Beiträge von Beorn

    Hallo.


    Naja, da zeigen sich auch gleich die Schwierigkeiten. st halt bei vielen nicht mehr als eine Gattung drin:
    Bild 2 = Omphalina (Nabeling)
    Bild 4 sehe ich wie Mario
    Bild 5 = Psathyrella, eventuell (Seten?) Psathyrella conopilus (Huthaarmürbling)
    Bild 10 = Lactarius (Milchling)
    Bild 12 = Mycena (Helmling)
    Bild 17: Dachpilz ist unstrittig, aber für cervinus ist der zu schmal. Gelbe Farbtöne am Stiel können belichtungsbedingt sein, oder es ist Pluteus romellii (Gelbstieliger Dachpilz).



    LG, Pablo.

    Hallo.


    Jau, Stinkschwindling beim ersten. Leg ihn mal in eine Tupperbox, Jürgen, und wärme ihn an. Dann die Box öffnen (Warnung! Diesen Vorgang unbedingt im Freien durchführen) und verfaulten Kohl genießen. :evil:
    Der heißt derzeit übrigens Gymnopus foetidus.


    Bei dem anderen (Auf Erde gewachsen) scheint mir noch Hohenbuehelia petalodes (Erdmuscheling) eine gute Option zu sein. Mehlgeruch? Dazu am besten wieder den Trick mit der Box ausführen. Öffnen nach Anwärmen muss nicht im Freien passieren.



    LG, Pablo.

    Hallo, Matthias!


    In der Tat eine erlesene Sammlung, die du da vorstellst. Immerhin die beiden ersten kenne ich, die anderen sind "hätte ich gerne" oder "wow, noch nie gesehen". :thumbup:
    Deine Vorstellungen sind schon richtige Kurzportraits. Gerade auch die Imperfekten sind hier toll in Szene gesetzt. Leider werden die ja oft etwas stiefmütterlich behandelt, aber überzeugen doch auch oft durch innere und äußere Schönheit.



    LG, Pablo.

    Hallo.


    Auch euch ein Danke, ihr drei.


    Peter, ich habe für kommende Treffen nur Vorducke zu Teilnehmerlisten, wo dein Name schon standardmäßig notiert ist. Müsste man mal Markus fragen, ob der noch andere hat. ;)


    Hallo, Ingo!
    So geht es auch am besten, meine ich. Bei mir bleibt auch immer nur was hängen, wenn ich irgendwie mitmache; diskutiere, frage, irre oder sonstiw Chips verliere.
    Die Geschichte ist wichtig. Manchmal klappt es auch, wenn man einen PIlz immer und immer wieder gezeigt bekommt, aber mit Mitmachen ist es doch noch mal einprägsamer.
    Aber es freut mich natürlich auch ungemein, dir ein paar Pilze zeigen zu können, die du so noch nicht kanntest.
    Ach, wenn's dich mal in den Südwesten verschlägt, werde ich dir selbstverständlich sämtliche Fundorte zeigen.
    Angefangen aber bei der Trichopeziza cf. perrotioides nom.prov. von neulich. ;)



    LG, Pablo.

    Hallo, Frank & Ingo & alle Porlingsfreunde!


    Stark, hier geht's ja ans Eingemachte. :P
    Jetzt habe ich erstmal meine Bilder von P. subcaesia umbenannt. Waren ja nicht so viele, nur einer im vorletzten und zwei im letzten Jahr. ;)


    Danke für die Lektüre, Frank, so hat das dann auch richtig Aussagekraft. :thumbup:


    Jedenfalls verstehe ich längst noch nicht alles in dieser Gattung, aber die Nebel fangen langsam an, sich an einigen Stellen zu lichten.


    Ok, also zur Unterscheidung zwischen chioneus und tephroleuca muss man also messen, das geht bei mir freilich noch nicht.
    Ich mache mich mal die Woche kundig, wie ich Skeletthyphen finde und erkenne, das will ich mir auf jeden Fall mal anschauen.
    Eine Probe schicke ich dir trotzdem gerne, Frank.
    Zusammen mit der verwegen vermuteten >Antrodia<.


    Achso:

    Zitat


    Jetzt habe ich gerade ein deja vu.
    Das Thema hatten wir schon mal, oder??


