Beiträge von Beorn

    Hallo, Silbergrau!


    Nein, der Perlpilz ist nach wie vor ein Speisepilz. Wenn man ein paar Details beachtet. Gut Erhitzen muss man den schon, aber das ist ja bei den meisten Pilzen so, daß sie roh giftig sind. Es empfielt sich auch, die Huthaut abzuziehen, die soll schwer verträglich sein.


    Ein wenig Gattungskunde kann aber nicht schaden. ;)
    Die Gattung Amanita (= Wulstlinge) ist recht vielseitig. Dazu gehören auch die diversen Scheidenstreiflinge. Und neben den tödlich giftigen Arten wie Grüner Knolli (Amanita phalloides) und Kegelhütiger Knolli (Amanita virosa) eben auch Speisepilze wie Perlpilz (Amanita rubescens), Kaiserling (Amanita caesarea) und Eierwulstling (Amanita ovoidea). Fliegenpilz (Amanita muscaria), Pantherpilz (Amanita pantherina), Porphyrwulstling (Amanita porphyria), Narzissgelber Wulstling (Amanita gemmata), Igelwulstling (Amanita solitaria), Gelber Knolli (Amanita citrina) und Kammrandiger Wulstling (Amanita eliae) sind teils stark, teils schwach giftig. Ungenießbare aber ungiftige Arten wie den Grauen Wulstling (Amanita excelsa) gibt es auch. Die Scheidenstreiflinge (Amanita fulva, Amanita battarrae, Amanita crocea, Amanita submembranacea, Amanita ceciliae und andere) sind alle essbar, aber nur Amanita crocea schmeckt nach meiner Erfahrung wirklich gut.
    Ein paar wenige Arten aus der Gattung sind >hier< vorgestellt.



    LG, Pablo.

    Hallo, Klaus!


    Komisches Teil.
    Was kannst du zur Ökologie schreiben?
    Also welche Bäume dort standen und wie die Bodenbeschaffenheit war (sauer oder kalkig)?
    War der Geschmack mild oder bitter?
    War das das einzige Exemplar vor Ort oder gab's noch mehr solche Röhrlinge dort?


    Nachtrag:
    Wenn das der selbe Fundort wie bei >diesem Schleierling< ist, dann schwanke ich ein wenig zwischen Boletus appendiculatus (Anhängselröhrling) und Boletus fechtneri (Silberröhrling). Schade, daß der Stiel schon etwas angegriffen ist, so daß ein Grauton die eigentliche Farbe im Schnitt überlagert.
    Ist bei alten und angetrockneten Pilzen nicht so einfach. Leichte Tendenz richtung Boletus appendiculatus.



    LG, Pablo.

    Hallo, Klaus.


    Das ist eine Ziegenlippe (Xerocomus subtomentosus).
    PS.: Eine sehr gute Vorstellung übrigens mit aussagekräftigen und vollständigen Bildern. :thumbup:



    LG, Pablo.

    Hallo, Uli.


    Das ist ein toller Rötling. Ich denke, Entoloma serrulatum (Gesägtblättriger Rötling) könnte eine Lösung sein. Viele Alternativen mit blauen Lamellenschneiden und diesen Farben sollte es jedenfalls nicht geben.


    Den lacktrichterling kann man mal mit Laccaria proxima (deutscher Name ist mir gerade runtergefallen) vergleichen.



    LG, Pablo.



    Edit: Karl wusste den Rötling wohl aus dem Kopf. Ich musste blättern. :)

    Hallo, Uli!


    Zwei Gattungen kann ich dir verraten.
    Den ersten findest du bei Laccaria, den zweiten bei Entoloma.
    beim ersten könnte man sich vielleicht noch etwas rantasten, und der Rötling ist für eine makroskopische Bestimung schon zu trocken, fürchte ich.
    Aber wenn der vielleicht noch ein zwei Pils bekommt...



    LG, pablo.

    Hallo, Andreas!


    Die Porenfarbe und die Fleischfarbe sieht schon sehr nach FomPini aus.
    Aber ohne schmurgelnde Hutkruste ist es schon komisch. Manchmal muss man da auch an mehreren Stellen probieren, am besten funktioniert es meist in der nähe der Ansatzstelle.



    LG, pablo.

    Hallo, Klaus!


    Das sind zwei verschiedene Arten.
    Der erste ist ein Hartbovist / Kartoffelbovist (Scleroderma).
    Leopardenfellbovist (Scleroderma areolatum) ist möglich, andere Arten der Gattung auch. Da lege ich mich nicht fest ohne Mikroskopie und / oder Fruchtkörper in der Hand.


    Der andere gehört zu den Weichbovisten (Gattung: Lycoperdon). Da kenne ich mich gar nicht aus. Das könnte Lycoperdon molle oder eine beliebige andere Art der Gattung sein.



