Beiträge von JanMen


    Für einen Austernseitling wäre es ja anscheinend deutlich zu früh und der Hut wohl auch zu hell. Lungenseitlinge riechen ja angeblich leicht nach Anis, was ich bei diesem Pilz allerdings nicht bestätigen konnte. Der Geruch war unauffällig-mild und "pilzig". Den Rillstieligen Seitling hatte ich ausgeschlossen, da die Lamellen quasi bis zur Stielbasis herab liefen.


    Da ich erstaunlicherweise auch mitten in der Pampa noch Zugang ins Internet hatte, hatte ich an Ort und Stelle auch direkt schon gegoogelt. Am liebsten hätte ich ihn mitgenommen (Mein Gedangengang war: "Einer von den drei obigen wird's schon sein..."). Doch dann stieß ich auf folgenden Eintrag und ließ es lieber sein: Ohrförmiger Seitling bei 123pilze


    Zum Seitling: Austernseitling zu früh? Schon wahr, dass er seine Hauptzeit in den milderen Winterphasen hat, aber er wächst dennoch über das ganze Jahr. Der Lungenseitling (meist weniger grau, dafür bräunlich) ist schwer anhand von Merkmalen zu fassen. Die Farbe kann stark variieren und der Geruch kann auch mal gänzlich fehlen oder zumindest nicht anisig sein. Beim Rillstieligen hast du das wohl falsch verstanden. Bei dem wachsen die Lamellen (Rillen) bis zur Stielbasis, also über den ganzen Fruchtkörper verteilt. Falls du dem Tipp weiter folgen willst, versuche es am besten mal über Vergleichsbilder im Internet. Aber gut darauf achten, dass die dort auch richtig bestimmt sind. Ich konnte die Art leider noch nicht finden.


    Und zum Ohrförmigen Seitling: Den kann man eigentlich ganz gut von anderen Seitlingen unterscheiden. Einerseits wächst er nur an Nadelholz [Gibt es sehr, sehr seltene Ausnahmen?], andererseits wird er mit maximal 8 (in Extremfällen 12 cm) nicht so groß, wie überalte Austernseitlinge und Co. Auch sollte der Ohrförmige Seitling immer weißlich oder höchsten ganz hell grau sein. So groß ist die Gefahr also nicht.



    Dein Eintrag von vor ein paar Tagen ist ja lustig. Ich sehe du standest ähnlich auf dem Schlauch wie ich. Wenn ich deinen Eintrag mit meinem vergleiche, merke ich allerdings, dass ich meine Pilze bei erbetener Bestimmungshilfe wohl etwas wissenschaftlicher Beschreiben sollte. ;)


    Stimmt. :thumbup: Über die Gattung kam ich nicht hinaus, ganz einfach, weil ich noch nie etwas mit ihr zutun hatte und im Speziellen keinen Seifengeruch erkennen konnte. Was das Wissenschaftliche angeht, da hinke ich auch extrem hinterher. Mir fehlt das Vokabular und mir das anzueignen, schwirren mir momentan noch zu viele Pilznamen im Kopf. Was allerdings stimmt ist, dass ich versuche, meine Funde so ausführlich wie möglich zu beschreiben. Das Muster hilft dabei. Denn je mehr man beschreibt, desto wahrscheinlicher wird eine richtige Bestimmung. Und neben der Dankbarkeit der Antwortenden, setzt man sich auch selber noch mal intensiv mit dem Pilz auseinander. Wenn man Glück hat, findet man während der Anfrage dann doch noch ein Merkmal, was die Anfrage selbst überflüssig macht. :thumbup: - Da kann man dann ruhig mal 5 Minuten mehr pro Pilz investieren, denke ich. ;)


    LG, Jan-Arne

    Hi Stefan + Christoph,


    danke euch beiden. Die Art scheint insgesamt ja recht selten, in diesem Jahr aber öfter mal zu finden sein. Wenn du eine Idee hast, wo die wachsen könnten, hin da! ;)


    Bei mir ist es ein Mischwald mit größtenteils mittelgroßen Buchen. Weitere Pilze in diesem facettenreichen Wald sind (falls es hilft) Schwarzblauende Röhrlinge, Violettstielige Pfirsichtäublinge, Perlpilze, Riesenporlinge, Stockschwämmchen und Co.


    Ich weiß allerdings nicht, wie sehr die Pilze vom Standort abhängig sind. Theoretisch brauchen die ja nur ihren Wirt und den findet man (leider) überall. Gezielte Suche könnte also u. U. schwierig werden... ;)


    LG, Jan-Arne

    Hi Andy,


    Bombenbilder! Und die Funde sind auch nicht von schlechten Eltern. Ich würde mich freuen, überhaupt mal irgendeine Art Stachelbart finden zu dürfen. :D - Danke für's Zeigen!


    LG, Jan-Arne

    Hi Fungus,


    bei welchen Höhenmetern liegt denn der Deister etwa? Ich hab die Erfahrung gemacht, dass ein paar hundert Höhenmeter Welten ausmachen können. Hier ist zwar in manchen Wäldern einiges los, aber trotzdem nicht so richtig. Im Sauerland hingegen boxt der Papst.