    Wir zwei, Ingo, oder mehr so generell?
    Du weißt nicht zufällig noch, wo das war? Dann würde ich das auch noch mal nachlesen.
    Oder war's in einer Anfrage von Abeja vielleicht?



    LG, Pablo.

    Hallo.


    Stimmt, eigentlich ist es nicht lange her, das letzte GROßE Treffen.
    Andererseits auch schon wieder viel zu lang.


    Aber: Bald kommt ja der Frühling. Und da ist Kalkboden schon mal ein versprechen. Wir finden noch unser Gemörch zusammen! :thumbup:



    LG, Pablo.

    Hallo, Joli!


    Die Schichtpilze kannst du auch so sicher bestimmen. Auch bei getrockneten Pilzen wird die helatinöse Schicht zwischen Huthaut und Fleisch bei C. purpureum als knorpelige, schwarze LInie sichtbar. Das hat S. hirsutum nicht.


    Wegen 34 / 35:
    Du meinst, was außer den komplett freien Lamellen noch gegen Melanoleuca spricht?
    Das ist vor allem auch der Gesamteindruck. Die Größe muss man hier ja schätzen, aber ich denke mal, der Hutdurchmesser wird nicht breiter als 5-6 cm sein.
    Der Stiel wirkt auf den Bilder schon irgendwie aufgebläht und für einen Weichritterling irgendwie zu stark faserig.
    Rosa Schimmer in den Lamellen würde allerdings passen, Rhodocollybia (Rosasporrüblinge) haben das manchmal an sich. ;)


    Insgesamt will ich da aber keine sichere Bestimmung wagen.



    LG, Pablo.

    Hallo, Mario!


    Die Gattung ist es sicher.
    Es könnte auch M. brevipes sein. Oder eben eine andere Art. Da gibt's ja genug, die auch im Aussehen alle ähnlich sind und lustig variieren.
    Ich drücke die Daumen, daß da jemand mit dem MIkro rangeht. :thumbup:


    Jedenfalls ist es nie verkehrt, mal einen Herbarbeleg anzufertigen.



    LG, Pablo.

    Hallo, mitsammen!


    Vielen Dank für die hübschen Blumen! :)


    Ich will übrigens schwer hoffen, daß das so weiter geht. Immerhin sind auch schon einige Arten für 4.2014 abgebildet und vorgemerkt. Trotz relativer Pilzarmut und damit wenig Zeit für Wald in den letzten Tagen.


    Und ich glaube, dir müsste das meiste sogar bekannt vorkommen, Anna.
    Bis auf die Winzlinge, die habe ich mehr alleine photographiert.


    Peter, du musst mal auch eher ausgefallene Plätze aufsuchen. Probier mal Auwälder oder Kiefernforste auf Sandböden aus, auch Dünenlandschaften und Magerrasen sind immer noch hoch im Kurs.


    Mario, Zweifel sind jeder Zeit erwünscht. :thumbup:
    Ändert hier aber nichts an der Bestimmung: Die Hutoberfläche mag etwas ungewöhnlich sein, aber G. trabeum hat ein labyrinthisch - poroides Hymenophor. Das ist hier schon sicher G. sepiarum.



    LG, Pablo.

    Hallo.


    Das sind die Sporen von dem Porling? 8|
    Also wenn da nicht irgendwelche Fremdsporen reingerutscht sind, sollte Trametes komplett aus dem Rennen sein, Tyromyces und Oligoporus s.l. eigentlich auch. Kugelige Sporen gibt's bei Oxyporus, aber nicht in der Größe.
    Frank hat neulich geschrieben, daß es wohl noch andere Porlingsgattungen mit kugeligen Sporen gibt, aber mir fällt da keine ein, die so ein Aussehen annehmen kann...


    Irgendwie mysteriös.



    LG, Pablo.

    Hallo, Thorben!


    Versuch doch mal, deine Anfragen mit mehr Infos und Bildern zu ergänzen.
    So wären hier zB Übersichtsbilder sehr hilfreich, um auch etwas über das Substrat und die Lage zu erfahren, auch die Wuchsweise ist oft sehr relevant.
    Ja, furchtbares Genörgel, ich weiß. Aber bei deinen interessanten Funden und schönen BIldern wär's doch schon verdient, da möglichst treffende Bestimmungen rauszuholen.
    OK, ja, dein Lamellenpilz kann schon gut ein Schwefelkopf sein. Aber wie sicher ist das? Reicht das aus um zB einen NAdel - Schüppling (Pholiota spumosa) auszuschließen?


