Beiträge von JanMen
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Hallo Peter,
schön sieht's aus, was du da zusammengetragen hast.

Ich selbst war heute und Sonntag unterwegs. Die einzige Gemeinsamkeit mit deinen Funden ist und bleibt aber die Samtmilbe.

LG, Jan-Arne
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Auflösen ist gut.

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Hallo ihr beiden!
Danke Björn. Es sind kleine Schritte, aber es macht Spaß sie zu gehen.

Ulla? Ich habe keine PN erhalten.
LG, Jan-Arne
Edit: Jetzt ist die PN da.

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Hallo zusammen,
Exkursionsberichte gab es von mir schon länger nicht mehr. Warum das so ist, weiß ich selbst nicht. Vermutlich weil ich momentan mehr Fokus auf Funde und mikroskopiervorbereitendes Verpacken lege als auf besonders schöne und viele Fotos. Jedenfalls gibt's mal wieder ein Lebenszeichen von mir. In den letzten Wochen habe ich mich fleißig in den Bereich der Myxomyceten eingelesen. Ich habe erste Funde bestimmt und von einer sehr geduldigen und kompetenten Ulla bestätigen lassen (Danke!). Schleimpilze haben mich schon von Anfang an fasziniert und auch, wenn es genaugenommen keine Pilze sind, ist es gewissermaßen unsere Aufgabe, sie zu beobachten, zu kartieren und wir dürfen uns im Gegenzug an ihrer Schönheit und Vielfalt erfreuen. Heute waren wir auf einer APR(Arbeitskreis Pilzkunde Ruhr)-Exkursion und ich habe allerlei Stämme gedreht (oder drehen lassen), um ein paar Arten auf die Fundliste zu bringen. Hier nun meine Ergebnisse:
[Die Bilder sind alle - bis auf den Zuschnitt - unbearbeitet. Das schaffe ich nach 5 Stunden in den Pilzen und 5 Stunden vor dem Mikroskop leider nicht mehr. :D)
Edit: Ich habe ein paar Namen verbessert.
1)
Metatrichia vesparium
Leider habe ich es verpasst, Fotos zu machen. Die Art ist durch ihre knallrote Farbe und die wespennestartigen Überreste schon makroskopisch gut absprechbar.
2)
Hemitrichia calyculata
Diese Art ist ebenfalls makroskopisch ansprechbar (und so schlüsselt man sie auch). Die Unterscheidungsmerkmale zu Hemitrichia clavata hat Matthias uns mal gut erklärt. Der deutlich abgesetzte, lange sehr dünne und nicht flüssig in die Sporocarpie übergehende Stiel ist hier relativ gut erkennbar.
3)
An einem dicken Stamm fanden wir bei der Schleimpilzsuche Junghuhnia nitida. Ein schöner Fund, aber ich hatte nur Augen für diese Pilze hier. Bei der Recherche zuhause kam ich zunächst auf Perichaena corticalis, wohl eine recht häufige Art, die diese deutlich violette Farbe besitzt und auch von der Form her gepasst hätte. Beim Blick ins Mikroskop jedoch sah ich Trichia-ähnliches Capillitium und die Elateren, die zumeist etwa 40 µm lang spitz zuliefen. Das passte nicht und daher kam ich letztlich auf Trichia contorta (var. contorta), eine ebenfalls nicht so seltene Art, bei der mikroskopisch alles zu passen schien
[...]
Durch einen freundlichen Hinweis entdeckte ich den Fehler in meinem Gedankengang. Ich habe in einer so kleinen Gattung falsch geschlüsselt, weil ich einer Art Merkmale einer Variation zusprach. Es handelt sich bei dem Pilz um Trichia botrytis, eine Art, die ich bisher nur mit deutlichem Stiel und nie sitzend, zudem nie violett-schimmernd kannte.
4)
Eine weitere schöne Art, die ein Pilzkollege mit scharfem Auge entdeckte, war Cribraria rufa. Zunächst dachte ich an eine Physarum-Art, die ja tendenziell sehr ähnlich im Habitus sein können. Das Schlüsseln verlief im Nichts und da fiel mir diese Gattung ein, mit der ich bisher noch keinen Kontakt hatte. Diese Art scheint ebenfalls nicht selten zu sein.
5)
Diese Trichia-Art kann man makroskopisch kaum sicher ansprechen. Da gibt es ein paar weitere Arten, die zu ähnlich sind (s. u.). Mikroskopisch hingegen erkennt man Trichia scabra an den feinmaschig genetzten Sporen sehr gut.
6)
Dann fand ich noch diese sehr ausladende und nicht mit Sporenpulver geizende Art. Man erkennt gut und deutlich schon makroskopisch die Kalkknoten. Da die Peridie ohne sternförmige Kalkeinlagerungen sind und für mich keine Badhamia-Art so richtig passt (oder doch?), komme ich hier auf eine Art, die ich vor ein paar Wochen schon gezeigt bekommen und (mit späterer Bestätigung von Ulla) als Physarum didermoides bestimmt habe.
[...]
Durch einen freundlichen Hinweis wurde ich auf die mikroskopische Struktur des Kalks hingewiesen, die für Badhamia spricht. Erst beim zweiten Blick sah ich auf den Fotos auch die Fäden, an denen die traubenförmigen Sporocarpien sich bei Badhamia utricularis sammeln. Die Art konnte ich zwar schon öfter finden, aber noch nie so reif und noch mit so kleinen Sporocarpien.
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Nun folgen zwei Pilze, bei denen ich mir unsicher war...
Meine Ideen waren Trichia affinis und Trichia persimilis. Letztere Art ist wohl wesentlich häufiger. Mikroskopisch sind diese sehr nah verwandten (und teilweise sogar synonymisierten) Arten beinahe identisch. Bei diesen Kollektionen (aber nicht in den Beschreibungen der Arten) unterscheidet sich die "Bestachelung" des Capillitiums. Es handelt sich dennoch bei beiden Kollektionen um...
7)
Trichia persimilis. Hier wuchsen nur wenige Fruchtkörper ungedrängt nebeneinander. Das Capillitium war gelblicher als bei der anderen Kollektion, doch nicht kräftig leuchtend.
Und hier handelt es sich ebenfalls um Trichia persimilis. Die Fruchtkörper wuchsen, wie für die Art typisch, deutlich gedrängter und zahlreicher als bei der anderen Kollektion. Die Farbe des Capillitiums war eher matt gelbbräunlich.
Ich bin auf jegliche Meinungen und Anmerkungen gespannt, würde mich über Bestätigungen diverser Bestimmungen freuen und hoffe, vielleicht dem ein oder anderen die so interessanten und makro- wie mikroskopisch wunderschönen Schleimpilze etwas schmackhafter gemacht zu haben.

