Beiträge von Beorn

    Hallo, ihr Lieben!


    Vielen Dank fürs Mit - Pilzegucken und Schönfinden.
    Stimmt schon, da sind ein paar Kostbarkeiten dabei. Aber wie schon bei den anderen Serien in diesem Jahr muss man auch berücksichtigen, daß das Zusammentragen dieser Funde auf langwieriger Fitzelarbeit über mehrere Wochen beruht. Da waren auch etliche Trips dabei, wo sich bis auf trockene Schmetterlingstrameten, verfallene Zunderschwämme, vergehende Glimmertintlinge und die vielen, für mich unbestimmbaren Weich- und Knopfbecherchen unter Hölzern nichts Interessantes oder Neues zeigen wollte.


    Also ja, Stöckchendrehen lohnt sich, man findet immer PIlze dabei. Das ist nicht das Problem. Das Problem ist es herauszufinden, was das für welche sind. ;)


    Mit der vermuteten Pachyella muss man mal abwarten. Da haben ja schon mehrere gut ausgerüstete Kenner laut "Hier, ich will" gerufen. Aber bislang findet sich ja offenbar keine Art, die besser passen würde. Ist halt etwas zu vage, ohne da die Maße nehmen zu können. Aber das wird die geballte Kompetenz sicher rausfinden. :thumbup:


    Die Käffchenmorchel ist allerdings kein Vertipper. Das entstand letztes Jahr irgendwie so mit Stefan und Anna, der Name hat sich bei mir durchgesetzt. So lecker wie ein Käfchen eben, und auch ganz ähnlich gefärbt. So ähnlich wie der "Bleibrätling" (Megacollybia platyphylla), ebenfalls so ein Insider aus dem letzten Jahr (Peter und Uli wissen bescheid), der andere deutsche Name ist ja unaussprechbar.



    LG, Pablo.

    Hallo, Joli!


    Na also, es klappt ja. :thumbup:
    Wär ja auch gelacht, den Rhein vor der Haustür und keine Morcheln. Die Stelle solltest du in nächster Zeit immer mal wieder besuchen, eventuell ist das erst der Anfang.


    Schade ist natürlich die Vermüllung und masiver Holzeinschlag. Gestern auch erst wieder erlebt, und das natürlich auch im Naturschutzgebiet. X(
    Und wo man überall Müllansammlungen findet, ist echt unfassbar. Wir waren an einer Stelle, um einen Standort vom Trichterförmigen Sägeblättling (Lentinus cyathiformis) zu kontrollieren, wo zB jemand einfach Packen von Illustrierten im Graben entsorgt hat. War wohl zu faul zum Ausliefern...


    Danke für den schönen Ausflug!



    LG, pablo.

    Hallo.


    Nachdem der lange Herbst jetzt weitestgehend aprupt in den Frühsommer übergegangen ist, wollte ich eigentlich in dieser Serie ausschließlich Boleten zeigen. Leider hängt–™s da noch etwas, sollte aber in den nächsten Tagen losgehen.


    Insgesamt stimmt schon mal die Schleimpilzkonstante.
    01 –“ unreif und nicht ausreichend untersucht; >Das Artportrait< kam ein paar Tage zu spät.

    Darum kann ich es nur als Lycogala epidendrum s.l = einer der Blutmilchpilze ablegen.


    02 –“ schön rot:

    Metatrichia cf vesparium = Wespennest –“ Schleimpilz


    03 –“ Schonmal gezeigt, aber das Bild hier ist schöner:

    Hemitrichia calyculata = Wuschelköpfiger Schleimpilz


    Was dann doch noch vereinzelt erscheint in diesem Übergang zwischen Spätherbst und Frühsommer, sind ein paar Schlauchpilze.
    04 - >Chaetosphaerella phaeostroma = Brauner Filzmattenkugelpilz<

    Die kleinen schwarzen Punkte. Ansonsten noch nicht meine Baustelle, aber der hier wollte unbedingt von mir zu Björn geschickt werden. Danke für die Bestimmung und das schöne Portrait!