    Und die Nummer 7 kann schon eine Großporige Datronie sein. Eine gewisse Ähnlichkeit ist schon da, zumindest, wenn der Fruchtkörper sehr jung wäre und dadurch die normalerweise schwarzen Hutkanten nicht ausgeprägt sind.


    Nummer 1 kann durchaus ein Angebrannter Rauchporling (Bjerkandera adusta) sein. Aber es kann eben auch was ganz anderes sein. Größenangaben, Untersuchung weiterer Fruchtkörper (falls vorhanden), Schnittbild und eine Substratbestimmung wären da schon wichtig.


    Das Gleiche gilt für Nummer 2. Sicher ist das entweder Amylostereum oder Chondrostereum. Aber da gehört schon noch mehr dazu. Auch hier wäre das Substrat ein wichtiger Faktor, ebenso müsste man mal schauen, in welchen Schichten der Pilz aufgebaut ist (Huthaut - Fleisch - Fruchtschicht - ???).


    Und auch von Pilz 8 müsste man viel mehr sehen. Die meisten dieser Rindenpilze sind mehr oder weniger weich, und wenn man kratzt, dann gibt's ne Delle. ;)
    Für den kämen so sicher ein Dutzend Arten in Frage.


    Übrigens:
    Der Blaue und die Hypocrea sind wunderschön und auch sehr toll abgebildet. Ich habe keine Ahnung (Hypocrea geht meist ohnehin nur mikroskopisch), aber ich wüsste schon zu gerne, was es ist.



    LG, pablo.

    Hallo, Joli!


    Schöne Serie und tolle Ausbeute.
    Wegen mir braucht der Winter jetzt auch nicht mehr aufzutauchen. Klares Votum pro Frühling. :thumbup:


    An Inonotus obliquus glaube ich nicht. Der hat nicht die Angewohnheit, frische Birkentriebe auszutreiben. ;)


    23 + 24 ist - sagen wie mal - zu 80% Stereum hirsutum (Striegeliger Schichtpilz) und zu 20% Chondrostereum purpureum (Violetter Knorpelschichtpilz).



    LG, Pablo.

    Hallo.


    Einen Versuch war's mal wert, zu den BIldern mal einfach ein paar Sätze zu schreiben.


    Daß die Psathyrella keine Galerina war, war uns schon bald recht klar, da nur weniger als die Hälfte der Fruchtkörper beringt war. Aber darüber hinaus? Nein, ohne die Hilfe von Andreas wären wir aufgeschmissen gewesen. Aber es zeigt sich doch, daß es sich lohnt, auch unscheinbare und schwierige Pilze mal genauer unter die Lupe zu nehmen.


    Vielen dank, Ulla und Toffel, zu eurer Bestätigung und den Tips zu den Schleimis. :thumbup:
    Bauchige Badhamie ist schon mal gut. Die Österreicher haben ohnehin ein gutes Gespür für schöne Namen. "Zergerlfeuer" zB gefällt mir ja viel besser als "Klebriger Hörnling".



    LG, Pablo.

    Hallo, Frank!


    So mache ich das.
    In diesem "Herbar" wird sich der Pilz sicher wohlfühlen, trifft er doch eine Menge ebenfalls nur näherungsweise oder nur auf Gattungsebene bestimmte Freunde. ;)



    LG, Pablo.

    Hallo nochmal.


    Ja, du hast schon recht, Mario.
    Etwas Anderes als P. quercina ist hier schon sehr unwahrscheinlich. P. limitata sowie P. lilacea sollten eigentlich an Eiche nicht vorkommen. Und P. cinerea normalerweise nicht solche lilanen Farben zeigen. Aber sie sind eben recht variabel, diese Cortis. :evil:


    Den Semmestoppler halte ich für Hadnum repandum s.str. Bei der Wuchsform sollte H. rufescens, H. ellipsosporum & co auszuschließen sein.
    Der Status von H. albidum ist unklar.
    >SpeciesFungorum< synonymisiert den mit H. repandum. So halte ich das mittlerweile auch, weil bei mir immer mal wieder ganz weiße und farbigere Exemplare an den selben Stellen vorkommen. Oder auch mal durcheinanderwachsend, je nach dem, ob zB Laub auf den Hüten lag oder nicht. Ob es da Unterschiede in der Sporengröße gibt, habe ich allerdings noch nicht vermessen.
    Aber Steinpilze (B. edulis machen das ja auch, schwanken farblich zwischen weiß und schwarzbraun, sind aber doch ein und die selbe Art.


