Beiträge von Beorn

    MoinMoin!


    Mit Ausnahme von Südostbayern war das ja nun kein wirklich wilder Sturm. Also alles einmal schön durcheinandergeweht, nichts passiert, und weiter geht's.
    In Mannheim am Neckar ist mir gestern noch aufgefallen, daß man vor einerWoche oder so nochmal hätte Brombeeren ernten können. Dnach kam wieder Nachtfrost, die Beeren sahen also dann doch nicht mehr so schön aus. Ein paar frische Blüten sind aber auch noch dran, und es gab sogar eine einsame Biene zu beobachten, die nach den Brombeerblüten geguckt hat. Das kam mir dann schon eher komisch vor.



    LG; Pablo.

    Hallo, Arminius!

    Das ist ein Flacher Lackporling (Ganoderma applanatum). Die weißen Stellen sind eigenes Mycel.
    Von den Inhaltsstoffen her hat Ganoderma applanatum nicht viel mit seinen Gattungsgenossen um Ganoderma lucidum (wo bei einigen Arten Heilwirkungen vermutet werden) zu tun. Ansonsten kann ich zur Verwendbarkeit nichts sagen, mich interessieren diese Pilze nur morphologisch und ökologisch.



    LG; pablo.

    Hallo, Thorben!


    In verdünntem KongoSDS? In dem Fall würde ich raten, auch noch mal in KOH (3-5%) oder in KongoNH3 zu gucken. Schick ist auch Phloxin + KOH.
    Die Exsudate und Inkrustierungen von Hyphen können wichtig sein, können aber auch stören, um bestimmte Strukturen (zB Hyphensystem) beobachten zu können. Die meisten Inkrustierungen lösen sich bei Porlingen aber in Laugen ganz gut, dann hat man freie Sicht auf die Hyphen usw.



    LG, Pablo.

    Hallo, Karl!


    Hübsch. :thumbup:
    Der ist an seinen Standorten um Monnem rum eigentlich auch immer zeitig unterwegs - die ersten kleinen Fruchtkörper findet man da oft schon so ab Januar / Februar.
    Die letzten beiden Jahre blieb der aber nahezu komplett weg, vermutlich wegen den wiederholten, starken Dürre- und Hitzephasen in den letzten Jahren.

    Wäre mal Zeit zu gucken, ob sie in diesem Jahr wieder da sind.
    Aber erst nach dem Sturm.



    LG; Pablo.

    Salve!


    ich sehe da jetzt auch nichts, was konkret gegen Schizopora spec. sprechen würde. Wenn das Dingens auf Bild 5 eine Basidie ist, dann wäre damit Aporpium jedenfalls raus, die Phragmobasidien von Aporpium sehen ganz anders aus.
    Die blasigen Gebilde können auch Exsudateinlagerungen sein, eventuell sogar die Harzkappen (Halozystiden), wie man sie in der Tat an den kopfigen Hyphenenden von Schizopora oft findet. Ich nehme mal an, die Mikroaufnahmen sind in Wasser gemacht, nicht in KOH?
    Angucken müsste man sich außer den Basidien (und ein paar mehr Sporen) wohl auch noch die basalen Hyphen des Fruchtkörpers (direkt am Substrat), wenn sich der Verdacht auf Schizopora erhärtet.


    PS.: Ich hab' das mal ins Spezialforum verschoben. :)



    LG, Pablo.

    Ahoi!


    Also ich erkenne auf den neune Bildern auch nichts. Das erste Bild (Lichtschacht vom Kellerfenster) ist nicht interpretierbar, man kann darauf nichts erkennen. Auf dem anderen Bild ist nichts Pilzliches sichtbar, auch kein Mycel.



    LG, Pablo.

    Hallo, Rudi!


    Aus Primordien werden ganz normal große ordinäre Fruchtkörper, wenn sie denn zur Reife gebracht werden. Primordien werden vom Mycel angelegt, unterscheiden sich aber von den "unspezifizierten" Zellen des Mycels dadurch, daß die Zellen im Primordium schon (zumindest in der Grunstruktur) das Aussehen angenommen haben, daß sie später auch im fertigen fruchtkörper einnehmen werden. Wenn die Bedingungen passen, braucht der Pilz dieses Konstrukt nur noch "aufzublasen" (dafür ist vor allem Wasser nötig), und los geht's mit der Sporenproduktion.
    Gilt freilich nur für Pilzarten, deren fruchtkörper ein Primordialstadium durchlaufen. Das tun ja bei weitem nicht alle. Nach einem Porlingsprimordium werde ich zB lange suchen können. Ich würde keins finden.