    05 –“ Dasyscyphella nivea = Schneeweißes Haarbecherchen

    Die liegen mir schon ein wenig mehr, mit ihren Haaren und leuchtenden Farben. Aber auch die inoperculaten Kleinbecher sind nicht immer so leicht zu klären wie dieser Eichenbewohner. Darum habe ich auch die ganzen Mollisien und Orbilien alle liegen gelassen. ;)


    06 –“ Hymenoscyphus cf vernus = Frühes Stielbecherchen

    Da hätte ich den hier auch beinahe fehlbestimmt, aber Ingo hat glücklicherweise ein offenes Auge auf die Kleinen.


    07 - >Byssonectria terrestris = Spindelsporiger Aggregatbecherling<

    Sowas mag ich ja. Toll bunt, bis zu einem gewissen Grad auch gut zu bestimmen. Auch wenn es ein mit der Abgrenzung zur Nachbarart nicht so ganz einfach ist. Siehe Link.


    08 –“ Rutstroemia bolaris = Hainbuchen –“ Stromabecherling

    Es wird langsam größer. Auch wenn der gar nicht so einfach zu entdecken ist, wenn man nicht gezielt danach schaut.
    >Bestimmung<


    09 –“ Dumontinia tuberosa = Anemonenbecherling

    Einer der Klassiker im Frühjahr in den Auwäldern, immer wieder hübsch anzuschauen, während die Morchelsuche noch keinen Erfolg bringt.


    10 –“ Pachyella cf violaceonigra = Violettschwarzer Dickbecherling

    Etwas eher Seltenes; das –žM–œ offenbart interessante innere Strukturen
    >Bestimmung<
    Ob es bei dem Namen bleibt?


    11 –“ Mitophora semilibera = Käffchenmorchel

    Zeigt sich unweit des Dickbecherlings. Noch als Einzelgänger, klein, trocken, angeknabbert–¦ Aber immerhin auch davon mal was zu sehen.


    12 –“ Disciotis venosa = Morchelbecherling

    Tauchte schon am 13.03 bei Mannheim am Rhein auf. Wegen des schlechten Wetters mit Trockenschaden.


    13 –“ Gyromitra / Discina ancilis = Scheibenlorchel

    An Kiefernholz. War für mich sogar was Besonderes, weil zum ersten Mal gefunden. Und anschließend natürlich gleich noch ein paar Mal wiedergefunden.


    14 –“ >Gyromitra esculenta = Frühjahrslorchel<


    Die fruchten ja schon seit längerem hier und fühlen sich immer noch wohl an verschiedenen Standorten. Hatte ich in 5.2014 schon gezeigt, aber hier gehört sie auch rein.


    15 - >Sarcoscypha austriaca = Österreichischer Kelchbecherling<


    War in 4.2014 schon mal dran, aber ich mag die einfach. Das rot bringt Farbe rein. Ist auch ein anderer Fundort.


    16 - >Mitrula paludosa = Sumpfhaubenpilz<


    An bekannter Stelle >mit der Offenbacher Tauchertruppe< gefunden, >letztes Jahr< waren sie aber viel später.


    Also wie man sieht: Nur ein paar wenige Ascos.
    Folglich ist immer noch Porlings- und Rindenpilzzeit. Die ist nämlich das ganze Jahr, sogar in der Pilzarmen Zeit (die langen Schlechtwetterperioden ohne Niederschläge im Sommer).


    17 –“ Phanerochaete sanguinea = Rötender Zystidenrindenpilz

    Sehr ungewöhnlich an Kiefernzapfen aufgetaucht, normalerweise findet man die eher an liegenden Ästen.
    >Bestimmung<


    18 –“ Phellinus tuberculosus = Pflaumen –“ Feuerschwamm

    Hier auch ganz brav an Kirsche.


    19 - >Daedalea quercina = Eichenwirrling<

    –¦und ich glaube immer noch, daß das Substrat Hainbuche ist. Habe mir die Tage ausgiebig Äste und Stämme von Roteichen angeschaut. Ich finde, die Rinde ist schon leicht anders strukturiert.


