Beiträge von Beorn

    Hi.


    Stefan, ich habe noch ein Stückchen von deinem Fund (behauptet jedenfalls meine Herbarliste).
    Wenn du magst, kann ich es dir gerne wieder zurück geben, dann muss ich vorher aber noch mal Mikrobildchen machen, weil von dem habe ich definitiv keine Doku auf meiner Festplatte.



    LG, Pablo.

    Hallo, Stefan!


    Ich denke, daß es oft eine Frage der Erfahrungswerte ist.
    Also wenn man viele (viele!) Kollektionen aus einer Artengruppe beobachtet hat, dann bekommt man sowas wie ein "Gefühl" für einen Gesamteindruck, das einem eine sehr solide makroskopische einschätzung ermöglich.
    Schlüssel dazu ist aber eben das Untersuchen und Beobachten, die Wiederholung und dadurch das Kennen Lernen möglicher Variationsbreiten.
    Zu diesem Beobachten und Untersuchen gehört in den meisten Fällen auch unbedingt die mikroskopische Betrachtung. Und mit "viele" sind nicht fünf Kollektionen einer Art gemeint, sondern eher so um 10 bis 20, und dazu eben auch ähnlich viele beobachtete Kollektionen nahestehender, ähnlicher Arten.

    Insofern: Nein, daß ich selbst eine Daldinia im Feld rein makroskopisch ansprechen kann, wird vermutlich entweder noch sehr lange dauern, oder gar nicht passieren.
    Aber diese hier, die ist durch Ökologie, makroskopisches Aussehen, Sporengröße und KOH - Reaktion wohl schon recht gut definiert.



    LG; Pablo.

    Buona Sera!

    Zur Zeit habe ich mal ein paar ungeklärte Funde aus dem letzten Jahr wieder rausgekramt.

    Erster Problemfall dabei: Eine kleine Antrodia aus dem Osterurlaub 2019.
    Fundort: Italien, Piemont, Novara, Valle Cannobina / Falmenta an stark verwitterten Balken (Esskastanie) einer alten Pergola. vergesellschaftet dort unter anderem mit Terana caerulea.
    Höhe: ungefähr 650m üNN; mediterraner Einfluss von Po - Ebene / Lago Maggiore aus, aber auch subalpiner Einfluss durch die umliegenden Berge (bis 2200m).
    Ostexponierte Hanglage, Fundzeitpunkt: 25.04.2019.
    Die Fruchtkörper hatte ich in den beiden Jahren davor auch schon beobachtet (teils an anderen Balken), und auch da waren die immer schon so klein.


    Kurze Beschreibung: Fruchtkörper frisch cremeweißlich - getrocknet blass ocker; Poren frisch 2-4/mm
    rein resupinat, getrocknet aber mit undeutlich ablösenden Rändern; Subikulum extrem dünn bis fast fehlend

    Trama und Subikulum dimitisch, Skeletthyphen in beiden Strukturen dominierend, in KOH3% oft ohne erkennbares Lumen; farblos (nicht ockerlich / bräunlich); keinerlei Reaktionen mit Melzer
    Sporen aus Exsikat in KOH 3% um 8-10 (10,5); keine Zystiden, keine skeletoiden Hyphidien beobachtet; Zystidiolen selten; Basidien keulig, ohne signifikanten Inhalt; Septen der generativen Hyphen mit Schnallen.







    Antrodia ist eine recht schwierige Gattung - also mir machen die jedenfalls oft zu schaffen.
    Theoretisch könnte das hier eine "Hungerform" von Antrodia serpens (ehem. Antrodia albida) sein - aber die finde ich bei mir immer wieder mal, da würde ich auch bei juvenilen Fruchtkörpern schon etwas größere Sporen erwarten, zudem gefallen mir die Porenform (normalerweise etwas gröber und noch etwas irregulärer) und auch die dünnen Röhrenwände dafür gar nicht so gut.

    Mittlerweile denke ich, daß das irgednwie zu Antrodia macra s.l. gehören könnte - aber das Substrat ist nicht Weide, noch nicht mal Pappel - jedenfalls haben wir das Holz für die pergola vor ein paar hundert Jahren als Esskastanie gekauft, und es verhält sich auch wie Esskastanienholz, daß vor ein paar Dutzend Jahren zuletzt auch mal eingeölt worden war.

