Beiträge von JanMen

    So, ihr Lieben. Ich habe mal nachgelesen. Ein toller Thread mit vielen herrlichen Bildern. :)

    Ein Crepidotus sp., ist der nicht süüüüß? Und darüber noch ein paar Nectrien?

    Jooo, isser. Das darüber sind Gallerttränen (Dacrymyces spec.)


    Gesägtblättriger Zärtling, Entoloma serrulatum (So mein letzter Stand)

    Unsere Theorie war Entoloma caeruleum. Ich hab Karl ein paar Frischpilze mitgebracht und ihm fiel anhand der z. T. gefärbten Lamellenschneiden auf, dass es sich um eine Mischkollektion handelt, also zwei Arten durcheinander wuchsen. Die bleiben also unbenamst.


    links: Nordischer Milchling, Lactarius trivialis --- rechts: Graufleckender Milchling, Lactarius vietus ?

    Wie Karl sagt: Leider war am Ende alles nur L. trivialis. Die zuerst gefundenen Pilze waren (wohl aufgrund des etwas anderen Habitats) zwar irgendwie bräunlicher, aber für L. vietus viel zu kräftig und groß.


    JanMen freut sich über diesen Erstfund.

    Jaaa, über den freue ich mich immer noch. Der hier war's: Erlengrübling (Gyrodon lividus)




    LG, Jan-Arne

    Die Jury hat entschieden!

    1. Platz

    Bild 1 - Alis (Monatssieger) mit Gelbstieliger Nitrathelmling (Mycena renati)




    2. Platz

    Bild 4 - dieter.heune mit Buchen-Schleimrübling (Oudemansiella mucida)




    3. Platz (punktgleich)

    Bild 6 - laetacara mit Fliegenpilz (Amanita muscaria)




    3. Platz (punktgleich)

    Bild 7 - ricky mit Falscher Pfifferling (Hygrophoropsis aurantiaca)





    Die weiteren Platzierungen:



    5. Platz - Bild 3 (Josef-08) mit Riesenporling (Meripilus giganteus)





    6. Platz - Bild 2 (Texten) mit Tintlingen (Coprinus s. l.)





    7. Platz - Bild 5 (Karl W) mit Schwefelporling (Laetiporus sulphureus)


    Hallo liebes Forum,


    ein weiterer Monatswettbewerb startet:


    Für alle Interessierten: Bis zum 19. Oktober um 23:59 Uhr habt ihr Zeit, euer Foto einzuschicken!


    Bitte Folgendes vor der Teilnahme lesen!


    --> Regeln und Ablauf zur Teilnahme am Pilzfotowettbewerb

    --> Bitte schickt mir das Foto per Konversation innerhalb des Forums!


    ___________________________


    Hier seht ihr, welche Preise man gewinnen kann.

    Darunter befinden sich Gutscheine von Traumflieger.de und Pilzzuchtsets von Pilzmännchen!

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    Allen Teilnehmern viel Glück und eine ruhige Hand!


    Das Forenteam von pilzforum.eu

    Hallo ihr Lieben,


    das Nordtreffen nähert sich dem Ende, nicht wahr? Unsere Ausstellung ist bereits vorbei. Es konnten überraschenderweise sehr viele Leute eine Vielzahl von Pilzen beitragen, sodass wir am Ende immerhin auf fast 200 Arten von Großpilzen kamen. Dennoch waren die Spenden des Nordtreffens (allen voran die Erlengrüblinge, die wunderschönen Nordischen Milchlinge sowie der Bilderbuch-Steinpilz) absolute Hingucker, die von vielen Besuchern (und PilzkollegInnen) bewundert wurden. Vielen Dank an dieser Stelle noch einmal fürs fleißige Sammeln und natürlich auch für die Organisation des Treffens, dessen kurzer Besuch mich sehr gefreut hat. :)


    LG, Jan-Arne

    Hallo Roger,


    es hat etwas gedauert, aber nach dem kurzen Anstoß im persönlichen Gespräch heute habe auch ich den Thread entdeckt. Ein sehr schöner Fund! :thumbup:


    Liebe Grüße vom Ex-Marler...

    Jan-Arne :)

    Hallo Stefan,


    du hast natürlich recht. Ein wenig zu groß sind die Sporen schon. Und genau, da man die Optik nicht einschätzen kann, wird der unbestimmt bleiben. Ich hatte die Anfrage auch nur in der Hoffnung eingestellt, jemand könnte sagen: Das ist Inocybe XY, die finde ich dauernd und die erkenne ich bei Tag, Nacht, im Larvenstadium und eingeäschert. Ich hatte schon befürchtet, dass das nicht der Fall sein würde. Danke für deine Meinung.


