Beiträge von Beorn

    MoinMoin!


    Bei denen auf Bild 1 & 2 habe ich Zweifel, ob das nicht FomPinis sein könnten.
    Und danna uch auf den Bildern... ähm... irgendwo in der Mitte (hab' da gerade ein kleines Problem und finde die Bildnummern nicht), und dann ist da noch einer mit einem roten Rand, der aber durchaus auch ein FomFom sein könnte (der macht das ja auch gelegentlich so).



    Lg; Pablo.

    Hej.


    Wenn Röhren gelblich, so wie auf dem Bild in Beitrag #15 zu sehen, dann nix Gallenröhrling, sondern Steinpilz. Geschmack ist dannegal. Wenn bitter und Röhren gelblich, dann halt Steinpilz mit Geschmacksartefakt (durch was auch immer ausgelöst, zB der erwähnte Goldschimmel).



    LG; Pablo.

    Hallo, Thorben!


    Phlebia ochraceofulva ist für mich nach wie vor ein Phantom. Erst letztes Wochenende hatte ich aber auch eine Phlebia subochracea (mit ganz normal leuchtend gelbem Hymenium, warziger Oberfläche und dichter, phlebiaartiger Hyphenstruktur) mit teils leicht über 3µm breiten Sporen. Wenn auch vereinzelt, aber es kommt wohl durchaus vor.

    bis 3,9µm (also praktisch 4) ist schon sehr breit, das ist durchaus merkwürdig.
    Ich kann es momentan nciht erklären, solange ich nichts in der Hand hatte, was mir glaubhaft als Phlebia ochraceofulva vorgestellt wurde.



    LG; Pablo.

    Hallo, Stefan otr* !

    Toller Beirag, und macht auch richtig Spaß zu lesen. Selbst wenn man selbst eher nicht so der Pflanzen und Pilzaufpflanzen - Jäger ist.


    Insofern wünsche ich guten Beinwell für die weiteren Abschnitte der Tour.


    *) = on the roll



    LG, Pablo.

    Hallo, Björn!


    Die Nummer 4 ist FomFom, nicht FomPini.
    Die Guttationstropfen sind irritierend, aber das kommt bei Fomes fomentarius (Zunderschwamm) eben auch vor. Meiner Ansicht nach immer dann, wenn junge Fruchtkörper irgendwie nicht ganz in Ordnung sind, also vermutlich ein Befall durch Bakterien, andere Pilze oder Tierchen.




    LG, Pablo.

    Servus!


    So eine schöne Landschaft - und sicherlich ein bemerkenswertes und wichtiges - weil artenreiches Biotop.
    Gerade in soclhen Zeiten (wiederholte Dürrejahre) müsste man das in der Tat vielmehr schützen als zusätzlich austrocknen.
    Aber wir wissen ja leider, wie es läuft...

    Nennt sich Monetosmose, also daß das Wasser dahin läuft, wo das meiste Geld damit zu verdienen ist. :(



    LG, Pablo.

    Hallo, Pfifferlein!


    Das sind auch einfach schöne und vielgestaltige Pilze!

    Ich habe einen leisen Verdacht, daß da auch noch ein oder zwei Rotrandige (Fomitopsis pinicola) reingerutscht sind. Die können sich extrem ähnlich sehen, wenn FomPini nicht zufällig gerade in einer aktiven Wachstumsphase ist - also mit rotem, gelbem oder rosanem Rand. Den hat er ja nur während des Fruchtkörperwachstums, den Rest vom Jahr, wenn der Fruchtkörper gerade nicht wächst, gibt's auch keine bunten Farben bei dem.



    LG; pablo.

    Hallo, Tomas!


    Hast du von den "braunen" Fruchtkörpern ein Bild gemacht? Das hätte die Frage vielelicht schon klären können.
    Weil Lungenseitlinge werden eher gelb bis ockerlich beim vergehen. Stummelfüßchen durchaus braun, weil sie sich beim Vergehen auch ordentlich mit ihrem Sporenstaub einpudern.


    Was die Susbtratvorlieben betrifft: ich habe (echte, also wo ich mir sicher war) Lungenseitlinge bisher nur an Rotbuchen gefunden. Theoretisch sind aber immer auch Austernseitlinge mögilch, wenn man Lungenseitlinge vermutet, und der geht definitiv an alles, was irgendwie aus Holz besteht. Lungenseitlinge können lt. Lit auch mal an Nadelholz - ausschließen würde ich das nicht.
    Ohrförmige Seitlinge: Auch da würde ich theoretisch nicht ausschließen, daß die mal fremd gehen können - es ist mir aber nicht bekannt, daß sowas in europa jemals dokumentiert wurde. Und auch da würde ich dann einen stark zersetzten Substratzustand erwarten.



