Beiträge von Beorn

    MoinMoin!


    Würde ich auch so sehen (Riesenporling). :thumbup:
    An den verletzten Stellen bzw. an dem abgemachten Hutstück dürften die Bruchflächen nach einer Weile (5-10 min.) dann erst dunkelbraun und schließlich schwarz geworden sein.



    LG; Pablo.

    Salut!


    Suillellus denke ich auch - erstens wegen Hutoberfläche und Hutfärbung, zudem aber auch wegen der stark weinrot fleckenden Stielrinde, zur Stielbasis hin sogar zusammenhängend weinrot. Tendenziell wäre meine Vermutung aber eher luridus (Netzhexe) als mendax (Kurznetziger HR), weil die Hutfarben schon recht hell und ockergelb sind (bei mendax meistens trüber, mit mehr rot- oliv- und brauntönen), und der Habitus etwass zu klobig wirkt - beides aber sind ja variable Merkmale, insofern müsste man schon noch genauer gucken.



    LG; Palo.

    Hallo, Stefan!


    Also - daß das Zurechtfinden für Sachsen im bayrischen Ausland schwierig sein kann, überrascht mich nicht.
    Daß man sich aber nachher dennoch immer gut zusammenfindet und Spaß hat, überrascht mich auch nicht.
    Daß man unbedingt Bayern - Fan sein muss... Nunja, der 1.FCN ist ja mehr was für Franken, aber wass ist mit Augsburg oder 1860 (hoffentlich bekomme ich jetzt nicht eins über die Rübe).
    Daß Bayern und Sachsen zusammen die famosesten Pilze finden - auch keine Überraschung.


    ABER TOFFEL MIT VOLLBART ?!?

    Da hätt's mir fast das Blech weg gehauen. Schaut aber gut aus. :)



    LG; Pablo.

    Salve, Fabio!


    Ah, jetzt kapier ich es. Also alles in Ordnung - dennoch, ein kurzes "Ciao" wird immer gerne gelesen.
    Wenn es für dich leichter ist, kannst du auch gerne auf italienisch schreiben - irgendwer wird's schon übersetzen.

    Ich kann selbst nur ein paar Brocken, verstehe aber das Meiste beim Lesen.



    LG; Pablo.

    Hallo, Leute!


    Musik war und ist schon immer oft politisch gewesen. Andererseits habe ich selbst erhebliche Zweifel, ob solche "Demonstrationen" wie am WE in Berlin politisch sind - oder viel mehr genau das Gegenteil.

    Liebe Leut, lasst doch die Politik - oder was auch immer ihr dafür halten mögt - aus den Kommentaren raus. Dem Forum bringt's nix und uns als Gesellschaft erst recht nicht weiter, wenn wir uns (egal wie subtil) mit dem Gedöns hier auch noch um Sinn und Verstand schreiben.
    Eine gesellschaftskritische, politische meinung darf jede/r von uns haben. So wie auch viele Künstler, die hier im Soundtrack ihre Auftritte hatten.
    Aber dann lasst bitte Kunst und Musik für sich sprechen, die Interpretation dem Hörer selbst überlassen. Was übrigens auch den Rahmen eines Videos betrifft - denn auch das kann schon einen Kontext verändern. :gzwinkern:


    Hannes Wader - Frau Klotzke - YouTube



    LG, Pablo.

    Hallo, Beli!


    Könnte das nicht auch Lactarius acerrimus (Queraderiger Milchling) sein? Mich erinnert das jedenfalls an ältere Exemplare dieser Art, die dann auch oft keinen Milchfluss mehr zeigen.


    Von dem Wasser würde ich euch sehr gerne etwas abnehmen!
    In Bayern ist es ja viel zu viel gerade, in anderen gegenden fehlt es an allen Ecken und Enden.
    Aber: Es wird ja bald aufhören zu regnen. Es wird warm werden - und die Pilze am Alpenrand dürften dann eigentlich aus dem Boden schießen wie nur was.



    LG; Pablo.

    Hallo, Shawn!


    Zwei kleine Ergänzungen zu Hans Beitrag hätte ich noch: Maronenröhrlinge (Imleria badia) können auch mit Rotbuchen, Eichen und Esskastanien Mykorrhiza bilden. Am liebsten mögen sie aber tatsächlich Fichten, und in den Kiefernwäldern bei mir in der Gegend sind sie auch überall da reichlich zu finden, wo die Böden sauer genug sind.

    In diesen Kiefernwäldern auf Sandböden (was ja bei dir die Hauptwälder sind) ist die Bodenfeuchtigkeit oft ein Problem.
    In meiner Ecke finde ich Maronen nur dann, wenn es ausreichend geregnet hat. Am meisten vom September bis in den November hinein - eben je nach Feuchtigkeitsversorgung. bei geeigneter Witterung aber auch schon ab Mai voreilend.


