Beiträge von Beorn

    Hallo zusammen!


    OK, ich bin auch für wachsen lassen bei Pilz 1a. Das wird sich ja klären lassen, wenn da mal irgendwo Poren zu sehen sind.


    Deinen Vorschlag finde ich gut, Gerd. :thumbup:
    Sowohl, was den Hinweis auf Fom.pin. betrifft, als auch auf das Wettangebot.
    Den Rotrandigen hatte ich da nicht auf dem Schirm, finde es aber gut und richtig, den hier in den Ring zu werfen.
    Dennoch glaube ich da nicht dran, und tendiere weiterhin zur Buckeltramete.


    Also lege ich mal 5 Chips auf den Tisch.


    Lothar, das was du in deinem letzten Beitrag als Bilder 10 und 11 zeigst, sieht wirklich aus wie ein Angebrannter Rauchporling (Bjerkandera adusta). Könnte man mit einem Schnittbild noch absichern (Röhren deutlich dunkler als Huttrama).


    Das andere sind - wie Markus schon gesagt hat - sicher Schmetterlingstrameten (T. versicolor). Bei so dunklen Hüten ist freilich die Zonentramete (T. ochracea) auszuschließen.



    LG, Pablo.

    Hallo, Norbert!


    Der ist auch schwer zu knacken, wenn man ihn nicht kennt.
    In vielen Pilzbüchern taucht er nämlich nicht auf, obgleich er in entsprechenden Habitaten nicht selten ist.
    Wenn, dann findet man ihn meist unter "Pholiota oedipus" (so auch GPBWs).
    Der aktuelle Name ist allerdings "Meottomyces dissimulans".
    So kann man dann auch Verwirrung stiften. ;)


    Ansonsten, wenn der so ideal und auf seinem typischen Substrat wächst (wie bei dir schön bebildert und beschrieben) ist er auch ohne Mikroskop gut zu bestimmen.



    LG, Pablo.

    Hallo, Toffel!


    In der Tat. :/
    Die Synonyme hatte ich einfach mal eilig bei Species Fungorum eingesammelt. Nachdem ich aber gerade feststelle, daß sich zur Synonymie die Datenbanken uneins sind, stelle ich da die Tage noch was um und gebe auch Quellen an.


    Aber eine solche Odyssee durch extrem verschiedene Bereiche hat der anscheinend in jedem Fall hinter sich...



    LG, Pablo.

    Phleogena faginea (Fr.) Link
    Buchen - Hütchenträger
    Synonyme:
    - Onygena faginea Nees
    - Cribraria onygena Schumach.
    - Pilacre petersii Berk. & M.A. Curtis
    - Aecidium petersii Berk. & M.A. Curtis


    Basidiomycota --> Atractiellomycetes --> Incertae sedis --> Atractiellales --> Phleogenaceae --> Phleogena --> Phleogena faginea



    Fruchtkörper: Zweiteilig, auf einem kurzen (1-3mm langen) recht stämmigen, weißlichen Stiel sitzt ein bräunliches, jung weißlich bereiftes, unregelmäßig kugeliges Hütchen. Zunächst von weißlichen Hyphen umhüllt, die aber keine regelrechte Peridie (Hülle) bilden, tritt mit der Reife immer mehr die bräunliche Sporenmasse zu tage. Die Hütchen bestehen zum größten Teil aus Sporen, zerfallen enstprechend pulverig im Vergehen. Sie erreichen einen Durchmesser von 2 bis 3 Millimeter.
    Hyphensepten mit Schnallen.
    Geruch deutlich nach Maggi


    Speisewert: kein Speisepilz


    Sporen: Sporenpulver hellbraun (erdfarben), Sporen kugelig, glatt, dickwandig, inamyloid; Basidien fädig, mehrfach septiert, die Sporen sitzen meist direkt den Hyphen auf (ohne Sterigmen)


