Beiträge von JanMen

    Hi Franz,


    vergleich mal mit dem Dunklen Ölbaumtrichterling (Omphalotus olearius). Gut, dass du das trockene und warme Klima angesprochen hast, denn da passt er sehr gut hin. :thumbup:


    LG, Jan-Arne


    Edit: Zu langsam. Immer diese Kuschel... :D


    Memo an mich: Um beim Wettrennen die Nase vorn' zu haben, beim nächsten Mal nicht alle neuen Threads parallel aufmachen und am falschen Ende mit dem Nachlesen anfangen...

    Hi Ralf,


    ein freundliches "Hallo" zurück nach NRW aus NRW!


    Willkommen im Forum - ich glaube, du bist hier genau richtig. Und Täublinge zu erkennen ist eigentlich ziemlich einfach. Denn die meisten sehen doch vom Habitus her gleich aus, nur die Hutfarben sind unterschiedlich. Und ein Geschmackstest (sofern man die Gattung sicher erkannt hat) gibt dir Aufschluß über die Essbarkeit.


    LG, Jan-Arne

    Hi!


    Gerd hatte sich doch intensivst mit dem Komplex auseinandergesetzt, oder?


    Falls er diesen Thread noch sehen sollte, ein paar mehr Bilder zum vermeintlichen Grauen Scheidenstreifling. Keine optimalen Bilder, aber vielleicht kann man ein paar mehr Details ausmachen:







    Wenn es allerdings auch Gerd ganz unmöglich ist, kann man nichts machen. :) Ich ändere zumindest mal den Namen im Startpost.


    LG, Jan-Arne

    Hi Gerd,


    einfach gigantisch, was da los ist. Hattest du denn Kopfhörer dabei? Ansonsten läuft man bei dem rastlosen Getröte ja Gefahr, sich einen Tinnitus zu holen. ;)


    LG, Jan-Arne


    Nö, ich finde das erste Bild gut. Das zeigt, daß man schon immer ein scharfes Auge haben soll.
    Auf diesem Bild ist es dann klar: Graue Leistlinge.
    Such mal nach Bildern von zB Entoloma undatum oder auch Arrhenia epichysium. Sind nicht die einzigen Arten aus den Gattungen, die mal leicht ähnlich sein können, aber gerade jung gibt es da schon Ähnlichkeiten.


    Stimmt. Und wieder einmal wurde gezeigt, wie stark Perspektive auf Bildern die mögliche Bestimmung beeinflussen kann. Denn wenn man den Pilz in den Händen hält, sollte die Unterscheidung auch bei jungen Fruchtkörpern möglich sein.


    LG, Jan-Arne

    Hi!


    Schön, dass die Diskussion noch nicht abgeschlossen ist!



    Nr. 1: von vorn bis hinten alles Seifenritterling


    Meinst du damit Tricholoma saponaceum oder bleibst du auch beim unbestimmteren Aggregats-Begriff? Es heißt ja, dass die Pilze jung nicht besonders stark riechen und sich der Geruch erst entwickelt. Doch auch einige Stunden später (zuletzt nach 20 Stunden) war kein Seifen-Geruch zu erschnuppern.


    Nr. 2: nicht sicher, ob überhaupt ein Ritterling, es kann genausogut ein Rasling oder
    sonst ein Ritterlingsartiger sein; mit deiner Geruchsangabe ist leider nichts anzufangen (wie riecht Nuss? nach Nutella? nach Walnuss?) - versuche einmal, deine Geruchsempfindung in die von der Referenzliteratur vorgegebenen Schemen zu pressen


    Bei Geruch hab ich "hexeneiartig" geschrieben, also dieser typische Geruch nach Rettich, Radieschen und Nuss gemischt. Den Geruch kennst du ja sicher, oder?


    Du hast schon nicht unrecht damit, dass man versuchen sollte, sich an Literatur-Begriffe zu halten, um zielorientierter zu riechen, aber ich glaube auch, dass das sehr einschränkt und dass man sich dabei zu sehr beeinflussen lässt. Dann lieber die mit den gefundenen Pilzen Erfahreneren die eigenen Assoziationen interpretieren lassen. Das klappt in vielen Fällen, so meine Erfahrung, sehr gut.