    LG; Pablo.

    Servus!


    Ich würde den mandax auch eher nicht mit einem "typischen" Flocki vergleichen wollen: Nach meiner Erfahrung wirkt das Dingens vor allem im Habitus eher wie eine Glatthexe (Suillellus queletii) als wie eine Netzhexe oder ein Flocki. Es hat aber durchaus ein paar Anlehnungen auch an Netzhexe und Flocki, aber im Erscheinungsbild insgesamt drängt sich eigentlich der queletii - vergleich als erstes auf.


    Das oben im Startbeitrag ist schon viel eher eine Netzhexe (Suillellus luridus) und keine Kurznexe (Suillellus mendax). g:-)



    LG; Pablo.

    Hallo, Jürgen!


    D'oh! :gomg:

    Man sieht halt gerne, was man sehen will. Oder sieht nicht, was nicht sein soll. So in meinem Fall der gestreifte Hintergrund.
    Also definitiv ein Artefakt.
    Wobei ich hätte schwören können, daß diese Streifen nicht immer gerade waren, sondern gekrümmt - ist aber im Rahmen des Artefakts, denke ich.
    Also wieder zurück zum Ausgangspunkt: Beobachten, sammeln, herbarisieren. :thumbup:



    LG; Pablo.

    Hallo, Jürgen!


    meine Empfehlung wäre: Lass' doch mal reife Sporen der ersten drei Kollektionen rastern. Würde mich interessieren!

    Ich fürchte, ich habe die nicht herbarisiert... :(
    Ein kleines Hortiboleten - Exsikat bin ich seit zwei Jahren am aufbauen (wegen den komischen bubalinus - Kollektionen mit kurzen Sporen), das wollte ich bei Gelegenheit auch auf Xerocomellus ausweiten.
    In der Tat ärgert mich das jetzt im nachhinein, denn eben durch deine Erklärung kamen mir schon Zweifel an diesen Kollektionen.
    Beobachten werde ich das auf jeden Fall, und eventuell auch mal ein Päckchen sequenzieren lassen.


    Mit etwas Glück sieht man die Streifen bei pruinatus sogar schon im Lichtmikroskop. Zumindest bei einzelnen Sporen aus Abwürfen von einigermaßen reifen Fruchtkörpern.
    Das fotografisch abzubilden ist mit meiner Ausstattung aber nahezu unmöglich.
    Bei Kollektion 1 oben habe ich mal eine Sporen aus dem Bild rausvergrößert:

    Gemeint ist freilich die obere Spore, da lässt es sich immerhin erahnen. Durchs Okular mit Durchfokussieren etc. geht es noch etwas besser, da findet man bei gut reifen Abwürfen schon hin und wieder ein paar erkennbar gestreifte Sporen.


    Aber versprochen: Ich werde sammeln, was sich an ordendtlich beurteilbaren Kollektionen findet. erstmal braucht's aber regen, fürchte ich.



    LG; Pablo.

    Bon Soir!


    Ich würde die mal absporen lassen bei der angeführten Größe. Da könnte man eine bräunliche Überraschung erleben. :gzwinkern:
    sicher ist das allerdings auch nicht, wäre also eine Sache, die definitiv zu überprüfen wäre.
    Theoretisch könnten das sowohl Stummelfüßchen (Crepidotus sp.), als auch Lungenseitlinge (Pleurotus pulmonarius) als auch Ohrförmige (Pleurocybella porrigens) sein.
    Ohrförmige Seitlinge an Kiefer (ja, das ist zweifelsfrei Kiefernrinde) wären aber auch extrem ungewöhnlich, noch sehr viel ungewöhnlicher wäre für den aber das Wachstum an so wenig zersetztem Holz. Pleurocybella bildet normalerweise erst an total verrottetem, vermorschtem Holz Fruchtkörper, so ab Ende der Optimalphase.
    Die Fruchtkörper hier müsste man aber wirklich in der Hand haben, um da was Soliides zu sagen zu können.



    LG; Pablo.

    Hallo, zusammen!


    Ich vestehe zwar nicht viel von Trichterlingen, aber: Clitocybe sinopica gehört in die Gruppe mit trockenem, feinschuppigem Hut. Die dritte Kollektion oben gehört da nicht hinein, die Huthaaut ist da glatt und zeigt nur eine +/- eingewachsene Bereifung.



    LG; Pablo.

    Hall, Sebastian!


