Beiträge von Beorn

    Hallo.


    Die Bilder zu den ersten beiden Funden sind nicht sichtbar.

    4 ist ein Fichtenreizker (Lactarius deterrimus)

    5 sieht interessant aus. Ist das Sporenpulver im Abwurf rostbraun oder rosabraun?

    6: Auch spannend! Wäre auch ein Kandidat, wo man mal einen Sporenabwurf machen sollte.

    Beim Rest kann ich deinen Bestimmungen nur zustimmen.



    LG, Pablo.

    Hallo.


    Das sehe ich wie Harald. :thumbup:

    Das Gilben fällt hier schwach aus, aber das darf passieren, es kann mitunter sogar ganz fehlen.
    Alle weiteren merkmale sprechen hier aber sehr eindeutig für Agaricus xanthoderma.



    LG; Pablo.

    Salve!


    OK, also erstmal richtig: Die Fruchtkörper, die wir sammeln, sind nur die Fortpflanzungsorgane der Pilze. Dem Pilz (Mycelgeflecht im Boden, Holz oder wo auch immer der gerade wohnt), ist es relativ egal, wenn die abgesammelt werden.
    Aber: Für die Entwicklung und den Fortbestand einer Art (also der Summe aller Mycelien der selben Art) ist es sehr wichtig, daß in einem Wald immer genug Fruchtkörper bis zur Sporenreife kommen und somit für eine stete Weiterentwicklung sorgen.


    Zudem haben die Pilzfruchtkörper auch noch weitere biologische Funktionen, in erster Linie als Nahrungsgrundlage für tausende Insekten, Schnecken, kleine Waldtiere, Milben, Würmchen und auch Säugetiere und und und. Auch an der Kommunikation des "Ökosystem Wald" sind sie beteiligt. Pilze - und auch ihre Fruchtkörper - spielen eine sehr wichtige Rolle für das gesamte Ökostytem eines Waldes (oder einer Wiese, Sanddüne, Felslandschaft etc.).


    Insofern: Sammeln ist schon ok, damit rechnet ein Pilz (ist ja egal, ob der Fruchtkörper von einer Schnecke oder einem Mensch gegessen wird). Aber idealerweise hält man es in Maßen, entnimmt nur fruchtkörper im verzehrbaren Zustand (alles, was zu jung und zu alt ist stehen lassen) und idealerweise nur von häufigen Arten. Alles andere lässt man einfach stehen - es sei denn, es ginge um Bestimmungen, da darf man durchaus auch mal zwei, drei fruchtkörper aus einer Kollektion entnehmen.



    LG; Pablo.

    Hallo, Uwe!


    Ich sag's mal so: Für noch mehr Sicherheit müsste man sich angucken, wie die Lamellenschneide im Mikroskop aussieht. Und die Sporenform und die Inkrustierung der Huthauthyphen.

    Was ich auf deinen Bilder sehe: Sehr dunkle (teils fast schwarze) Fruchtkörper, was schon mal die blasseren Arten mit pigmentierten Cheilozystiden (= blaue oder graue Lamellenschneiden) ausschließt. In den Lamellen sehe ich zumindest auf den Bildern einen deutlichen Blauton (was Beli wohl auch zu der Idee mit Entoloma chalybaeum gebracht hat).
    Die Lamellenschneiden sind bei deinem Fund nicht durchgehend blau, aber man sollte auch nicht immer damit rechnen, daß Pilze sich daran hallten, wie wir meinen, daß sie aussehen sollen.
    Die härtesten, makroskopischen Merkmale sind in dem Fall: Farbspektrum von Hut- und Stieloberfläche + Farbe der Lamellenschneiden (egal ob durchgehend oder unterbrochen). Und damit ist halt Entoloma serrulatum die mit abstand wahrscheinlichste Lösung - mit der Restunsicherheit, daß ein Blick durchs Mikroskop das nochmal in Frage stellen könnte.



    LG, Pablo.

    Hi.


    "Homophron" spadiceum bildet recht große, derbe Fruchtkörper, sieht insofern fast gar nicht wie eine "typische" Psathyrella aus, sondern eben deutlich fleischiger. Die Hüte sind zudem oft etwas runzelig und im Wachstum bildet der eher kleine Büschel mit nur 2-5 Fruchtkörpern.
    Normalerweise kann man diese beiden aber wirklich gut anhand der Größe, der Fleischigkeit und der Konsistenz schon unterscheiden.



    LG; Pablo.

    Hi.


    Achtung: Tricholoma batschii ist eventuell auch nicht nur eine Art. Man betrachtet zwar Tricholoma fracticum als Synonym (und Tricholoma striatum, je nach INterpretation auch oder als Synonym zu albobrunneum s.l.). Ob das aber wirklichb alles das Selbe ist, da wäre ich nicht so sicher.
    Die eher untypischen batschii / fracticum auf Flugsandböden der Oberrheinebene sind sozusagen ein Abziehbild dieser Kollektion.