    LG; Pablo.

    MoinMoin!


    Also den jetzt würde ich auch nach Bild schon als astreinen aereus durchwinken, Peter. :thumbup:

    Den in Beitrag #21. Die anderen (Beitrag #18)... Hm. Kann schon sein, daß da dir Farbübertragung vom Monitor nicht die ganze Geschichte erzählt. Kann aber eben auch passieren, daß dunkle Formen von Boletus aestivalis zusammen mit Boletus aereus lustig durcheinander wachsen. Müsste man mal direkt in der Hand vergleichen können, an der Stelle.


    Dein Pilz, Grünspan (Beitrag #22) ist allerdings schon regelrecht ein Abziehbildchen der Kiefernsteinpilze (Boletus pinophilus), die ich hier in der Gegend auch in einem Waldstück (Rotbuchen und Eichen, keine Kiefer weit und breit) immer wieder mal finde. Insofern teile ich auch da Andreas' Einschätzung: Mit dem Farbspektrum von Hut und Stiel, der ausgeprägten Hutbereifung (Huthaut darunter wohl dann ziemlich glatt und speckig, nicht fein filzig / samtig / matt wie bei aereus und aestivalis) sieht das zumindest nach Bild total nach Boletus pinophilus aus. Der ist in der Wahl seiner Mykorrhizapartner halt auch variabel, wie alle Arten der Gattung (Boletus s.str.).



    LG; Pablo.

    Hallo, Murph!


    Kaum zu glauben! In milden Jahren taucht in der Oberrheinebene der Bärlcauch recht früh auf, aber das sind hier dann auch nur kleine, grüne Spitzchen im Februar.
    Aber so weit entwickelt und doch noch mal ein gutes Stück nördlich - das finde ich bemerkenswert.
    Allerdings angesichts der Tatsache, daß es in den letzten Wochen doch hier im Süden eher mal wenigstens etwas Nachtfrost gab (bei euch ja eher weniger, oder), kann das schon so sein. Es verschiebt sich eben mehr und mehr, aber die Natur denkt nicht in Kategorien wie "Normal" oder "Ungewöhnlich". Die stellts ich - so sie es denn kann und man sie lässst - einfach drauf ein.



    LG; Pablo.

    Hallo, Dodo!


    Was die Bodenbeschaffenheit betrifft: Steinpilze (falls Boletus edulis gemeint ist, aereus hätte zB ein anderes ökologisches Spektrum), Fliegenpilze und Flockis mögen Bodenverhältnisse von +/- neutral bis sauer. Mönchsköpfe +/- neutral bis basisch, aber sehr gerne auch an Wegrändern in bodensauren Wäldern, wenn Wege mit mineralisch - basischem Gestein geschottert.

    Wenn du es genau wissen willst: Kennst du >das hier<?
    Wirkt auf den ersten Blick verwirrend, ist aber Gold wert. Gebiet raussuchen, ranzoomen, oben in der Leiste auf "I" klicken und dann rechtsklick auf die Fundstelle. Dann sollte ein Kästchen aufgehen, das dir ein paar details zum Bodentyp anzeigt.



    LG, Pablo.

    Servus!


    Das dürfte Definitionssache sein.
    Die Fruchtkörper bestehen aus Hyphen. Diese Hyphen sind allerdings teils spezialisiert, so daß die Zellen nicht unbedingt mehr aussehen wie die Zellen das Mycels. Da aber jede Mycelzelle prinzipiell (also theoretisch) jede Zellform eines sich bildenden Fruchtkörpers annehmen kann, kann man den Fruchtkörper wohl schon auch als Teil des Mycels betrachten, der sich eben zu einem Fortpflanzungs"organ" verdichtet hat.



    LG; Pablo.

    Morgen!


