Beiträge von Beorn

    Hallo, Pilzversteher!


    Seit einiger Zeit bildet im Blumentopf bei meinem Zitronenbäumchen eine Conocybe fleißig Fruchtkörper. Sieht erstmal lustig aus und makroskopisch gar nicht so wie die meisten Conocyben, die man so kennt. Zudem habe ich von der Gattung bekanntlich null Ahnung und stelle sie mal hier vor mit der Bitte um spontane Ideen und / oder einen Schubs in die richtige Richtung.


    Sollte mehr Interesse bestehen: Ein Exsikkat ist angelegt.


    Die Blumento - Pferde sind nichts Besonderes, der Erdsack wurde in einem Supermarkt um die Ecke gekauft und schlummert schon seit zwei Jahren oder so in dem Topf. Versetzt mit irgendwelchem Kunstdünger.


    Die Bilder sind allesamt größer als es auf den ersten Blick scheinen mag. Einfach mal draufklicken und die öffnen sich in ihrer richtigen Größe.








    Ein kurzer (unkundiger) Schlüsselversuch mit "des Pilzalchemisten Almanach der mystischen Reagenzien und Zaubertränke" (= Gröger, man möge den süffisanten Titel verzeihen; die Schlüssel sind größtenteils wirklich super und hilfreich) führte zu Conocybe tuxlaensis, aber das halte ich angesichts der doch ziemlich dickwandigen Sporen eher für "vom Leser falsch interpretiert" bzw. "wegen verfehlter Merkmalseinschätzung irgendwo falsch abgebogen".



    LG, Pablo.

    Tach.


    Und Merci, Björn. :)


    Zwei weitere Male habe ich den noch eingesammelt.
    Erstens an einem liegenden, aber im Luftraum hängenden Rotbuchenstämmchen, vergesellschaftet mit Trametes hirsuta und diversen Kohlenbeeren:




    Zweitens an einem liegenden Vogelkirschenstamm, ebenfalls an den in den Luftraum ragenden teilen, ebenfalls initialmosch und noch vollständig berindet, vergesellschaftet mit Hyphoderma mutatum:





    LG, Pablo.

    Hallo, Alex!


    Wenn du die Gattung an sich (Egerlinge = Agaricus) sicher erkennen kannst, dann musst du nicht jede Art exakt bestimmen können. Dann ist es nur noch wichtig zu wissen, welche Gruppe von Arten es zu meiden gilt. Oder andersrum (weil das sicherer ist), welche Artengruppen grundsätzlich essbar sind.
    Positiv funktioniert das wie folgt:
    - Alle Arten mit stark rötendem und nirgendwo gilbendem Fleisch sind essbar.
    - Alle Arten, die deutlich nach Marzipan (bzw. Bittermandel bzw. Anis) riechen und gleichzeitig korngelb oder ockergelb gilben, sind essbar.


    - Bei allen weiteren Arten, muss man genauer hingucken. Es gibt zB etliche schwach rötende Arten (dazu gehört u.A. der Wiesenchampi), die man wirklich kennen muss zum Sammeln. Und das deswegen, weil bei der Gruppe mit giftigen Arten (Geruch +/- nach Desinfektionsmittel, vor allem Stielbasis im Schnitt und Hutrand satt chromgelb anlaufend) die Signalmerkmale (Geruch, verfärbung) gelegentlich schwach bis gar nicht ausgeprägt sind. Und es noch eine weitere Gruppe von Champis mit "Mischmasch - Merkmalen" gibt, bei der auch einige Arten unverträglich sein könnten. So zB >der hier<.



    LG, Pablo.

    Moin!


    Schwierigkeiten mit der Belichtung bei künstlichem Licht habe ich allerdings auch.
    Die Lösung für mich: Es wird nur noch bei Tageslicht fotografiert. Draußen im Wald sowieso, und wenn ich "Studioaufnahmen" mache für Pilzbestimmungen, dann auch nur am Fenster und nur bei Tageslicht, gerne mit Spiegel an der Seite zum Ausleuchten.
    Das kann dann zB so aussehen wie hier bei Gymnopus luxurians (Üppiger Rübling):


    Dein Fund sollte übrigens was mit der Gattung der Egerlingsschirmlinge (Leucoagaricus) zu tun haben.
    Vielleicht lohnt es sich ja, da ein paar der häufigeren Arten genauer anzuschauen.



    LG; Pablo.

    Hallo, Mogli!


    Die Bilder sind ein wenig durcheinander, glaube ich.
    Ideal ist es, wenn du für neue Anfragen ein neues Thema aufmachst (da springen eher Leute drauf an, als ein Nachtrag in einem alten Thema) und wenn du die Bilder in den beitrag einbindest.


    Jedenfalls: Bild 1 & 2: Sieht in der Tat sehr nach einem jungen >Panther< aus.
    Bild 3: Höchstwahrscheinlich eine >Laubwaldrotkappe<.
    Bilder 4, 5 & 7: Ein Champignon sollte das schon sein. Das ist eine extrem schwierige gattung, ich habe aber den verdacht, daß der nicht "pilzartig" sondern spätestens beim Reiben deutlich nach Marzipan gerochen haben sollte.
    Bild 6 & 8: von Täublingen habe ich keine Ahnung
    Bild 9: >Marone<
    Bild 10: >mehr Perlpilze<



    LG, Pablo.