    Und ich erkenne hier durchaus eine Ringzone, die zwar schütter ist, aber viel zu deutlich für albobrunneum / stans (s.auct.). Bei denen hat man ja normalerweise nur eiine farblich abgesetzte Stielspitze, aber nie irgendwelche erkennbaren Velumrückstände am Stiel. Die sind hier aber durchaus vorhanden.


    LG, Pablo.

    Ahoi!


    Wodurch man hier allerdings auch die Gallenröhrlinge ausschließen kann: Das Fleisch ist nicht weiß. Auf den Bildern erscheint das Hutfleisch mehr so blass ockergelblich oder cremegelb, was für junge Maronen eine recht typische Farbe ist.
    Außerdem: Wenn die Röhren und Poren auch schon so blass gelb sind, kann man daran auch Gallenröhrlinge ausschließen. Denn die hätten nie (in keinem Entwicklungsstadium) gelbliche Poren und Röhren.



    LG, Pablo.

    Hallo, Tagedieb!

    Aber dürfen Schwefelköpfe denn so was machen? (meine die Manschette)

    Oder sind hier vielleicht nicht doch mehrere Arten auf einem Bild? (Ausschnitt aus Bild 6)

    Das ist theoretisch bei Schwefelköpfen schon auch möglich.
    Bei Ziegelroten kommt das noch häufiger vor als bei den Grün- und den Graublättrigen.
    Aber alle diese Arten haben ja auch ein Velum, das meistens mehr cortinaartig ist, gelegentlich aber auch ein lockeres, vergängliches Häutchen bildet.

    Das kann - direkt nach dem Öffnen des Velums - auch mal so zwischen Stiel und Hutrand gespannt sein, dürfte aber dann rasch verschwinden bzw. flach am Stiel ankleben.


    Dennoch: Genau, das wäre ein ungewöhnlicher Fruchtkörper und der müsste dann genauer inspiziert und beobachtet werden, ob's tatsächlich zur gleichen Art gehört wie der Rest vom Büschel.



    LG, Pablo.

    Servus!


    So ein wenig einen "Erziehungsauftrag" (wasn abscheuliches Wort) dürfen wir uns schon einbilden - wobei das konkret eigentlich nichts mit den Umgangsformen zu tun hat (das pendelt sich halt so oder so ein), sondern einfach damit, für die Vielfalt und die Bestimmungsschwierigkeiten bei Pilzen generell zu sensibilisieren.
    Aber wir lernen auch alle unterschiedlich schnell und mit unterschiedlichen Zielsetzungen.
    So am Rande: Mit gegenseitigem Verständnis (und Höflichkeit) lernt sich's besser, und weil das beides hier passt, hat sich diese kurze Aufregung auch so rasch wieder beruhigt. Was ich gut finde.


    Übrigens: Ja, stielbasis ist natürlich wichtig, und Bilder bei natürlichem Licht (Tageslicht) funktionieren meistens besser als Bilder bei Kunstlicht. Gerade zur Beurteilung von Fleischfarben in den Schnittbildern.
    Ansonsten finde ich den Vorschlag von Schupfnudel (Brauner Filzröhrling = Xerocomus ferrugineus) ziemlich plausibel diesen Fund betreffend.



    LG; Pablo.

    Hallo, Maria!


    Das ist aber freilich auch Pech, daß du bei beiden ausgerechtet in dieser Gruppe von orangeroten, kleinen Saftlingen ohne besondere merkmale gelandet bist.

    Die sind in der Tat knifflig.
    Aber raten darf man schon, also:
    1: Hut glatt (unschuppig!) und deutlich schmierig (trocken dann wohl klebrig), also keine Hygrocybe calciphila (hätte zumindest in der Hutmitte feine schüppchen, Hut trocken).

    Hier hätte eventuell eine Kauprobe interessantes zu Tage geführt: wenn das blass geratene Bittere Saftlinge (Hygrocybe mucronella) sein sollten, dann würde man es tatsächlich schmecken (die sind nicht so bitter wie Cortinarius infractus oder so, aber doch wahrnehmbar).

    2: Hut glatt, aber eher trocken wirkend (beim Befeuchten nur schwach klebrig?); Stiel auch eher trocken? Mit dem Lamellenansatz, den filigranen Fruchtkörpern, durchscheinend gestreiften Huträndern, beim älteren Exemplar auch aufgehelltem Hutrand - mein Arbeitstitel wäre da erstmal Hygrocybe insipida (Gelbrandiger Saftling). Eine relativ häufige und ziemlich variable Art.