    Vorkommen: Vor allem Herbst und Winter; an verschiedenem Laubholz(lt. Lit. auch an Fichte), meist an berindeten Stämmen in den Rindenspalten, aber wohl auch unter der Rinde wachsend; zerstreut bis selten, dafür aber an der Fundstelle oft sehr gesellig, meist rasig


    Verwechslungen: Beachtet man die Wuchsweise, Aussehen, Geruch und Größe, ist der Pilz kaum mit anderen Ständer- oder Schlauchpilzen zu verwechseln.
    Ähnlich aussehen können allerdings verschiedene Schleimpilze


    Anmerkungen: möglicherweise stark unterdokumentiert
    Phleogena faginea wurde früher zu den Auriculariales gerechnet.
    Der hier gezeigte Fund stammt aus der Oberrheinebene bei Mannheim, Dossenwald (zwischen MA - Rheinau und MA - Friedrichsfeld), Substrat ist wohl Ahorn; Fruchtkörper gesellig aus den Rillen der Rinde wachsend; vergesellschaftet mit Datronia mollis, Oxyporus populinus und Sarcomyxa serotinus.



    Bilder:



    Fundort:





    Links zu verwandten und ähnlichen Arten im Archiv:
    >–¦<

    Hallo, Gerd & Uli!


    Dann bin ich ja froh, wenn der geklärt werden kann. :thumbup:
    Das, was Anna und ich neulich gefunden hatten, hat sich als banaler Flacher Lackporling entpuppt. Eben mit weißen Stellen im Hutfleisch.
    Ich muss weitersuchen...



    LG, pablo.

    Hallo, Jonas!


    Ob es bei Ischnoderma auch Seten gibt, wäre ich jetzt überfragt. Aber ich denke mal, du hast das sicher scho recherchiert. :thumbup:
    Ehrlich gesagt, daß einzige, was mich an Inonotus störte, waren die feinen Poren. Aber vielleicht täuscht das ja auch.


    Gefunden habe ich den neulich so:

    Also Inonotus radiatus (Erlen - Schillerporling). Ein wenig älter als deine, aber von der Wuchsweise her sollte es hinkommen. Ich glaube, daß auch Rene (Rübezahl) hier mal Bilder von sehr konsolig wachsenden Exemplaren gezeigt hat.



    LG, pablo.

    Hallo.


    Ingo, kann das sein, daß du zwar nicht direkt auf den Angebrannten hinaus willst, aber auf jeden Fall mal eine Richtung hast? ;)


    Wenn ich dich richtig deute, würde mir die Idee gut gefallen.
    Aber warten wir mal Porenbilder und eine gut vergrößertes Schnittbild (Ansatzstelle bis Hutrand) ab. :thumbup:



    LG, Pablo.

    Liebe Kuschel, Lieber Eike!


    Ein Wunderbares Thema.
    Zumal sich hier unten noch kein bissel Winter gezeigt hat (braucht wegen mir jetzt auch nicht mehr zu kommen). Aber diese Eislandschaften haben einfach was Erhabenes.



    Danke,
    Pablo.

    Hallo, Matthias!


    Da musste ich auch kurz stutzen.
    Allerdings brachte mich der unregelmäßig filzig - schuppige Hut und ein Stiel, der ebenfalls scheinbar feinschuppig wirkte, zu Pluteus umbrosus. Hätte auch schön zu den Lamellenschneiden gepasst, jedoch: Mit solchen Pileocystiden (mit Pinökelchen) kann's dann nur P. nigroflocosus sein. :thumbup:


    Aber erzähl nun bitte nicht, der wuchs an Laubholz.
    Sonst wären alle Makroskopiker nämlich bitter enttäuscht. ;)



    LG, Pablo.

    Hallo, ihr Lieben!


    Uli, du brauchst gar nichts zu schreiben.
    Ich lese auch jeden deiner Berichte, genieße deine Texte und Bilder, schreibe aber auch nicht immer etwas dazu.