    Kompliziert wird die Sachlage bei Mycobank:
    Dort gibt es Hydnum repandum var. albidum, welcher mit H. repandum synonymisiert wird. Hydnum repandum var albidum ist aber das selbe wie Hydnum albidum, welches dort ein eigenständiges Taxon ist.
    Ergo: Da ist irgendwo ein Fehler.



    LG, Pablo.

    Hallo, Chris!


    Das mit der Essensfreigabe hat auch noch andere Gründe als nur die Vermeidung der folgen von Bestimmungsfehlern. So können wir über Bilder zB unmöglich die Qualität der Pilze beurteilen. Dazu gehört eben auch Riechen und Anfassen, was ja so nicht geht.
    Viele "Pilzvergiftungen" sind nämlich eigentlich Lebensmittelvergiftungen, hervorgerufen durch den Verzehr überständiger Fruchtkörper. Pilzeiweiße zersetzen sich eben recht schnell, wodurch giftige Abfallprodukte entstehen. Das ist einem Pilz über Bilder kaum anzusehen.
    Deine Austernseitlinge sehen zwar gut aus, aber das muss nichts heißen.
    Gerade bei dieser Witterung (wiederholtes Einfrieren und wieder Auftauen), geht in den Pilzen einiges kaputt, was nicht sein sollte.


    PS.:
    Der Rillstielige Seitling (Pleurotus cornucopiae) kann auch mal eine striegelige Stielbasis haben. Das hier sind aber schon waschechte Austern (Pleurotus ostreatus), die allerdings auch im Sommer wachsen können. ;)



    LG, Pablo.

    Hallo, Emil!


    Zu den Tintlingen sage ich mal nichts. Die Gruppe ist ja nicht so einfach.


    Zu dem Anderen: Ist das Substrat Nadelholz? Und wenn ja, dann welches?
    Immerhin kann Chondrostereum purpureum durchaus so hütig wachsen. Vom Aussehen her passt alles. Es gibt zwei sehr ähnliche Arten: Amylostereum areolatum (vorwiegend) an Fichte und Amylostereum chailletii (vorwiegend) an Tanne. Also Fichten - Schichtpilz und Tannen - Schichtpilz.
    Freilich kann Chondrostereum purpureum (Violetter Knorpel - Schichtpilz) auch selten mal an Nadelholz vorkommen.
    Du kannst ja mal einen Fruchtkörper durchschneiden: C. purpureum hat eine dünne, gelatinöse Schicht zwischen Huthaut und Trama. Die sollte bei den beiden anderen Arten nicht da sein.



    LG, Pablo.

    Hallo.



    Konsistenz biegsam, zäh, etwas lederartig.


    Das spricht gegen T. pubescens. Die hätte ein eher bröckelig - wattiges Fleisch, alt und trocken auch etwas korkig, sofern sie nicht von innen her aufgefressen wird (ist sehr anfällig für Parasiten).
    Ich könnte mir hier eher eine viel zu dünn geratene Ockerfarbene Tramete (T. ochracea) oder auch einen Fastblauen Saftporling (Postia subcaesia) vorstellen. Aber einfach wird's nicht. Vielleicht hat aber jemand anderes noch eine gute Idee, Frank oder Ingo zB.



    LG, pablo.

    Hallo.


    Zeit wird's mal wieder für ein paar Pilze.
    Alle Funde stammen von irgendwelchen Januartagen diesen Jahres. Diesmal ein wenig und ganz grob nach systematischen Gruppen geordnet.


    Polyporales s.l.: Porlingsartige
    01 - Gloeophyllum sepiarum = Zaunblättling

    Sieht zwar nach Lamellen aus, dennoch zählt der Pilz zu den Porlingen. Der tut nur so. Der Zaunblättling ist sehr häufig, zu finden an einem breiten Spektrum von Holzarten, am liebsten aber an Nadelholz. Das kann sogar verbaut sein oder behandelt. Neben liegenden Nadelholzstämmen im Wald finde ich den gerne mal an Zäunen, Geländern, auch an verbauten Brettern von Hütten und Lauben sowie an hölzernen Sitzbänken taucht der immer wieder auf.