    LG, Pablo.

    Hallo, Katzi!


    Mach aus dem "Grünspanblätterpilz" mal einen Grünspanträuschling (Stropharia aeruginosa). Dann passts. :thumbup:

    Birkenporling (Piptoporus betulinus) ist richtig. :thumbup:



    LG; Pablo.

    Hey, Leute!


    Also ich kann an Ralfs Ausgangsbild absolut nichts entdecken, was auf irgendeine Bearbeitung schließen lässt.
    Und so eine Kollektion mit Gifthäubling dazwischen ist zudem durchaus plausibel.

    Man kann alles hinterfragen und diskutieren, wäre aber schön, nicht einfach irgendwas zu unterstellen.

    Wobei ich Haralds Beitrag auch erstmal als eher erstaunte, flapsig-ironische Bemerkung gelesen habe, ohne wirklich zu bezweifeln, daß diese Konstellation wie von Ralf abgebildet in der Natur vorkommt.

    Ist aber auch im Portrait heikel, weil das auch von vielen Leuten gelesen wird, die ja für genau diese Fälle, für die Verwechslungsgefahr sensibilisiert werden sollen. Um einfach gut aufzupassen, damit nichts passiert. Dann kann so eine Bemerkung eventuell schon die Sorglosigkeit wieder anregen, nach dem Motto: "Pah, ist doch eh alles fake mit dem Gifthäubling".

    Und das ist es eben gerade nicht, und Wachsamkeit in der Sache zu "predigen" hat auch nichts mit Panikmache zu tun, sondern mit der Anregung zum Selbstschutz.


    Joseph, was nicht geht, ist das Runterladen, Bearbeiten und wieder Hochladen von Bildern anderer Leute.
    Mit Einverständnis: Klar, kein Thema. Man kann den Autor auch per PN fragen.
    Ganz ehrlich: Wenn das jemand so mit einem Bild von mir macht, dann gehe ich auch (völlig zurecht!) die Wände hoch.


    Und eigentlich hätte ich das bearbeitete Bild am liebsten direkt gelöscht, aber dann verliert diese Diskussion ihren Kontext. Ralf hat bislang nicht um eine Löschung des BIldes gebeten, also lasse ich das mal wiederstrebend drin.
    Ralf, wenn es dich stört, daß dein Bild gefakt und nochmal unautorisiert hochgeladen wurde: Bescheid. Dann kommt's weg.

    Urheberrechte gelten auch innerhalb des Forums.



    LG; Pablo.

    Hi.


    "Fugu für Arme" klingt halt schon einigermaßen salopp, ist aber wohl auch eher als vager Vergleich gemeint.
    Auch da ist es ja so: Wenn man es kann, ist es sicher. Fehler sind fatal.

    Ebenso hier, wobei es doch ein paar Universen leichter sein dürfte (um mal bei den hinkenden vergleichen zu bleiben) ein Stockschwämmchen von einem Gifthäubling zu unterscheiden, als einen Fugu richtig zu sezieren.

    Wenn ihr weiter diskutieren wollt, inwieweit so ein vergleich ok oder passabel oder inakzeptabel oder sonstwas ist: Bitte in einem anderen Thema. Nicht hier im Protrait. Das geht doch zu weit am Thema vorbei.


    Was die Diskussion zur Bildauthentizität betrifft:
    Muss man echt nicht hier im Thema ausbaldowern.
    Ich sehe bei keinem einzigen Bild hier (ralfs eingschlossen) auch nur einen Ansatz, die Echtheit in Frage zu stellen. Ralfs Bild weist nach meinem Dafürhalten auch null Bearbeitungsspuren auf.
    Wer's weiter diskutieren will, darf aber gerne auch einberechnen, noch eine gerüffelt zu bekommen.

    Aber bitte nicht hier, dafür ist das Portrait nicht da.
    Wenn's trotzdem juckt, bitte >hier lang<.



    LG, Pablo.

    Hallo, Leute!


    Bestimmung ist ja quasi erledigt; Riesenporling (Meripilus giganteus) passt.

    Der Klapeprschwamm (Maitake, Grifola frondosa) ist je bekanntlich ein Doppelgänger, wenn auch gut zu unterscheiden, wenn man auf die Details guckt.

    Schwefelporling (Laetiporus sulphureus) wird in Nordamerika oft "Chicken of the woods" genannt. Regional könnte das dann auch "Hen of the Woods" heißen, vielleicht daher der Name.



    LG, Pablo.

    Hi.

    Ob da noch ein Abwurf klappt, ist fraglich: Wenn die Lamellen so gebräunt sind, bekommt man oft keinen Abwurf mehr raus. Aber Versuch macht kluch.