    Kuschel, mir fallen bisweilen die deutschen Namen schwerer als die lateinischen. Da muss ich oft nachgucken.
    Das Rezept zu dem Zaubertrank kennt wohl nur Miraculix. Und der hält es streng geheim. Aber ich vermute, daß es eine ganze Menge Pilzkomponenten enthält.


    Ok, schreiten wir zur Planung der Entführung des Ingo W. ins Rhein - Main Gebiet zum Frühjahr! :thumbup:
    Ich bin dabei.
    Klingt nach U2014 !!!



    LG, Pablo.

    Hallo.


    Mal zwei Bilder zum Vergleichen:


    Leucogyrophana mollusca = Fältlingshaut


    Pseudomerulius (Meruliopsis, Gloeoporus) taxicola = Weinroter Kiefernfältling

    Bei dem finde ich auch die Oberflächenstruktur filigraner und regelmäßiger als bei den beiden Anderen.



    LG, Pablo.

    Hallo, Hans!


    Also ich erkenne da jetzt keine Schnallen. Das muss aber nicht viel heißen, da die meist nicht an allen Septen sitzen. Das bedeutet also einige Sucharbeit. Am besten mal mit Nadel oder so ein wenig Hutfleisch rausziehen.
    Frank würde bestimmt KOH zum Anfärben empfehlen, richtig?
    Damit habe ich (noch) keine Erfahrung, aber anfärben ist da immer gut.


    Also ich mag mich so nicht unbedingt entscheiden, auch was die Porengröße betrifft. Hast du die mal gezählt?


    Trametes pubescens mag ich da doch noch nicht ausschließen, hatte ich noch nie nass und gefroren gesehen.
    Aber bleib mal noch bei Tyromyces mit einem Auge. Oder es kommt noch was ganz Anderes raus...
    Blöd ist es natürlich schon, wenn die Fruchtkörper steril sind.
    Wenn wenigstens bei einem aus der Kollektion irgendwo noch was in den Röhren hängt, wäre das schon ein Gewinn. Ich denke auch, da musst du suchen. Ein Abwurf wird nichts bringen.
    Ich rate mal ganz dreist: Die werden klein sein und länglich. ;)



    LG, pablo.

    Hallo an Alle!


    Auch wenn ich Werner Pohl nicht kannte, empfinde ich einen Verlust.
    Wie viel stärker muss dieser empfunden werden von Familie und Freunden.
    Fredys Worte haben mich auch berührt. Es fällt nicht leicht, in so einer Situation die richtige Ansprache zu finden.


    So bleibt nur die Hoffnung, daß es den persönlichen Freunden und Angehörigen gelingt, sich gegenseitig in ihrer Trauer zu helfen.
    Wer ihn nicht kannte, wird aber sein Andenken an seine fachliche Arbeit forttragen und nicht vergessen, was er für alle Liebhaber der kleinen, schwammigen Freunde geleistet hat.



    Traurige Grüße,
    Pablo.

    Hallo, Lothar!


    Nein, Gallertbecher unbestimmter Art sind kein sicheres Zeichen für Laubholz. Die finde ich auch manchmal an Fichte und Kiefer.


    Schmetterlingstramete wäre auch kein verlässliches Zeichen, noch verlässlicher aber wäre eine Buckeltramete (Trametes gibbosa).
    Und genau wie eine unausgewachsene T. gibbosa sieht das auf deinen drei ersten BIldern aus.


    Auf den Bildern danach lässt sich für mich nichts bestimmen, da wächst irgendwas mit Schmetterlingstrameten oder so durcheinander.