    LG, Jan-Arne

    Hallo Pablo,


    dann heißt dieser Pilz nach aktueller Bestimmungsliteratur Hohenbuehelia mastrucata mit der Dicke der gelatinösen Schicht von rund einem Millimeter (laut Gröger H. mastrucata 350-1500 µm und H. atrocoerulea 150-700 µm, laut FN H. mastrucata 350-1500 µm und H. atrocoerulea 100-600 µm. Die leicht angetrockneten Fruchtkörper sind nun auch deutlich striegeliger als zuvor. Auch die maximale Größe der Fruchtkörper (immerhin 4 cm) passt besser zu H. mastrucata.


    (Achtung, schreckliches Kunstlicht!)







    LG, Jan-Arne

    Hallo Stefan,


    meine Überlegungen:



    Stangl:


    voll bereifter Stiel und höckerige Sporen: Subgenus Inocybe, Supersection Marginatae, Section B2


    Nicht alpin, Stielbasis mit leichter Knolle

    Nicht rötend, Hut bis 3 cm, nicht auf sumpfigen Böden bei Weide und nicht bei Erle.

    Nicht dunkel rußfarben, sondern eher ocker.

    Nicht so stabil wie I. margaritispora wäre.

    Stielfarbe: Für mich nicht auffällig hell (weiß bis blass ockerlich). Stattdessen Rosaanflug?

    -> Rosa behaucht bis zart fleischfarben.


    Ich komme raus bei: Inocybe grammata, allerdings sehe ich keinen weißlichen bis silbergrauen Velumbelag und die Sporen sind nicht deutlich höckerig. Der Geruch soll nicht spermatisch sein, aber da kann ich mich auch falsch erinnern. Mittlerweile riechen sie eher nach Gammel.



    Funga Nordica:


    Sektion Marginatae (Knolle, Zystiden an der Basis nicht abgerundet)


    Hut gelb oder braun, rötet nicht

    Rosahauch (?) / Sporen nicht sternförmig.

    Durchschnitt unter 10 µm, wenn auch nur knapp. Dann mit Größe der Fruchtkörper und Sporenbreite auch Inocybe grammata.


    (Wenn nicht Rosahauch komme ich durch die Sporengröße und -breite zu Inocybe mixtilis, die ich aber kenne und die nicht passt)


    ...


    Die Darstellung hier gefällt mir an sich ganz gut, auch wenn die Fruchtkörper stabiler sind als meine Kollektion. Deshalb bin ich nicht überzeugt.


    LG, Jan-Arne


    PS: Die Kaulos reiche ich, sofern ich noch welche finde, später nach.

    Hallo Karl,


    danke für die Darstellung. Also muss man sich hier entscheiden, welchem Werk man mehr Aussagekraft beimisst und seine Bestimmung daran orientieren? Oder FNE eine fehlende Darstellung von H. ischnostylum als eigene Art bei gleichzeitiger Vermischung mit H. fusisporum vorwerfen und sich nach dem Werk richten, dass beide Arten miteinbezieht?


    LG, Jan-Arne

    Hallo Karl,


    du beziehst dich auf die Fungi Europaei 14, nicht wahr? Mit Fungi of Northern Europe kommt man zu einem anderen Ergebnis.


    Ebenfalls 5 Arten.

    Die Cheilos über 35 µm lassen H. hetieri rausfallen.

    Die nicht zugespitzte Stielbasis lässt H. fusipes rausfallen.

    Die Sporen, die im Mittel unter 13,5 µm lang sind, lassen H. gigaspermum rausfallen ...

    und der Sporenquotient über 1,9 sowie die durchschnittliche Sporenbreite unter 6,5 µm führen zu H. fusisporum gegenüber H. sacchariolens.


    Welchem Werk und welchen Sporenmaßen soll man nun den Vorrang einräumen?


    LG, Jan-Arne

    Hallo noch einmal,


    ich habe mal nachgesehen (Fungi of Northern Europe - das noch dickere Buch habe ich nicht) und nach der Sporenbreite wäre es Hebeloma fusisporum, wobei diese Art als weißlich bis cremefarben beschrieben wird, während Hebeloma sacchariolens die frisch eher hellockerfarbene Art ist. Allerdings gibt es hier Überschneidungen, weshalb man ggf. mehr Sporen messen sollte (H. sacchariolens 10,9-15,7 x 5,7-8,4 µm bei einem Mittel von 11,5-13,5 x 6,5-7,5 µm und 9,9-14,9 x 5,0-7,5 µm bei einem Mittel von 11,1-12,4 x 5,7-6,5 µm. Beide Arten sollen sich allerdings als Exsikkate verdunkeln, wobei H. fusisporum niemals dunkelbraun wird. Abhängig davon, wie trocken der Pilz auf den Fotos nun tatsächlich ist, würde ich schon eher zu H. fusisporum tendieren. Es wäre natürlich noch interessant, wie die andere Monographie beide Arten trennt.


    LG, Jan-Arne

    Hallo Harald,


    für Naucoria sieht der Pilz schon arg stabil aus, oder? Ich würde spontan an Hebeloma sacchariolens denken. Den Geruch finde ich zwar nicht birnig, sondern irgendwie anders penetrant süßlich, aber Gerüche... Ob's mikroskopisch passt, kann ich dir nicht auswendig sagen.


