Beiträge von JanMen

    Guten Abend zusammen,


    leider hat, wie schon öfter, meine Kamera die Farbe verfälscht. Eigentlich ist "mein" Lepista Nuda schon leicht violett, aber eben blass. Weil ich noch nie zuvor einen in natura gesehen habe, wusste ich nicht, wie violett er normalerweise sein muss. Eklig gerochen hat er eigentlich noch nicht. Ich verzichte aber in diesem Fall lieber auf die Kostprobe, hat mich ohnehin überrascht, dass diese Pilze so spät im Jahr noch zu finden waren. Eine frische Nebelkappe habe ich übrigens auch entdeckt, aber vergessen im Bericht zu erwähnen.


    Dein Kreisel-Drüsling wird ein Stoppeliger/Becherförmiger/Abgestutzter Drüsling (Exidia truncata).
    E. recisa hat nie so dunkle Farben, wächst hauptsächlich an Weide. Bei dir sollte das Eiche gewesen sein.


    Ansonsten solltest du bei deinen Berichten wirklich mehr darauf achten, dass Winter ist und es keine Pilze gibt! ;)


    Deine Art passt wohl besser, danke. Und ja, ich schäme mich schon ganz doll... :(


    beachte, wenn du ihn wieder mal findest, dass eines der merkmale die abschiebbaren lamellen sind. das kann ich auf einem der bilder im ansatz sehen.


    Hab die Pilze noch hier und ich werde morgen früh mal testen, ob es funktioniert. Danke für den Hinweis.



    schöner Bericht, du hast übrigens eine ganz schön starke Lernkurve für die kurze Zeit, finde ich, sehr beachtlich :thumbup:.


    Es freut mich, dass du es auch so siehst. Ich verbringe (zu? :P) viel Zeit in diesem Forum. Ich habe so viele Pilze schon recht genau gekannt, ohne sie je gefunden zu haben, dass mir die Bestimmung vor Ort oft schon möglich war. Da ist das Forum (das heißt Kommunikation mit geballtem Fachwissen und Erfahrung) sicherlich um einiges hilfreicher, als jedes Bestimmungsbuch - und das ist klasse.


    lg,


    Jan-Arne

    Es soll im Winter keine Pilze geben?


    Von wegen!


    Heute war ich mit meiner Mutter unterwegs und ich werde euch im Folgenden die Ergebnisse unserer Tour präsentieren.


    Meine Schwester war heute morgen mit dem Hund spazieren und wir haben sie (endlich) dazu gebracht, auch nach Pilzen Ausschau zu halten. Normal hält sie den Hund, während ich und meine Mutter querfeldein gehen. Doch heute morgen hat sie, mit gutem Auge, an einer Zitterpappel diese Austernseitlinge (Pleurotus ostreatus) entdeckt:




    Der kleine Bruder etwas darüber:



    Doch für die Pfanne lohnt sich das kaum, also fassten wir den Entschluss, mal wieder einen Versuch zu wagen, doch noch Austernseitlinge zu finden. Doch spätestens seitdem ich auch auf die kleineren, gallertartigen, Glibberpilze achte, geht gezieltes Suchen nicht mehr. Und das ist auch gut so und macht nur umso mehr Spaß:


    Abgestutzter Drüsling(Exidia truncata) (Danke Ingo):



    Und natürlich sofort Samtfüße (Flammulina velutipes). Seit meinem ersten Massenfund verfolgen sie mich quasi.



    Die Zerfließende Gallertträne (Dacrymyces stillatus)



    Ein wirkliches optisches Highlight: Die Schmetterlingstramete (Trametes versicolor).



    Der Violette Knorpelschichtpilz (Chondrostereum purpureum)



    Der Herbe Zwergknäueling (Panellus stipticus)



    Ein Tintling, vermutlich Glimmer-Tintling(Coprinus micaceus) (Danke Pablo)



    Weil sie so schön ist, noch einmal die Schmetterlingstramete.



    Und, mit leichtem Bruch der Chronologie, noch ein paar Samtfüße:





    Das Judasohr (Auricularia auricula-judae) gab es natürlich auch en masse.




    Die Geweihförmige Holzkeule (Xylaria hypoxylon) zeigte sich heute, ausnahmsweise, mal nicht so häufig.



    Der Warzige Drüsling (Exidia nigricans) dafür umso häufiger.



    Und der Goldgelbe Zitterling (Tremella mesenterica), bzw. evtl. sein Zwillingsbruder (T. aurantia) ließ sich Blicken. Hier einmal in junger Form.



    Ein großes Exemplar von Coryne Dubia (Nebenfruchtform des Fleischroten Gallertbechers [Ascocoryne sarcoides].