    Aber da sind Ingo und du sich ja einig. 2 ist vermutlich gar kein Ritterling und er kommt daher vorerst in meinen "Unbekannte Karteileichen"-Ordner. :thumbup:


    LG, Jan-Arne

    Hallo zusammen,


    danke allen für die netten Worte! Ihr habt zielsicher die Funde erkannt, die mich am meisten gefreut haben. Und hungrig machen war wohl ein unbewusstes Teilziel des Threads. ;)


    _______


    Dem Tipp / Den Tipps bezüglich des Becherlings werde ich mal nachgehen. Falls jemand möchte: Ich hab die Becher noch hier und kann sie gerne verschicken. ;)


    Also doch Chlorophyllum olivieri. Die größeren Schirmlinge muss ich mir wirklich noch einmal genauer ansehen. Danke auf jeden Fall für's Aufklären. ;)


    Der Graue Leistling wird sicherlich einer sein. Eine Brandstelle war dort nicht zu finden. Wäre auch schwierig gewesen am recht steilen Hang. Ein Fruchtkörper der neben der Gruppe stand war der hier:



    Ich hätte wohl dieses Bild für den Bericht auswählen sollen, weil es a) eindeutiger ist und b) schön ist, aber ich bin kein Fan von unnatürlichen Bildern und dass ich den so hingelegt hab, ist klar, oder? ;) --- Aber zumindest sollte der Graue Leistling damit abgesichert sein, nicht wahr?


    _______


    Mausmann? Dir ganz besonderen Dank für die herzlichen Worte. Sowas hört man gern. :) - Und danke auch für den "Keulentipp"!


    LG, Jan-Arne

    Hallo zusammen,


    bevor die Last erdrückend wird, möchte ich euch mal wieder ein paar Funde präsentieren. Einige davon sind typische Verdächtige, andere durchaus bessere Funde. Für mich waren zig Erstfunde dabei. Die Bilder stammen zum Teil vom 02.09.2014 (im Heimwald) und zum Teil vom 07.09.2014, als ich einen Tag mit zwei Freunden im Sauerland verbringen durfte. Einige Bilder sind auch von "Zwischendurch".


    ___________________


    1)


    Dieser graue Scheidenstreifling (Amanita spec.) begrüßte uns bereits, als wir an einer Ecke unseres 55 km ² Heimwaldes nach dem Rechten sehen wollten.



    2)


    Wenig später entdeckte ein wachsames Auge meiner Pilz-Crew den Pilz des Jahres 2007: Die Puppen-Kernkeule (Cordyceps militaris) . Obwohl noch nie zuvor gefunden, trotzdem bekannt, entnahm ich den Fruchtkörper nach dem Fotografieren und freute mich über die richtige Stegreif-Bestimmung.




    3)


    Wie gesagt. Gute Augen in der Gruppe sind viel wert. Und so konnte hörte ich, während ich noch mit dem Ablichten von Pilz 2) beschäftigt war, direkt den ruf vernehmen: "Hier ist ein Becherling!" - gemeint war eine Peziza (spec.), bei deren Fotografieren mir wiederum dieser unbestimmte Becherling an einer Buchecker unter die Augen kam. Über Ideen würde ich mich selbstverständlich freuen.



    4)


    Nur wenige Meter weiter stand dann der Graue Langfüßer (Helvella macropus cf.) oder auch ein eng Verwandter.



    5)


    Wieder ein kleines Stück weiter - KEIN WITZ! Die kamen Meter für Meter! - wurde dann dieser angeschimmelte Röhrling gefunden. *Hust* "Jaja, ich komme gleich!" - Der erste Blick: 8| - "WASDASDENN?" ... Der zweite Blick: :rolleyes: - "KÖNNTEDAS?" ... Der dritte Blick: ;( Lebensziel erreicht! Beim allerersten Blick in ein Pilzbuch (vor mittlerweile 35 Monaten) sagten meine Mutter und ich uns, den müssen wir unbedingt mal finden. Dass nun gerade unser Hauswald, der sich uns bisher weder als arten- noch als allgemein pilzreich vorgestellt hat, den Kornblumen-Röhrling (Gyroporus cyanescens) bescherte, ließ mein Herz dann doch etwas schneller schlagen.