    LG, Jan-Arne

    Hallo Pablo,


    danke für deine Antwort. Es beruhigt mich schon mal, dass es nicht so leicht ist, wie die vielen Fundpunkte bei Pilze-Deutschland vorgeben. Ja, die Lamellenfarbe habe ich schlecht beschrieben. Vor allem im inneren Bereich zum Stiel hin ist es kein reines Weiß, im äußeren Bereich meiner Meinung nach schon oder eben ganz helles Creme.


    LG, Jan-Arne

    Hallo zusammen,


    dann habe ich noch eine Inocybe, bei der ich zu keiner zufriedenstellenden Bestimmung gelange. Dies möchte ich hauptsächlich auf die Optik der völlig verregneten Fruchtkörper schieben. Ja, Regen. Das ist dieses komische flüssige Etwas, was uns am Sonntag das gefühlt erste Mal seit nem halben Jahr heimgesucht hat. :)


    Der Hut hat einen deutlichen Hügel am Hutzentrum. Er wirkt nicht filzig oder wollig, sondern relativ glatt und radial-faserig.

    Die Lamellen sind gräulich, der Stiel war von oben bis unten deutlich bereift und grau mit bräunlichen Elementen und möglichen Rosareflexen.

    Die Stielbasis war leicht verdickt.

    Der Geruch ist spermatisch.

    Er wuchs in einem kleinen Wiesenbereich an einem Waldwegeck in eher sandigem Gebiet. In weiterer Umgebung waren Fichten und Laubbäume (Buchen, Eichen?) zu finden.


    Es handelt sich um eine der Arten mit leichter, aber nicht deutlicher Knolle, komplett bereiftem Stiel, spermatischem Geruch und leicht, aber nicht deutlich höckerigen Sporen. Da gibt es allerdings noch einige Kandidaten und mich irritiert die verregnete Optik zu sehr, um etwas Genaueres sagen zu können. Vielleicht hat ja jemand der Gattungsexperten hier eine zündende Idee.




    Sporen leicht höckerig um 9-11 x 5-6 µm






    Cheilos (oder doch auch Pleuros?) dickwandig und z. T. mit Kristallschopf:







    Pleuros dickwandig und z. T. mit Kristallschopf:




    Basidie:




    Vielen Dank fürs Ansehen. Ideen? Immer her damit.


    Danke! :)


    LG, Jan-Arne

    Hallo zusammen,


    ich brauche mal wieder die geballte Forenerfahrung, um das Rätsel zu lösen, was mich heute nicht ruhig schlafen lassen wird.


    Auf der Exkursion am letzten Sonntag in einem sandigen Gebiet im südlichen Münsterland fand ich diese Hohenbuehelia. Zunächst dachte ich an einen Crepidotus und in Richtung Crepidotus mollis (calolepis), doch das helle Sporenpulver und die Mikro-Ansicht belehrten mich schnell eines Besseren. Hier die Facts:


    - Größe der Fruchtkörper: 2 x 1 bis 4 x 3 cm
    - Hut: feinfilzig bis striegelig, aufbrechend und eine gelatinöse Schicht freilegend
    - Lamellen: engstehend, reinweiß
    - Stiel: vorhanden, cremefarben, seitlich gewachsen
    - Geruch: deutlich mehlig

    - Schnallen: vorhanden

    - Substrat: Prunus. Grob verteilt auf einem etwa armdicken Ast, vergesellschaftet mit Cersea cerasi.


    - Ideen: Nach der FN komme ich, sofern ich von reinweiß bleibenden Lamellen ausgehe, zu Hohenbuehelia atrocoerulea. H. grisea und H. cyphelliformis haben entfernter stehende Lamellen. H. mastrucata wäre deutlich striegeliger und insgesamt heller. Zwei Dinge stören mich allerdings: Zum einen sehen die Bilder im Internet teilweise anders, was ich aber gut und gerne auf Fehlbestimmungen einerseits und auf die unterschiedlichen Größen der Fruchtkörper (vgl. etwa hier) schiebe. Eher irritiert mich die Angabe der FN, dass die Zystiden einen Kristallschopf haben, gepaart mit den Verweis auf eine Abbildung, die keinen Kristallschopf zeigt. "Meine" Zystiden waren alle mit Kristallenschöpfen besetzt. Nach Gröger lande ich bei derselben Art, ohne allerdings die Dicke der gelatinösen Schicht als Abgrenzung von H. mastrucata gemessen zu haben.

    Die Optik (leider überbelichtet):




    Sporen um 7,5-8,5 x 3,5-4. Quotient: 2,0 - 2,2.




    Cheilozystiden:






    Pleurozystiden:






    Basidien 4-sporig:



    Kennt jemand die Art bzw. kann meinen Bestimmungsversuch bestätigen oder widerlegen?

    Vielen Dank vorab!


    LG, Jan-Arne