LG, Jan-Arne
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Hi!
Frage ist gestellt.

LG, Jan-Arne
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Hallo Stefan!
Dann eine 3. Frage: Besitzt der Rätselpilz einen Burggraben als Lamellenansatz?
LG, Jan-Arne
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Hallo derjan,
das sieht sehr nach der Frühjahrs-(Gift-)Lorchel aus, ja.
LG, Jan-Arne
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Hallo Hans,
das dürfte - trotz des ziemlich flauschigen Stiels - schon ein Fliegenpilz sein. Die Velumreste am Hut, die als weiße Punkte auftreten, waschen sich gerne ab (hier in Resten sogar noch erkennbar) und nehmen der Art damit ihr Markenzeichen.
LG, Jan-Arne
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Hallo Heide,
da schließe ich mich gerne an: Alles Gute!

LG, Jan-Arne
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Hi!
Aber wie ist es denn nun? Wenn man eine deutliche Bereifung (gerade an der Stielspitze) erkennen kann, spricht das doch eindeutig für Kaulozystiden, oder? Damit wäre es doch eindeutig C. micaceus. Also warum reicht keine Lupe?
LG, Jan-Arne
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Hallo Björn,
für solche Anliegen/Angebote haben wir den Marktplatz eingerichtet. Soll ich den Thread verschieben? Dort kann er gezielter gefunden werden.
LG, Jan-Arne
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Hi!
Eine Lamellenansatzfrage gefiele mir gut.
LG, Jan-Arne
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Hi!
Zur Ergänzung. Die Psathyrella scheint keineswegs büschelig zu wachsen. Sehr wahrscheinlich ist das eine Art aus der Gruppe um Psathyrella spadiceogrisea. Dein letztes Bild zeigt Enteridium (jetzt Reticularia) lycoperdon, einen Schleimpilz. Das Graue links ist die reife Form, wie man sie öfter findet. Das andere wird ein unreifes Stadium sein, was sich aber möglicherweise (auch unrund) gerade zur Reife entwickelt.
LG, Jan-Arne
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Verstehe ich richtig - das, was auf der Seite in den Fundlisten zu finden ist, wurde bereits in NRW gefunden (oder nur in und um Mönchengladbach)?Der Link führt zu den Listen mit allen in NRW nachgewiesenen Arten. Eine Liste zu den um Mönchengladbach gefundenen Arten findest du auf der Hauptseite links unter Fundlisten. Darüber gelangt man auch zu den NRW-Listen.
LG, Jan-Arne
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Hallo Joli,
die Kartierungsseite der DGfM befindet sich gewissermaßen noch im Aufbau. Wenn du gucken willst, ob Arten wirklich Neufunde für NRW sind, musst du auf der Seite von Hans Bender gucken. Da steht sie leider schon drauf. Nichtsdestotrotz wäre das ein sehr schöner Fund!