    ___________________


    Ein paar weniger besondere, aber nicht viel weniger ansehnliche Funde machten wir in den darauffolgenden Tagen!


    6)


    In der Hohen Mark versuchten wir, neue Gebiete zu erkunden. Dabei kamen wir in einen Fichtenwald, der so moosig war, dass man guter Hoffnung war und sich dachte: "Wenn nicht hier, wo dann?" - Naja, Steinpilze wachsen in unseren Höhen nun mal nicht an Nadelholz. Maronen fanden wir nur ein paar wenige im hinteren Bereich. Einer der ersten Funde war hingegen der Gefleckter Rübling (Rhodocollybia maculata), bei dem die (Ja, ich hab sie mir selbst geschworen) Geschmacksprobe gar nicht so schlimm ausfiel, wie befürchtet. Widerlich, aber doch ertragbar.



    7)


    Der Weiße Polsterpilz (Oligoporus ptychogaster) war der häufigste Pilz in dem Wald. Vorher fanden wir ihn immer nur einzeln und recht selten. Hier war nun plötzlich alles voll davon.



    Und ihn gab's auch in Bernsteinfarben!



    8)


    Safranschirmlinge (Chlorophyllum spec.) gab es in einem Wald einige hundert Meter weiter tausendfach - teilweise in ansehnlichen Hexenringen gewachsen. Bei der Bestimmung der einzelnen Arten tu ich mich noch schwer. Detailaufnahmen des Rings und der Stielbasis habe ich gemacht und könnte ich nachreichen... Anyone? ;)



    9)


    Und auch Stäublinge (Lycoperdon spec.) sind ein Fall für sich. Aber dafür immer sehr fotogen.



    10)


    In Autonähe, als ich bereits meine müden Beinen schonend zum Auto gehen wollte, hörte ich einen freudigen Ruf. Meine Mutter hatte einen kurzen Abstecher unter die hohen Eichen gemacht, die mit Rasen umgeben am rechten Wegrand standen. Ihre stille Hoffnung, dort doch mal einen Steinpilz finden zu können, wird sehr selten wahr. Aber auch dieser Leberreischling (Fistulina hepatica) ist ein für uns (gerade in dieser Größe) nicht alltäglicher Fund.



    11)


    Bei der letzten Station für den Tag fanden wir zig leicht zu alte Maronen - teilweise handflächengroß. Naja, dafür durften wir zwischen einem Feld voller Holzhäcksel und Gestrüpp noch Orangerote Becherlinge (Aleuria aurantia cf.) finden, die sich in Wahrheit wohl kaum so nennen lassen, oder?



    ___________________


    12)


    Es ist immer ein Service sondergleichen, wenn man die Pilze quasi vor der Tür hat. In unserer Nachbarsstraße, bei der die Häuser auf der einen und die Gärten auf der anderen Seite liegen, konnten wir eine Gruppe Riesenkrempentrichterlinge (Leucopaxillus giganteus, syn. Aspropaxillus giganteus) sicherstellen. Und die machten ihrem Namen alle Ehre. Leider nicht auf dem Foto erkennbar, waren die größten Hüte sicherlich über 35 cm breit.



    ___________________


    Nun zum Sauerland. Wecker auf 7 Uhr gestellt (Ja, für mich ist das schon arg früh!) - die Freunde in Herne eingesammelt und ab ins Sauerland, Nähe Iserlohn. Wir hatten uns mental auf einen Tag "Extreme Pilzing" eingestellt und hofften auf einige Pfifferlinge und Steinpilze und was sich sonst noch (Essbares) finden lassen würde. Ja, meine Freunde sind - wie auch meine Familie - immer noch am stärksten auf's Kulinarische bedacht. Und weil ich gegen Pilze in der Pfanne oder im Gulasch auch nichts habe, lässt sich meine (geheime) Suche nach besonderen Pilzen prima damit verbinden. Und ja, Erfolg hatten wir übrigens auch noch. ;)


    Bereits kurz bevor wir das eigentliche Ziel (einen Kiefernwald am Hang) erreicht haben, schrie eine aufmerksame Teilnehmerin der Exkursion, der ich das "Vom-Auto-aus-Suchen" schon erfolgreich beibringen konnte, plötzlich auf und so mussten wir umkehren, nachsehen und feststellen: Da haben wir schon mal unsere ersten Speisepilze, nämlich Semmelstoppler im Hexenring. Wir suchten uns einen Parkplatz und marschierten los...