    Zumindest ist auf sämtlichen Bildern nirgendwo auch nur ein einziger Pilz zu erkennenn. Erst recht kein Hausschwamm (Serpula lacrymans), davon weder Fruchtkörper noch irgendwelche sonstigen Anzeichen. Die Rhizomorphen davon sind nicht so einfach wegzuputzen, davon ist hier nirgendwo eine Spur zu sehen.
    Serpula lacrymans wäre nicht giftig, auch die Sporen sind im grunde harmlos. Zumindest im vergleich zu etlichen (optisch natürlich viel unauffälligeren) Schimmelpilzen / Anamorphen, deren Konidiosporen durchaus Atembeschwerden auslösen können.
    Ob hier solche Schimmelpilze irgendwo vorhanden sind, ist anhand der Bilder völlig unmöglich zu beurteilen. Vor allem weiß man ja nicht, was hinter den Verschalungen der Wände sitzt. Das sind wirklich Sachen, die nur vor Ort festgestellt werden können, entweder indem man die Feuchtigkeit der Wände misst, oder - wie Stefan schon vorgeschlagen hat - durch Analysen der Raumluft.



    LG; Pablo.

    Buon Giorno!


    In dem Fall ist es auch mit den wissenschaftlichen Namen nicht so ganz einfach:
    Das Taxon "Exidia glandulosa" wurde auch von manchen Autoren schon (falsch) für Exidia nigricans (= Exidia plana) verwendet. Also für den Warzigen Drüsling.

    Wöllte man "Exidia glandulosa" für den Stoppeligen Drüsling (= Abgestutzter Drüsling) verwenden, dann würde man idealerweise dazu schreiben, daß das die Art im Sinne der Originalbeschreibung meint (also "Exidia glandulosa s.orig" non "Exidia galndulosa s.auct."). Dann ist das stimmig.
    Daß "Exidia glandulosa" aber der gültige Name für den Stoppeligen / Abgestutzten Drüsling sein muss, ist klar, denn der Name (inkl. die damit verknüpfte, gültige Originalbeschreibung) ist älter als "Exidia truncata".

    Kurz zusammengefasst:

    Stoppeliger Drüsling = Abgestutzter Drüsling = Exidia glandulosa s.orig. = Exidia truncata (das sind die hier gezeigten Pilze)
    Warziger Drüsling = Exidia nigricans = Exidia plana = Exidia glandulosa s.auct.



    LG, Pablo.

    Hallo, Dodo!


    Das ist ja ein Ding. Glückwunsch dazu - und ganz schön früh! Aber in der Gegend und in so einem milden Jahr ist das wohl normal.
    Tja, die mal zu finden, wäre auch so ein Traum... Aber dein bericht zeigt es mal wieder: Bei diesen "semihypogäischen" Pilzen kommt es auch manchmal auf den glücklichen Zufall an.
    Ergo: Alle Leute los und Wald aufräumen! Es lohnt sich.



    LG, Pablo.

    MoinMoin!


    Tolle Aufnahmen, makro- wie mikroskopisch! :thumbup:
    Bei dem komischen, behaarten Zwerg könnte man von den Hyphen her tatsächlich an einen Heterobasidiomyceten (Tremellales) denken - muss aber nicht.
    Ich wüsste jetzt aus dem Handgelenk auch keine makroskopisch wirklich passende Art in dem Bereich. Ich fürchte, man wird da schon irgendwelche Sporenträger (Asci oder Basidien) und ein paar Sporen finden müssen. Insbesondere mal nach Phragmobasdien ausschau halten, die sind im unreifen Zustand ja oft kaum mehr als ein paar (noch unseltierte) Bläschen...
    Sieht spannend aus, das auf jeden Fall.



    LG; Pablo.

    Buon Giorno!


    Anbei mal der allereinzigste Fruchtkörper von Boletus aereus aus 2019, den ich in der Hand hatte (abgesehen von zwei Mumien im Kaiserstuhl):


    Mit einem wenige Meter entfernt wachsenden Sommersteini (Boletus aestivalis) zusammen gelegt:


    Immerhin weiß ich jetzt, wo der wohnt bei mir in der Ecke.