    Für alle, die bis jetzt durchgehalten haben, kommt mein persönliches Highlight: Mein Erstfund des Kastanienbraunen Stielporlings (Polyporus badius). Was ein Monsterpilz, gut versteckt unter kiloweise Totholz (daher das erste Bild am Holz unscharf). Insgesamt waren es 4 Pilze, der größte von ihnen besaß einen Hutdurchmesser von etwa 15 cm.




    Wir waren ja eigentlich nach Austernseitlingen auf der Suche und, nachdem wir an einer großen Pappel erst einen Ansatz gefunden haben (Bild 1), wurden wir, als es schon dunkel wurde (weshalb die Fotos meiner Mutter helfen müssen), doch noch fündig. Zwar sind diese Seitlinge auf dem Boden gewachsen und wenig "seitlich", ihre typische Farbe und die Krempe lassen dennoch eine eindeutige Bestimmung zu. Zu klein, um sie für die Pfanne zu sammeln, waren sie zwar, aber immerhin kennen wir jetzt eine Stelle, die wir sicherlich in Kürze noch einmal aufsuchen werden.







    Last but not least (Jaaaa, ich komme ja gleich zum Ende!) haben wir auf dem Rückweg zum Auto einen weiteren Erstfund verzeichnen können: den Violetten Rötelritterling (Lepista Nuda). Ist dieser in der Form noch essbar? Riechen tut er nicht unangenehm und er sieht auch noch nicht schlecht aus, eventuell zeigt ein Anschnitt, ob er für eine kleine Kostprobe in der Pfanne noch gut ist.





    An dieser Stelle werde ich leicht sentimental, weil ich allen Mitgliedern des Forums dafür danken möchte, dass sie so hilfsbereit sind und mir mit ihrer Kompetenz zur Seite stehen. Vor 4 Monaten konnte ich eine Marone nicht von einem Steinpilz unterscheiden, vor 3 Monaten vermutete ich hinter einem Trichterling (das war es, glaube ich, letztlich) einen Pfifferling und jetzt gehe ich in die Natur und kann mit Pilznamen um mich werfen. Das ist so schön!


    Ich hoffe, ich konnte euch ein bisschen mitnehmen. An der Verbesserung meiner Fotographier-Qualitäten (und evtl. bald mal einer besseren Kamera) arbeite ich.


    lg,


    Jan-Arne

    Guten Morgen (bei dir Abend?),


    eigentlich wären Merkmale, genauere Fotos schön, aber hier würde ich trotz mangelnder Erfahrung in Richtung Korkstacheling gehen. Google einfach mal und vergleich, ob es passen könnte. Ich bin momentan technisch zu eingeschränkt, um dir das abnehmen zu können. :)


    lg,


    Jan-Arne

    Ich hab gerade erst gesehen, dass es den Stammtisch erst seit September gibt 8| Ich hätte gedacht, den gibt es schon ewig. Er würde schon fehlen, denke ich. Man braucht ja irgendwie einen Ort, an dem man auch abseits von allem Fachgerede mal ein bisschen die Sau rauslassen kann :)


    In dem Sinne: ein Hoch auf den barthütler für die Erstellung des Threads ;D


    Hätte ich gar nicht mitbekommen, danke! :D


    Dafür gibt's ne Runde:


    1000 ist ne dicke Zahl. Die meisten Beiträge kriegt man am Stammtisch zusammen, glaub ich. Man wird immer so gesprächig, wenn man was getrunken hat und Mausmann füllt immer alle ab ... ;D

    Hi mal wieder,


    bei der Keule habe ich keine Ahnung. Beim Pilz 2 würde ich, ohne Erfahrung mit dem Pilz zu haben, auf den Gifthäubling tippen und als Referenz dieses Bild aus dem Internet anbringen



    Beim dritten Pilz werden sicherlich genauere Angaben, z.B. zum Geruch, nötig sein, um ihn einordnen zu können.


    lg,


    Jan-Arne

    Hi bbq,


    Glückwunsch zum Fund! Ich habe bei der Auswahl, welche in die Pfanne können, vorallem auf die Lamellen geachtet. Einerseits auf die Farbe, die Konsistenz und dann noch darauf, wie stark der Hut schon gewellt war (weil überreif). Dazu kann man gucken, wie hoch am Stiel der Samt schon angekommen ist. Sollte das alles noch im Rahmen sein und die Pilze noch nicht muffig riechen, würde ich sie bedenkenlos verwenden. Beim Pilz auf dem 2. Bild beispielsweise wäre ich schon skeptisch.


    lg,


    Jan-Arne


    Ich hoffe nicht, dass ich jetzt vom Hauptthread ablenke. Wenn ja, Entschuldigung! ;D


    Ich dachte immer, dass der Lungenseitling quasi das Sommergegenstück des Austernseitlings wäre, aber er scheint ja auch im Winter aufzutauchen. [Edit: oder doch nur Frühling bis Herbst?] Nach Anis gerochen hat er jedoch nicht. Für mich bleibt die Bestimmung offen, aber danke für deinen Hinweis :)


    lg,


    Jan-Arne

    Hallo zusammen,


    ich bin alles andere als Experte, aber spontan fallen mir drei mögliche große Seitlinge ein, die in dieser Zeit gefunden werden können. Den Gelbstieligen Muschelseitling können wir doch wohl ausschließen und bereits auf dem ersten Bild sieht man, dass der Stiel nicht berillt, also von Lamellen besetzt ist. Für mich sieht dieser Pilz nach einem Austernseitling aus, dessen Hutfarbe von cremefarben bis sehr dunkel variieren kann.