    13)


    Ohne Worte!


    ...


    Na gut. Ein paar Worte kann ich mir einfach nicht sparen. Und auch die unerfahrenen Zuseher sollten erfahren, dass das hier eine Krause Glucke (Sparassis crispa). Und zwar im optimalen Zustand und in einer noch nie gesehen Größe von ca. 70 x 35 x 35 cm. Kulinarisch waren wir also bereits nach 10 Minuten im Wald auf der sicheren Seite. Auf dem Rückweg (Und das Schleppen war eine Qual!) begegnete uns eine ältere Frau mit Hund, der wir stolz berichten konnten, dass der Pilz a) essbar war und b) so ein Gigant direkt am Wegesrand wuchs. Sie hatte uns zuvor versichert, dass der gestern noch nicht da war. In Zukunft wird die Dame sicherlich ihren Blick etwas schärfen, wenn sie wieder mit dem Hund im Wald unterwegs ist. :thumbup:



    14)


    Der Rotschuppige Raukopf (Cortinarius bolaris) ist auch immer wieder ein Foto wert - auch (oder gerade) mit Tierbesuch!



    15)


    QUAK!



    16) + 17)


    Auf dem Rückweg, kurz vor dem Auto, das wir aufgrund der immer noch getragenen, schweren Glucke unbedingt schnell aufsuchen mussten, konnten wir eben noch zwei Erstfunde sichern: Den Runzligen Keulenpilz (Clavulina rugosa) und die Zungenkernkeule (Elaphocordyceps ophioglossoides), bei deren Entnahme mir die Hirschtrüffel wohl abhanden gekommen sein muss. Die Bestimmungen passen doch, oder?




    18)


    Krause Glucke sicher verstaut, konnten wir nun (natürlich wieder mit Vom-Auto-aus-Suchblick) das eigentliche Ziel ansteuern - denkste! 200 Meter weiter sahen wir an der Straße nämlich schon wieder eine selten gesehene Masse an Pilzen. Täublinge, Knollenblätterpilze und eine ganze Kolonie von Hundsruten direkt am Straßenrand, veranlassten uns, das Auto noch einmal abzustellen und erst einmal im Buchen-Mischwald zu starten. Vereinzelt wuchsen dort nämlich so ziemlich alle Bäume und letztlich hielten wir uns 4 Stunden (mit einem Zwischenstopp am Wagen) in diesem Wald auf - und immer schön am Hang entlang. So konnten wir in Kürze bereits einen der Zielpilze finden und sammeln: Den Echten Pfifferling (Cantharellus cibarius)



    19)


    Dieser kleine Flockenstielige Hexenröhrling (Boletus erythropus) stand direkt daneben. Dabei noch 2, 3 andere Exemplare der Art.



    20)


    Endlich mal ein Strubbelkopfröhrling (Strobilomyces strobilaceus), der seinen Namen redlich verdient. Bis dahin fand ich den Pilz nur einmal (vor einigen Wochen auch im Sauerland). Dort waren viele Exemplare zu finden - die meisten allerdings schon komplett schwarz und auch nur noch wenig strubbelig.



    21)


    Der Rötliche Stoppelpilz (Hydnum rufescens) kann, wie wir bemerkt haben, mitunter ganz schön groß werden. Stimmt es eigentlich, dass man den bitteren Geschmack bei älteren Exemplaren allein dadurch loswird, dass man die Stacheln vor der Zubereitung entfernt? Das wäre doch irgendwie zu einfach, oder?