    Oder wie wär's mit Antrodia tanakai?
    Aber vermutlich ist das entweder doch eine komisch aberrante Kollektion von Antrodia serpens, oder aber eine Art, an die ich bisher noch so gar nicht dachte, und an der ich vorbeirecherchiert habe...



    LG; Pablo.

    Schönen guten Abend, die Herren!


    Ok then... So ein wenig hatte ich ja gehofft, es könnte noch einfacher sein. Oder ist es das vielleicht sogar?

    Jedenfalls: Diese Arbeit (danke, Stefan!) hatte ich auch schon mal irgendwo gedownloadet. Sieht ja erstmal so kompliziert aus, daß ich versucht hatte, die Arbeit damit zu umgehen. Aber dann eben doch, und wenn ich mal außen vor lasse, daß ich keine Ahnung habe, was mit "Perispore dehiscent in KOH10%" gemeint ist (entmutigender Weise ja gleich der erste Schlüsselschritt), komme ich in einem Fall ins Nirvana und im anderen Fall (wie Beli es auch vorhergesagt hat) ziemlich glatt zu Daldinia concentrica s.str.

    Passt ja auch von der Ökologie ziemlich gut, also speichere ich mir diese auwaldbewohnenden, bevorzugt an Eschen auftratenden Riesenbrummer mal als Daldinia concentrica ab. Vielleicht widme ich mich dann mal der Frage, was die anderen, wesentlich kleineren, meist +/- deutlich gestielten und zwar auch iN Auwäldern, aber lieber an Hasel wachsenden Daldinias dann sind.


    Mal sehen.
    Sporengröße passt jedenfalls ungefähr so, wie Beli das auch schon abgelesen hat - jedenfalls in einem Rahmen, wo andere Arten nicht mehr rein passen.

    Makrochemische Reaktion ist dann einheitlich so ein trübes, düsteres Purpurgrau, das passt also auch:



    Insofern: Danke euch, ein zufriedenstellendes Ergebnis, und auf jeden Fall mal gut zu wissen, was die "echte" Daldinia concentrica ist.



    LG; Pablo.

    Hallo zusammen!


    Zur Zeit ist ja kaum was zu finden - selbst die meisten Porlinge und Krusten machen einen erbärmlich vertrockneten Eindruck.
    Also genau der richtige Moment, um mal was anzugucken, was sonst nicht so in mein Zielgebiet fällt. Vor allem, wenn es denn ganz frische, schöne und fleißig Sporenverteilende Fruchtkörper bildet.


    Da wäre also diese bemerkenswert massige Daldinia, die mir in meiner Umgebung (nördliches Oberrheingebiet) schon immer wieder mal begegnet ist. meistens in Auwäldern oder ehemaligen Auwäldern, immer an recht dicken Stämmen und Stümpfen, meistens noch relativ frisch (berindet), und bevorzugt an Esche, gelegentlich auch an Ahorn oder Rosskastanie.
    Wenn es denn alles das Gleiche ist.


    Wobei diese extrem großen, zusammenfließenden, flach aufliegenden und ungestielten Fruchtkörper schon einigermaßen auffällig sind - aber ob das mehrere Arten aus der Gattung können?


    Folgender Fund vom letzten Sonntag, am Fuß einer alten, kranken aber noch lebendigen Esche (Fraxineus spec.):






    Die Fruchtkörper sind übrigens recht schwer abzulösen - geht ungefähr so leicht, wie bei manchen Phellinus - Arten (Feuerschwämme). Und lustigerweise sind die auch ungefähr so groß und gar nicht unählnich geformt wie Phellinus pomaceus (Pflaumen - Feuerschwamm).

    Weiß zufällig jemand, wie diese Daldinias momentan heißen, bzw. ist diese Kollektion so bestimmbar?



    LG; Pablo.

    Salve!


    Also für mich wäre Pseudoclitocybe expallens (agg.) ein Pilz, der dann eher so aussieht:


    Hat allerdings nix mit Anastomosen zu tun, ob da welche wären oder nicht. Bei denen auf dem Bild (Saftlingswiese im Kaiserstuhl) war halt das makroskopische Aussehen irgendwie anders, und irgendwas war noch mit den Sporen und den HDS - Hyphen. Was genau da un anders war, müsste ich aber jetzt nachrecherchieren. Diese Pilze sind ja normalerweise nicht so meine Zielgruppe.
    Oder waren die gegabelten HDS - Hyphen nur ein wichtiges Gattungsmerkmal?