    02 - Ganoderma applanatum = Flacher Lackporling

    Ein ebenfalls sehr häufiger Pilz an diversen Laubbäumen, seltener auch an Nadelholz zu finden. Seine große Variationsbreite macht ihn in Extremfällen nicht leicht zu bestimmen. Wenn er so auftaucht, ist es allerdings absolut eindeutig.
    Vergesellschaftet ist er hier mit Winterhelmlingen (M. tintinnabulum, s.u.), Kleinsporigen Mürblingen (P. laevissima, s.u.) und Weißen Becherchen (Lachnum spec).


    03 - Fomitopsis pinicola = Rotrandiger Baumschwamm

    Ein ebenfalls sehr häufiger Baumschädling und Zersetzer, der an vielerlei Laub- und Nadelholz zu finden ist. Hier an unbestimmtem Laubholz; einem etwa armdicken Ast, möglicherweise Esche. Alleine das wäre schon etwas ungewöhnlich, besonders interessant sind aber diese Embryos am selben Ast:

    Die m.E. eben auch Fom. pin. zeigen. :)


    04 - Oxyporus populinus = Treppenförmiger Schichtporling

    Ein nicht häufiger Porling, der hier ungewöhnlich striegelige Hutoberflächen aufweist. Nach mikroskopischer Untersuchung und dank Franks (Tomentella) Hilfe konnte aber auch der geknackt werden.
    An Ahorn (Acer spec).


    05 - Parmastomyces mollissimus = Zartrandiger Weichporling

    Ein in Deutschland seltener Kiefernbewohner, der makroskopisch durch sehr weiche Fruchtkörper und eine Gelschicht zwischen Hutfleisch und Röhren auffällt. Mikroskopisch durch dickwandige, zylindrische Sporen von ähnlichen Arten zu unterscheiden.


    06 - Lenzites warnieri = Auenblättling

    An unbestimmtem Laubholz; eine ebenfalls seltene Art in Deutschland, die nur einmalig Fruchtkörper bildet, die zudem oft noch steril sind. Vom Birkenblättling (Lenzites betulinus) durch andere Hutfarben und regelmäßig gegabelte "Lamellen" (sind hier natürlich auch Poren, die aber wie Lamellen aussehen) zu unterscheiden.


    07 - Rhodonia placenta = Rosafarbener Saftporling

    Galt wohl früher als selten, findet sich aber hier in der Gegend recht regelmäßig an alten, morschen Kiefern- und Fichtenstümpfen sowie liegenden Stämmen. Hier ein sehr junger Fruchtkörper (ungewöhnlich, die meisten Funde mache ich im Sommer). In dem Zustand ist auf Verwechslungen mit dem Schönfarbenen Resupinatporling (Junghuhnia nitida) zu achten, der aber vor allem an Laubholz wächst.


    08 - Trametes hirsuta = Striegelige Tramete

    Ein wohlbekannter Massenpilz, hier an unbestimmtem Laubholz. Momentan versuche ich den mal an Nadelholz zu finden, was angeblich sehr selten mal vorkommen kann...


    09 - Neolentinus adhaerens = Harziger Sägeblättling

    Ein ziemlich mickrig ausgefallener Einzelfruchtkörper an Nadelholz. Auch der gehört zu den Porlingsartigen, trotz des lamelligen Hymenophors.


    Corticiales s.l.: Rindenpilzartige
    10 - Phlebiopsis gigantea = Großer Cystidenkammpilz

    Ein recht häufiger Bewohner von Kiefernforsten, der an Stümpfen und liegenden Stämmen bisweilen Beläge von großer Ausdehnung bildet. An den komischen Zacken und Zähnen, die er vor allem oben auf horizontalem Substrat bildet und an der Größe gut zu erkennen.


    11 - Serpula himantioides = Wilder Hausschwamm

    Angeblich auch eine seltene Art, hier in der Region aber doch recht häufig an leigendem, morschem Nadelholz (meist Kiefer, seltener Lärche), an liegenden Stämmen und Stümpfen zu finden. Mit etwas Erfahrung schon makroskopisch recht sicher zu bestimmen. Einige ähnliche Arten wären Meruliopsis taxicola (Weinroter Kiefernfältling), Phlebia rufa (Braunroter Kammpilz) oder Leucogyrophana mollusca (Fältlingshaut).