    Bei vielen Pilzen stehen die Basidien in einem dichten Spalier, und gerade im Exsikat kleben die auch noch zusammen und sind entsprechend schwer darzustellen.
    Effektiv ist dann KOH (3% - 5%) zum Einweichen vorm Mikroskopieren von Trockenmaterial (Präparat eine bis 5 Minuten in Kalilauge baden: Wenn du anschließend noch anfärben willst, das eingeweichte Präparat am besten nochmal mit Wasser durchspülen. BWB und KOH vertragen sich nicht (färbt nicht), Kongo SDS und KOH ebenfalls nicht (kristalliert total aus). Man kann von Anfang an Kongo NH3 nehmen (in Lauge gelöstes Kongorot) oder Phloxin (kann man in Wasser wie in KOH gleichermaßen lösen).
    Auch beim Frischmaterial ist KOH 3% ein prima Mikromedium (bei Basidiomyceten), weil es eben allerhand Klebkram und Kristallschmodder löst und der Kontrast oft besser ist.

    Präparate in KOH lassen sich meistens auch besser quetschen, weil die Zellstrukturen schon etwas voneinander gelöst sind. IN Wasser quetscht man oft die Strukturen total kaputt, in KOH flutschen die Zellen oft ganz einfach und anstandslos auseinander, so daß man kaum Druck braucht, die einzelnen Zellen weitgehend da bleiben, wo sie hingehören (nur eben etwas auseinandergedriftet). Möglichst dünne Präparate sind aber immer von Vorteil; meine haben meistens (vor Quetschen) eine Dicke von unter 0,1mm.



    LG, Pablo.

    Hallo, Wollipilz!


    Auf das Lineal kam's mir eigentlich gar nicht an, nur um ein Vergleichsbild, wie idealerweise ein Röhrlingsschnitt aussehen sollte. Obwohl das auch praktisch ist, weil man die Fruchtkörper dann nach Bild gleich größentechnisch einordnen kann (und muss es nicht im Text dazu schreiben). Standortbilder sind immer gut, weil man erstens was von der Wuchsweise, Untergrund, Ökologie usw. sehen kann, zweitens wenn man größere, schöne Kollektionen hat und damit ein möglichst großes merkmalsspektrum abbilden kann, ohne alle Fruchtkörper mitnehmen zu müssen.
    Einzelfruchtkörper berücksichtige ich inzwischen von den meisten Pilzen gar nicht mehr, auch weil das in vielen Gattungen nur zu Bestimmungsfrust führt. Gerade bei Filzröhrlingen, Raustielröhrlingen, Schleierlingen, Ritterlingen und vielen weiteren braucht man eigentlich zur Bestimmung immer Kollektionen aus mehreren Fruchtkörpern (idealerweise jung und alt). Die dürfen generell also auch stehen bleiben, auf Bestimmungsversuche verzichte ich dann lieber.



    LG, Pablo.

    Hallo, Jürgen!


    Ist das denn so variabel mit dem rötlichen Stielfleisch?
    Wobei es mir eigentlich unmittelbar einleuchten würde, wenn das erst ab einem gewissen Entwicklungsstadium der Fruchtkörper deutlich wird.
    Die Hutoberflächen sind allerdings wirklich untypisch, so gar nicht knubbelig, und zumindest bei einer Kollektion das Fleisch ganz unten in der Stialbasis ja eben nicht gelblich, sondern mehr olivgelbbräunlich...
    OK, ich muss da in Zukunft noch kritischer hingucken. Gut möglich, daß ich da schon einige chrysenteron - Kollektionen falsch eingeschätzt habe.

    Diese "Sommerkollektionen" dürfte es allerdings durchaus geben - und die sehen meiner Ansicht nach schon auch manchmal etwas komisch aus, mit aufreißender (aber dennoch knubbelig-warziger) Huthaut und oft auffallend rot beflocktem Stiel.
    Jetzt nicht eschrecken, bisher habe ich es noch mit keiner Kamera geschafft, die Gelbtöne im Fleisch richtig wieder zu geben (hapert auch bei etlichen anderen Pilzen von Hypholoma bis Cortinarius).

    23.06:



    20.07:


    01.08.


    ...bei allen Kollektionen sähe das Fleisch in einer "Studioaufnahme" farblich eher so wie hier aus (Fund vom 21.05.):


    Also... Das werd' ich mal mehr beobachten. :thumbup:



    LG, Pablo.

    Hallo; Sebastian!