    Alelrdings: Bei den von Chris gezeigten Exemplaren sieht es ja auch so aus, als hätten die doch einen deutlichen Schaden, vermutlich durch Trockenheit und / oder Bodenfrosteinwirkung? Darum die braun eingekrempelten Hutränder, nehme ich an? Und wenn dem so wäre, und so ein Schaden gerade bei jungen Fruchtkörpern auftritt, dann wäre das eine Erklärung, warum es eben doch Pseudoclitocybe expallens (agg.) sein kann. Weil dadurch ein fein durchscheinend gestreifter Hutrand ebenso wie ein "normales" Farbspektrum stark beeinträchtigt sein könnte.



    LG; Pablo.

    Hallo, Beli!


    Bearbeitet Lothar denn auch solche Heterobasidiomyceten?
    Scahden kann es aber auf keinen Fall, wenn er denn Zeit und Lust hat, sich den Pilz anzugucken.


    Die Bilder von mir zu deinem Fund von Heteroradulum kmetii:





    LG; Pablo.

    Salve!


    Oh, Orbilia ist wohl schon ein schwieriges Thema...

    Man könnte es mal bei >Ascofrance< probieren, da ist auch Zotto aktiv. Bessere Chancen auf eine möglichst gute Erklärung hat man wohl sonst nirgendwo.
    Optional: >Ingo< mal per PN antexten, der hat auch so sein Fuder an Orbiliomycetes beobachtet, und wie ich meine einen recht soliden Einblick in die Materie.



    LG; Pablo.

    Servus!


    ich muss dazu sagen: Die von Beli gefundene Eichleriella kmetii war bislang der einzige Fund der Gattung (egal ob man die nun Eichleriella oder als Heteroradulum nennt), den ich selbst untersucht habe. Insofern bin ich da alles andere als ein Auskenner. Christoph Hahn war ja zu der Zeit auch in die Analyse von Belis Fund eingebunden, und wenn ich mich richtig erinnere, hat er aauch eine Probe von Belis Fund unetrsucht und kam zu dem selben Ergebnis.

    Belis Fund kann man (makroskopisch) >hier< angucken, und >hier< noch die Fortsetzung dazu mit dem Ergebnis.
    Wenn du willst, Beli, kann ich da auch noch die Mikrobilder ergänzen, die ich gemacht hatte. Die haben wir bisher wohl nur per PN ausgetauscht, oder?


    Jedenfalls: Mit nur der einen untersuchten Kollektion traue ich mir hier keine Einschätzung zu, dazu fehlt mir eindeutig die Formenkenntnis in dem Bereich.



    LG; Pablo.

    MoinMoin!


    Der erste ist in der Tat ganz spannend. Da müsste man vielleicht sogar das Holz untersuchen und genauer bestimmen.
    Die Gattung (Heteroradulum / Eichleriella) sollte da schon stimmen, aber was die Art betrifft... Keine Ahnung.


    Zu Antrodia serialis: Da gibt es schon ein paar mehrere Arten in dem Dunstkreis (siehe "Studies in the Antrodia serialis group" von Spirin und Miettinen in Mycologia 109/2 2017. Die einzige europäische Art an Laubholz aus der Gruppe wäre Antrodia leucaena, und die gehört an Pappel - ich denke, das hier ist aber tatsächlich Nadelholz. Makroskopisch sieht das absolut typisch für Antrodia serialis s.str. aus, und was Werner zur "Ablösbarkeit der Fruchtkörper" schreibt, kann ich nur unterstützen.

    Nach meinen Erfahrungen kann nur das eine Rolle spielen: Also ob man beim Ablösen generell die Fruchtkörper und das Substrat trennen kann, oder beides fest miteinander verwachsen ist - was dann bedeuten würde, daß man beim Ablösen immer auch den Fruchtkörper und / oder das Substrat zerstört.
    Kraftaufwand: Irrelevant.
    Dabei spielen allerdings auch immer äußere Faktoren eine wichtige Rolle: Also zB Witterungseinflüsse, das Alter und das Stadium des Fruchtkörpers (Fruchtkörper in aktiven Wachstumsphasen werden stärker durch das Mycel im Holz versorgt und sind darum auch fester ans Holz gebunden), der Vermorschungszustand des Substrates, die Oberflächenstruktur des Substrates...