    LG, pablo.

    Hallo, Andreas!


    Lass uns FomPini vorsichtshalber mal noch nicht ausschließen. Die Art ist ein Chamäleon, daß teils in sehr ungewöhnlichen Farben und Formen auftritt.
    FomRosi ist allerdings eine deutlich kleinere Art mit deutlich rosa Poren.
    Alternativ kann man sich hier noch über einen Lackporling oder einen Harzporling (Ischnoderma) Gedanken machen.
    Kommt auch etwas drauf an, wie hart der war, ob man die Kruste zum schmelzen bringen kann, und welche Farben das Fleisch hat.
    Ein Bild von der Unterseite und ein Schnittbild hast du nicht zufällig noch? :)



    LG, Pablo.

    Hallo, Karin!


    Sehr schön hast du wieder die Stimmungen und Pilze in deinem Wald eingefangen. Da mag man immer gerne mitstapfen. :thumbup:


    1: Sehe ich wie Mausmann. Auch wenn ich mich mit der Art zurückhalte, das ist nur makroskopisch zu unsicher. Aber Stelzenschleimpilz (Stemonitis) stimmt sicher. Die Bezeichnung "Gamsbart" sollten wir aber als alternativen Namen dafür auf jeden Fall einführen.
    2: Siehe Birki. Genatterter Stiel = kein Safranschirmling. Das gehört auf jeden Fall in die Parasol - Gruppe.
    3: Der Perlpilz ist sehr nahe mit dem Fliegenpilz verwand. Nämlich genau so nahe wie mit dem Pantherpilz und dem Grünen Knolli. Die gehören ja alle in die selbe Gattung.
    8: Ich kann mir hier Thelephora terrestris (Erdwarzenpilz) ganz gut vorstellen.
    12: Interessant. Die erste Frage wäre jetzt, ob Dunkel - oder Hellsporer. Aber ich nehme mal an, der blieb im Wald.
    13: Einer der Lacktrichterlinge (Gattung: Laccaria)
    16: Einer der kleinen Schirmlinge, möglicherweise Lepiota castanea (Kastanienbrauner Schirmling). Ob das eine der Arten mit Amanitin war, habe ich garde nicht im Kopf. Muss man aber bei diesen kleinen Schirmlingen immer damit rechnen, was tödliches in der Hand zu halten.



    LG, pablo.

    Hallo, Abeja!


    Nummer 1 stimmt natürlich.
    Bei Nummer 2 habe ich Zweifel, auch scheint hier das Fleisch doch deutlich heller zu sein.
    Tyromyces kmetii ist es nicht, auch wenn die Art zumindest im Südwesten nicht mehr wirklich selten ist und sich in der Ausbreitung befindet.
    Eine Idee dazu wäre noch Antrodiella hoehnelii (Spitzwarzige Tramete), aber dieser angeblich häufige Pilz ist für mich ein Phantom, dem ich seit einiger Zeit hinterherrenne. Sichere Bilder zu dem zu finden halte ich im Netz auch für schwierig. Und Antrodiella hoehnelii ist sicher nicht häufiger als Tyromyces kmetii. Jedenfalls nicht in meiner Gegend.



    LG, Pablo.

    Hallo, Emil!


    Es gibt wohl auch von Trametes versicolor ziemlich farbschwache Formen.
    Die Diskussion über die Linie brauchen wir jetzt nicht wieder aufzureißen.
    Auch unabhängig davon sieht dein Pilz sehr nach Trametes pubescens aus.
    "kommt im Gebiet nicht vor" ist nie ein Ausschlussargument, und Standorte können mal variieren.
    Sammel doch mal ein paar "normale" Schmetterlingstrameten in der Größe ein und vergleiche die Konsistenz von Fleisch und das Gewicht.
    Dann beide trocknen und wieder vergleichen. ich denke, die hier gezeigten Fruchtkörper sind jetzt eher weich und bröckelig und werden später beim Trocknen zwar hart, aber auch ganz schon leicht.



    LG, pablo.

    Hallo, Abeja!


    In den Großpilzen Baden - Württembergs sind gar keine Ascomyceten aufgeführt. Die Art ist mir in Pilze der Schweiz begegnet und bei einer eigenen Recherche zu so einem Fund im letzten Jahr.



    LG, pablo.

    Hallo, Frank!