    22)


    Ein weiterer Erstfund ließ sich nur an einem einzigen Ort blicken. Dennoch reicht das zum freudigen Erstfund: Grauer Leistling (Craterellus cinereus)



    23)


    Und auch der Verwandte, die Totentrompete (Craterellus cornucopioides), ließ sich blicken. Zwar nur an zwei Stellen, aber an diesen war gleich so viel los, dass er zu einem der massenmäßig am stärksten vertretenen Pilze in den Körben wurde. :thumbup:



    24)


    Den Butterpilz (Suillus luteus) fanden wir auch nur zweimal. Gut so. Denn dadurch stellte sich die Frage nach der Essbarkeit uns gar nicht. ;)



    25)


    Und auch diesen Röhrling, der hier wohl jedem bekannt sein sollte (?), durften wir finden - und nicht nur einmal. Leider waren die Fichtensteinpilz (Boletus edulis) zum Teil vermadet, aber für zwei Bleche getrockneter "Steinis" reichte es dennoch! :thumbup:



    26)


    Das Gegenteil, was die Essbarkeit angeht, sehen wir hier: Den Grünen Knollenblätterpilz (Amanita phalloides) . Den sahen wir ja bereits von der Straße aus mehrere Male. Doch da und auch sonst sah er nicht so fotogen aus, wie in diesem Fall. Aber, Knolli sei Dank, sind wir dem Ruf gefolgt und sind erst später kurz in den eigentlich anvisierten Fichtenwald gegangen. Dort war nämlich, außer ein paar Goldröhrlingen und Maronen, so gut wie gar nichts zu finden.



    27)


    Abschließen möchte ich die Bilderreihe nicht mit dem letzten Pilz des Tages, aber meinem persönlichen Lieblingsfoto der letzten Woche. Nachdem ich vor wenigen Tagen noch gejammert habe, dass mir der Fund dieser Art bisher verwehrt blieb (Vielleicht erinnert sich jemand daran?), konnte ich nun erstmals den Buchen-Schleimrübling (Oudemansiella mucida) finden, ein wegen seiner Standorte und seiner gewissen Transparenz extrem fotogener Pilz.



    28)


    GANZ am Ende nun noch das obligatorische Speisepilz-Sammelbild. Das war ein langer, anstrengender, aber erfolgreicher Tag, der uns 3 Mahlzeiten (Krause Glucke, Stockschwämmchen und Mischpilzpfanne) sowie 6 Arten getrockneter Pilze einbrachte, die uns vielleicht bis in den Winter oder länger über die pilzärmere Zeit hinweg helfen können / werden. ;)



    29)


    Jaja, ich wollte schon aufhören. Ich weiß. Aber einen hab ich noch. Vielleicht sieht Rada den Thread ja zufällig. Im Insektenforum, wo ich das Insekt bestimmen ließ, war man auf den Fund zumindest neidisch. Diese mit den Greifwerkzeugen ständig zitternde Raupe wird mal ein im Vergleich dazu optisch unspektakulärer Buchen-Zahnspinner (Stauropus fagi)



    __________________


    Am Ende waren wir 6 Stunden (+ 1 1/2 Stunden Fahrt) unterwegs und haben 4 Stunden lang geschnibbelt und gegessen. Einen Teil der Beute nahm ich mit nach hause und so konnten wir hier auch noch einmal zu dritt 2 Stunden schnibbeln und den Rest der Krausen Glucke als Mittagessen verspeisen. Ein voller Erfolg also: Sowohl in kulinarischer als auch in mykologischer Hinsicht. Immerhin: 16 Erstfunde in 5 Tagen!


    Na bitte, ihr habt das Ende erreicht. Wer mir bis jetzt gefolgt ist, dem zolle ich vollsten Respekt. Ich hätte niemals so lang durchgehalten, aber ein bisschen Text wollte, nach so vielen Threads ohne Worte, auch mal wieder aus mir heraus.


    Ich hoffe, ich konnte euch etwas mitnehmen und eine Abwechslung zu den "Kann man die essen?"-Threads schaffen.


    Ideen zu falsch, gar nicht oder nur ungenau bestimmten Arten könnt ihr mir gerne hier lassen!