    Eine Bitte zu den Bildern: Es wäre schön, wenn du entweder den foreninternen Upload-Dienst oder einen anderen externen Dienst nutzen würdest. picr.de zum Beispiel verkleinert deine Bilder automatisch auf 800 x 600 Pixel und lässt sie dich hier im Forum einfügen. Deine jetzigen Bilder sieht man nur ganz klein und per Klicken auf die externe Seite zu kommen ist ... naja, unpraktisch und gewissermaßen überflüssig. ;)


    LG, Jan-Arne

    Hi Andreas,


    toller Anblick! Spannend wäre es gewesen, zu beobachten, wie die Pilze weitergewachsen wären. Entweder ein paar wären gewachsen und hätten dafür die anderen unterdrückt. Aber ich glaube fast, die wären alle gemeinsam so klein geblieben. :)


    LG, Jan-Arne

    Hi Andreas,


    schöner Fund und definitiv frischer und schöner als mein Fund vor gut einer Woche. Ich werde den Pilz mal zur Liste der ungewöhnlich häufigen Pilzarten des Jahres hinzufügen. So langsam scheint er den Platz redlich verdient zu haben. :thumbup:


    LG, Jan-Arne

    Hi Manu,


    das ist echt faszinierend. Da muss irgendwo Holz drunter sein, von welchem sich der Pilz ernährt. Aber ich hätte gedacht, dass bei meiner Vermutung das Holz freier und von gewisser Größe sein müsste. Ich würde auf einen Riesenporling tippen. Reagiert er auf Druck mit einer leichten, dunklen Verfärbung? Mach mal den Test auf der Porenseite. ;)


    LG, Jan-Arne


    Edit: Zu langsam, aber gleicher Tipp. Ein gutes Zeichen. :thumbup:

    Hallo noch einmal,


    Pleurotus ist keine extrem leichte, dafür aber auch keine sehr große Gattung. Bei deinen Pilzen würden mir jetzt spontan Rillstieliger Seitling, Austernseitling und Lungenseitling in den Sinn kommen. Hatte der an der Stielbasis etwas Filziges, Striegeliges oder war der ganze Stiel (bis zum Ansatz) komplett "gerillt"?


    Dein Tipp zum Ritterling gefällt mir. :thumbup: Es ist schwer zu sagen, wie eindeutig man das nun auch so abhaken kann. Guck mal >hier<; da hatte ich vor einigen Tagen einen sehr ähnlichen Pilz und die genaue Bestimmung war nicht möglich.


    Bestimmt guckt Pablo (Beorn) hier auch noch einmal rein und wenn du ganz viel Glück hast, unser Ritterlingsfreund Ingo(sixecho). ;)


    LG, Jan-Arne

    Hi Ivolgin,


    was ist denn das bitte für eine Schrift? Die muss man erst einmal entziffern! :D


    Zieh das Bild mal aus dem Anhang ("Bild einfügen" im Textbild). Bei der Größe kommen wir sonst nicht weiter. ;)


    LG, Jan-Arne

    Hi!


    Zum Teil schöne und leckere Funde! ;)


    Meine Tipps:
    4) Hallimasch
    5) Flockenstieliger Hexenröhrling
    6) Ein Schleierling (Cortinarius spec.) ?
    7) Ein Öhrling, vielleicht das Eselsohr
    8) Beim nächsten Mal ganz herausnehmen und nicht abreißen / -schneiden. Dann hättest du eine auffällige Wurzel gefunden. Grubiger Wurzelrübling
    9) Hmm, ne alte Marone? Schnittbild evtl.?
    10) Keulenfuß-Trichterling
    11) zu alt zum Bestimmen
    12) Rotfußröhrling (Schnittbild für genaueren Tipp)

    Hi!


    Holunder als absolutes Hauptsubstrat stimmt auf jeden Fall. Weshalb du momentan noch nicht fündig wirst, ist vermutlich die Zeit. Meiner Erfahrung nach wachsen Judasohren zwar das ganze Jahr lang immer wieder vereinzelt, doch die Hauptzeit kommt erst in den wärmeren Phasen im Winter. Dann solltest du auch fündig werden, aber das wird dir nicht mehr helfen, oder?


    LG, Jan-Arne

    Hi Zlotta,


    willkommen im Forum.


    Leider ist der Ring nicht mehr erkennbar, aber der wäre sicherlich gerieft gewesen. Die rötlicheren Töne an der Hutoberfläche lassen mich (ohne Gewähr!) auf Perlpilz (Amanita rubescens) kommen.


    LG, Jan-Arne

    Hi!


    Leider wuchs (soweit ich mich recht entsinne) dort nur ein einziges Exemplar. Das mit den Altersstufen hätte Sinn gemacht. Falls möglich, nehme ich auch immer 2-3 Exemplare mit.


    Danke Uwe für deine Meldung! Ich bin da bei Pablo und glaube auch, dass es keine Sägeblättlinge mit dem Erscheinungsbild gibt. Dennoch: Du hast hier ein wichtiges Merkmal gut erkannt.


    Abeja? Danke auch für deine Meldung. Die Exemplare sehen sich schon sehr ähnlich, gerade die Punkte am Hutrand sind ein auffallendes Merkmal. Die gehören auf jeden Fall beide zum selben Komplex, aber ob es auch die gleiche Art ist? Wer weiß... Beim Geruch hab ich (während des Riechvorgangs) schon alles durchgedacht, aber es war einfach nur Pilz, was ich riechen konnte. Aber das mit dem Geruch ist halt immer so eine Sache. Verschiedene Riecher kennen verschiedene Gerüche, riechen verschieden stark und assoziieren mit Gerüchen andere Objekte. Bleiben wir beim Seifenritterling-Aggregatsbegriff. ;)


    LG, Jan-Arne