    Hallo, Steffen!


    So passt das dann eher. :thumbup:
    In der Tat, bei ferrugineus sind mir bisher immer noch keine blassen Fäden dazwischen begegnet. Das war immer schön einheitlich qietschegelb.



    LG; Pablo.

    Hallo, Thorben!


    Super gemacht. :thumbup:
    Klar, jeder Erstfund ist schwer. Und du hast völlig recht: Im grunde muss jeder Pilz mikroskopiert werden. Kleine Anekdote zu dieser Art: Es gibt eine Wiese bei Viernheim, wo der regelmäßig in allerlei wunderlichen Farben und Formen erscheint (immer da, wo vorher Pferdemist lag). Hin und wieder werden die Fruchtkörper abgerupft, wenn man weiter geht, findet man die Büschel teilweise am nahen Waldrand wieder herumliegen. Als wäre jemand vorbeigekommen, der Ähnliches dachte wie du beim ersten Anblick: "Jackpot, Gute-Laune-Pilz!" Bis dann die berechtigten (!) Zweifel kamen und die Pilze im Graben landeten.


    Thema ist verschoben und im Index verlinkt, und ich habe die Gelegenheit, hier noch ein paar mehr Bilder anzuhängen.









    LG; Pablo.

    Hallo, Stefan!


    Glückwunsch, der Herr. :thumbup:
    Toller Pilz, egal welcher es ist (aber sehr wahrscheinlich und wie meistens der, den Frank vorschlägt); kommt auf meine Wunschliste.



    LG, Pablo.

    Hallo, Fionn!


    Großartiges Farbspektakel!
    Hygrocybe coccineocrenata habe ich noch nie gefunden, eine sehr hübsche Art und aufschlussreich auch der Vergleich mit dem Knoblauch-Saftling. :thumbup:


    Die Dauemen sind gedrückt für weitere, spannende Funde in dem gebiet (und sonst natürlich auch).



    LG; Pablo.

    Moin!


    Zumindest mit normalen Netzhexen habe ich selbst keine Probleme, auch nicht mit einem Glas Bier oder Wein dazu.
    Mendachse konnte ich noch nicht ausprobieren, aber ich kenne durchaus vertrauenswürdige Berichte von Leuten, denen es nach dem Verzehr von "Netzhexen" zusammen mit Alkohol beschissen ging. Und das wären Leute, die ganz sicher keine Ochsenröhrlinge gesammelt haben. Mendachse wären allerdings möglich, denn die Art war zu der Zeit noch nicht als eigenständige Art bekannt.



    Und wie halt ich die jetzt auseinander? 😅


    Naja...
    Makroskopisch am ehesten so, wie in der Gegenüberstellung von Andreas. Siehe Link oben in meinem ersten Beitrag.
    Es ist möglicherweise nicht immer ganz einfach, da sich die makroskopischen variationsbreiten der beiden Arten teils etwas überschneiden.



    LG; Pablo.

    Salut!


    Da sieht man mal, wie man sich bei so "alten Schlappen" täuschen kann.
    Mit anisartigem geruch und fast weißen Lamellen bei einem sich schon öffnenden Hut geht's natürlich in eine ganz andere Richtung, nämlich zu den Schafegerlingen (Agaricus arvensis, Agaricus osecanus und Agaricus urinascens; nur mikroskopisch unterscheidbare Arten). ;)
    Spielt in dem alter keine Rolle, da sind sie sicherlich genauso giftig wie Karbolis (wenn nicht mehr), aber das wurde ja schon erwähnt.
    Also mal gucken, ob noch mal frische kommen und wie die dann aussehen.



    LG; Pablo.

    Moin!


    Also gut, überredet.
    Nach euren Ausführungen werde ich darauf verzichten, mir bei der nächsten Begegnung einen Kaffe aus der Pflanze zu machen. Besser nur gucken, sieht schick aus. Ein paar Schmetterlinge schwoben noch drum rum, vielleicht hält zukünftig mal einer still, dann erwische ich den auch. Bildlich.
    Aber mal ganz ernst jetzt: Wenn das so mit dem Kaffeersatz funktioniert: Dann könnte man doch auch einfach ein paar schöne Dungpilze (am besten Podosporas und Schizothecium) trocknen, mahlen und als Kaffee durchlaufen lassen? Nimmt man noch etwas von ihrem Substrat dazu, dann müsste auch die Farbe des Gebräus passen. :evil:



    LG, Pablo.

    Tach, die Damen und Herren!


    Stimmt, der Stempel auf den Eiern ist auch wichtig. Erstens, weil er anzeigt, daß das Eier aus Freilandhaltung sind, und zweitens, weil er auch wichtig ist.
    Wenn auch nicht ganz so satt durchfärbt wie der Publikumsjoker von Hans. :thumbup:



    LG, Pablo.

