Beiträge von Beorn

    Tach.


    Da hatte ich mich gestern doch tatsächlich gebückt, um zu kontrollieren, ob diese Perlpilze auch noch einen festen Stiel (voraussichtlich madenfrei) hätten.
    Waren aber keine Perlpilze, sondern Panther.
    Wenn man Perlpilze sammelt, sammelt man ja gerne junge Exemplare mit noch +/- geschlossenen Hüten, macht immer den Griff an den Stielum die Festigkeit zu prüfen (lässt sich da schon was eindrücken, braucht man den Fruchtkörper gar nicht abzumachen, weil er ist total verwurmt) und schaut vielleicht gar nicht mal genau genug hin.
    Sammelt man dann in einem Wald wie dem von gestern, einem Rotbuchen - Kiefern - Mischwald auf sandigem Boden, dann hat man zur richtigen zeit nicht nur hunderte Perlpilze, sondern auch hunderte Panther dazwischen stehen.


    Ich hab mal die zwei Meter weiter geernteten Perlpilze neben die Panther gelegt und ein Bildchen gemacht:



    LG, Pablo.

    Hallo, Andreas!


    Super. :thumbup:
    Genau das ist jetzt auch mal ein Boletus mendax (Suillellus mendax) der auch in den makroskopischen merkmalen zur Beschreibung der Art passt. Mit Ausnahme des fehlenden roten Fleisches (vor allem im Stiel), aber das ist hier vielleicht nicht voll entwickelt.
    Und wunderbar auch mal den direkten vergleich zu echten Netzhexen zu haben. Also zu solchen, die auch dann noch Netzhexen (Suillellus luridus) wären, wenn sie einen mittleren Sporenquotienten von 2,7 hätten. ;)


    Fazit: Suillellus mendax sieht halt mehr aus wie Suillellus queletii als wie Suillellus luridus. Und das sollte man bei allem vertrauen in die Sporenmaße ebenfalls berücksichtigen.



    LG; Pablo.

    Hej.


    Noch ein schickes Grüppchen:


    Und ein recht dicker Einzelfruchtkörper ein paar tage später aus dem selben Waldstück:


    In den sandigen Laubwäldern der Oberrheinebene haben die zur Zeit wieder Programm. :)



    LG; Pablo.

    Hallo, Markus!


    Im Bezug auf Synonymlisten sollte man 123 besser nicht zu ernst nehmen.
    Bei >Pilze Deutschland< taucht T. umbrina nicht in der Synonymliste von T. penicillata auf. Basis für die Datenbank dort ist die Mykis - Datenbank, die von Frank betreut wird. Also insbesondere bei Thelephoraceae sollte die schon aussagekräftig sein.


    Ich persönlich kann es vorerst nicht aufklären, dazu müsste man eine ganze Reihe von Artikeln erstmal beschaffen und dann durcharbeiten, um herauszufinden, welcher Autor was genau mit diesem Namen beschrieben hat.



    LG; Pablo.

    Hallo, Christoph!


    Merci. :thumbup:
    Demnach wäre die Verwendung von "Boletus reticulatus" auf diese Art eine Fehlinterpretation verschiedener Autoren.
    Ich habe das oben mal geändert und "reticulatus" mit dem Zusatz sensu auctores in die Synonymie verschoben. Das eigentliche; Schaeffersche Taxon kann dann dort ja nicht in der Synonymie stehen.


    LG, Pablo.

    Hallo, Markus!


    Thelephora umbrina dürfte eigentlich auch kein Synonym zu Thelephora penicillata sein. Zumindest nicht nach Pilze Deutschland und auch nicht nach der verlinkten Beschreibung. Es gibt allerdings laut MB noch ein paar weitere "Thelephora umbrinas" die von anderen Autoren ungültig beschrieben wurden. Aber einen ungültigen Namen kann man ja auch schlecht in die Synonymie aufnehmen, höchstens im Sinne eines Autors.
    Das ist schon ein wenig komplex, ich würde die einfache Lösung vorschlagen und bei Thelephora penicillata bleiben, den problembehafteten Namen streichen. ;)



    LG, Pablo.

    Hallo, Stephan!


    Dennoch dürften die meisten dokumentierten Funde der Art auf kalkhaltigem, oder zumindest mineralisch - basischem Boden liegen.
    Besteht nicht die Möglichkeit, daß auch auf dem Stuttgarter Friedhof irgendwelche mineralischen Gesteine abgelagert wurden, die dem Pilz dort die Fruchtkörperbildung ermöglichen?


    Analog zB zu den Netzhexen an Wegrändern (Kalkeintrag durch Wegschotter) in eigentlich sauren Gebieten (Odenwälder Buntsandstein).



    LG; Pablo.

    Hallo, Beli!


    Wenn ein anderes Bild irgendwo genau so aussieht, zeigt es aber keinen Ziegenfuß - Porling, der eine grob geschuppte Hutoberfläche und noch mal gröbere Poren hat.
    Die hier sind schon Kammporlinge.
    Albatrellus pes-caprae zum Vergleich:



    LG, Pablo.

    Hallo, Ditte!


