückt hat)
LG, Jan-Arne
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Edit: Interessant noch der Hinweis bei GPBWs:
"Die jungen Basidiocarpien bilden zunächst nahe er Oberfläche rundliche, 3-5 cm große Konidien, deren gefärbter Inhalt die orangegelbe Färbung bedingt; erst später werden dann viersporige Basidien angelegt."
Das wusste ich auch noch nicht. ![]()
Hallo Verena,
ich sehe erst einmal nichts, was dagegen spräche. Diese Rottöne an der Stielbasis, die hier durchaus auffallen, hat der gerne mal.
LG, Jan-Arne
Hallo zusammen,
der Gallerttrichter kann das nicht sein. Der hat einen etwas anderen Farbton und wächst nicht auf Holz, zumindest nicht direkt auf Stämmen. Ich würde das für einen Goldgelben Zitterling (Tremella mesenterica) halten, der zwar normalerweise gelblicher ist, aber manchmal (vor allem wenn er trocken oder noch sehr jung ist) farblich ins Orange geht.
LG, Jan-Arne
Hallo,
ich vermute Weide als Substrat und würde auch (Weiden-Feuerschwamm) Phellinus trivialis sagen.
LG, Jan-Arne