    20 –“ Gloeoporus dichrous = Zweifarbiger Porling

    Warum auch immer es bei Erstfunden so ist, daß man Pilze in möglichst untypischer Ausprägung auffindet–¦
    >Bestimmung<


    21 - Hapalopilus nidulans / rutilans = Zimtfarbener Weichporling

    Den muss ich noch nachreichen. Gefunden mitten im Herbst (12.01.2014) im Odenwald, hatte ich vergessen zu zeigen.


    Zu guter letzt ein paar Lamellenpilze. Denn auch die gibt–™s ja immer & ständig.
    22 –“ Coprinus cf domesticus s.l. = Ein Tintling mit Ozonium

    Leider weiß ich seit ein paar Tagen, daß es noch zwei weitere, ähnliche Tintlinge mit Ozonium gibt. Doof. Muss man in Zukunft wohl auch mikroskopieren. >siehe hier<


    23 –“ Coprinus atratamentarius = Grauer Faltentintling

    Muss man eigentlich auch vorsichtig sein mit der Artbezeichnung. Aber bei den massigen Fruchtkörpern und dem Standort dürften eigentlich keine Bedenken aufkommen.


    24 - >Pluteus cervinus = Rehbrauner Dachpilz<

    Ein häufiger und bekannter Laubholzbewohner. Trotzdem noch ziemlich früh. Aber was will man erwarten in einem Jahr ohne Winter.


    25 –“ Entoloma vernum = Frühjahrs –“ Giftrötling

    Ebenfalls früh dran. Ist ja noch gar nicht portraitiert im Forum? Egal ich mach's nicht. Die Haare an der Stielspitze kann ich zwar sehen, aber ich bekomme sie nicht dragestellt...


    26 - >Strobilurus esculentus = Fichtenzapfenrübling<

    Den finde ich kaum in diesem Frühjahr. Das hier sind bislang die einzigen Exemplare. Ob denen der Winter gefehlt hat?


    27 –“ Crepidotus calolepis = Schuppig –“ Gallertfleischiges Stummelfüßchen

    Galt früher als eine Varietät von Crepidotus mollis (Gallertfleischiges Stummelfüßchen). Den Datenbanken zufolge aber mittlerweile mit Artrang ausgestattet.


    So, das soll für dieses Mal genügen.



    Liebe Grüße, Pablo.

    Hallo, Hartmut!


    Ach, melaleuca und leucoxantha... Da ging's eben urcheinander bei mir. Also gibt es schon ungestielte Discina - Arten? Und diese seltsam strukturierte Außenschicht passt auch?
    Das wäre natürlich schon ein Ding. Auch wenn die Ursprungs - Idee ja so schön passen würde. Discina müsste ja auch I- sein, oder?


    Wie dem auch sei, ich schicke auf jeden Fall von dem Material, das ich jetzt hier habe, ein paar Proben an Eike. Der kann dir was weiterreichen, ansonsten kann ich auch Ende der kommenden Woche nochmal was einsammeln. Es sind ja genug Fruchtkörper da, es bleibt warm, die Stelle ist schattig und feucht, irgendwas wird schon reif.


    Und falls Björn hier noch reinschaut:
    Ja, ich bring dir auch was davon mit. ;)



    LG, pablo.

    Hallo, Zarko!


    Discina leucoxantha hat Hartmut eben >hier< gezeigt.
    Aber die müsste ja schon deutlich gestielt sein, so wie Discina ancilis.
    Gehofft zu finden hatte ich ja dritten aus der Gattung, also Discina parma. Die suche ich noch vergebens.



    Hallo, Ingo!


    Interessante Selbsteinschätzung. ;)
    Ich fürchte nur, das wird immer so bleiben, daß sich die unbekannten und mysteriösen Funde wie eine Hydra vermehren.



    LG, Pablo.

    Hallo.


    Also ob das fair ist, wage ich nicht zu beurteilen.
    Aber warten wir doch mal ab, wenn meine Tramete dann eben doch keine ist, sieht für dich und den Rauchporling die Welt auch wieder ganz anders aus. ;)


    Eigentlich habe ich immer mehr das Gefühl, sehr wenig zu verstehen. Manchmal habe ich sogar das Gefühl, jetzt weniger Pilze bestimmen zu können, als vor einem Jahr. Dazu kommt, daß ich das ganz schön unfair finde, was Andere immer für tolle Pilze finden, da mit tollem Material für tolle Bilder machen können (auch, weil sie es einfach drauff haben), und Arten kennen, von denen ich noch nie gehört habe.