    Was das Einfrieren oder Trocknen betrifft: Auch da ist dann bei der Zubereitung auf ausreichende Garzeit zu achten, weil Maronen roh = giftig.



    LG; Pablo.

    Hallo, Björn!


    Doch, doch. :thumbup:
    Aber der hier, mit den weißen Füßchen und den schwarzen Köpfen, das sieht schon sehr elegant aus. So einen habe ich wohl bisher noch nicht gesehen.



    LG; Pablo.

    Hallo, Beli!


    Drei Daumen hoch: :thumbup::thumbup::thumbup:


    >Auriporiua aurulenta< ist mir in meiner gegend auch schon an Rotbuche begegnet. Eventuell erweitert die Art gerade ihr Spektrum, wie so ein paar andere Arten ja auch, die zuvor relativ spezialisiert auf Nadelholz in bestimmten Habitaten waren, aber nach und nach auch andere Substrate annehmen (vgl. zB Galerina marginata s.l. oder auch Phlebia centrifuga).

    Ich habe mich schon mal gefragt, ob das auch an den Aufforstungen mit Nadelbäumen (insbesondere Fichte) in Gebieten zu tun hat, wo diese Baumarten ursprünglich nicht vorkamen. Mit den Anpflanzungen kamen die entsprechenden Zersetzer, nun aber verschwinden diese Nadelbäume langsam an den "neuen" Standorten, also müssen sich die Pilze was einfallen lassen - zB Buchentotholz besiedeln.


    Der >Sklerotienporling< ist aber auch wirklich verzwickt in diesem Fall, weil die Poren ja bis zur Basis am Stiel herablaufen. Das Verhalten ist in der Tat eher für >Wabenporlinge< typisch. Hier verraten ihn jedoch die Hutschuppen mit ihren zugespitzten und aufgerichteten Enden. Das kann der Wabenporling nicht.



    LG; Pablo.

    Hallo, gena!


    Der abwischbare, bräunliche Flaum auf den Fruchtkörpern ist das Sporenpulver.
    Tolle Dokumentation, und klar, ich würde mich auch freuen, wenn du an den Fruchtkörpern dran bleibst, und bei Gelegenheit nachguckst, wie sie sich weiter entwickeln.



    LG; Pablo.

    Hallo, Michael!


    Es ist ja auch einer - zumindest nach morphologischen Gesichtspunkten.
    Daß die Art nach wissenschaftlicher Systematik ein "Porling" (Fam. Polyporaceae) ist, kann man sich zwar im Hinterkopf behalten, aber mit rein morphologischen Schlüsseln landet man dann schnell auf Glatteis. In die Gattung "Lentinus" sind inzwischen auch einige Vertreter mit poroidem Hymenophor, die zuvor bei "Polyporus s.l." geführt wurden, integriert.
    In diesem Fall ist es besser, mit der älteren "Systematik" (Lentinus / Sägeblättlinge als Blätterpilze /Lamellenpilze im weiteren Sinne) und älteren Schlüsseln zu arbeiten, sonst kommt man nur schwer zum Ziel.



    LG; Pablo.

    Salut!


    Dem schließe ich mich an, und würde das ebenfalls einen Getigerten Sägeblättling (Lentinus tigrinus) nennen.

    Der Hauptschub an fruchtkörpern kommt in meiner Region etwas früher im Jahr (Ende April - Anfang Juni), aber auch hier gibt es immer wieder Nachzügler bis in den August / September hinein, und bei weitem nicht nur am nass liegenden, temporär überschwämmten Totholz in Auwäldern, sondern auch in anderen Habitaten, sgar an vergrabenem Holz an Straßenrändern, in Gärten usw.



    LG; Pablo.

    MoinMoin!


    Natürlich kann man das - Aufspaltung hin oder her - einfach als Artengruppe zusammenfassen, und dann den hier als "Kornblumenröhrling im weiteren Sinne" (Gyroporus cyanescens s.l.) verstehen.
    Finde ich völlig in Ordnung, zumal die Trennung der einzelnen Arten anhand von morphologischen Merkmalen reichlich vage ist, und offenbar nicht immer zuverlässig.
    Das hier dürfte dann eine der Arten ohne Ringzone sein, wer's genauer wissen (oder sich gerne ein wenig verwirren) mag, möge zB >hier einen Blick reinwerfen<.



    LG, Pablo.

    Servus!