    Bis zum nächsten Mal und einen lieben Gruß,


    Jan-Arne

    Hi Andreas und Conny,


    schön, mal wieder was von euch zu hören! :thumbup:


    Ich kenne das. Gerade in der Hauptsaison will man jede Minute nutzen, um möglichst viel Zeit im Wald zu verbringen. Da kommt das Forum teilweise zu kurz und jeden Thread nachzulesen, ist definitiv unmöglich.


    Umso schöner, dass du dir die Zeit genommen hast, deine gesammelten Funde zu zeigen. Und tolle Funde sind auch noch dabei. Beim Öhrling möchte ich auch leise Zweifel anmelden, aber nur leise, da noch nie selbst gefunden. Ansonsten: Ab in den Wald und zeig uns anschließend mehr davon! :)


    LG, Jan-Arne

    Hi Anada79,


    willkommen im Forum. :thumbup:


    Meine Tipps:


    1) Träuschling, entweder der Grünblaue oder der Grünspan-Träuschling. Edit: Wohl eher der Grünblaue Träuschling. Beim Grünspan-Träuschling wären die Lamellen in dem Zustand, denke ich, eher violett als bräunlich.


    2) Tintlinge aus der Ecke der Glimmertintlinge


    3) vielleicht tatsächlich die alte Form von ...


    4) Gemeiner / Rosablättriger Egerlingsschirmling


    5) Genau, wie Karen schon sagte, ein Tintling. Vielleicht sogar ein Exemplar von Pilz 2 in alt.


    LG, Jan-Arne

    Ich hab bei Ingo (ingosixecho) per PN nachgefragt, weil ich mir schon dachte, dass er den Thread sonst nicht sehen würde. Er hat mir erlaubt, ihn zu zitieren:



    Nur für die Vollständigkeit... 2 bleibt wohl offen. Da fällt keinem was ein, Wahrscheinlich ist es, laut Ingo, nicht einmal ein Ritterling.


    LG, Jan-Arne

    Hi Pablo,


    dann hattest du einmal mehr recht! Klasse!


    Denn optisch passt die Art auch sehr gut. Gerade der Blick auf die Fruchtschicht ähnelt dem Exemplar auf diesem Bild >hier< z. B. extrem.


    Dann bin ich um eine gefundene und bestimmte Art sowie ein Geschmackserlebnis (der anderen Art) reicher. :thumbup:


    LG, Jan-Arne

    Hi!


    Schade, dass man bei jedem Bild erst klicken muss, um zur dann wirklich großen Ausgabe zu kommen. Dabei haben wir doch einen foreninternen Upload-Service. Aber dennoch danke für's Teilen. :)


    1) Keine akute Idee - vermutlich ein Fall für's Mikroskop
    2) Herbstlorchel passt - im Zweifelsfall: Finger weg von der gesamten Gattung. ;)
    3) Laubholz (Indiz), (erahnbare) Schüppchen unterhalb des Rings (Beweis) --- Stockschwämmchen.
    4) Erdsterne gibt es leider viele. Auf jeden Fall stimmt die Gattung. Bei der genauen Art kann ich leider nicht weiterhelfen.
    5) QUAK!


    LG, Jan-Arne

    Hi Pablo!


    Danke für deine Meinung!


    Beim Erd-Ritterling war ich auch nicht ganz zufrieden. Allerdings: Der Geschmack ist erdig und leicht scharf von Anfang an. Bis zu dem Zeitpunkt, an dem sich die Lamellen im Mund bereits fast auflösen und man gezwungen ist auszuspucken (ca. 1 Minute) wird es nicht unerträglich scharf.


    Bei Pilz 1 komme ich vom Geruch her nicht über pilzig hinaus.


    Ich hoffe mal, dass der Thread-Name Ingo (...sixecho) noch anlockt. Der hat ja bereits auf Ritterlinge im Forum gewartet, falls ich das richtig im Kopf hab. ;)


    LG, Jan-Arne


    Edit: Irgendwie komisch. Ich hab jetzt noch 3-mal den Geschmackstest beim vermeintlichen Erdritterling gemacht. Es entwickelt sich nach kurzer Zeit (5-10 Sekunden) eine gewisse Schärfe, die allerdings in dem Moment nicht besonders stark ist. Diese leichte Schärfe bleibt bis zum Ausspucken. Was allerdings auffällt, ist, dass die Schärfe nachwirkt. Ich merke jeweils 15 Minuten später noch, dass die Zunge bei Berührung durch anderes Essen Nachwirkungen der Schärfe zeigt... Das hatte ich bei Milchlingen, Täublingen und Co. in der Form noch nie.

