Beiträge von Beorn

    Hallo, Thomas!


    nachdem die in einem anderen Thema (warst doch du, oder?) noch so einen ganz Ähnlichen gezeigt hast, der doch schon eher an squarrulosum erinnert...

    Dem fehlten auch die grauschwarzen Flocken am Stiel. Das war der Punkt, der mich am meisten irritiert hatte. Allerdings hatte ich squarrulosum auch erst ein Mal in der Hand, und das sah dann so aus:


    Schon krass, der Stiel, oder?
    Muss aber nicht so sein, denke ich. Man sollte nicht von einem Fruchtkörper versuchen, die komplette Variationsbreite einer Art abzuleiten.
    Weil eine vernünftige Alternative hätte ich nicht im Angebot, und auffallend sind ja (neben dem Geruch) auch die stark wolligen Hutränder, die dein Pilz ja eben auch hat, sowie die komische, dunkle Hutschuppung.



    LG; Pablo.

    Servus!


    Beitrag wurde wieder hergestellt. :thumbup:
    Rein von der Optik her hätte ich beim eingangs gezeigten Fund übrigens auch an eine Krause (Sparassis crispa) gedacht - die Beschreibung von Konsistenz und Haptik allerdings überzeugt. So eine blasse Phaeotremella hatte ich zwar selbst noch nicht, aber die Änlichkeit ist schon überzeugend.



    LG; Pablo.

    Hallo, Wastl!


    Daß das nun nicht durcheinander geht: Selbstverständlich halte ich deinen Fund auch für Tricholomopsis decora (Olivgelber Holzritterling).
    Was ich sagen wollte: Tricholomopsis sind keine Ritterlinge. Ebensowenig, wie der Mai"ritterling" (Calocybe gambosa) ein Ritterling ist. Bei der systematischen Einordnung spielen schon noch andere Sachen als nur das Aussehen eine Rolle - zumindest im Jahr 2020. :gzwinkern:

    Wo man den Unterschied schon erkennen kann (zwischen Ritterlingen und Holzritterlingen): Alle Arten der Gattung Tricholoma sind Mykorrhizapilze, alle Arten der Gattung tricholomopsis Holzzersetzer. Nix Symbiose mit Bäumen. Haptik und Konsistenz sind etwas anders, neben der Wuchsweise, vielleicht hilft das ja noch ein wenig.



    LG; Pablo.

    BonJour!

    Ich würd mich auch über aussagekräftige Trennmerkmale von L. vulpinus und L. castoreus freuen. Ich kann die selbst nicht auseinanderhalten.

    Oh ja, ich auch.
    Ich kann auch ursinus nicht immer sauber abgrenzen, wenn man mal davon ausgeht, daß Geschmack und Substrat irrelevant sind (müssen sie sein, weil sonst wäre Fruchtkörperform und Farbe des Filzes irrelevant).
    Hat vulpinus nicht glatte Skeletthyphen und die beiden anderen Skeletthyphen mit Beulen (amyloid aber bei allen)?



    Lg; Pablo.

    MoinMoin!


    Also doch. :thumbup:
    Cortinarius infractus geht ja aber zum Glück noch, vibratilis ist so richtig brutal (zumindest die Kollektionen aus basischen laubwäldern bei Rotbuchen).



    LG; Pablo.

    MoinMoin!


    Selbst Crepidotus cesatii (mit abstand die häufigste Art mit dem Aussehen) kann an krautigem Substrat wachsen.
    Pilz 1 könnte auch ein Scheinhelmling (Hemimycena) sein.
    bei Pilz 3 stand nicht zufällig ein Weißdorn in der unmittelbaren Nähe?
    Pilz 6 ist halt schon stark verwittert, ein Saftling ist es allerdings nicht. Schwierig auch zu sagen, ob das Sporenpulver tatsächlich hell ist. Die Flecken könnten auch von woanders her kommen.



    LG; Pablo.

    Hi!


    Da danke ich das Gleiche wie Beli. Die wuchsen doch sicher an Holz, oder wenn auf dem Erdboden, dann mehr oder weniger büschelig aus einer Wurzel?
    Eventuell sind's auch zwei verschiedene Arten, aber ich denke fast, daß das alles Omphalotus ist.



    LG; Pablo.

    Salve!