    12 - Peniophora cf quercina = Eichen - Cystidenrindenpilz

    In der Farbe gibt es mehrere Cystidenrindenpilze, die allerdings wohl nur sporadisch an Eiche vorkommen. Allzu sicher sollte man sich da aber nicht sein. Dieser Fund stammt aus einer Eichenschonung, wo fast jeder ansitzende, abgestorbene Ast befallen ist.


    Glibberzeug: Tremellales + Auriculariales
    13 - Tremella mesenterica = Goldgelber Zitterling

    Im selben Waldstück wie die oben gezeigte Peniophora mit einem regelrechten Massenauftreten. Warum? Weil eine reine Eichenschonung offenbar wenig Wiederstand gegen den Befall bietet. Und wo sich eine Peniophora stark ausbreitet, da ist auch die entsprechende Tremella nicht weit weg, da diese auf dem Rindenpilz parasitiert. Wobei T. mesenterica selbstverständlich auch andere Rindenpilze befallen kann. Allerdings keine Schichtpilze. ;)


    14 - Exidia truncata = Stoppeliger Drüsling


    Es ist zum aus der Haut fahren! Wie ein Irrer suche ich nach dem Kreiseldrüsling (Exidia recisa), finde aber immer nur den hier. Immerhin sieht der schon manchmal fast zum verwächseln ähnlich. Beide Funde hier hatten immerhin diese rötbräunlichen bis fast bersteinfarbenen Farbnuancen, wuchsen auf eher dünnem, unbestimmtem Laubholz...
    Aber die stoppelige Außenseite und die Drüsenwarzen der Fruchtschicht machen mir meine Hoffnung regelmäßig zunichte. :cursing:


    Ascos - Becherchen:
    15 - Polydesmia pruinosa = Bereiftes Kernpilzbecherchen

    Ziemlich kleines, eher kissenförmiger Pilz auf Kohlenbeere (Hypoxylon spec), von der er sich ernährt. Die Kohlenbeere ernährt sich hier von Buchentotholz.


    16 - Lachnum cf impudicum = Nicht - Verschämtes Weißhaarbecherchen

    Eine recht häufige Art, aber vom optisch sehr ähnlichen Lachnum brevipilosum (Kurzstieliges Weißhaarbecherchen) nur mikroskopisch zu unterscheiden. Ebenfalls sehr ähnlich ist Dasyscyphella nivea, die ebenfalls an dickem, morschem Laubholz wohnt.
    Ingo und Björn danke ich hier für all die hilfreichen Tips und Erklärungen. :thumbup:
    Ohne euch wäre mir hier nicht mal eine cf - Bestimmung möglich gewesen.


    Ascos / Kerpilze
    17 - Ustulina deusta = Brandkrustenpilz

    Ein sehr großer und häufiger Kernpilz, der normalerweise schon im Feld anzusprechen ist. Vor allem im Frühjahr, wenn seine auffällige, grau - weiße Nebenfruchtform dabei ist.Aber auch ohne diese lassen sich die knubbeligen, bröckeligen, großflächigen Beläge gut erkennen.
    Zumindest so lange, bis die Art gesplittet wird, und man dann nur noch mit dem Sequenzer bestimmen kann. X/


    Agaricales: "Echte" Lamellenpilze
    18 - Tulostoma brumale = Zitzen - Stielbovist

    Schreck !!!
    Schreibt der was von "Echten" Blätterpilzen, und dann sowas? Frechheit, was soll das? ;(
    Ist aber leider so. Die Systematik folgt da bisweilen seltsamen Regeln, die dem normal - fortgeschrittenen Pilzsammler bisweilen edn Schweiß auf die Stirn treiben. Aber mikroskopische und genetische Merkmale zeigen, daß dieser Pilz eben eher mit einem Fliegenpilz verwand ist, als mit einem anderen Bovist.
    Das wird dann noch lustiger, beim...


    19 - Cyphellopsis anomala = Gelbbrauner Haarschüsselrasen

    Denn der sieht doch nun aus wie ein Becherchen.
    Ist aber keiner, hat auch keine Asci (Sporenschläuche) sondern Basidien (Sporenträger, an denen die Sporen außen ansitzen). Das ist nicht der einzige Grund, warum dieser winzige Pilz ebenfalls mit Champignons und Ritterlingen nahe verwand ist.