    Hi zusammen,


    bei der gestrigen Tour im Sauerland, die mit 5 Stunden Pilze putzen bei 2 bis 3 Mann wohl als Erfolg in kulinarischer Hinsicht gelten kann, fand ich einige unbestimmte Arten.


    4 davon halte ich unvoreingenommen für Ritterlinge, eine Gattung von der ich bisher erst eine Art (Erdritterling) bewusst finden durfte. Geruch und Geschmack habe ich überprüft, ohne vorher ins Buch geguckt zu haben.


    Hier also die Kandidaten:


    1) (Der Schuppige)


    - Größe der Fruchtkörper: Hutdurchmesser bis 4 cm, Stiellänge bis 10 cm, Stieldurchmesser bis 2 cm - mehrere Exemplare unmittelbare beieinanderwachsend (die letzten beiden Bilder halte ich für ein älteres Exemplar der gleichen Art - gefunden etwas weiter davon entfernt, etwas stärker geschuppt)


    - Hut: grau, an den Seiten heller - zudem: stellenweise ganz leicht geschuppt, die Form ist auf den Fotos erkennbar


    - Fruchtschicht: ausgebuchtet angewachsene, cremefarbene Lamellen


    - Stiel: sehr stabil (dick), hellgrau und mal mehr, mal weniger stark schwarz geschuppt


    - Verfärbungen: keine erkennbaren


    - Geruch: pilzig


    - Geschmack: mild, pilzig


    - Begleitbäume, Substrat: Mischwald, vermehrt Buchen, hin und wieder Fichten / Birken und andere Laub- sowie Nadelbäume


    - Funddatum: 07.09.2014


    - Vermutung: Wie gesagt. Eine völlig neue Gattung für mich. Alle Versuche der Recherche und des Schlüsselns (mit Parey) endeten in Sackgassen. Dabei halte ich den Wuchs sowie die Stielschuppung für wichtige Merkmale.


    1a) [am Fundort]



    1b)



    1c)



    1d)



    1e) [am Fundort]



    1f)



    2) (Der Gewundene)


    - Größe der Fruchtkörper: Hutdurchmesser ca. 5 cm - Stiel: gewunden, etwa 12 cm, Stieldurchmesser: ca. 2 cm


    - Hut: hellgrau, leicht gelb fleckig, leicht eingerollt


    - Fruchtschicht: ausgebuchtet angewachsene, cremefarbene Lamellen


    - Stiel: sehr lang (wohl kein typisches Merkmal), weiß, gelbbraun fleckig


    - Verfärbungen: keine direkten, möglicherweise Flecken an Hut und Stiel durch Berührung?


    - Geruch: hexeneiartig (Mischung aus Rettich, Radieschen und Nuss)


    - Geschmack: mild nussig, nach etwa 10 Sekunden leicht scharf


    - Begleitbäume, Substrat: Mischwald mit hauptsächlich Buchen, hin und wieder Fichten und Birken, dazu andere Laub- und Nadelbäume


    - Funddatum: 07.09.2014


    - Vermutung: Ich dachte zunächst an Gefleckte Rüblinge. Dazu würden die Flecken sowie die Farbe passen. Allerdings sprechen für mich die Lamellen dagegen. Die würden beim Rübling viel näher beisammenstehen, oder? --- Beim Schlüsseln kam ich auf verschiedenen Wegen zu verschiedenen Pilzen. Am ehesten passte Tricholoma sulphurescens, der Salzige Ritterling / Gilbende Weißritterling. Aber da passen Habitus sowie Seltenheit (vor allem so nördlich) nicht ins Bild. Also bin und bleibe ich ideenlos. ;)


    2a)



    2b)



    2c)



    Und diese zwei Kandidaten meine ich, selbst bestimmt zu haben:


    Brandiger Ritterling Tricholoma ustale




    Erd-Ritterling (Tricholoma terreum cf.