    Siehe Beitrag #7.
    Insbesondere bei solchen selten (!) dokumentierten Arten ist oft nicht bekannt, was die so alles können und in welcher Bandbreite.
    Bei Zeugs. das ich mir häufiger angucke, also Rindenpilze, Porlinge und so, kommt das durchaus hin und wieder vor, daß sich Inkrustierungsverhalten von Zystiden und / oder Hyphen als variabler herausstellt, als in der Literatur angegeben. Das ist hier auch denkbar - wenn alles andere zur Artbeschreibung passt, muss man sich deswegen keine garuen Haare wachsen lassen. Oder noch zwei / drei Kollektionen finden, wo's auch so ist, sequenzieren und ggfs. eine neue Art draus backen.



    LG, Pablo.

    Hallo, Tarik!


    Das ist durchaus möglich, die gerippten Hutränder weisen auch in die Richtung. Du kannst mal gucken, ob du einen Sporenabwurf bekommst. Der sollte weißlich sein, und wenn du einen tropfen Melzer drauf gibst, dürfte das Sporenpulver blau / graublau werden.
    Ist bei Leucopaxillus giganteus oft schächer ausgeprägt als bei anderen Arten der Gattung, aber normalerweise doch gut makroskopisch erkennbar (unten links):



    Andere ähnliche Arten aus den Gattungen Clitocybe s.str., Infundibulicybe, Lepista usw. hätten inamyloides Sporenpulver (= nix blau in Melzer).



    LG, Pablo.

    Hallo, Sebastian!


    Wenn's denn Sporen sind und keine Kristalle / Inkrustierungen (bin da noch nicht restlos überzeugt):
    Nein, Zystiden können keine Sporen bilden. Das geht hier nur an den Basidien. Aber je nach dem, wie die Oberfläche von Zystiden beschaffen ist, können sich da durchaus die von den Bassidien abfallenden Sporen in Clustern dran festkleben. Das passiert bei vielen Pilzen, ist nichts Ungewöhnliches.



    LG; Pablo.

    Tach, Craterelle & Malone!


    Nach meienr Vorstellung wäre das aber ein ganz und gar typischer Rauer Wulstling (Amanita franchetii).
    Seltenheit schützt vor Funden nicht, und mit der Velumausprägung und Farbe kann's eigentlich nirgendwo sonst hin gehören.
    Amanita regalis (Königsfliege) passt vom Fundort noch weniger, hat keinen gerieften Ring, eine anderen Velumstruktur vor allem an der Stielbasis und ein Schnittbild könnte noch helfen, weil regalis ebenso wie Amanita muscaria das gelblich durchfärbte Fleisch unter der Huthaut hat.

    PS.: Die Esche ist nicht der Mykorrhizapartner dieses Pilzes.


    Tomas, dein Fund ist ein Grauer Wulstling (Amanita excelsa var. spissa).



    LG; Pablo.

    Moin!

    Mit solch einer Hutfarbe habe ich den noch nie gesehen

    Ich auch nicht.
    Jedenfalls nicht so extrem Goldröhrlings - Gelb.
    Recht hell gefärbte kommen immer wieder vor, mit so gelblichen Hutfarben ginge das hier immerhin in die Richtung:


    ...und die tatsächlichen Variationsbreiten sind eben immer größer, als man sie selbst schon beobachtet hat. :gzwinkern:


    Ein Tip noch an Wollipilz:
    Schnittbilder sind für Bestimmungen von Röhrlingen Basisvoraussetzung.
    Schnittbilder sehen aber so aus (hier am Beispiel von Suillellus mendax):


    Also längs. Vom Hutscheitel bis ganz runter durch den aller- alleruntersten Zipfel der Stielbasis hindurch.



    LG, Pablo.

    Hallo, Sebastian!


    Du hast recht: Gute morphologische Dokumentationen zu solchen "clavarioiden" Pilzen sind enttäuschend selten. Nicht nur im Netz, sondern auch in spezifischer Fachliteratur scheint es zu wenige ordentliche Abbildungen zu geben.
    Deine Bestimmung ist meiner Ansicht nach richtig, und der "Blumenkohl" sieht für mich aus wie Inkrustierungen auf den Zystiden. Das braucht dich nicht zu irritieren, wenn alles andere (Zystidenformen, Schnallenverhältnisse, Hyphenstruktur, Sporen) passt. Bei vielen Arten sind Zystiden gelegentlich inkrustiert, die Inkrustierungen können sich zB auch mal in KOH auflösen, und werden dann nicht beobachtet, wenn Mykologen aus dem Exsikat mikroskopieren und darum in KOH einweichen.
    Manchmal sind Zystiden (und Hyphen) auch einfach stoffwechselbedingt bei einzelnen Kollektionen einer Art ausgeprägt - oder nicht.



    LG, Pablo.