    Trotzdem, es geht voran. Bei uns allen.
    Und ich habe wirklich ein paar enorme Vorteile.
    Die heißen dann Ingo, Björn, Frank, Andreas, Gerd, Nobi, Harry, Matthias...
    Das ist in der Summe wirklich fast schon unfair. ;)



    LG, Pablo.

    Hallo, Ingo!


    Mit solchen Bechern ist es natürlich auch viel leichter als bei einem Becher, wo alles ganz klein drin ist (Orbilia) und sehr viel leichter, als bei einem Porling. ;)
    Die großen, gut präparierbaren Strukturen kommen mir natürlich sehr entgegen. Und das ist auch für Anfänger sehr schön zu bearbeiten, so große Becher: Man kann es alles schon aus der Hand präzise dünn schneiden, hat dann eine gute Durchsicht...


    Keine Sorge, bis ich an deine Dokumentationen ranreiche, wird es auch mit gutem Material noch eine ganze Weile dauern. Und bis ich mir die Ausrüstung zulegen kann, die mir so vorschwebt, wird's auch noch etwas dauern. Da wird jetzt auch nichts Halbgares eingekauft, weil es eben das ist, was ich mir gerade so noch leisten kann.



    LG, pablo.

    Hallo, Frank!


    ...und Danke #4! :thumbup:


    Das ist ja echt eine Überraschung!
    Immerhin Björn war ja recht schnell auf der richtigen Spur gewesen.
    Nadelholz ist ja auch nicht gerade das bevorzugte Substrat der Art, richtig? Dann zusammen mit der ungewöhnlichen Wuchsform...
    Ganz egal, was peinlich ist: Ich hätte es beim mikroskopieren eigentlich merken sollen. X/
    Denn erstens hat Björn ja eine schöne Vorstellung zu I. lacteus geschrieben, zweitens hatte ich den kürzlich sogar selbst unter der Linse (ein anderer Fund allerdings). Hätte ich also selbst mit meinem Material merken müssen, daß da eine starke Ähnlichkeit besteht.


    LG, Pablo.

    Hallo, Frank!


    Danke #3! :thumbup:
    Tja, das ist dann natürlich schwierig, wenn die Pilze sich einfach nicht daran halten, wie sie auszusehen haben.
    Dann kommt man von A über Q nach Y und nichts passt wirklich zusammen. Insofern kann man dann auch das als Erfahrungsgewinn verbuchen.



    LG, pablo.

    Hi.


    Naja, mit dem Mikro würde ich wahrscheinlich kein Ornament sehen, wenn es einigermaßen fein ist.
    Also lege ich da gerne auch noch was dazu. Die sind immerhin wunderbar reif. :thumbup:



    LG, pablo.

    Dann gerne.


    Deine Adresse hat sich nicht geändert seit letztem Jahr, oder?
    Dann habe ich die noch.
    Mal sehen, ob ich noch was Interessantes beilegen kann.
    Morgen will ich nochmal raus, ich halte die Augen auch nach Rötlingen offen. :evil:



    LG, pablo.

    Hallo, Frank!


    Danke #2! :thumbup:
    Chlamydosporen also, die große Mehrzahl. Das muss man natürlich erkennen können. Insofern macht daß auch Sinn, daß die nicht sichtbar an den Basidien saßen. Also guter Hinweis von Ingo, nur konnte ich nicht den richtigen Schluss draus ziehen.
    Dabei hatte ich zumindest die Beschreibung der Art in den GPBWs überflogen, aber da sollen die B.carpien ja nur "bis 200 µm dick" sein. Hier ist es teils klar über 1mm.


    Naja, solche Beschreibungen sind eben oft relativ.



    LG, pablo.

    Hallo, Eike!