    Gerne reiche ich weitere Infos nach. Für jeden Hinweis bin ich dankbar! ;)


    LG, Jan-Arne

    Hallo R0Li84,


    eine sehr spannende Überlegung und Gegenüberstellung. :thumbup:


    In der Tat ist, soweit erkennbar, nur dein rechter Pilz ein Reizker. Auf dem letzten Bild sehen alle Pilze sich sehr ähnlich, aber der Blick auf die Lamellen verrät: Nur einer der Pilze hat orangene Lamellen (und bei Berührung rote Milch).


    Was die anderen beiden Pilze angeht: Vermutlich irgendwelche Trichterlinge, aber das ist eine schwierige Gattung. Als letzter Beweis für Reizker ist die Untersuchung des Fruchtkörpers auf rote Milch immer der schnellste und einfachste Weg. ;)


    LG, Jan-Arne

    Hi,


    die gefundenen Pilze sehen auch für mich wie Bilderbuch-Netzhexen aus. :thumbup:


    Über den Begriff "ähnlich aussehende giftige Röhrlinge" lässt sich aber insofern streiten, als dass bei manchen der Netzstielige Hexenröhrling auch als giftig gilt. ;)


    LG, Jan-Arne

    Hi!


    Was hat es denn mit dem gerieften Hutrand (Bild 3) auf sich. Ist der nicht normalerweise ein (exklusives) Merkmal für den Pantherpilz. So hab ich's zumindest gelernt. Natürlich kann es (alleine schon wegen der gerieften Manschette) nicht sein, aber das Merkmal erscheint mir hier zumindest ungewöhnlich.


    LG, Jan-Arne

    Das Schöne ist:
    Aus den Kommentaren lese ich heraus, daß ihr die Grünen Knollis trotzdem wohl erkannt habt (wenn auch vielleicht erst nach einer Mütze Schlaf, aber immerhin der geriefte Hutrand ist die noch aufgefallen, Jan - Arne).


    Trotzdem doof von mir, die Manschette zu übersehen. Aber einen Doofen musste es ja geben. Wie gesagt. Ich hab unabsichtlich mitgespielt. :D Ich kenne den Grünen viel kompakter und stabiler. So lang, dünn und ungrün hatte ich den noch nicht.


    Aber ich hab mir eines angewöhnt: Egal, wie sicher ich mir bin, formuliere ich meine Vorschläge immer nur als Tipps oder benutze Wörter, wie "müsste" und "soweit ich weiß". Dann merkt man, dass ich mir nicht sicher bin und nicht zu viel Wert auf meine Worte zu legen ist. Damit kann ich dann ein reines Gewissen haben und die Anfragenden merken (hoffentlich), dass blindes Vertrauen unangebracht ist.


    LG, Jan-Arne

    Hallo Pablo und willkommen im Forum!


    Leider fehlen bei deiner Bestimmungsanfrage jegliche Infos zum Pilz (Standort, Geruch, etc.)


    Außerdem gibt es über das Forum keine Verzehrfreigaben. Dafür musst du schon zum Pilzsachverständigen in deiner Nähe gehen und ihm deine Funde zeigen.


    LG, Jan-Arne


    PS: Beim nächsten Mal ist wieder jemand anders dran mit dem Erklären. Ist ja nicht auszuhalten! :D


    PPS: Ein Scheidling (Volvariella spec.) ? Edit: Oder sehe ich da Streifen am Hutrand? Ich bin zu müde. Ich lasse lieber andere raten. :D

    Hi noch einmal!


    Ich hab mich in meinen ersten 1, 2 Jahren auf Buchenwälder fokussiert - kein einziger Buchenschleimrübling. Aber wenn Stefan auch noch nie einen gefunden hat, ist der wohl einfach nicht flächendeckend verbreitet.


    Melanie? Nächstes Jahr sind meine Mutter und ich auf jeden Fall mal auf einer gemeinsamen Tour im Bergischen Land dabei - also mindestens beim Forentreffen mit Mario, Dir, Joli, Ralf und wer noch so aus der Ecke kommt und dabei sein wird. Dieses Jahr ist leider einiges dazwischengekommen.


    LG, Jan-Arne