    20 - Mycena tintinnabulum = Winterhelmling

    So, jetzt stimmt's aber wieder. Endlich einer, der den Namen auch verdient: Ein Pilz mit Hut und Stiel und richtigen Lamellen. ;)


    21 - Psathyrella laevissima = Kleinsporiger Mürbling

    Ein Zufalls - und Überraschungsfund. Ohne die Hilfe von Anderas Melzer (pilzmel) wäre der für mich unbestimmbar geblieben. Die Welt der Faserlinge ist mir ein Buch mit sieben Siegeln. Umso schöner, daß es hier Spezialisten gibt, die sich mit diesen Arten befassen. Zumal dies doch ein seltener oder zumindest kaum dokumentierter Fund ist.
    Danke an Andreas. :thumbup:


    22 - Cortinarius (Telamonia) spec. = unbestimmter Gürtelfuß

    Nee, an eine Artbestimmung traue ich mich da nicht ran. Vor allem zu der Jahreszeit, wo die ungewohnte Witterung viele Merkmale verfälscht oder gar zunichte macht. Trotzdem beachtlich, daß sich auch solche Symbionten noch zeigen.


    Boletales: Dickröhrlingsartige
    23 - Scleroderma citrinum = Dickschaliger Kartoffelbovist

    Ja wie, schon wieder so eine Mogelpackung? Was hat der mit einem Steinpilz gemein?
    Aüßerlich wohl wenig, genetisch besteht aber schon eine Verwandschaft zumindest auf Ordnungsebene. Das allerdings hat so viel gar nicht zu sagen. Aber auch das ist ja ein Mykorrhiza - Bilder. Allerdings einer, der schon gerne mal in Perioden von milder Witterung im Winter erscheint.


    Myxomyceten: Schleimpilze
    24 - Trichia cf decipiens = Buntköpfiger Schleimpilz

    Zunächst mal sind Schleimpilze natürlich keine richtigen PIlze, sie gehören nicht dem Reich der Funga an. Spannende und schöne Lebensformen sind es aber allemal, so lohnt sich immer wieder ein Blick. Da es aber so ganz und gar nicht mein Kerngebiet ist, versehe ich da alle Bestimmungen mit einem "cf" (lat. conferatur = "zu vergleichen mit", steht für nicht abgesicherte Bestimmung).


    25 - Comatricha cf nigra = Schiefergraues Fadenkeulchen

    Oder sollte man ihn "Lampion - Schleimpilz" nennen? Zumindest in noch unreifem Zustand, so wie hier, erinnert er an diese Leuchtkugeln, die zB bei Nacht - Skirennen gerne aufgestellt werden.
    Irgendwie fällt mir da auch oft die Ablichtung schwer, wie man an den eher dürftigen Bildern sieht. Diese Winzlinge sind kaum mehr als 1mm hoch.


    26 - Hemitrichia calyculata = Wuschelköpfiger Schleimpilz

    Eine recht häufige Art, die ich mir mittlerweile zutraue, anhand der Kelche recht sicher zu erkennen.


    27 - Badhamia utricularis = Bauchige Badhamie


    Der hatte sich an einem Stapel von Keifernstämmen über Phlebiopsis gigantea (s.o.) hergemacht und sich dann in eine Spalte zurückgezogen, um in Ruhe Sporeocarpien zu bilden. So waren auch schon verschiedene Entwicklungsstadien zu beobachten. Im oberen Bild noch unreif, im unteren im gereiften Stadium.
    Hatten wir zu dem nicht mal einen deutschen Namen überlegt? Jetzt finde ich ihn nicht mehr. :(



    A dieser Stelle noch mal einen herzlichen Dank an alle, die in den letzten Wochen so toll bei den Bestimmungen geholfen haben. Namentlich erwähnen will ich da insbesondere Frank (Tomentella), IngoW, Björn (bwergen), Anderas (pilzmel).
    Dank gilt auch Anna und Stefan fürs Mit - Unterwegs - Sein.
    Besonderer dank geht außer diesen beiden auch an Markus, Günter, Melanie und Kuschel. Ihr wisst, wieso.



    LG, Pablo.

    Hallo, Hans!