    Der wuchs in einem Rotbuchen - Kiefern - Mischwald in der Viernheimer Heide, der Untergrund ist sandig aber in dem Waldstück wohl zumindest oberflächlich sauer. Zahlreiche gallenröhrlinge würden dafür sprechen, die ich mal als relative Säurezeiger betrachten würde.


    Bilder schicke ich dir heute abend oder morgen, Belege werden angefertigt (ich muss ja eh die Steinpilze aus dem selben Wald trocknen).



    LG, Pablo.

    Hej.


    Kein problem, ich wollte nur wissen, woran es lag. Auch wenn es da mit den Bildern etwas Schwierigkeiten gab, sind die dennoch untypisch dunkel. Ich kenne sie nur so, wie auf deinen späteren Bildern.



    LG; pablo.

    Hallo zusammen!


    Es gibt bei dem Pilz in der Tat ein paar Merkwürdigkeiten.
    Neben der Wuchsform fallen auch die sehr unterschiedlich großen Sporen auf: Da sind einige dicke Klopper dazwischen, die annähernd doppelt so groß wie die "normalen" Sporen sind. Ob da was in der Entwicklung schief gegangen ist? Dann wird's möglicherweise sowieso schwer mit der Bestimmung.
    Das Ornament ist übrigens eiin (größtenteils recht unregelmäßiges) Netz, daß aus vielen kleinen Pusteln zu bestehen scheint, die sich eben in vernetzten Linien anordnen.
    Also - ich bin auch mal gespannt, ob sich der noch irgendwie einordnen lässt. Vielleicht, wenn Ulla noch eine Idee hat.
    Und wie gesagt: Ein Exsikat würde zur verfügung stehen.



    LG; Pablo.

    Hi.


    Stimmt, die Schwarzhütigen sehe ich auch. Zusätzlich zu einigen Sommersteinpilzen. Markus hat unter anderen auch schöne Aufnahmen davon >ins Portrait gebracht<.
    Wenn du Röhrlinge bestimmen willst, dann wäre es sinnvoll, die auch so zu untesuchen und zu präsentieren, daß sie auch bestimmbar sind. ;)


    Also nicht alles durcheinander, sondern jeweils eine Kollektion von einem Standort. Mit Schnittbildern und so, daß man alle Teile der Pilze sieht. Das klappt auch bei Filzröhrlingen schon in einem einzigen Bild, im Idealfall sähe das aus wie hier bei Hortiboletus bubalinus:


    So wie hier ist da nichts zu erkennen, außer daß es irgendwelche Filzröhrlinge sind, und größtenteils viel zu alt (zum essen).



    LG; Pablo.

    Hallo, Armin!


    Ui. 8|
    Nun sehen die ja total anders aus. Und ähneln durchaus jungen Albatrellus cristatus. Bei älteren Exemplaren müssten die Poren dann aber schon recht weit sein.
    Bleibt nur die Frage: Wieso ist der zuerst gezeigte Pilz so dermaßen dunkel, also in einem fabspektrum, daß absolut ganz und gar nicht zu Albatrellus cristatus passt?


    >Pantehrpilze< hätten einen Ring.
    >Amanita ceciliae< passt schon. :thumbup:


    Der junge >Schönfuß< könnte auch eine junge >Netzhexe< sein. Bei Schönfüßchen käme mir dieser Olivton auf dem Hut komisch vor.



    LG, Pablo.

    Hallo!


    War da nicht neulich schon mal was?
    Leider finde ich das Thema nicht mehr. Ich meinte nicht das von Dieter (neten), denn der Schleimi hier ist sicher eine andere Art.


    Der jedenfalls erregte meine Aufmerksamkeit, weil er an meinem Essen saß.
    Der Pfifferling (Cantharellus cibarius in diesem Fall) scheint durch den Myxo nicht angegriffen zu sein, so als hätte der Schleimpilz den Cantharellus - Fruchtkörper tatsächlich nur als Unterlage zur Bildung der Sporocarpien genutzt.


    Farblich ist der etwas mehr violettbraun, als es auf den Bildern rüberkommt:



    Alle Bilder werden beim anklicken groß, so daß man auch etwas drauf erkennt.


    Pfifferling und Schleimpilz werden gerade getrocknet, falls jemand Interesse dran hat.



    LG, Pablo.

    MoinMoin!


    An den hätte ich jetzt auch als erstes gedacht. Mit hygrophanem Hut kommt ja nicht viel in Frage, und hier ist es besser zu sehen, als auf dieser Aufnahme von Cuphophyllus virgineus var. ochraceopallida:



    LG, Pablo.

    Hallo, Ditte!


    Zumindest kam ich bei meinem fachbereichsunkundigen Bestimmungsversuch bei I. lanuginosa raus. Wenn das nicht auch mehr ein Aggregat ist.
    Die Bilder hätte ich dir auf jeden Fall noch geschickt zur Ansicht, nur wollte ich den erst mal untersuchen, damit du auch einschätzen kannst ob es eine Kollektion ist, die du gebrauchen kannst oder eher nicht.


    Aber da du nun schon fragst, hier die restlichen Aufnahmen von Inocybe cf lanuginosa:





    Bis auf das Sporenbild kann man alle Anklicken, dann gehen die in groß nochmal auf, so daß man auch was erkennen kann. ;)


    PS.: Kein Speisepilz. ;)



    LG; Pablo.