    Wenn mit "rötlicher strich" die Bataille - Linie gemeint ist: Die gibt's eigentlich bei allen drei Suillellus - Arten, also auch der Glattstielige (Suillellus queletii) sollte sie haben können (muss nicht, kann ja bei den beiden von Jörg benannten anderen auch fehlen).



    LG, Pablo.

    Hallo; Daniela!


    Das wäre schön, wenn Sequenzierungen tatsächlich so "zweifelsfrei" wären.
    Aber eine passende ITS macht aus einem Pilz nicht einen anderen Pilz, wenn ansonsten nichts zusammen passt, also morphologisch völlig andere Fruchtkörper gebildet werden.
    Den Boletus - Artikel kenne ich nicht, aber mal so ausgedrückt: Wenn bei Thorbens Fund eine zu Gymnopilus penetrans passende ITS - Sequenz heraus käme, dann wäre das ein Artefakt (gibt ungefähr 1001 Gründe, wie es zu solchen Artefakten kommt, meistens verunreinigte Proben mit eben anderer DNA dabei, die sich leichter vervielfältigen lässt).
    Nicht nur (weil der eigentlich in jeder Hinsicht anders aussieht als G. penetrans) aber auch wegen den Sporen. Die von G. penetrans sind halt warzig, sobald reif, und das ist mit recht hoher Sicherheit auch genetisch fixiert. Wenn dem nicht so, dann Pilz nicht G. penetrans, egal was die ITS dazu sagt (s.o.). :gzwinkern:


    Also auch hinsichtlich der Genetik: Immer kritisch bleiben!



    LG; Pablo.

    Ahoi!


    So wirklich schlüssig kommt mir bisher noch keine der Ideen vor. Lyophyllum connatum (Clitocybe connata) kenne ich schon deutlich anders, auch wuchtiger im Habitus und eine Rhodocollybia würde ich sogar ausschließen - auch das sind ja eher große, kräftige Pilze, oft mit sehr gedrängt stehenden Lamellen.
    Der Hinweis zu Albinos von Gymnopilus penetrans ist schon interessant - wusste ich noch gar nicht, daß sowas beschrieben ist. Habituell haben die mit gymnopilus penetrans aber eher wenig zu tun, finde ich, und die Sporen dürften dann bei einem Albino zwar hyalin sein, müssten aber ebenso warzig wie bei G. penetrans ausfallen.

    Ich bin jedenfalls weiterhin gespannt, was da raus kommen könnte.



    LG, Pablo.

    Hallo, Philipp!


    Ich habe ja keine Ahnung vom Wissensstand, theoretisch kann man alles mit allem verwechseln.
    Die ähnlichsten Arten, die mit dem Aussehen in Frage kommen, wären wohl Netzstieliger Hexenröhrling (Suillellus luridus) und Kurznetziger Hexenröhrling (Suillellus mendax).
    Beide Arten sind zwar generell mit den gleichen Einschränkungen wie Flockis essbar (Garzeit!), aber individuelle Unverträglichkeiten sind da durchaus dokumentiert. Man weiß zwar nicht, warum das bei manchen menschen so ist, aber zumindest Suillellus luridus kann - bisweilen nur in Kombination mit Alkohol - zu massiven Beschwerden führen.
    Vergleichbar mit Hallimasch, den einfach etliche Menschen nicht vertragen. Kann man ausprobieren, mit kleinen Mengen erstmal, sollte man aber wissen, daß es unter Umständen auch unangenehm wird.



    LG, Pablo.

    Salve!


    Ich bin leider zudem immer noch so skeptisch, wenn ich von "Moore wiederherstellen" lese.
    Morre sind extrem komplexe Ökosysteme, mit einer ganz spezifischen Artenvielfalt und Artenvernetzung.
    Was kaputt ist, ist kaputt. Das ist nicht mal so eben "wiederherstellbar", denn dahinter stecken hochkomplexe Evolutionsprozesse über hunderte, manchmal tausende von Jahren.
    Umso wichtiger müsste es eigentlich sein, das Wenige, was bisher noch erhalten ist, umso rigoroser zu schützen.
    Und das meint jetzt nicht, daß man alle Touristen aussperrt (erst recht nicht die einheimischen Pilzsammler und Jäger etc.), sondern daß die Biotope davor grschützt sind, was sie wirklich nachhaltig zerstört - und das ist nun mal die kommerzielle Nutzung im Zusammenhang mit Wasserversorgung, Holzwirtschaft, und sonstigen bauvorhaben, die eine Bodentrockenlegung / Entwässerung erfordern.

    Ist leider tatsächlich so, daß man da gegen Windmühlen kämpft. Was aber kein Grund sein sollte, den Kampf einfach einzustellen.



    LG; Pablo.