    Dazu möchte ich die Chance nutzen und auf meinen Thread von gestern verweisen. ->Klick<- Für mich sieht bei meinem Fund momentan auch alles am ehesten nach einem Austernseitling aus.


    Abschlussfrage: Ist es nicht so, dass eine striegelig-zottige Stielbasis (statt lediglich einer Filzschicht) nur bei Austernseitlingen auftaucht? (vgl. ->Klick<-)


    lg,


    Jan-Arne

    Hi Andre!


    Nach der Ankündigung deiner Tour heute morgen, war dieser Bericht ja geradezu ein Muss.


    Pilz 5 sollte übrigens der Warzige Drüsling sei.


    Ich habe heute quasi eine Paralleltour zu deiner gemacht. Wir waren an einem großen Teich, mit leicht sumpfigem Gebiet und vielen Pappeln. Gefunden haben wir viele Gelbstielige Muschelseitlinge, unzählige Judasohren, Rötende Trameten (passen ja sehr gut zum Gebiet) und auch wirklich viele Samtfüße, die wir aber, da wir heute Mittag frustweise gekaufte Austernseitlinge verschlungen haben, haben stehen lassen. Obwohl alles super für Austernseitlinge aussah, haben wir keine gefunden. :(


    Was ist eigentlich aus den Austernseitlingen geworden, die du nicht pflücken konntest / durftest? Gibt es von denen keine Fotos oder waren das die Gezeigten und du hast dich letzten Endes doch getraut? :D


    lg,


    Jan-Arne

    Viel Erfolg bei der Suche!! Hm, wenn er kein mobiles Internet hat, sieht er das hier eh erst, wenn er mit gefundenen Austern wieder zuhause ist ;D wenn er wirklich so konsequent ist... ;)

    Hi Andre,


    einen Tipp habe ich nicht, aber mir geht es, abgesehen von 1,2 kleinen Funden, ähnlich. Ist es bei dir auch so, dass du unzählige Gelbstielige Muschelseitlinge findest? [Edit: habe nochmal genau gelesen - genau so geht es mir nämlich auch!]. Ich dachte erst, wo diese sind, müssen auch Austernseitlinge nicht fern sein, doch nichts. Dabei schmecken die Gekauften so gut und die aus der Natur sollen nochmal eine Spur leckerer sein. :(


    lg,


    Jan-Arne

    Hi Kuschel,


    wie fies ist das denn! Ein Glück, dass wir keine Steinpilze finden. Dann kann uns sowas nicht passieren. :P Ohne Rücksicht auf Verluste gegessen hätte ich sie wahrscheinlich auch. Da scheinen wir uns sehr ähnlich zu sein. ;D


    lg,


    Jan-Arne

    Hi Sven,


    ich würde dir gerne (zurecht) sagen, wie gut das Foto gelungen ist, aber ich bekomme beim Anblick von / Gedanken an Stinkmorcheln immer deren Geruch in die Nase und dann ist kein positives Wort aus mir herauszubekommen. Hätte ich damals nur nicht dran gerochen... :P


    lg,


    Jan-Arne

    Hallo zusammen,


    wir entdeckten vorhin den folgenden Pilz und wir können uns nicht recht entscheiden, was es sein soll:


    Merkmale:


    - Größe der Fruchtkörper: der Größte: 9 cm breit und 6 cm lang - der Kleinste: etwa 1,5 x 1,5 cm


    - Hut: bräunlich, cremefarben


    - Fruchtschicht: engstehende Lamellen


    - Stiel: teils von Lamellen besetzt, später kurze samtene, weiße Schicht


    - Verfärbungen: keine


    - Geruch: angenehm, ähnelt den einst gefundenen und nicht direkt erkannten Austernseitlingen


    - Geschmack: nicht getestet


    - Begleitbäume, Substrat: Leider kein Bild, da zu dunkel und keinen Akku für Blitz, der Baum war zwar gestutzt (verlängerter Baumstumpf), aber noch nicht tot, es war auffallend, dass der Durchmesser des Stamms lediglich ca. 12 - 13 cm betrug, er stand zwischen Büschen von Schlehen und Weißdorn.