    So, kommen wir zu Pilz 2, dem an den Wurzeln.
    Da das Holz - wie ich einfach mal dreist behaupte - Laubholz ist, würde ich mir jetzt gerne Esche wünschen. Die Fruchtkörper (super, daß du die in zwei verschiedenen Entwicklungsstadien eingefangen hast) haben doch eine gewisse Ähnlichkeit mit dem Eschen - Porenschwamm (Perenniporia fraxinea).
    >Link 1<
    >Link 2<


    Edit: Platz 1 an Ingo. ;)
    Klar, stimmt, gefällt mir auch besser, wenn die schwarzen Hütchen was anderes sind. Und Porenbilder von der vermuteten Perenniporia fraxinea wären natürlich notwendig.



    LG, Pablo.

    Hallo.


    Ja wie? Ihr beide auch?
    Mich hat's auch flachgelegt vorm Wochenende. X(
    Jetzt aber schon wieder auf dem Weg der Besserung.
    Also Leute: Warmen Tee trinken und auskurieren! :thumbup:



    LG, Pablo.

    :D


    Danke, Enrico!
    Da lag ich ja satt daneben, den hatte ich nun gar nicht auf dem Schirm. Aber siehe da: Nun passt es. Also bitte: Wie Enrico und Nobi bestimmt; einfach Deconica montana drüberschreiben. :thumbup:



    LG, Pablo.

    Hallo, Jürgen.


    hallo Pablo
    also das mit Hohenbuehelia petalodes (Erdmuscheling) kann ich mir nicht vorstellen, wenn man die grafik bezüglich der verbreitung von H.petalodes ansieht


    http://www.gbif.org/species/7243419


    Das kannst du eigenlich nicht als Ausschlusskriterium werten. Solche Datenbanken sind nur so weit zuverlässig, wie auch Leute da Funde eingeben. Wenn aus Bayern da niemand was einträgt, dann steht da natürlich nichts. Den Pilz gibt's da trotzdem. ;)


    BaWü - Flora verzeichnet ja auch für das Nachbar - Bundesland eine ganze Reihe Funde in recht unterschiedlichen Habitaten. Die von dir beschriebene Ökologie und Wuchsweise könnte schon für H. petalodes (oder auch H. geogena, wenn man die beiden synonymisiert) passen. Etwas Kalk sollte es da freilich geben, da reicht aber ein wenig kalkhaltiger Schotter auf dem Weg.


    GPBWs verzeichnen sogar einen Blumentopf - Fund für die Art.
    Hätte ich übrigens auch gerne in meinen Pflanzen.



    LG, pablo.

    Hallo, Enrico.


    So weitestgehend.
    Laccaria wäre noch eine Option, aber die gefällt mir nicht so sehr. Die Gattung Omphalina ist allerdings mittlerweile gesplittet in mehrere Gattungen. Kann man also ein "sensu lato = in weiterem Sinne" dazuschreiben.



    LG, pablo.

    Hallo, Emil!



    Bild 4: Ich sehe da Kiefernnadeln und -zapfen. Auch die blaugrüne Farbe der Lamellen... Ist das nicht doch vielleicht was "Besseres"?


    Du meinst L. semisanguifluus oder L. quieticolor?
    Freilich, die beiden hätten schon im Regelfall Grübchen am Stiel. Aber da stößt hier die Bestimmung an ihre Grenzen. Ich würde das einfach als Lactarius, Sektion Dapetes stehen lassen (also irgendein Reizker).



    LG, Pablo.

    Hallo, Joli!


    Nö, wiedersprechen will ich auch gar nicht.
    Kann schon zu M. cognata passen, die Lamellenfarbe. Eben mit deutlichen Gelbtönen (reif!), genauso wie an Hut und Stiel.
    Allerdings kenne ich die Art bislang nicht aus eigener Anschauung. Steht erst in diesem Frühjahr auf meiner To - Do - Liste.
    Fazit: Kann schon hinkommen.
    Allerdings einen Weichitterling mit komplett freien Lamellen zu finden, das ist schon was sehr Ausgefallenes. Aber vielleicht erkenne ich das ja auch nicht richtig.



    LG, Pablo.