    Mit der Sonneneinstrahlung bist du schon ziemlich nahe dran.
    Im grunde passiert mit dem Pilz im alter ganz allmählich das, was bei einem Drucktest sonst schneller geht: Er verfärbt sich über die Wochen dunkel.
    Das geschieht nicht gleichmäßig und natürlich spielt dabei auch die Sonneneinstrahlung eine Rolle.
    Es sind die Einflüsse von außen, die zu einer Verletzung von Hyphen führen. Diese verletzten Hyphen sterben ab und werden dunkel. Das passiert beim Drücken, Zerbrechen, Kratzen, aber auch durch Witterungseinflüsse und einfach so wenn der Fruchtkörper oder Teile davon absterben.


    Das sieht nicht bei jedem Pilz gleich aus, der Schwefelporling zB wird beim Absterben weiß.


    Aber so verändern eben die Pilze ihr Aussehen und darum ist es oft auch so schwer, abgestprbene Fruchtkörper nach optischen merkmalen zu bestimmen.



    LG, pablo.

    Hallo, Karl!


    Auch dir ein danke! :)
    Daß die Paraphysen zumindest apikal nicht pigmentiert sind, kann ich bestätigen. Das mit dem Verkleben ist ein nterpretationsfehler meinerseits. Verklebt bzw. in einer Art Exsudat eingebettet habe ich die nur in der unteren Hälfte gesehen. Diese Klebeklumpen hatte ich dann wohl für Pigment in überainanderliegenden Paraphysen gehalten.
    In die "Aardtongen" habe ich schon mal ein wenig reingeguckt. Das scheint eine tolle Arbeit zu sein, auch wenn es mit dem Verstehen des Niederländischen bei mir teils etwas hapert.



    LG, pablo.

    Hallo, Reinhilde!


    #6 und #7 sollte jeweils Clavulina coralloides (Kammkoralle) sein.
    Im Zweifel kannst du das übrigens leicht mit einem Sporenabwurf überprüfen: Die Arten der Gattung Clavulina haben weißes Sporenpulver, die der Gattung Ramaria braunes.
    Pterula und Thelephora sind freilich nochmal was ganz anderes. ;)


    Bei den übrigen wird so kaum was gehen. Wenn man da eine Chance auf eine makroskopische Bestimmung haben will, dann muss man die Fruchtkörper schon genau untersuchen, also erstmal gucken ob Kontakt zu Holz besteht, dann Verfärbungen beim Ärgern, Geruch und Geschmack, Ökologie, Reaktion auf KOH, Farbverlauf frischer Fruchtkörper, Konsistenz der Fruchtkörper frisch und getrocknet...
    Und dann geht's oft trotzdem nicht ohne Sporenform und Größe zu kennen, Schnallen, Basidien anzugucken und vor allem die Hyphen der Rhizomorphen zu untersuchen.



    LG, pablo.

    Hallo.


    Der Schleierling könnte zum Beispiel Cortinarius torvus (Wohlriechender Gürtelfuß) sein. Der ist in diesem Jahr sehr häufig, eine der wenigen beringten Telamonien (gibt da nur ein paar wenige dutzend) und riecht nach nichts.


    Aber wie gesagt: Nur ein Vergleichsvorschlag. Schleierlinge sind eben Schleierlinge, da gibt's immer noch etliche Verwechslungsmöglichkeiten.



    LG, pablo.

    Hallo.


    Eine Frage hätte ich hier, weil ich ja eim Bestimmen von Phlegmacien auch noch ganz am Anfang stehe:
    Warum sind hier Cortinarius largus sowie C. lividoviolaceus auszuschließen? Sind es die Hutfarben? Oder der von Alina beschriebene Geruch? Die KOH - Rektion sollte ja ziemlich gleich sein.



    LG, Pablo.

    Hallo, Jan-Arne.


    OK, Brainstorming. :)
    Ob die Endoperidie gestielt ist oder nicht, ist hier ja nicht zu erkennen.
    Alleine darum dürfte die Bestimmung nicht einfach werden.
    Zudem scheint mit den Lappen der Exoperidie irgendwas passiert zu sein. Ich glaube, die sind ungewöhnlich eingerissen, das gehört normalerweise anders.
    Daß die Streifung der Endoperidie ein bestimmungsrelevantes Merkmal ist, glaube ich nicht. Ich denke eher, auch hier ist im Wachstum was schief gegangen.
    Was man sieht ist ein gewimpertes Peristom mit deutlich abgegrenztem Hof an einer grauen Endoperidie bei einem frischen Pilz (siehe Farben und Dicke der Exoperidie). Hilfreich wäre noch die Größe.
    Ich glaube schon mal Bilder von Geastrum quadrifidum gesehen zu haben, die eine gewisse Ähnlichkeit haben. Zuletzt in der wunderbaren aktuellen >Bildserie von Karl<.
    Das soll aber keine Bestimmung sein, dazu fehlen hier zu viele Merkmale und andere sind ungewöhnlich. Wie oben geschrieben: Eben Brainstorming.



    LG, pablo.