    Moin!


    Jedoch auch wenn die Stielbasis nicht gut zu sehen ist und die Pilze ein Alter erreicht haben, in dem die meisten Champis ohnehin nicht mehr bestimmbar sind, glaube ich da doch recht sicher >Karbolis< zu erkennen.



    LG; pablo.

    Hallo, Andreas & Siggi!


    Beim raschen Nachlesen scheint das in der Tat gut hinzukommen. :thumbup:
    Danke für die Hilfe, und wieder eine Pflanze mehr, die ich mir zu merken versuche.



    LG, Pablo.

    Hallo, Ulla!


    Die Maße der "normalentwickelten" Sporen liegen so um die 8-10 µm.
    Mit der Präparation von Schleimpilzen bin ich sowas von unerfahren und ungeübt, ich habe einfach ein Stückchen von der Flanke eines Fruchtkörpers abgezupft und in Wasser mikroskopiert. Gut möglich, daß ich da ein paar speziellere Techniken hätte anwenden müssen, um mehr wichtige Strukturen zu beobachten.
    Den Beleg werde ich dir aber zuschicken, sobald er getrocknet ist.
    Ich kann mir vorstellen, daß der Myxo beim Einsammeln nicht ganz reif war. Den fruchtkörper des Pfifferlings hatte ich einfach in einem Döschen mit etwas Moos bis zum nächsten Tag bei lose aufgelegtem Deckel auf der Fensterbank: Möglicherweise hat das zu einem Notreifeprozess geführt.



    LG; Pablo.

    Hallo, Jörg!


    Ich glaube gerade in dem alter ist die verfärbung oft gar nicht mehr so richtig, wie sie sein sollte. Zumal wir hier ja gar kein Schnittbild haben, um das richtig zu beurteilen. ;)
    Die Hutoberfläche ist ohnehin variabel, aber das Problem ist schon so: Gerade wenn die Pilze wie hier schon im Zersetzungsstadium sind, können sich der Hainbuchenraufuß und der Gelbporige ziemlich ähnlich sehen.



    LG; Pablo.

    Ahoi!


    Hier wäre mal noch eine ganz hübsche Kollektion:


    Ich denke, das Substrat ist Rotbuche. Bei einem befall durch bestimmte Porlinge (zB auch FomPini und FomFom) wird die eigenltich glatte Rotbuchenrinde so runzlig, das ist bei von diesen Pilzen befallenen Bäumen im Endstadium oft gut zu beobachten.



    LG; Pablo.

    Hallo, Pflanzenkunder/innen!


    Vor ein paar Wochen im Kaiserstuhl (Amolterer Heide) fiel mir diese über kniehohe, zähstielige Pflanze auf:




    Wirkt fast etwas gebüschig und wächst auf basischem Löß auf einer selten gemähten aber nicht ganz mageren Wiese (nur der obere Teil taugt als Saftlingswiese) sowie auf dem Weg. Wird also sicherlich gelegentlich abgemäht.


    Warum mir diese Pflanze auffiel, kann ich gar nciht genau sagen. ich fand sie ganz hübsch denke ich, und alle Orchideen da oben scheinen verblüht oder sonstwie unpässlich, und Pilze gab es nicht zum Fotografieren.


    Vielleicht kennt jemand von euch zufällig dieses Gewächs, oder weiß eine Richtung, in die das gehen könnte?



    LG, Pablo.

    Hallo, Andreas!


    Den mendax habe ich noch nicht untersucht. Bei den meisten Kollektionen sollte da der QM schon sehr hoch sein.
    Bei luridus steigt er kaum jemals über 2,6. Man kann da durchaus was herauslesen, bei deinem Fund würde mich ein QM von klar über 2,7 nicht wundern. Es müssen allerdings Sporen jeweils aus einem Abwurf sein und es sollte auch ein reifer fruchtkörper für den Sporenabwurf entnommen sein. Ansonsten kann es problematisch werden.



    LG; Pablo.

    Guten Abend!


    Jetzt hätte ich beinahe was vergessen. Eieieieiei, nun aber zügig!


    Joker zu Rätsel 26:


    Der Hintergrund ist irrelevant. Die Pilze auf dem hinteren Blatt auf der Waschmaschine sind nicht als Bonusrätsel und auch nicht als Hinweis zu verstehen. Ebensowenig hat das Lineal mit dem Messer drauf irgendeine Bedeutung. Es zählt nur das, was sich auf dem Blatt Papier im Vordergrund befindet.
    Dies und dies allein soll der Joker sein. Weder der aufgrund des Aufnahmewinkels mit auf das Bild gerutschte Hintergrund, noch das Lineal mit dem Messer an der Seite.
    Auch dieser Text hinterher birht keine weiteren Erkenntnismöglichkeiten, es sei denn, man versteht ihn so wie er ist und konzentriert sich allein auf den Hinweis auf dem vorderen Baltt Papier auf dem Jokerbild.
    Die Fünf scheidet völlig aus!



    LG, Pablo.