    Ouch, jetzt kommt kurz der Spielverderber - Modus:
    Diene Kollektion ist komisch, Peter. Es gibt so ganz arg dunkle Kollektionen von Sommersteinpilzen (Boletus aestivalis), mit teils sogar etwas fleckigen, dunkel rotbraunen bis fast schwarzbraunen Hüten. Sowas hatte ich auch schon immer wieder mal in der Hand (auch im letzten Jahr), da den Unterschied zu Boletus aereus zu erkennen, ist bisweilen entnervend schwer. Vor allem, wenn das Stellen sind, wo eben auch Boletus aereus vorkommt.
    Bei den Hutfarben ist es nicht nur der Faktor "hell - dunkel", siehe auch das eben von mir gezeigte Exemplar mit ganz schön hellem Hut. Interessanter ist das Farbspektrum - und da hat Boletus aereus so gut wie immer irgendwelche trüben, olivbraunen, grauen, graubraunen, olivgelben Farbnuancen drin, sowie eine etwas andere Struktur der Bereifung (wenn vorhanden), eine etwas deutlichere Scheckigkeit - allerdings geht da viel ineinander über.
    Dazu kommt aber (neben der Konsistenz, spezifischen Dichte des Fleisches) noch das Farbspektrum von Stiel und das Spektrum der Netzausprägungen.
    Schaut man zB die Schwarzhütigen weiter oben von Tuppie an, da ist die Hutfarbe ja ganz ähnlich wie bei deinen. Aber: Die haben dafür diese satt braune, warme Stielfarbe (Untergrund unter dem Netz, teilsweise aber auch das Netz, das tendenziell oft etwas feiner und nicht so dauerhaft ist wie bei aestivalis), für mich eine typische "aereus - Stielfarbe", die sich vor allem bei älteren Fruchtkörpern mehr und mehr von der Stielbasis her ausbreitet. Die Stiele von aestivalis hätten dagegen einen helleren, oft blass milchkaffebraunen Untergrund, wenn sie älter werden.
    Soweit mal mein hilfloser Versuch einer Erklärung, warum deine Kollektion auf mich vom Gesamteindruck her eher an Boletus aestivalis erinnert.

    PS.: Kommsch im Herbscht mal vorbei? In den letzten zwei Jahren habe ich mit einigen Kumpels verstärkt die Kalkschollen (richtiger echter Kalk, meist unterer Muschelkalk oder Meißner - Formation) hier in der näheren Umgebung angeguckt. Zur richtigen Zeit am richtigen Ort fliegt einem da schon ganz schön das Blech weg...



    LG, Pablo.

    Hallo, Chris!


    Allright, ist verschoben. :thumbup:

    Schaun mer mal, ob da noch Hinweise kommen. Ansonsten kann ich mir den Pilz natürlich bei Gelegenheit mal angucken, wenn du einen Beleg aufgehoben hast.
    Ich gehe ja mal davon aus, daß wir uns dieses Jahr schon auch ab und an mal über den Weg laufen. Vielleicht schon im April, um dem Gemörch nachzustellen? Oder ein paar anderen, witzigen Frühjahrsascos?



    LG; Pablo.

    Hallo, gena!


    Aus meiner Sicht passt das schon. Bei Winterfunden von Stockschwämmchen bin ich immer besonders pingelig, was die Qualität betrifft - das gilt aber für mich im Grunde bei allen Pilzen (auch Austern, Samtfüßchen etc.). Witterungsschäden (zB Frost) sind nicht immer leicht zu erkennen, und im Winter natürlich recht häufig. Zumal lokaler, leichter Bodenfrost nicht in jeder Wetterkarte auftaucht.


    Die Forumsdokumentationen zum >Giffthäubling< kennst du? Lohnt sich ansonsten, das anzugucken. Die Stielschuppen sind allerdings das wesentliche, makroskopische Trennmerkmal. Natürlich bilden Gifthäublinge ebenso wie Stockschwämmchen ganzjährig Fruchtkörper, sobald die Witterung einigermaßen passt - und die passt gerade in solchen Mild-Wintern wie diesem ja fast immer.



    LG; Pablo.

    Hallo, Chris!


    Wenn man Andreas auf das Thema aufmerksam machen wollte, müsste man wohl ein mollisia einbauen.
    Seine Einschätzung ist immer interessant und hilfreich, wobei ich in diesem Fall mal gucken müsste, ob ich von Magellans Beleg noch was aufgehoben habe.
    Falls ja, schicke ich das Material gerne weiter, auch für Magellan dürfte das sicherlich gut sein.



    LG, Pablo.

    Hallo, Chris!


    Von meiner Seite zu der Thematik nichts Neues. Ich habe Clitopilus zur Zeit nicht im Blickfeld, also auch keine neueren Veröffentlichungen dazu gelesen.
    In diesem Fall hatte ich vor Jahren wohl mit FAN (Flora Agarica Neerlandica) und dem einen oder anderen online rausgekruschtelten Artikel gearbeitet, sowie bei Ludwig, Gröger und FN abgeglichen, wenn ich das noch richtig im Kopf habe. Das kann aber schon damals nicht aktuell gewesen sein und muss es stand heute erst recht nicht.