    Auch hier: Famose Aunahme. :thumbup:

    Und klar ist das Postia caesia, geschlitzte bis zähnchenartig aufgespaltene Poren sind bei der Art ganz normal.



    Lg; pablo.

    Tach!


    Tricholoma arvenense hatte ich noch nie in der Hand, und umso schwerer fällt es, da die Variationsbreiten einzuschätzen.
    Aber gut zu wissen, daß der (im weiteren Sinne) auch so ausfallen kann. :thumbup:



    LG; Pablo.

    Hallo, Werner!


    Recht hast du. :thumbup:
    Die Stielnatterung ist bei Pilz 3 ja gut zu sehen. Da war ich wohl gedanklich verrutscht und schon bei den Safranschirmlingen unter 4).



    LG; Pablo.

    Hallo, Stubbe!


    Die Lamellenfarbe sieht man ja gut auf den Fotos. Die Farbe des Sporenpulvers ist aber was anderes als die Lamellenfarbe (kann auch sehr unterschiedlich sein). Und die sieht man da nicht, die kann man auch oft gar nicht aus der Lamellenfarbe ableiten: Darum macht man bei unklarer Lage einfach rasch einen Sporenabwurf (Hut mit Lamellen nach unten auf Glasplättchen, paar Stunden später nochmal gucken). Wenn Sporenpulver = Schokobraun, dann Wärest du bei Champis richtig, und dann beginnt das Hauptproblem: In der Gattung (Agaricus) eine Art zu bestimmen. Das ist nämlich auch wieder alles andere als einfach. In Europa gibt es so um die 80 bis 100 Champi - Arten, etliche davon übrigens giftig - wobei das Beruhigende in dem Zusammenhang: Eigentlich sind die alle giftig. Wegen dem Agaritin, was in der Menge nicht besonders gesund sein dürfte, und weil alle Champis (manche Arten mehr, manche nicht ganz so extrem) intensiv Schwermetalle (Cadmium) in ihren Fruchtkörpern anreichern.



    LG, Pablo.

    Ahoi!


    Nein, Xerocomus ferrugineus (Brauner Filzröhrling) ist hier ausgeschlossen, denn der hat nie so durchgehend gelbes Fleisch. Grundsätzlich hat der absolut gar kein gelbes Fleisch.
    Das ist meiner Ansicht nach gar kein Xerocomus (Ziegenlippenverwandschaft), sondern ein Rotfuß (Xerocomellus) oder ein Gartenröhrling (Hortiboletus). Einzelexemplare von Filzröhrlingen, zumal wenn fruchtkörper schon älter und einigermaßen verwittert wie hier, sind in den meisten Fällen unbestimmbar. Tendeziell wäre das hier für mich ein Bereifter Rotfuß (Xerocomellus pruinatus), aber eben mit hoher Unsicherheit, weil Einzelfruchtkörper und icht mehr im besten Zustand.



    LG; Pablo.

    Servus!


    Man kann mal noch and er Stielrinde kratzen, ob's direkt darunter gelblich ist. Bei nassem Wetter kann Tricholoma fulvum s.l. (Gelbblättriger Ritterling, bei Birke und / oder Fichte) schon ganz schön ähnlich sein.



    LG; Pablo.

    Hi.


    "Rotfußröhrling" ist ja auch nur ein Gattungsname (Xerocomellus). Die Namen von Pilzen haben grundsätzlich nichts mit ihren Merkmalen zu tun, manchmal wird von den Beschreibern eine Anlehung an irgendeine optische oder ökologsiche Eigenschaft verwendet, aber das darf man nie mit einer Beschreibung verwechseln.
    Recht gängiges Beispiel: Warum heißt der Fichtensteinpilz Fichtensteinpilz? Natürlich weil er Mykorrhiza mit Rotbuchen (und so ziemlich allen anderen Laub- und Nadelbäumen bildet). Warum heißt der Rosablättrige Helmling Rosablättriger Helmling? Weil die Lamellen grundsätzlich weiß bis cremefarben sind (bei sehr alten fruchtkörpern ganz selten auch mal rosalich).
    :gzwinkern:



    LG; Pablo.

    Moin!


    Antwort auf die Frage im Betreff >steht hier<.

    Antwort auf die Frage im Text: Vielleicht. Wie sieht denn die Stielbasis aus? Welche Farbe hat ein Sporenabwurf?



    LG; Pablo.