    Was mich von einer Bestimmung abbringt, ist einerseits der Stiel. Der Stiel ist zwar nicht komplett mit Lamellen besetzt, aber die Lamellen reichen dennoch recht weit auf den Stiel hinüber.


    Dennoch tippe ich auf Austernseitlinge. Zwar dachte ich bis dato, dass der Austernseitling dunklere Töne hat und nur das sommerliche Gegenstück: Lungenseitling auch cremefarbene Töne enthält, doch mir fiel besonders die kurze Stelle am Stiel auf, die nicht aus Lamellen, sondern einer samtigen, weißen Schicht besteht, die mir in einer früheren Bestimmungsanfrage, falls richtig in Erinnerung, als Beweis für Austernseitlinge gedient hat. Außerdem fehlt die klassische Löffelform des Rillstieligen Seitlings.


    Danke für jeden Hinweis.


    lg,


    Jan-Arne

    Ich habe momentan eine Übung zum Thema: "Haushalt und Hauswirtschaft vom 16. bis zum 19. Jahrhundert". Das Thema ist wirklich unmöglich, aber es passte nichts anderes. Ich denke, wenn man selbst mehr in der Materie ist, sieht es da anders aus, aber wenn man sich die Studien anderer Leute durchliest, die aus dem 100-Seelen-Dorf XY alle Prozentzahlen von verheirateten, unverheirateten und verwitwerten Frauen herausgesucht haben, hat es für einen weder etwas Faszinierendes, noch selbst einen direkten Bezug. Wenn du dennoch wirklich etwas damit anfangen kannst, freue ich mich natürlich für dich oder besser: ich beneide dich, weil mir deine Einstellung das Studium erleichtern würde :D


    Und den Spagat dazwischen habe ich auch mal gelesen, Charles Bukowski. Ein derber Charakter. Aber eben deshalb war ja so lesenswert, auch wenn es schon mal übel unter der Gürtellinie hinlangt und zu geschmacklos sein kann. Aber damals war ich jung. Da war der cool.


    Den habe ich noch vor mir, auf meiner langen To-Read-List, die kaum zu schrumpfen scheint :( Dieses Forum ist daran übrigens mit Schuld! :D



    Määhhllliee, dann musst Du die Fortsetzung "Alle sieben Wellen" lesen, dann weißt Du, wie "es" zu Ende geht :)


    Wie wohl :rolleyes: :D

    Mausmann, ich höre dein Schmatzen bis hierhin! -.-


    Ich schreib dir gleich meine Adresse per PM. Dann kannste mir was zusenden ;D



    In der Schule fand ich Deutsch und Geschichte immer total doof. Später dann, als doofe Lehrpläne und doofe Lehrer von der Bildfläche verschwanden fand ich es dann plötzlich toll.


    Aber gerade abseits von großen Namen gefällt mir Geschichte deutlich besser. da lernt man wenigstens was.


    In der Schule ist immer sehr viel von den Lehrern abhängig. Ich war absoluter Lateinfan, bis der Lehrer plötzlich mit 30 Jahren verstarb und wir uns mit den langweiligen, 50 - 60-jährigen Routineleuten rumschlagen mussten. Bis dato dachte ich noch, ich würde vielleicht einmal Latein studieren. ;D


    Man lernt zwar abseits von den großen Leuten der Geschichte evtl. mehr, aber Alltags- und Sozialgeschichte ist so ziemlich das Langweiligste, was das Fach zu bieten hat. Man kann zwar viel lernen, aber es kann einen absolut nicht mitreißen. :(

    King ist sicher nichts für Jedermann. Ich habe zwar bis jetzt (falls ich mich recht erinnere) nur Verfilmungen gesehen, aber diese haben alle den typischen King-Touch, der teilweise einfach nicht sein muss. So wirkte es zumindest in den Filmen, ob es im Buch alles mehr Sinn ergibt, mag ich nicht zu beurteilen.


    Meine Schwester hat damals "Irrungen, Wirrungen" von Fontane gelesen. Falls ich mich recht erinnere, geht das allerdings wieder stärker in Richtung bürgerliches Trauerspiel und es würde UNS eher weniger auf dem Lehrplan zusagen ;D


    Desperation kenn ich nicht, Pablo...was ist das und von wem?


    Wenn er das Buch von Stephen King meint, würde es mit 800 Seiten wohl noch mehr Unlust in den Schulen erzeugen, als Kabale und Liebe auf dem Lehrplan zu haben :D


    Das Ziel ist ja eigentlich, einen (sehr groben) Durchgang durch die Geschichte der deutschen Literatur zu geben. Wir hatten beispielsweise ein Buch aus der Weimarer Klassik, eines von Büchner, dann Effi Briest und Musil als modernen Autor. Statt Kabale und Liebe würde ich Schüler aber 1000% eher Faust lesen lassen!