    LG, Pablo.

    Hallo, Chris!


    Die Sporen von Ceriporiopsis pannocincta haben ebenso wie die Sporen von Gloeoporus dichrous jeweils an den Enden kleine SBs ("Spore-bodys"). Nur sind die bei Ceriporiopsis pannocinta wegen der Schmalheit der Sporen in der Regel kaum erkennbar. Ich bin nach wie vor von C. pannoconcta nicht überzeugt, einerseits eben wegen den Sporen, aber auch das makroskopische Aussehen wäre arg ungewöhnlich (aus meiner Sicht zumindest ungewöhnlicher als für Gloeoporus dichrous).
    Die gelatinöse Schicht ist gut ausgeprägt, sieht aber auf den Bildern völlig farblos aus. Interessant aber, daß die sich weit in die Röhrentrama hinein zu ziehen scheint. Auch das wäre für Ceriporiopsis pannocincta ein arg ungewöhnliches Verhalten, und würde nach meiner Erfahrung (muss jetzt nicht allzu viel heißen) eher zu Gloeoporus dichrous passen. Zumal bei Ceriporiopsis pannocincta die Pigmentierung der Trennschicht, sowie des Suubhymeniums eher bei jüngeren fruchtkörpern ausgeprägt ist, bei Gloeoporus dichrous umgekehrt (je ältere Fruchtkörper desto stärker pigmentiert).
    Das kann aber auch in die Irre führen, so arg oft habe ich die beiden Arten ja nun auch nicht untersucht.


    PS.: Die Sporebodys finden sich auch bei einigen Arten innerhalb von Oligoporus s.l., sind aber dennoch ein wichtiges Merkmal.


    Wenn du einverstanden bist, verschiebe ich das Thema mal noch >hierhin<: Sollte Frank Dämmrich ( Tomentella) mal zwischenzeitlich Zeit haben, einen Blick drauf zu werfen, findet er es da womöglich leichter.



    LG; Pablo.

    BonSoir!

    So habe ich jedenfalls Gloeporus dichrous bisher noch nie wachsen sehen, auch wenn die struppige Hutkantenoberseite schon passen würde.

    Ich auch nicht. :)

    Aber schon in allerhand anderen, teils komischen Formen. Ceriporiopsis pannocincta allerdings auch nicht (und auch nicht in annähernd ähnlicher Wuchsform, obwohl die Art hier in der Gegend sehr häufig ist).
    Nochmal kurz zu den Sporen: "0,5µm zu breit" scheint ja erstmal gar nichts zu heißen. Aber: "0,5µm mehr als das Maximum bei pannocincta" sind halt in diesem Fall "50% mehr als das Maximum von pannocincta". Bei solchen Winzsporen (die sich zudem bei diesen Arten ziemlich konstant verhalten) ist das schon signifikant.

    Nicht die besten Bilder, aber vielleicht taugt das zum Vergleichen.
    Ceriporiopsis pannocincta:



    Gloeoporus dichrous:



    ...uuuund die Sporen von Ceriporiopsis gilvescens haben eine andere Form (nicht allantoid):



    Wie natürlich auch die Sporen von Ceriporiopsis pseudogilvescens und Ceriporiopsis resinascens (die noch eteas größer bzw. breiter sind).



    LG; Pablo.

    Ahoi!


    Ein paar Pilze können sowas schon machen, neben einigen Anamorphen unter anderem auch "perfekte" Pilze wie zB einige Dendrothele - Arten.
    Da sind bei superdünnen Fruchtkörpern oft die Strukturen schwer zu beobachten. Dendrothele - Arten bilden dazu ja gerne auch noch inkrustierte Dendrohyphidien aus - Die krümeligen, kristallinen Strukturen in dem Mikrobild erinnern mich sogar entfernt daran, also an zerbröselte Kristalle von inkrustierten Hyphidien.

    Muss aber nicht sein, wäre nur eine Idee, wohin es gehen könnte, wenn sich doch noch irgendwo "richtige" Strukturen (Hyphen, Basidien, Basidiosporen) finden sollten.



    LG; Pablo.