    Wenn du magst, kann ich ihn dir zuschicken. Vielleicht reift er ja noch ein bisschen nach, aber du hast recht: Da ist wirklich nicht viel rauszuholen. Und auch die Sporen in den Asci zu vermessen - selbst wenn ich es könnte - würde ja wahrscheinlich zu keinem guten Ergebnis führen.


    Gäbe es denn ncoh weitere Arten, die man bei den hier erfassten Makro - und Mikromerkmalen zu beachten hätte?



    LG, pablo.

    Hallo, Frank!


    Danke # 1! :thumbup:
    Das ist natürlich interessant, zwei Funde einer eigentlich eher als selten geführten Art, in der selben Region und ungefähr zur selben Zeit.
    Ob der sich in der Ausbreitung befindet?
    Aber an zwei Funden lässt sich sowas natürlich nicht ablesen. Trotzdem wär's interessant, was dann Hartmut, Rudi und Lothar >neulich am Blutsee gefunden haben<. Muss man mal abwarten.
    Vielleicht erhält der Pilz auch nur etwas mehr Beachtung in letzter Zeit.



    LG, pablo.

    Hallo, Tuppie!


    Das ist ja klasse, toller Teich!


    Ich glaube schon, daß es Bergmolche sind. Da gibt es natürlich auch Männchen und Weibchen, wenn ich das von früher noch richtig im Kopf habe, sind die Weibchen unauffälliger gefärbt und eben so bräunlich. Oder war's anders rum?


    Jedenfalls ist es einfach schon, sowas im Garten zu haben.



    LG, pablo.

    Hallo.


    Ja, und Birkenblättling (Lenzites betulina) ist hier auch auszuschließen.
    An Laubholz fällt mir gerade nicht mehr ein, als die schon Genannten Möglichkeiten. Und T. gibbosa halte ich noch für am Wahrscheinlichsten.
    Zu Antrodia malicola findest du >hier< Einiges.


    Zu Trametes / Trametopsis cervina und zu Antrodia malicola ist auch das hier zu empfehlen: >Westfälische Pilzbriefe<
    Die Seite ist sowieso ein absolutes Muss, wenn man sich mit Holzpilzen beschäftigen will, und keine umfassende Literatur besitzt. Ebenso der Blog des leider kürzlich verstorbenen Werner Pohl: >Aphyllopower<
    Den müsstest du mal durchsuchen, aber ich glaube, A. malicola und T. cervina sind da nicht drin.



    LG, Pablo.

    Ein weiteres Hallo in die Runde!


    Den hier haben wir (Anna, Stefan und ich) auch gestern gefunden.
    Ebenfalls in einem Auwald am Oberrhein, an liegenden, modrigen, übermoosten Laubholzstämmen, die schon fast wieder in Erdreich verwandelt sind.
    Feuchter Standort in einem schattigen Gebüsch zwischen Pappeln und Weiden.
    Die Pilze bevölkern in großer Anzahl (etliche Dutzend Fruchtkörper) die Stämme, einige wenige sind auch runtergerutscht und wachsen neben dem Holz scheinbar auf dem Erdboden.


    Die Pilze sitzen recht fest und sehr eng dem Substrat auf, Stiele sind bestenfalls rudimentär vorhanden.
    Die Konsistenz ist eigenartig knorpelig - fest und doch auch brüchig, insgesamt ist der Pilz aber einigermaßen glitschig, vor allem die Außenseite wirkt wie mit Gel überzogen.
    Das Fleisch ist weißlich und riecht unbedeutend pilzig.


    Impressionen:



    Mikroskopisch auffällig ist erstmal die Außenseite mit langen, in gelartiger Masse schwimmenden Haaren:


    Übergang von "Haaren" zu Context:

    In der Mitte besteht das Fleisch überwiegend aus dicken, blasigen Strukturen:

    Zur Fruchtschicht hin mit dünneren, länglicheren Hyphen:


    Fruchtschicht in Wasser:


    Das ist alles noch ziemlich unreif, noch keine einzige freie Spore zu finden. Auch die Asci teils noch sehr unreif mit diffusem Inhalt. Die Sporen mit den deutlichen, großen Tropfen innen müssten auf dem Weg zur Reife am weitesten sein. Paraphysen lang und dünn, die Asci etwas überragend, Enden leicht keulig verdickt, septiert.


