Beiträge von Beorn

    Hallo, Abeja!


    Die taxonomischen Datenbanken haben so ihre Tücken.
    Man sollte kein blindes darein setzen. Das wird schon in dem Punkt wunderlich, daß "Coryne atrovirens" als gute, eigene Art geführt wird. Nach derzeitigem Stand muss aber "One Fungus - one name" gelten. Die Anamorphen müssten also den selben Namen wie die Hauptfruchtformen tragen. Wenn man "Coryne atrovirens" eingibt, bekommt man ja verschiedene Namen zu Auswahl (größtenteils Varietäten). Hinter dem grünen Namen steht jeweils ein Verweis ("Anamorphic Ascocoryne") auf die Gattung, zu der diese Nebenfruchtform gehören soll.
    Klickt man dann auf einen dieser grünen Namen, findet man keinen Hinweis mehr zu Ascocoryne. Dieser (+ Artbezeichnung) müsste mindestens in der Synonymie auftauchen, eigentlich auch als aktuell gültiger Name.
    Eine kleine Aufstellung zur Gattung Ascocoryne und ihren Nebenfruchtformen findest du übrigens >hier<.
    Ich finde da nichts, was irgendwie mit "Leotia atrovirens" zu tun hat.
    Die Verknüpfung des namens Coryne atrovirens mit Leotia atrovirens (= Leotia lubrica + unbekannte Anamorphe) ist für mich nicht nachvollziehbar.


    Bei der Lorchel hatte ich weniger an Helvella macropus oder Helvella villosa gedacht. Auch wenn Helvella ephippium wohl auch mal so aussehen kann: >Klick<.
    Mir kamen da eher so Sachen in den Sinn wie >Helvella stevensii<.



    LG, Pablo.

    Hallo, Jürgen!


    Karl hat >hier< einen Röhrling gezeigt, der wohl zu fast 100% Boletus mendax wäre.
    Eine gewisse Ähnlichkeit zu deinem Fund lässt sich nicht von der Hand weisen.
    Schau mal, ob du irgendwie die Sporen vermessen bekommst.
    Das sollten aber idealerweise Sporen aus einem Abwurfpräparat vom Frischpilz sein, und die Messung sollte möglichst exakt sein (woran es bei mir zB oft hapert).



    LG, Pablo.

    Hallo, Stephan!


    ich weiß ja nicht mal, welche Macrolepioten in deutschland wachsen. :D
    Darum schrieb ich ja auch "sieht aus wie".
    Die Art ist schon europaweit verbreitet, im Grunde sogar weltweit.
    Ob aber alles, was hierzulande und in anderen Erdteilen als M. excoriata bestimmt wird, auch M. excoriata ist, wäre eine andere Frage.
    Natürlich ist das von hier aus und über Bilder nicht endgültig zu beurteilen.



    LG, Pablo.

    Hallo, Mausmann.


    Ja, wenn ich nichts übersehen habe, dann kann man nur "mehrere Stimmen abgeben" oder "eine Stimme abgeben" auswählen.
    Sonst hätte ich drei Antwortmöglickeiten freigegeben.
    Aber ich denke, das geht auch so. Es macht ja keinen Sinn, hier alles anzukreuzen.



    LG, Pablo.

    Hallo, Thomas!


    Nach diesen Bldern mit den deutlich beringten Fruchtkörpern bin ich jetzt auch wieder bei Galerina. :thumbup:
    Und dann wäre auch der Gifthäubling (Galerina marginata) die wahrscheinlichste Lösung.


    Eine schwache Option wäre noch der Beringte Trompetenschnitzling (Tubaria confragosa), aber da hier auch bei jungen Fruchtkörpern null Velum auf dem Hut zu sehen ist, würde ich den eigentlich lieber ausschließen.
    >Pharmanatur<
    >jaederfeld<



    LG, pablo.

    Hallo.


    Das Thema habe ich geteilt.
    Für eigene Anfragen bitte eigene Themen eröffnen!


    Die erste Antwort von Stephan muss ich hier als Zitat anfügen:


    zu Pilz Nr. 2 (schahin):
    Wenn du die Röhrlings-Regel kennst, kannst du dir selber eine Antwort drauf geben. Ich tus nicht. Zur Not kaufe Pilze im Supermarkt und brate sie dir, die dürften leckerer sein als dieses Zeugs.