    Nummer 1 ist Plicaturopsis crispa. Da besteht kein Zweifel. :thumbup:


    Bei der 2 glaube ich nicht an Trametes pubescens.
    Das könnte auch was aus der Saftporlings - Ecke sein. Irgendwo in der näheren Umgebung von Tyromyces kmetii vielleicht, wenn auch für die Art selbst eigentlich zu blass.


    Schreib doch mal noch etwas zur Konsistenz des Fleisches, zeig ein Schnittbild und beobachte, wie sich der PIlz beim Trocknen verhält.



    LG, pablo.

    Hallo.


    Ok, da war ich natürlich völlig in der falschen Richtung unterwegs. Kein Wunder, daß nichts passen will. Es beeindruckt mich immer wieder, wie ähnlich sich Pilze sehen können, obwohl sie noch nicht mal nahe verwand sind. Also ein Drüslings - Verwandter!
    Freut mich, der Fund. Einen solchen Pilz hatte ich bislang gar nicht untersucht.
    Jetzt habe ich gleich auch mal in der Nachbargattung (Sebacina) reingeschaut. Da finde ich jetzt auf die Schnelle nichts Passendes, also müsste die Suche nach Schnallen eigentlich überflüssig sein. Aber es kann ja nicht schaden.


    Zur Farbe / Beschaffenheit:
    Der Pilz hat sowohl nass als auch getrocknet einen metallischen Glanz, der mir jedoch nass eigentlich nicht bläulich erschien. Eher chromfarben. Nun ist er aber getrocknet, dabei sehr dünn geworden und schimmert irgendwie grauviolett oder silbrig mit blasslila Schein. Feldrig aufreißen tut er nicht.


    Bilder vom Exsikat:



    Und doch möchte ich mich nach der Beschreibung in den GPBWs nicht zwischen E. calcea (*) und E. grisea (*) etscheiden müssen. Zumal ich mit den Angaben "Hymenium dünn" vs. "Basidiocarpien ziemlich dick" nicht viel anfangen kann. Woher soll ich wissen, was in der Gattung als dünn oder dick zu gelten hat?
    Der Schlüsselpunkt, der hier zu E. calcea führt ("Bcarp. trocken rissig, wie ein heller Kalkanstrich aussehend") lässt mich aber eher zu E grisea tendieren.


    * Für interessierte Mitleser:
    Exidiopsis calcea = Kalkfarbener Krustenpilz
    Exidiopsis grisea = Graue Wachskruste
    deutsche Namen aus GPBWs, Band 1, Seiten 106 & 107



    LG, Pablo.

    Hallo, Jaime & Wulla!


    Macht aber mal vorsichtshalber die Röhren ab bei den Pilzen.
    Ich hatte vor einiger Zeit ein paar Birkenporlinge verschickt, die ich auch für cöllig ok hilet. Die sahen den euren sehr ähnlich, auch vom Alter her. Die allerdings haben etwas Beschwerden verursacht, und das muss ja nicht sein.
    Kann allerdings auch an vielen Faktoren hängen. Zum Beispiel kann etwas beim Trocknen schief gegangen sein. ich weiß es nicht, also im Zweifel lieber vorsichtig sein. :thumbup:



    LG, Pablo.

    Hallo.


    Im selben Gebiet wo ich vor einiger Zeit den vermuteten Kurzröhrigen Saftporling eingesammelt habe, fand sich auch noch ein aschgrauer Belag an einem liegenden Fichtenast.


    Also ebenfalls im Odenwald, Umgebung "Weißer Stein", ca. 450m üNN
    Fichtenhochwald, abgefallener dünner Ast am Wegrand, noch berindet


    Schicht kaum 2 mm dick, leicht knubbelig, kaum ablösbar, beim Kratzen ohne Verfärbungen, ohne bemerkenswerten Geruch.
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    Mikros:
    Sporen recht groß, allantoid, wirken fast ein bissel einfach septiert (?);
    Cystiden keulig; Basidien (vermute ich jetzt mal, daß die das sind) kugelig; Schnallen keine gefunden (was nichts heißen muss):
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    Mir fehlt jede Idee. Ich weiß, daß es ein paar wenige und seltene Peniophoras an Nadelholz gibt, aber ob sowas hier in Frage kommt? :/
    Tips wären klasse!



    LG, Pablo.