LG, Jan-Arne
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Hi!
Danke für's Angebot, Ulla. Aber ich reiche den Staffelstab gerne an Gunnar weiter.

Zedern-Sandborstlinge kenne ich aus eigener Anschauung und die können m. M. nach von der Größe her durchaus variieren und ebenso verschieden "aufschlagen". Dennoch spreche ich dir mal mehr Erfahrung in der Gattung zu und würde mich freuen, wenn du die Geopora unter die Lupe nimmst, Gunnar.

LG, Jan-Arne
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Hallo Joli,
interessant ist der Fund auf jeden Fall. Es bleibt immer noch die Option, dass die Zeder vor kurzem gefällt wurde. Wie die Wuchszeiten einzelner Geopora-Arten sind, weiß ich nicht, aber der Zedern-Sandborstling passt ja eigentlich sehr gut in die Zeit.
Makroskopisch scheint es, wie du sagst, sicher schwierig zu werden. Wenn niemand mit mehr Erfahrung möchte, kannst du mir den Fund gerne schicken. In dem Fall wäre es toll, wenn jemand mir den Schlüssel von Dieter Benkert (erschienen in Z. Mykol. 76/2 - 2012) zukommen lassen könnte.
Mit meiner Literatur / dem Internet käme ich da vermutlich nicht weit.LG, Jan-Arne
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Hi!
Ich kann morgen auch noch mal eine Ansammlung machen.
Ich habe diese eine Spore gezeigt, weil ich denke, dass man da die Dicke der Septe ganz gut sehen kann.Dass in der Gattung einiges unklar ist/bleibt, habe ich auch so empfunden. Dann bleibt die Frage, inwiefern man überhaupt Arten sicher bestimmen kann. Oder ob man immer dazu schreiben muss, nach welcher Beschreibung, bzw. welchem Schlüssel man dabei vorgegangen ist.
LG, Jan-Arne
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Hallo!
Ich habe noch einmal hineingesehen und jetzt sind die Fruchtkörper reif. Man konnte nicht massig, aber doch einige Sporen finden, die 3-fach septiert waren - meiner Einschätzung nach eher dünnwandig, wobei das wohl eine Frage der Einschätzung ist. Kann man das anhand des Bildes mit etwas mehr Erfahrung besser einschätzen? Und wenn sie tatsächlich dünnwandig sind, bleibt es bei D. lacrymalis, oder?
(in H20, da in Kongorot nicht wirklich besser zu sehen)
LG, Jan-Arne
Edit: Halt! Ist der goldgrüne Inhalt ein typisches und konstantes Merkmal? Zumindest auf den Bildern von Ingos HP fehlen diese bei den Alternativarten zu D. stillatus. Dann wären die Sporen doch "relativ" dickwandig.
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Andersrum.
Beide hießen mal Exidia glandulosa.Genial. Da macht man mal auf Schlau und wirft alles durcheinander. Danke für's Verbessern.

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Hallo!
Ich danke euch beiden für die Tipps! Makroskopisch kommt das sehr gut hin. Mikroskopisch habe ich leider keine Sporen gefunden, doch massig Lamprozystiden, hier in einer Übersicht. Das dürfte passen.

LG, Jan-Arne
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Hallo!
Meinst du? Ich kenne die Art zwar nicht persönlich (gibt's hier nicht), würde sie aber ausschließen wollen. Der gezeigte Fruchtkörper ist meiner Meinung nach viel zu durchsichtig, als dass sich im Inneren eine dicke Kernschicht verstecken könnte.
LG, Jan-Arne
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Hallo Bernhard,
aufgrund von Namenchaos (beide hießen mal Exidia truncata) sagt man heute zum Warzigen Drüsling Exidia nigricans und zum Abgestutzten Drüsling Exidia glandulosa. Hier handelt es sich um Exidia glandulosa, für den die Einteilung in flächige, runde Oberseite mit Drüsenpunkten und rauere Unterseite typisch ist. Exidia nigricans ist insgesamt welliger, meist hirnartig.
LG, Jan-Arne
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Hallo Bernhard,
such mal in den Fruchtkörpern hellere Kerne. Das sind Kalkansammlung, die zu leuchten scheinen. Bei uns ist der Kern-Drüsling (Myxarium nucleatum) sehr viel häufiger als die Alternative: Exidia thuretiana.
LG, Jan-Arne