    LG; Pablo.

    MoinMoin!


    Bei Nummer 5 sind ist ja auch ein recht deutliches, fädiges Velum vorhanden, das schön mit braunem Sporenstaub eingepudert ist. Also kein Hellsporer und darum auch kein Schneckling. Ich kann aber inzwischen Stefan und Andreas besser folgen in ihrer Interpretation, und neige darum auch dazu, die Fälblingsidee zu verwerfen. g:-)

    Rhodocybe caelata: Prima Idee. :thumbup:
    Hätte ich eigentlich drauf kommen sollen. Der taucht ja um Mannheim rum an einigen Standorten immer wieder auf.



    LG, Pablo.

    Servus!


    "Bitter" ist ja nun kein Geruch, sondern ein Geschmack. :gzwinkern:
    Eventell kann man den "typischen" Austernseitlingsgeruch (also die Komponente "metallisch" die oft bei Pleurotus ostreatus s.str. auftritt) individuell als "bitter" interpretieren.


    Jedenfalls: Die Fruchtkörper sehen für mich schon sehr nach ganz normalen Austernseitlingen (Pleurotus ostreatus) aus. Die Haupterscheinungszeit der Fruchtkörper von PleurOst ist ja ungefähr vom 1. Januar bis 31. Dezember, damit liegt der Fund also durchaus im typischen Spektrum.
    Die recht dickfleischigen, quasi ungestielten Fruchtkörper mit doch recht dunkler Pigmentierung der Huthaut passen aus meiner Sicht nicht so gut zu Lungenseitlingen (Pleurotus pulmonarius), die eher dünnfleischig und +/- gestielt sind.



    LG; Pablo.

    Hallo, Jörg!


    In der Tat, ganz astreine und eindeutige Spitzmorcheln. :thumbup:
    Wetterprognosen leider weiterhin sehr, sehr schlecht, also heißt es vermutlich, warten bis zum nächsten Jahr, um noch eventuell anderes Gemörch dort auszumachen.



    LG, Pablo.

    Hallo, Stefan!


    Ein Auto habe ich gar nicht. Aber mit dem Rad ist der Schwetzinger Hardt von Mannheim aus schon erreichbar. Noch praktischer wär's mit rad und Öffis, aber die Bahnen versuche ich momentan zu meiden. Am Donnerstag bin ich vermutlich so ab Mittag mal dort, treffe mich allerdings mit meiner Schwester da... und da ist ja noch diese zwei-personen-Regel zu beachten, wobei das mit ausreichend Abstand ja auch kein Thema ist.

    Vorbehalt: Momentan leichtes Zwicken im Oberschenkel, was hoffentlich wieder abklingen wird.


    Wenn's in diesem Frühjahr nicht klappt: Sommer und Herbst kommen ja noch!
    Seit letztem Jahr ziehen mich auch die Kalkflecken im "kleinen Odenwald" magisch an, da gibt es so viel schönes buntes Zeugs zu entdecken (und immer auch was dabei für den kulinarischen genuß).



    LG, Pablo.

    Servus!


    Naja, der Ring sieht auch recht wenig komplex aus (also nicht ausgeprägt zweischichtig), was wieder für brunneum (s.str.?) sprechen würde.
    Aber ind er Tat: Ohne Ansicht der Knolle und ohne Farbe des Sporenpulvers im Abwurf wird's schon schwer.

    Ich finde die Hutschuppung jetzt gar nicht mal sooo typisch für brunneum (s.l.), die "brunneums", die ich hier ind er Gegend finde, haben meist nochmal gröbere Schuppen. Aber auch das variiert, und vermutlich gibt es da ja auch noch mehr als eine Art.



    LG; Pablo.

    Hallo, Stefan!


    Habe ich nicht auch ein Stückchen von deinem Inonotus - Fund?
    Ich weiß gar nicht, ob ich den schon angeguckt hatte, jedenfalls finde ich keine Doku davon in meinem Archiv. Kann ich allerdings noch mal machen, aber: Wenn Frank den schon bestimmt hat, wird's wohl so sein, wie er sagt. Und Toffel hat ja auch Mikroaufnahmen gemacht.