    Ist aber auch nicht ensctheidend, wichtig nur daß du dir anhand von dem Fund einprägen kannst, daß es durchaus Hellsporer mit dunklen Lamellen und Dunkelsporer mit ganz hellen lamellen geben kann. :thumbup:

    Hallo, Sarah!


    Da müsst ihr euch schon was Anderes ausdenken als WA.
    Weil: Nutze ich nicht.
    Übers Forum klappt, oder sonst halt email. Forum ist aber insofern besser, als da auch noch andere leute drauf gucken können, die noch mehr davon verstehen als ich.

    Auf welche weise auch immer: Nachdem ich gesundheitsbedingt den geplanten Sizilien - trip absagen musste (der Mist reißt nicht ab irgendwie...), freue ich mich natürlich umso mehr auf eure Bilder!



    LG; Pablo.

    Hallo, PomPom!

    Zu den bereits geputzten Pilzen kann man unmöglich etwas sagen, da ist eine Einschätzung zur Art nicht mehr möglich, weil zu viele Merkmale (vor allem an der Stielbasis) entfernt wurden. Auch fehlen die obligatorischen vollständigen Schnittbilder.
    Der Fruchtkörper auf dem ersten Bild könnte ein Wollstieliger Raufuß sein - aber auch da fehlen ja die Basismerkmale (Stielbasis, Schnittbild etc.).



    LG; Pablo.

    Hallo (& Welcome back!) Ralf!


    Also Stockschwämmchen sind da nirgends dabei, das kann man schon mal sagen.
    Da ist ein Häufchen mit Grünblättrigen Schwefelköpfen (Hypholoma fasciculare), eines mit ziegelroten Schwefelköpfen (Hypholoma lateritium) und eines, wo ich mich nicht festlegen mag. Könnten Grünblättrige sein, könnten aber auch rauchblättrige (Hypholoma capnoides) sein.

    Tip: Schau dir mal Dokumentationen zum >Stockschwämmchen< an.
    Und unbedingt auch zum >Gifthäubling<.



    LG, Pablo.

    Hallo, Gerhard!


    Vertraue deiner Frau in sachen Pilze.
    Die hat anscheinend die allerwichtigste Regel verinnerlicht: Was man nicht zu 100% sicher erkennt, ist nichts zum Essen.
    Bei Champignons gibt es auch einige giftige Arten, und auch Verwechslungen mit Arten aus anderen Gattungen kommen immer wieder mal vor (bisweilen mit üblem Ausgang).



    LG, Pablo.

    Hallo, Matthias!


    Das sind zwei Bereifte Rotfußröhrlinge (Xerocomellus pruinatus) und eine Marone (Imleria badia). g:-)

    Xerocomellus pruinatus blaut oft durchaus stark, aber er braucht dafür eine weile, bis das sichtbar wird. Die Verfärbungen sind auch beschränkt auf Stielfleisch und vor allem Stielrinde. Hutfleisch blaut gar nicht, Poren und Röhren so gut wie gar nicht (nur bei extremer "zermatschung").

    Der Starkblauende (Xerocomellus cisalpinus) ist ein Pilz mit anderem habitus und einer ganz anders strukturierten Hutoberfläche, außerdem blaut der viel schneller und auch normalerweise kräftig an Poren und Röhren.

    Rotfärbungen des Stieles (außen) sind bei so ziemlich allen Rotfußröhrlingsarten ziemlich variabel.



    LG; Pablo.

    Servus!


    Die Stielstrukturen, vor allem die weißen Flocken (auch die generell kaum bräunlich verfärbenden Stiele) sowie die komplett weißen Lamellen machen mich da stutzig.
    Ich denke, das ist eher noch was Anderes. Der Geruch wäre durchaus interessant (unverletzt und dann auch im Anschnitt / beim Zerbröseln in der Hand).

    Auch die Baumarten im Umkreis von 20 Metern würden Hinweise geben können, sowie der Geschmack.
    So pi mal daumen wäre ich hier eher bei der (ziemlich problematischen) Artengruppe um Tricholoma stans bzw. Tricholoma albobrunneum.



    LG, Pablo.

    Hallo, Emil!


    Jou. Zumindest oft nicht so stark, wobei das auch bei gibba ein wenig schwankt. Stimmt aber auch, daß bei costata noch eine andere Note mitschwingt, die aber "nach meiner Nase" normalerweise von dem Bittermandelgeruch überdeckt wird.



    LG, Pablo.

    Hallo, Sparassis!


    Von den Bildern her (gute Dokumentation!) ist deine Idee jedenfalls sehr plausibel.

    Jedenfalls sehe ich da nichts, was gegen Psathyrella piluliformis sprechen würde.



    LG; Pablo.