    Selbst auf eine solche "Anfrage" zu antworten, habe ich keine Lust.
    Das grenzt schon an eine Unverschämtheit, was hier vom Fragesteller kommt.



    LG, Pablo.

    Hallo, Rafael!


    Ich halte deine Pilze eher für den Größten Scheidling (Volvariella gloiocephala / Volvopluteus gloiocephalus).
    Daß der Hutrand hier gerieft ist, halte ich für eine Folge des Alters und der Feuchtigkeit. Aber die Lamellen sind rosa und habituell passt es sonst auch besser.


    Die völlig verquere andere Anfrage nehme ich hier mal raus und packe sie in ein eigenes Thema, das geht ja so nicht.



    LG, Pablo.

    Moin.


    Ich denke auch, daß der in die Gruppe der Stachelschirmlinge (Gattung Echinoderma, derzeit auch bei Lepiota eingeordnet) gehört.
    Da gibt es allerdings mehrere Arten. Der nicht häutige, sondern eher wattige Ring deutet auf eine der Nachbararten von Lepiota / Echinoderma aspera hin.
    Diese sind aber nicht leicht zu unterscheiden, die beschreibenden Autoren schlüsseln da vorwiegend nach mikroskopischen Merkmalen.
    Dazu kann ich aber nichts sagen, weil ich solche Funde bisher noch nicht untersucht habe.



    LG, Pablo.

    Hallo.


    Das erste was mir dazu einfällt, ist Meripilus giganteus (Riesenporling).
    Die Trama ist ja weiß, das schließt in dem Alter sowohl Ischnoderma als auch Inonotus (alle Arten) aus.
    In der Größe und mit der Wuchsform fällt mir sonst nicht viel dazu ein. Die Fruchtkörper dürften sich eben durch die Sonneneinstrahlung und den Alterungsprozess äußerlich so gefärbt haben.



    LG, Pablo.

    Hallo.


    Der kann wohl auch Mykorrhiza mit Rotbuchen bilden, ist aber eher selten.
    Wenn zudem der Marzipangeruch fehlt, ist es in jedem Fall eine andere Art. Dann wirds aber schwierig, weil es einige Alternativen gibt. Da fehlt mir auch die Funderfahrung in der Gattung, um einen vernünftigen Bestimmungsvorschlag zu machen. :(



    LG, pablo.

    Hallo, Klaus!


    Ist nicht einfach für mich, ohne die Pilze in der Hand.
    Aber ich kann keine roten Pünktchen in der Stielbasis erkennen.
    Die starke Blaufärbung an Poren und im Stiel passt zu Xerocomellus cisalpinus (Starkblauender Rotfuß). Ich kenne die Art zwar mit einer anders aufreißenden Huthaut, aber das muss nicht zwingend was heißen.
    Eine bessere Lösung fällt mir jedenfalls im Moment nicht ein.
    Aber andere Ideen kommen vielleicht noch.



    LG, pablo.

    Hallo, Abeja!


    Danke dir für die schöne Zusammenstellung an interessanten Pilzen. :thumbup:
    "Es fallen gar keine Pilze auf."
    Genau das habe ich auch schon oft erlebt. Manchmal ist erst gar nichts zu sehen, dann zeigt sich ein Zeigerpilz, vielleicht Stockschwämmchen oder ein Täubling, man kniet sich nieder und auf ein mal....
    ....ZACK!
    Alles voll!


    Bei den Lacktrichterlingen sehe ich keinen Zweifarbigen.
    Laccaria bicolor ist eine größtenteils rötlichbraune Art. Das Violett ist nur im Basisfilz des Stieles zu sehen. Das kann sich auf die unterste Stielbasis beschränken oder fast den ganzen Stiel überziehen. Manchmal sind auch die Lamellen etwas violett. Der Hut und die Grundfarbe des Stiels sind ockerlich bis rötlich braun.
    Besonders gute Aufnahmen von der Art habe ich nicht, aber hier ist Laccaria bicolor vielleicht zu erkennen:


    Nach der ominösen Leotia atrovirens habe ich neulich auch mal ein wenig gesucht anlässlich einiger Funde.
    Es sieht aber wohl so aus, daß es das als Art nicht gibt.
    Coryne atrovirens ist recht nahe dran, denn es handelt sich um die Anamorphe eines parasitioschen Pilzes, der Leotia lubrica befällt und zunächst die Hütchen, später den ganzen Fruchtkörper dunkel grün färbt.
    Coryne passt allerdings nicht wirklich, das wäre dann ja eine Nebenfruchtform eines Gallertbechers (Ascocoryne).
    Und daran glaube ich hier nicht.
    Das Bild in Pilze der Schweiz zu Leotia atrovirens zeigt meiner Ansicht nach eher Microglossum viride s.l. (Grüne Erdzunge).
    Bei der Lorchel halte ich mich zurück. Die Arten um Helvella ephippium (ja, da gibts mehrere) bekomme ich sogar mikroskopisch nicht vernünftig getrennt. Da muss ich noch dran arbeiten. ;)



    LG, pablo.

    Hallo.


    Ein Schleierling kann es auch darum nicht sein, weil die Lamellen dann etwas dunkler wären. Wenn du den absporen lässt, wirst du weißes Sporenpulver erhalten.


    Der Pilz roch nicht zufällig nach Marzipan?



    LG, Pablo.

    Hallo, Thorben!


    Mir fällt jedenfalls keine Art ein, die so aussieht. Mit braunem oder weißem, gewundenem Hut, gefurchtem, weißem Stiel...
    Solche Pilze habe ich bislang immer schon makroskopisch als Helvella crispa abgespeichert. :)



    LG, pablo.

    Alles klar, Anna!


    Ich schlage vor, wir sammeln eingach morgen beide Arten ein und legen sie nebeneinander.
    Den Papagei können wir uns gerne auch angucken. Da wir dann ja auch eine Saftlingswiese gefunden haben, schauen wir uns noch ein paar Deromlomen und Porpolomen an. Diese Wissenslücke wollte ich auch schon lange mal schließen.



    LG, Pablo.

    Hallo.


    Der Pilz ist wahrscheinlich reif. Dann liegt einiges an weißem Sporenpulver auf den Lamellen.
    Und natürlich sind auch bei Hlzritterlingen die schüppchen je nach Witterung +/- vergänglich.



    LG, pablo.

    Zur Frage C. eliator oder C. stillatitius hatte ich durchaus auch das eine oder andere quergelesen, gerade auch bei den Doppelpilzen, und war dann zu dem Schluss gekommen, dass stillatitius besser passt. Aus welchem Grund schließt du diese Art aus? :)


    Na ist doch klar:
    Meinen Fund dieser Art hatte ich unter C. elatior abgespeichert.
    Aber warum weiß ich auch nicht mehr genau. :D
    Da konnte ich mich neulich schon nicht mehr dran erinnern, welcher welcher war und wieso. Irgendwo gab's auch dazu hier mal eine Diskussion.


    *Lesepause*


    OK. Ich denke, du hast recht. Ich hatte ja beschlossen, mich bei schleierlingen möglichst nach GPBWs zu richten.
    Demnach ist C. elatior = C. livido-ochraceus, ebenfalls mit runzligem Hut, helleren (ockergelblichen) Hutfaren, weniger deutlich abgesetztem lila Strumpf und schwächerem Honiggeruch.
    C. stillatitius ist der aus den Fichtenwäldern mit klar abgesetzter unterer Stielhälfte (lila Schleimstrumpf), dunklem Hut, deutlichem Honiggeruch und möglicherweise nicht ganz so starken Runzeln.
    Bei dem kommen nach GPBWs noch C. arvinaceus und C. pangloius ins Spiel. Die schaue ich mir morgen an.



    LG, pablo.

    Hallo, Rafael!


    Finca in der Sierra cristallina?
    Das klingt toll.
    Der Pilz ist auch was Hübsches. Das sieht nach Macrolepiota excoriata (Acker - Riesenschirmling) aus.
    Ohne letzte Gewissheit, weil ich die Art selbst noch erfolglos suche.


    Edit: Hutschuppen, Stefan. ;)
    Hatten wir neulich schon mal, da war ich in die selbe Falle getappt. Emil hatte das dann korrigiert. Wenn der Hut bei L. leucothites aufschuppt, sieht das anders aus als hier.



    LG, Pablo.