    LG; Pablo.

    Hallo, Marcel!


    Das sind wunderschöne Totholzansammlungen. Da tobt das Leben, und je genauer man hin sieht, desto mehr unterschiedliche Pilzarten kann man an solchen liegenden Rotbuchenstämmen beobachten.

    Bilder 2 & 3: Schmetterlingstrameten (Trametes versicolor). Wenn die an Substratunterseiten fruchtkörper bilden, dann sieht das so aus.

    Bild 6: FomPini (Rotrandiger Baumschwamm, Fomitopsis pinicola).

    Bild 10: FomFoms (Zunderschwämme, Fomes fomentarius).

    Die weiteren dicken Porlinge auf den anderen Bildern sind auch alle entweder FomFom oder FomPini, aber die sind rein optisch nicht immer ganz leicht zu untescheiden, vor allem wenn a) abgestorben (weil dann farblich ziemlcih identisch), oder b) mit weißem Sporenpulver eingestaubt (weil beide weißes Sporenpulver haben und dadurch Farben und Linien verdeckt werden).



    LG; Pablo.

    Hallo, Gela!


    Zumal ja auch an Kirsche (Prunus spec.): Irgendeine Form von Baumkrebs. Ist aber auch pilzlichen Ursprungs, wenn ich mich richtig erinnere: Das dürfte irgendeine Nectria s.l. (Pustelpilzchen) sein, die solche Wucherungen an Prunus verursacht.



    LG; Pablo.

    Ahoi!


    Das ist ja echt beachtlich... An einigen anderen Stellen, wo ich zuletzt mal in der näheren Umgebung geguckt habe: Nichts.

    Da muss ich wohl doch mal eine längere Radtour veranstalten, um ins richtige (ausreichend feuchte) Gebiet zu kommen.



    LG, Pablo.

    Hallo, Ulla!


    Den ganzen Oberrrhein entlang wächst FomFom überragend häufig an Pappeln. Rotbuchen und Birken sind in den Auwäldern und ehemaligen, degradierten Auwäldern halt selteen, da hat der sich eben voll auf die Pappeln fokussiert.
    Auch an Weiden, Ahörnern, Rosskastanien, Eichen, Linden, Hainbuchen und einigen anderen Laubhölzern taucht der immer wieder mal auf, dort aber eher sporadisch. Das massenhafte und flächendeckende Auftraten an Pappeln hier in der Gegend ist alelrdings bemerkenswert. Interessant wäre, ob das in anderen Stromtälern mit ähnlichem Vegetationsspektrum auch so ist. Also zB Donautal, Elbe etc...?



    LG; Pablo.

    Hallo, Jörg!


    Dann ist das vermutlich nur ein Gedankenartefakt bei mir, vielelicht durch die Perspektive oder so.
    Aber schau ruhig noch mal genauer hin bei Gelegenheit, vielleicht ist ja doch noch wass Interessanteres am Fundort - wenn auch nicht auf den Bildern.



    LG; Pablo.

    Hallo, Phillip!


    Zunderschwamm (Fomes fomentarius) sollte schon stimmen. Allerdings ein abgestorbener oder absterbender Fruchtkörper. Die orangenen Tropfen sind nicht physiologisch, FomFoms bilden im normalen Verlauf der fruchtkörperentwicklung keine Guttationstropfen. Das hier ist das Resultat irgendwelcher Zersetzungsvorgänge, zB durch Parasiten wie Bakterien oder andere Pilze oder Schleimpilze.



    LG; Pablo.

    MoinMoin!


    Auf den Bilder 4 & 5 im Startbeitrag: Ich kann mich täuschen, aber mit der Wuchsform hätte ich da als erstes an Käppchen gedacht (Morchella semilibera / gigas).
    Runzelverpeln (Verpa bohemica) denke ich da eher nicht, weil der Übergang vom Hut zum Stiel schon recht weit unten ist. Bei älteren und angetrockneten Käppchen deformiert sich auch immer wieder mal der Hut, die Ränder biegen sich hoch und die runter gezogene Krempe wird undeutlich.
    Gerade auf dem 4. Bild scheint aber schon der Hutrand deutlich runter geezogen zu sein, also der Übergang Stiel-Hut ein gutes Stück oberhalb des Hutrandes.



    LG; Pablo.