    Fruchtschicht in Lugol:




    Interessant, daß die Asci hier auch zur Basis hin strak I+ reagieren.
    Paraphysen reagieren teils gut rötlich - braun.


    Beim Versuch einer Bestimmung lande ich bei Pachella violaceonigra (Violettschwarzer Dickbecherling).
    Passt das?



    LG, Pablo.

    Hallo, Pilzleute!


    Mit Anna und Stefan unterwegs tauchte gestern dieser ziemlich große Becherling auf.
    Gefunden in einem lichten Auwald auf liegendem, teils noch berindetem Weidenstamm und einigen weiteren Stämmen in der Umgebung.
    Becher teils ziemlich groß, die Größten über 10cm im Durchmesser.
    Stiel kaum vorhanden / rudimentär
    Außenseite kleiig oder besser: "Kleiig - filzig"
    Fleisch sehr brüchig (fragil sogar), braun, ohne besonderen Geruch


    makroskopisch:




    Die Pilze sondern schon am Standort kleine, weiße Wölkchen ab. Sind also reif, was sich durch haufenweise freie Sporen bestätigt.
    In H2O:

    In Lugol machen sie komische Sachen:


    Mit geringer Vergrößerung zwei Blicke auf den Querschnitt.
    die beiden äußeren Drittel:

    Die beiden inneren Drittel (zur Fruchtschicht hin):


    Und die Struktur der Becheraußenseite:

    Sorry wegen der Sporen, aber die sind reif und eben ziemlich überall.


    Nun sollten Peziza - Asci ja hübsch mit Jod reagieren, weil Melzer aus ist, gibt's Lugol. Das hat ja >hier< auch hervorragend funktioniert. Bei dem aktuellen Fund funktioniert's nur ganz schwach, egal ob ich das Lugol nur an der Seite aufbringe und dann in ein Wasserpräparat einlaufen lasse, oder ein Präparat in Lugol pur anfertige.
    Bei 4 von 5 Präparaten sieht das dann so aus (egal, nach welcher Wartezeit und ob in L+h2o oder L pur):



    Richtung basal färben sich die Asci schon rötlich, aber darum geht's ja nicht. Es geht um blaue Ascusspitzen. Die haben sich aber nach etlichen Versuchen auch gezeigt:

    Schwach, nur bei einiger Unschärfe und Überlagerung zu erkennen, aber immerhin würde ich I+ festhalten wollen. Wäre auch sehr überraschend sonst.


    Auch wichtig für Peziza wäre die Ascusbasis, die sieht größtenteils so aus:


    Und besonders wichtig die mehrfach septierten Paraphysen:


    Als Bestimmungsergebnis würde ich gerne Peziza varia (Riesenbecherling) drunterschreiben. Geht das oder habe ich was übersehen?



    LG, Pablo.

    Hallo, Craterelle!


    Die fruchtschicht wäre für eine >Buckeltramete< schon sehr ungewöhnlich ausgeprägt. Habe ich so jedenfalls noch nicht gesehen. Aber in Verbindung mit der Ansicht von oben fällt mir da auch nichts Besseres ein...
    Das war ja schon an Laubholz, oder?
    Fruchtkörper sehr zähelastisch, wie festes Hartgummi und Fleisch weiß und dick?


    Ähnlich wäre eventuell noch Trametopsis cervina, die Hirschbraune Tramete, die aber farblich etwas anders sein sollte und auch von der Form her nicht so recht zu passen scheint.
    Gleiches gilt für die Zimtfarbene Braunfäuletramete (Antrodia malicola) oder die Weißliche Braunfäuletramete (Antrodia albida).



    LG, Pablo.

    Hallo, Uwe!


    Das sieht aus wie die Vorjahresmumie eines Hartbovistes (Gattung: Scleroderma). Daraus dann einer der Dünnschaligen; mit so einem deutlichen Stielansatz ist Scleroderma verrucosum nicht unwahrscheinlich. In dem Zustand aber für eine gute Bestimmung nicht mehr geeignet.



    LG, Pablo.